Der Vater, der keiner sein möchte

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Aggression Boshaftigkeit Familie Frankfurt

Ich (m/25) bin vor einem Jahr Vater geworden. Viele denken sich jetzt, ja ist doch was Tolles! Aber ich hasse es, und ich mache daraus auch kein Geheimnis, meine Freundin und mein Kind bekommen zu spüren, dass ich keine Lust auf sie habe und mir mein Leben anders vorgestellt habe. Wir leben mittlerweile wie in zwei getrennten Haushalten, ich gehe meistens nach der Arbeit essen und bin dann im gemeinsamen Haus in meinem Büro, meine Freundin kümmert sich um das Kind und macht halt bisschen den Haushalt. Und wenn ich wirklich ehrlich bin, bin ich froh, dass sie mich in meinem Büro in Ruhe lassen, dort kann ich immerhin in Ruhe zocken.

Beichthaus.com Beichte #00042085 vom 04.05.2020 um 16:55:34 Uhr in Frankfurt (1 Kommentare).

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Ab und zu ein wenig Stress abbauen

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Aggression Politik Dortmund

Ich bin ein 35-jähriger, straffreier Familienvater, betreibe aber seit ziemlich genau 30 Jahren aktiv Kampfsport. Angefangen mit Boxen, über MMA und heute und seit einigen Jahren Krav Maga. Im privaten Bereich sehe ich tatsächlich recht gut aus: 1,96, breit, tätowiert, Kapuzenpulli, Harley Klamotten. Beruflich aber nun mal blöderweise wieder der Bürotyp.
Nach Feierabend sollte ich für meine Frau in einem eher ungemütlichen Teil der nördlichen Innenstadt eine kleine Kommode von einem eBay-Verkäufer abholen. Gesagt, getan, nette Familie, eingeladen und verabschiedet. Während ich gerade noch den Heimweg in das Handy Navi ein klimper, werde ich von drei südländischen Jugendlichen angesprochen. Zuerst hatten sie noch Smalltalk mäßige Fragen zu meinem Firmenwagen. Dann wollten sie aber mal mein Handy sehen, um es mit ihrem zu vergleichen. Das habe ich natürlich verweigert, aber dem Bürotyp könnte man ja das Ding auch einfach mal aus der Hand reißen.
Na ja, das hatten sie sich jedenfalls etwas anders vorgestellt. Nach so vielen Jahren Kampfsport hat man andere Reflexe und einen anderen Durchschlag als Normalbürger und wenn sich das dann noch mit langer antrainierter Technik paart wird es halt doch schon sehr unangenehm. Da ich ohnehin kein großer Befürworter von Leuten bin, die in weißem BMWs zwischen Shishabars und Cafés pendeln, ohne je einen Tag gearbeitet zu haben und weil ich bis dahin einen richtig bescheidenen Tag hatte, ging es mit mir ziemlich durch.
Malt euch einfach ein Bild aus Blut, Zähnen und Trümmerbrüchen im Gesicht. Ich will da nicht zu sehr in Detail gehen, derartige Blessuren haben mit Hollywood Getöse nicht zu tun. Tatsächlich war ich danach aber deutlich ausgeglichener, regelrecht euphorisch und unversehrt auf dem Heimweg. Seither bin ich schon 2x wieder nach Feierabend in die Gegend gefahren, um ein bisschen Stress abzubauen. Es dauert für gewöhnlich nicht lange, bis man sich dort Ärger einhandelt. Einmal hatte ich dabei Erfolg, einmal nicht.
Das Lächerliche daran ist eigentlich, dass ich selber zusätzlich Kinder und Jugendliche trainiere und wöchentliche Ansprachen zu Deeskalation, Respekt und Gewaltlosigkeit halte.

Beichthaus.com Beichte #00042081 vom 29.04.2020 um 15:27:52 Uhr in 44145 Dortmund (Mallinckrodstr.) (1 Kommentare).

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Nie wieder zurück

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Aggression Engherzigkeit Gesellschaft

Meine (m,34) Beichte ist, dass ich es als ehemaliger intensiv Pfleger mit sehr viel Erfahrung, nicht einsehe wieder zurück in die Klinik zu gehen und bei der Covid-19 Krise zu helfen.
14 Jahre hab ich auf verschiedenen Intensivstationen gearbeitet und hab letztes Jahr den Absprung in eine Firma für Monitoring geschafft. 14 Jahre lang wurde man nur schlecht behandelt (von Vorgesetzten, Patienten und Angehörigen), um Überstunden beschissen und bekam immer mehr Druck zu schlechteren Arbeitsbedingungen. Und jetzt soll ich in diese Hölle zurück? Ohne mich! Obwohl ich nun die meiste Zeit nichts tuend zu Hause sitze!
Das ganze System wurde jahrelang zugrunde gespart auf unserem Rücken und jetzt sollen wir die Scheiße wieder ausbaden. Nichts da! Mir egal wie viele verrecken!

Beichthaus.com Beichte #00042062 vom 22.03.2020 um 15:33:45 Uhr (0 Kommentare).

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Der Klopapier-Streit

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Aggression Verzweiflung Studentenleben Goethestraße München

Ich(w)möchte erzählen, dass ich mich mit meiner Mitbewohnerin so sehr gestritten habe, dass jetzt jeder sein eigenes Klopapier zum Scheißen mit auf die Toilette nimmt.
Ich bin eine junge Studentin, die gemeinschaftlich mit einer weiteren Person in einer Wohnung lebte. Am Anfang verstanden wir uns gut. Aber dann haben wir begonnen wegen allem zu streiten. Das ging so weit, bis sie Türen knallten, wir nicht mehr miteinander sprachen und uns gegenseitig passiv-aggressive Post-its hinterließen wie "Kannst du mal den Herd saubermachen?"
Irgendwann war das aus dem gemeinsamen WG-Kapital beschaffte Klopapier zur Neige gegangen und es kam zum Toilettenpapiernotstand. Kurzum hatte jeder sein eigenes Klopapier und wanderte, sobald ihn ein Bedürfnis befiehl, damit auf Toilette. Wir bunkerten es in unseren Zimmern. Ich fand es lustig, dass es sie so aufgeregt hat, vor allem weil sie damit begonnen hatte. Sie hatte es verdient.
Es ist inzwischen zu einer netten Anekdote geworden, über die ich lachen kann. Aber bis vor einiger Zeit habe ich mir noch oft den Kopf darüber zerbrochen, ob mein Verhalten moralisch richtig war.

Beichthaus.com Beichte #00042054 vom 06.03.2020 um 01:17:13 Uhr in Goethestraße München (2 Kommentare).

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Wegen einem Streit mit Folgen die beste Freundin verloren.

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Boshaftigkeit Aggression Freunde München

Ich habe etwas Übles getan und fühle mich schäbig. Eine Freundin von mir, die auch später meine Chefin wurde, hatte ein großes Geheimnis: Sie war/ist heroinsüchtig bzw. auf Methadon. Man merkt es ihr nicht an und mich hat es ehrlich gesagt auch nie großartig gestört, weil ihre anderen Eigenschaften im Vordergrund standen.
Eines Tages hatte ich einen großen Streit mit ihr. Eigentlich wegen einer Lappalie. Die Sache schaukelte sich jedoch hoch, so das wir kein Wort mehr miteinander Sprachen. Ich war wütend und unterhielt mich mit einer anderen Person (die nicht wirklich als vertrauenswürdig galt) über die Situation. Nach einer Weile erwähnte ich die Sache mit dem Heroin. Keine Ahnung warum. Es war einfach niederträchtig von mir. Ich verstehe nicht, warum ich das nicht für mich behalten habe. Die Geschichte verbreitete sich dann wie ein Lauffeuer in der Firma. Alle Kollegen wussten Bescheid, sogar die anderen Chefs.
Sie wurde daraufhin an einen anderen Firmenstandort versetzt, damit sie den Anfeindungen aus dem Weg gehen konnte. Nun lebt sie meinetwegen in einer anderen Stadt. Herausgerissen aus ihrem alten Leben. Grundlos. Nur, weil ich mein blödes Maul nicht halten konnte. Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihr, wüsste auch nicht wie ich an sie herantreten kann. Das Ganze ist ohnehin nicht verzeihlich. Die Aktion war einfach dumm und asozial. Die Schuldgefühle sind unendlich, aber das macht die Sache auch nicht besser.

Beichthaus.com Beichte #00042053 vom 04.03.2020 um 18:41:21 Uhr in München (0 Kommentare).

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