Die Espressi meines Chefs

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Rache Zorn Engherzigkeit Chef

Ich (w/19) beichte, dass ich aus Rache täglich mehrere Espressi trinke, die ich aber eigentlich gar nicht mag. Seit ein paar Wochen mache ich ein Praktikum an einem Filmset. Alle sind supernett. Bis auf meinen direkten Vorgesetzten. Der bringt mich und seinen Assistenten mit seiner besserwisserischen, machtgeilen Art regelmäßig zur Weißglut. Ich bin dafür zuständig, in regelmäßigen Abständen für alle am Set Kaffee zu besorgen. Milchkaffee, Cappuccino und eben auch Espresso. Ich weiß, dass mein Chef nur Espresso mag, weil er keine Milch verträgt und dass er zusätzlich zu der Sorte Mensch gehört, die meint, ohne fünf Kaffee am Tag nicht überleben zu können. Immer, wenn ich jetzt vom Catering die fertigen Kaffees kriege, trinke ich schnell, bevor ich ihm das Tablett mit den Getränken anbiete, alle Espressi aus. Es ist ein schönes Gefühl der Genugtuung, diesem Idioten das Leben ein bisschen weniger leicht zu machen. Ich hoffe, dass er sich vielleicht infolge von Übermüdung einen neuen Job sucht, in dem er weniger mit Menschen zu tun hat - und vor allem weniger Menschen mit ihm. Eigentlich tue ich damit also der Menschheit einen Gefallen, oder?

Beichthaus.com Beichte #00039366 vom 17.02.2017 um 14:34:37 Uhr (10 Kommentare)

Warum bin ich Arzt geworden?

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Hass Zorn Maßlosigkeit Gesellschaft Gesundheit

Ich bin Arzt und hasse meinen Job wie die Pest. Ich gehe nur noch mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Je mehr ich mit Patienten, Angehörigen und teilweise Pflegekräften zu tun habe, desto mehr Abstand will ich von ihnen haben. Sie sind kleingeistig, verlogen, boshaft, dreist, fordernd und niederträchtig. Was die Patienten betrifft, würde ich schätzen, dass 70-80 Prozent (mindestens) aller Patienten eigentlich gar nicht ins Krankenhaus gehören oder aber selbstverschuldet dort sind. Die kommen mit einer Grippe oder Migräne ins Krankenhaus und erwarten, dass ich sie stationär aufnehme. Ich habe schon 24-Stunden-Schichten mit eitriger Bronchitis und Temp. von 38,3 °C durchgearbeitet ohne zu schlafen. Von den Antibiotika habe ich Durchfall bekommen und vom Schnupfen Nasenbluten. Sie fühlen sich wegen einer Grippe eine Woche lang schlecht und erwarten, dass ich Ihnen einen Pflegedienst organisiere. Auf welchem Planeten leben die eigentlich? Der Großteil der Patienten ist wegen gefäßbedingter Erkrankungen dort (Niere, Herz...) oder aber weil sie Lungenschäden haben. Diese Erkrankungen sind fast ausschließlich durch mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung und Rauchen direkt oder indirekt hervorgerufen worden. Man sagt den Leuten über Jahre hinweg, was sie ändern sollen, und sie ändern nichts.

Aber wehe man lehnt auch nur eine ihrer dreisten Forderungen ab. Dann hagelt es Beschwerden mit konstruierten Unterstellungen. Man sei unfreundlich oder es wird gefragt, warum man überhaupt Arzt geworden sei. Das frage ich mich auch jeden Tag. 100 Stunden-Wochen, ein Stundenlohn von etwa 12 Euro (meine Putzfrau kriegt 15), extreme Bürokratie und dann noch dieses Volk jeden Tag. Hätte ich das gewusst, wäre ich nie Arzt geworden. Ich denke jeden Tag daran zu wechseln und etwas anderes zu machen. Vollstes Verständnis habe ich für Trump, dass er Obamacare abschaffen will. Menschen, die ohne Eigenverschulden in Not geraten, sollte man natürlich unterstützen. Aber ich sehe es nicht ein, warum die Allgemeinheit dafür zahlen soll, wenn sich der Einzelne über Jahrzehnte hinweg trotz mehrfacher Ermahnungen selbst zerstört. Und wenn jemand meint, wegen jedem Wehwehchen zum Arzt zu rennen, soll er es selbst bezahlen. Ich beichte also meinen Zorn auf die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite.

Beichthaus.com Beichte #00039355 vom 16.02.2017 um 16:16:48 Uhr (21 Kommentare)

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Besorgt es meiner Lehrerin!

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Vandalismus Zorn Rache Schule

Als ich in der achten Klasse war, habe ich etwas Dummes gemacht. Am Tag der Zeugnisausgabe war es üblich, dass die Lehrerin noch etwas zu uns sagte. Ich war nicht nervös, da ich mich in diesem Jahr besonders angestrengt hatte. Als ich nach vorne gebeten wurde, schüttelte mir die Alte meine Hand und sagte: “Dein Durchschnitt ist nicht gut“, dabei hatte ich nur eine vier und das in einem Nebenfach. Ich war ziemlich wütend - es kotzte mich an, weil ich ständig gelernt hatte und mich auch in fünf Fächern verbessern konnte. Ich war so wütend, dass ich meinen Ärger der ganzen arroganten Lehrerschaft mitteilen wollte.

Am letzten Ferientag schlich ich mich abends raus, in meinem Rucksack waren: Senf, eine Packung Eier und wasserfeste Stifte. Meine Schule war nur ein paar Minuten entfernt. Als ich da war, fing es auch schon an. Ich warf Eier an die Vordertüren, schmierte Senf an die Türgriffe und schrieb Beleidigungen gegen die Lehrer auf. Meine Schrift konnte ich leicht verändern, da ich dieses Mal in der Druckschrift geschrieben habe. Die Beleidigungen waren wirklich niveaulos, die harmloseste war wohl: "Frau M. ist untervögelt, besorgt es ihr" oder so ähnlich. Am nächsten Tag gab es einen großen Aufstand, die Lehrer suchten in jeder Klassenstufe nach dem Schuldigen. Drohten mit ernsthaften Konsequenzen, wenn derjenige sich nicht stellte. Ich hatte Angst, dass man mich erwischt, und traute mich kaum noch in die Schule. Gesagt habe ich nie etwas, habe aber mit anderen Mitschülern über mögliche Täter geredet, um nicht aufzufallen. Herausgekommen ist es nicht. Das Ganze ist jetzt viele Jahre her und ich komme mir wirklich blöd vor. Ich habe überreagiert und hätte den Spruch meiner Lehrerin einfach ignorieren sollen.

Beichthaus.com Beichte #00039334 vom 11.02.2017 um 22:19:52 Uhr (11 Kommentare)

Das ist doch schwul!

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Aggression Zorn Ignoranz

Ich habe eine Abneigung gegen das Wort "schwul" entwickelt. Das Wort an sich stört mich nicht, jedoch was damit assoziiert wird. Alles Negative wird mit "schwul" gleichgesetzt. Gestern ist mein Zug ausgefallen, so schwul. Es regnet seit zwei Tagen, so schwul. Gestern hatten wir einen Test, wie schwul ist das denn. Ich könnte jetzt stundenlang weiterschreiben, aber ich glaube, ihr habt es verstanden. Ich lebe selbst seit 20 Jahren offen schwul. Versteht mich nicht falsch, es steht nicht auf meiner Stirn geschrieben und die meisten Leute überrascht es, wenn ich sage, dass ich schwul bin. Am Anfang habe ich das Ganze immer mehr oder weniger ignorieren können. Jedoch ist es mittlerweile so normal geworden, dass es mich einfach stört. Auch in meinem Freundeskreis wird "schwul" oft benutzt, wenn einem etwas gegen den Strich geht. Da helfen mir Aussagen wie: „Du bist damit nicht gemeint“ oder „Du weißt, wie ich es meine, es ist nichts gegen dich“, äußerst wenig.

Da ich recht schlagfertig bin, habe ich damit angefangen, den Spieß umzudrehen. Neulich im Pausenraum war ich mit zwei Arbeitskollegen, beide Moslems, am Plaudern - bis der eine etwas schwul fand. Beide wissen, dass ich schwul bin und da hat es mir einfach gereicht. Ich habe mir extra etwas Negatives ausgedacht und fand es dann halt einfach "Moslem". Die Gesichter hättet ihr sehen sollen! Ich wurde dann als Rassist betitelt und weiß nicht was alles. Aber ich muss mir jedes Mal die Scheiße anhören, wie schwul doch alles ist. Letzte Woche wurden unsere Drucker im Büro umgerüstet. Nun müssen wir Badges benutzen, um die Funktionen des Druckers wählen zu können. Der Installateur fand unsere Badges (schwarz) viel besser als die schwulen Grünen, die er hat. Ich habe kurz auf meine Hand geschaut und gesagt: "Ich wusste gar nicht, dass ich grün bin." Der Typ hat mich angeglotzt, bis er verstanden hat, was er rausgelassen hat. Letzten Freitag musste ich von unseren Mitarbeitern Fotos in Firmenhemden machen. Einer dieser Typen war sehr angetan davon und motzte rum, er sähe in diesem Hemd aus wie eine Schwuchtel. Ich habe ihm bloß gesagt, dass er sich nicht so aufregen soll, schließlich wäre er heute als Schwuchtel endlich mal gut angezogen. Langes Gesicht und offener Mund. Meine Beichte ist, dass es mich unglaublich nervt, mich auf dieses tiefe Niveau zu begeben, damit gewisse Leute raffen, dass gewisse Aussagen verletzend sind, auch wenn sie nicht böse gemeint sind.

Beichthaus.com Beichte #00039324 vom 08.02.2017 um 08:29:10 Uhr (34 Kommentare)

Hilfe, er hat mit mir seine Freundin betrogen!

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Fremdgehen Zorn Falschheit Ex

Ich habe in meinem Leben erst eine Person geliebt, und zwar meinen Ex. Er trennte sich vor sechs Jahren von mir, weil er noch etwas erleben wollte. Natürlich war es damals ein Weltuntergang für mich. Vier Jahre später sahen wir uns wieder und mein Hirn schaltete sich aus. Er flirtete mich an und ich war im ersten Moment erstarrt. Ich fragte ihn, ob er noch seine Freundin hätte und er verneinte. Ich ging auf den Flirt ein und nach einigen Drinks landeten wir im Bett. Ich musste früh raus und der Abschied war kühl. Ich habe mir absolut nichts erhofft, doch er schwirrte mir einige Tage durch den Kopf und der Drang, mich bei ihm zu melden, überkam mich. Ich ging auf seine FB-Seite und ich sah, dass er vergeben war!

Ich fühle mich schlecht. Einerseits, weil ich mich überhaupt darauf eingelassen habe und einerseits weil er sie betrogen hat. Niemand möchte betrogen werden. Auch wenn ich in diesem Sinne nichts für den Betrug kann, fühle ich mich schlecht. Ich sah es damals auch nicht ein, es ihr zu berichten, weil ich mich nicht einmischen wollte. Nun sehe ich über Ecken wie sie "glücklich" sind und ich könnte einfach im Strahl kotzen. Seine Falschheit und sein "Glück", das er meiner Meinung nach nicht verdient hat. Ich leide hier immer noch und er ist weiterhin unbekümmert.

Beichthaus.com Beichte #00039292 vom 30.01.2017 um 23:00:47 Uhr (14 Kommentare)


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