Das Fest der Heuchelei

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Drogen Selbstverletzung Weihnachten Koblenz

Seit ich im Alter von 11 Jahren mit Vater und Schwester aus der Christmette kam und meine Mutter uns hackevoll in ihrem fleckigen Jogginganzug die Tür geöffnet hat, ist Weihnachten für mich das Fest der Heuchelei. Als Erwachsene hatte ich zum Glück die Möglichkeit, Heiligabend ordentlich zu trinken und später in meiner Wohnung einen fetten Joint zu rauchen, aber nun kiffe ich seit Jahren nicht mehr. Ich lebe mit einem Partner zusammen und habe keine Kinder, denen man etwas bieten muss, wie etwa einen Weihnachtsbaum. Ich gestehe, dass ich über die Feiertage viel trinken und ordentlich essen werde. Sollte das nicht reichen, um zu vergessen, dass Weihnachten ist, habe ich zum Glück noch Psychopharmaka im Haus.

Beichthaus.com Beichte #00040782 vom 18.12.2017 um 04:58:39 Uhr in Koblenz (20 Kommentare).

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Adventskalender im Seniorenheim

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Diebstahl Völlerei Weihnachten Frankfurt

Ich (w/38) arbeite in einem großen privaten Altenpflegeheim als Fachkraft im Nachtdienst. Jetzt in der Weihnachtszeit sind auf allen sechs Stationen jeweils ein Adventskalender (befüllt mit Snickers, Hanuta, Twix etc.) für alle Bewohner verteilt und aufgehängt worden. Ebenso hat jede Station auch einen eigenen (Kinder-Schokolade-Kalender) im Dienstzimmer fürs Personal. Nun muss ich beichten, dass ich, wenn ich im Dienst bin, zu diesen Adventskalendern gehe und die Schokolade und Schokoriegel daraus klaue. Immer nur ein oder zwei Stück pro Tag und immer andere Station, damit es nicht auffällt. Es tut mir leid, dass ich sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter um ihren Teil der Schokolade bringe.

Beichthaus.com Beichte #00040726 vom 04.12.2017 um 23:26:55 Uhr in Frankfurt (10 Kommentare).

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Flaming Snowman

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Waghalsigkeit Weihnachten Kinder

Etwas, das jedes nur ansatzweise rationale Elternteil dieser Welt seinem Nachwuchs beibringt, ist, nicht mit Feuer zu spielen. Ich glaube sogar, dass das eines der ersten Dinge war, die meine Mutti mir einbläute, von Anfang an. Hiermit beichte ich, dass ich es dennoch getan habe. Natürlich ging es nicht so weit, dass ich wirklich zündelte oder ernsthaft was abbrannte, doch immer um die Weihnachtszeit rum nutzte ich das aus der vermeintlichen Zuverlässigkeit erwachsene Privileg, die Kerzen anzünden zu dürfen, für meine Zwecke. Wir alle kennen diese Teelichter in Form von Rentieren, Schneemännern, Häuschen und so weiter, die als Abzug für die Hitze der Kerze diverse Öffnungen haben, wie z. B. Fenster, einen Lachmund, die Augen... Tja, ich habe dann irgendwann per Zufall rausgefunden, dass ich es - auch heute noch - zum Heulen lustig finde, wenn aus diesen Öffnungen Flammen schießen, als ich ein Streichholz an einer bereits im Teelichthalter befindlichen Kerze anzündete. Es gab so eine Mini-Stichflamme aus dem Mund und dem Hut der Schneemannfigur, den ich von diesem Tag an den "Flaming Snowman" taufte. Jeden Sonntag nutzte ich, um mich daran wieder zu erfreuen und machte mir vor Lachen fast jedes mal in die Hose. Außerhalb der Weihnachtszeit funktionierte das leider nicht so gut, nur zu Halloween vielleicht.

Die Eltern meiner damaligen besten Freunden hatten so einen großen Kerzenhalter in Kürbisform zu Halloween und doof wie ich war, überredete ich sie dazu, einen "flaming Kürbis" draus zu machen. Die Familie hatte für den Kamin diese langen dicken Streichhölzer, die wir dann zu einem ca. 3 cm dicken Bündel zusammenklebten. In dem Teelichthalter standen dieses Mal sogar zwei Teelichter, um den Effekt dem Dekoteil entsprechend groß zu gestalten. Gesagt, getan. Wir hielten also das Bündel in die Kerzen und es gab auch wieder den gewollten Effekt, diesmal eben in riesig. Leider sind die Eltern dann durch das Gegacker und Freudengekreische alarmiert worden und es gab erstmal den Arsch ab, von wegen die Bude hätte ja abbrennen können und so. Danach habe ich das nur noch heimlich zu Hause gemacht, wieder mit dem Schneemann, der irgendwann von innen auch ganz rußig war, sodass meine Ma mir auch noch auf die Schliche kam, weil sie sich über den Schmutz wunderte.

Jetzt als Erwachsene reicht mir das alles nicht mehr, erfreuen kann ich mich mit dem damaligen Elan nur noch an wirklich großen Explosionen und dem Moment, in dem ein echt dicker Silvesterkracher aus der Halterung gen Himmel geschossen wird. Meine Eltern lachen heute über diese Marotte und sagten sogar, dass es irgendwie ganz gut hinkäme, da ich mich als kleines Mädchen schon tierisch über Explosionen (und auch Waffen) im Fernsehen gefreut habe wie sonstwas. Es tut mir trotzdem leid, dass meine Freundin damals auch Anpfiff bekam, weil es eigentlich meine Idee war und so ganz ohne Gefahr war es im Wohnzimmer auch nicht. Dieses Weihnachten, wenn ich meine Familie besuche, werde ich mal sehen, ob der Schneemann wieder steht. Aber ob ich dann widerstehen kann, weiß ich nicht. Vielleicht mache ich es um der alten Zeiten Willen noch mal, im Badezimmer, wo nichts brennen kann. Meinen kleinen "flaming Snowman" und die Freude, die er mir alle Jahre wieder bereitet hat, werde ich nie vergessen!

Beichthaus.com Beichte #00040708 vom 29.11.2017 um 13:17:13 Uhr (4 Kommentare).

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Kaninchen zu Weihnachten

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Hass Mord Gewalt Tiere Weihnachten Bremen

Als ich noch ein kleines Kind war, hatten wir zu Hause drei Hasen als Haustiere, Rampi, Rumpi und Rompi. Ich habe diese Tiere abgöttisch geliebt! Drei Jahre zur Weihnachtszeit ist immer einer mehr verschwunden. Als Kind habe ich mir nie so wirklich Gedanken darüber gemacht, meine Eltern hatten mir erzählt, dass sie entweder weggelaufen sind oder es beim Tierarzt einen Unfall gab. Zur Trauerbewältigung habe ich damals einen GameBoy oder einen SNES oder viele Spiele für die Konsolen bekommen. Jahre später (in der Pubertät) kam mir die Erleuchtung: Ich habe zu Weihnachten meine drei Hasen gegessen (sie waren lecker, aber... MEINE HASEN!). Ich habe dann aus Rache meinen Eltern gegenüber das Auto zerkratzt und mit Lippenstift "Du Schuft!" auf das Auto geschrieben. Als meine Mutter mich fragte, ob ich wüsste, wer das war sagte ich nur: "Weiß ich nicht, vielleicht gab es ja einen Unfall auf der Arbeit bei Papa!" Ich habe dafür die Schläge meines Lebens bekommen von meinen Eltern, beim Arzt hieß es dann nur ich sei in der Schule gestürzt. Taschengeld habe ich keines mehr bekommen und wurde mit 18 Jahren vor die Tür gesetzt.

Heute habe ich selbst eine wunderbare Familie, wir haben Haustiere (Hunde und Katzen) und mein Mann und ich lieben uns und unsere Kinder sehr. Letztes Jahr kamen die "stolzen Großeltern" zu Besuch und wollten unseren Kindern Hasen-Kuscheltiere schenken. Die Geschenke kamen nie an, ich habe meinen Eltern Hausverbot erteilt und selbst Kuscheltiere gekauft. Unseren Kindern haben wir die Wahrheit erzählt, verbieten ihnen aber nicht den Kontakt zu den Großeltern. Also wenn unsere Kinder dorthin möchten, dürfen sie natürlich. Aber ich will meine Eltern nie wiedersehen.

Beichthaus.com Beichte #00040699 vom 28.11.2017 um 11:29:30 Uhr in Bremen (30 Kommentare).

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Günstige Jacken zu Weihnachten

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Habgier Diebstahl Shopping Weihnachten Schweiz

Ich (23) beichte, dass ich die Preisschilder von teuren Jacken so vertausche, dass ich weniger Geld für die Jacke ausgebe. Ich mache das eigentlich immer in der Weihnachtszeit. Im Stress merken die Verkäuferinnen das auch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00040333 vom 20.09.2017 um 17:38:30 Uhr in Schweiz (9 Kommentare).

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