Rassistische Gedanken in der Öffentlichkeit

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Boshaftigkeit Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft Bahn & Co.

Ich (m/25) empfinde mich als relativ liberalen bzw. linksorientierten Menschen, der anderen Kulturen und Ethnien gegenüber sehr offen gegenübersteht und Diversität in allen Dimensionen als etwas Bereicherndes betrachtet. Mein Freundeskreis ist sozusagen "bunt" gemischt und politisch aktiv. In Diskussionen bin ich stets ein Befürworter einer vernunftorientierten Flüchtlingspolitik. In offenen Gesprächen und im Dialog mit anderen verhalte ich mich wie ein Weltbürger. Wenn ich nun aber gedankenversunken durch die Stadt gehe, gleiten meine Gedanken alsbald in Bahnen, die mich, sofern ich diese reflektiere, äußerst beunruhigen.

So kann ich als ein Jemand gelten, der beim Spaziergang in der Fußgängerzone oder wenn ich im Bus sitze, die sich umgebenden Menschen beobachtet und genaustens mustert. Dabei münden meine Gedanken in vorurteilsbehaftete, rassistische und verachtende Beleidigungen, mit denen ich meine Mitmenschen pauschalisierend charakterisiere. Solche "Charakterisierungen" beinhalten die derbsten Schimpfwörter. Im Grunde meines Herzens empfinde ich allerdings nicht so. Vielmehr fungiert dieses "Beleidigungsdenken" als Belustigung und netter Zeitvertreib, mit dem ich ja eigentlich niemanden verletze oder angreife. Dennoch weiß ich, dass ein solches Verhalten unsäglich ist, weshalb ich hier dafür um Verzeihung bitte.

Beichthaus.com Beichte #00038233 vom 13.05.2016 um 23:27:05 Uhr (14 Kommentare)

Ein Blowjob für 400 Euro

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Schamlosigkeit Fetisch Prostitution Bahn & Co.

Jedes Mal, wenn ich in der S-Bahn einen jungen heterosexuellen Mann sehe, den ich attraktiv finde, frage ich ihn, ob er gegen Geld einen Blowjob macht. […]
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Beichthaus.com Beichte #00038098 vom 19.04.2016 um 16:33:59 Uhr (21 Kommentare)

Liebesbrief an deine Stinkefüße

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Ekel Unreinlichkeit Bahn & Co.

Es war die Hölle: Eine siebenstündige Fahrt mit dem Fernzug von dem Ort, an dem ich (w/20) meine Ausbildung mache, nach Hause. Ich hatte Kopfhörer im Ohr, die Augen zu und hörte Musik. Ich saß am Fenster, der Platz neben mir war noch frei, doch einen Bahnhof weiter wurde der Zug sehr voll. Die Leute standen in den Gängen und saßen in den Türbereichen. Neben mich setzte sich eine Frau mittleren Alters und kaum hatte sie sich niedergelassen, stieg mir ein furchtbarer Gestank in die Nase: Eine Mischung aus extrem heftigem Knoblauchgeruch, kaltem Schweiß und Parfüm oder Deo, mit dem sie versucht hat, ihren Schweiß zu übersprühen. Kurz darauf hat sie ihre Schuhe ausgezogen und dann kam noch Stinkefuß dazu. Die Zugfahrt hatte erst begonnen und die Dame fuhr sogar noch weiter als ich (sah man auf der angezeigten Reservierung am Sitz). Ich war verzweifelt. Ich konnte mir ja nicht sieben Stunden lang die Nase zuhalten! Nur durch den Mund atmen geht auch schlecht - und es gab schlichtweg keine Sitz- oder Stehplätze mehr. Nach etwa zwanzig Minuten weiterer Qual war ich kurz davor, mich zu übergeben. Auch andere Leute in der Nähe guckten immer angewidert in Richtung der Frau, manche tuschelten.


Ich konnte nicht mehr. Ich habe daraufhin meine sieben Sachen gepackt und mich durch die Meute der Stehenden gekämpft. In der geräumigen Toilette angekommen, habe ich erst einmal 15 Minuten durchgeatmet. Gegen den Gestank der Frau sind Toiletten in Zügen reinste Duftparadiese, davon abgesehen war diese sehr sauber und roch nicht. Ich bin dann durch den gesamten ICE gewandert und habe doch noch ein kleines Fleckchen Erde gefunden. Erleichtert saß ich auf meinem Koffer, bis ich nach etwa der Hälfte der Fahrt einen frei gewordenen Sitzplatz belegen konnte. Aber diese Frau hatte einen Denkanstoß verdient! In meiner Tasche hatte ich noch eine kleine Packung Duschgel für alle Fälle. Das brauche ich aber bei meinen Eltern eh nicht.


Also habe ich einen kleinen Liebesbrief geschrieben: "Ich denke, Sie wissen, dass Sie stinken. Ich hätte mich, als ich neben Ihnen gesessen bin, beinahe übergeben müssen. Knoblauch isst man nur dann in solchen Mengen, wenn man nicht mit anderen Menschen in Kontakt tritt. Man wäscht sich regelmäßig und wechselt seine Wäsche. Gegen stinkende Füße helfen Fußpuder und offene Schuhe. Ich hatte selbst mal Käsefüße und mir hat das gut geholfen. Hier habe ich noch eine kleine Flasche Duschgel als Abschiedsgeschenk. Bitte benutzen Sie es auch. Es ist immer das erste Mal - nur Mut, dann klappt es auch wieder mit dem Sex." Ich bin, als der Zug in meinen Bahnhof einfuhr, an der Frau vorbeigelaufen, habe ihr das hingelegt und bin, wie von der Tarantel gestochen, weitergelaufen und ausgestiegen. Ich habe vom Gleis aus, etwas versteckt, noch kurz geguckt, wie die Frau sich das durchgelesen hat und ziemlich komisch aus der Wäsche guckte. Dann bin ich gegangen. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00037968 vom 31.03.2016 um 18:05:41 Uhr (21 Kommentare)

Filme während der Zugfahrt

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Peinlichkeit Bahn & Co.

Ich (w/28) war vor etwa zwei Jahren, damals etwa zwei oder drei Tage vor Heiligabend, unterwegs nach Hause (komme aus Sachsen, wohne aber in NRW), um gemeinsam mit meiner Familie Weihnachten zu feiern. Ich fuhr im ICE, hatte mein kleines Netbook dabei und guckte mir einen Film an - mit Kopfhörern. Ich schaue gerne alte Heimatfilme aus den 50er Jahren und so einer lief auch während dieser Fahrt. Ich hatte bestimmt schon die Hälfte des Films gesehen, als sich durch den ziemlich vollen ICE eine Frau mittleren Alters durchzwängte und meinte: "Sie wissen, dass sie damit die anderen belästigen?" Ich wusste gar nicht, was sie meinte! Daraufhin erwiderte die Frau, dass man es doch erwarten könnte, dass Kopfhörer benutzt werden, wenn man in einem öffentlichen Verkehrsmittel einen Film schaut, das bekämen die anderen Leute ja auch alle hin.


Ich stellte peinlich berührt fest, dass die Kopfhörer zwar in meinen Ohren, aber nicht mehr in der Buchse waren, ich hatte sie wohl versehentlich herausgezogen. Ich habe mich entschuldigt, mir war das sehr peinlich, und die Kopfhörer dann wieder eingesteckt. Die Frau schimpfte daraufhin, dass das wohl für manche Leute zu viel verlangt sei, und hat noch weitergeschimpft, während sie zu ihrem Platz zurückgegangen ist. Ich konnte ja verstehen, dass sie und wahrscheinlich auch andere Leute sauer waren und bin - es war keine zuggebundene Karte, ich konnte also auch einen anderen Zug nehmen - am nächsten Bahnhof ausgestiegen und habe dann den nächsten Zug genommen. So schusselig war ich zum Glück nie wieder.

Beichthaus.com Beichte #00037915 vom 23.03.2016 um 18:42:39 Uhr (12 Kommentare)

Rülpser in der Bahn

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Peinlichkeit Maßlosigkeit Bahn & Co.

Vor ein paar Tagen war ich in der Straßenbahn - auf dem Rückweg von meinem Schülerjob - und saß in so einem Vierersitz. Gegenüber saßen ein Vater und sein etwa fünf- oder sechsjähriger Sohn. Das Kind hat die ganze Zeit gerülpst. Und ich bin ein Mensch, der auch Fremden, die sich daneben benehmen, das irgendwann sagt. Daher meinte ich nach einer gewissen Zeit: "Kannst du nicht mal aufhören zu rülpsen?" Der Vater meinte daraufhin ganz höflich und ruhig: "Mein Sohn leidet unter einer Refluxkrankheit, die ärztlich behandelt wird." Gott, war mir das peinlich. Ich habe mich mehrfach entschuldigt und war froh, als ich kurz darauf aussteigen konnte. Ich werde mich jetzt echt zusammennehmen und lieber den Mund halten, außer die Sache betrifft mich selbst.

Beichthaus.com Beichte #00037908 vom 22.03.2016 um 23:54:00 Uhr (11 Kommentare)


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