Ich habe eine Hochzeit ruiniert

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Boshaftigkeit Rache Engherzigkeit Maßlosigkeit Familie

Ich (w/24) habe die Hochzeit meines Bruders (26) gewissermaßen ruiniert. Ich bin eine langjährige Freundin der Braut und war deshalb eine ihrer Brautjungfern. Jedenfalls kamen sehr viele Gäste, entfernte Verwandte aus unserer Familie sind sogar extra nach Deutschland geflogen, an der Stelle muss ich anmerken, dass wir aus Südkorea kommen, weshalb sehr viele kamen, um meinem Bruder an dem angeblich schönsten Tag seines Lebens zu sehen. Ich war an diesem Tag sehr schlecht gelaunt, denn ich habe zuvor erfahren, dass mich mein Bruder eigentlich gar nicht zu seiner Hochzeit einladen wollte, obwohl ich ihm nichts getan hatte. Ich fühlte mich entsprechend hintergangen und beschloss, seine Hochzeit aufzumischen.

Bereits als beide ihre Ehegelübde kundgaben, setzte ich meinen Plan in die Tat um. Da ich in der letzten Reihe saß, bemerkte kaum jemand, dass ich mein Handy aus der Tasche zog. Ich unterdrückte meine Nummer und rief einige Gäste an, deren Telefonnummern ich hatte. Kaum jemand hatte sein Handy lautlos gestellt, weshalb der Raum mit nervigen Klingeltönen erfüllt wurde. Zuerst wollte ich es dabei belassen, aber das Gefühl der Genugtuung war so befriedigend, dass ich nicht aufhören wollte. Anschließend hatte ich die Ehre, dem glücklichen Brautpaar ein Ständchen zu singen. Eigentlich hatte ich einen schnulzigen, übertriebenen Song einstudiert, doch ich änderte meinen Plan kurzerhand und sang stattdessen "Treat You Better" in dem Song geht es darum, dass der Partner der Frau nicht der Richtige für sie ist und sie einen besseren verdient. Dass die Gäste und mein Bruder bereits böse guckten, war mir herzlich egal, schließlich kannte ich die meisten sowieso nicht so gut.

Das Essen wurde angerichtet und da ich in einer besonders fiesen Stimmung war, erzählte ich herum, dass ich gesehen habe, wie mein kleiner Cousin in zwei Töpfe gespuckt hatte. Nach einiger Zeit erblickte ich angeekelte Gesichter und meinen Cousin, der Rotz und Wasser heulte, weil seine Eltern ordentlich mit ihm schimpften. Der Kleine hatte es übrigens verdient, da er andere Menschen sehr respektlos behandelt und ein sehr egoistisches Kind ist. Als es später auf die Tanzfläche ging, steckte ich dem DJ zwanzig Euro zu und erklärte, dass mein Bruder sich andere Songs wünschte, um die Stimmung anzuheizen. Die Gäste mussten also unter anderem zu "Baby" von Justin Bieber, "Wiggle" von Jason Derulo und "Anaconda" von Nicki Minaj tanzen. Besonders den älteren Herrschaften gefiel die üble Musikauswahl überhaupt nicht. Leider hat der übermotivierte Trauzeuge schnell für bessere Musik gesorgt.

Zum krönenden Abschluss schubste ich meine Tante, die, wie die anderen Frauen auch, den Brautstrauß fangen wollte. Meine Tante stolperte und ich zeigte auf eine junge Frau, die ich angeblich beim Schubsen erwischt hatte. Meine Tante war direkt auf hundertachtzig und schubste die Frau auch, die sich das nicht gefallen lassen wollte. Es entstand eine wilde Rangelei und ich sah, dass die Frau meines Bruders völlig fertig mit den Nerven war und sogar weinte, zum Glück tröstete mein Bruder sie. Das tat mir dann doch leid, denn ich mag sie sehr gern und auch die Rachegedanken waren verflogen, mein schlechtes Gewissen meldete sich und in meiner Not flüchtete ich von der Feier. Mittlerweile bereue ich meine asozialen Taten und hätte ich eine zweite Chance, würde ich es nicht tun.

Beichthaus.com Beichte #00040599 vom 05.11.2017 um 18:46:10 Uhr (13 Kommentare).

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Halloween in einem einsamen Bungalow

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Kinder Holland

Wieder einmal war es Halloween - einer meiner verhasstesten Tage. Um den nervigen Kids zu entgehen, buchten meine Frau und ich einen kleinen Bungalow bei unseren holländischen Nachbarn für ein paar Tage. Es kam der 31.10. und es wurde Abend: kein Kind in Sicht. Wir hatten extra drauf geachtet, weit abgelegen zu wohnen. Der Abend wurde später und später und wir saßen gemütlich vorm Kamin und waren dabei, uns langsam zu enkleiden, als es um 21.30 Uhr klingelte. Ich spürte schon den Hass in mir und tatsächlich war es ein blödes Blag, das nach Süßem oder Saures verlangte. Keine Ahnung, wie sich das Kind sich zum Bungalow verirrt hatte und vor allem um diese Uhrzeit, aber mich überfiel eine unbändige Wut. Ich beichte, dass es kindisch war, aber ich ärgerte mich dermaßen, dass ich dem Kind zuckersüß ins Gesicht lächelte und behauptete, ich würde etwas holen. Natürlich hatten wir keine Süßigkeiten da. Was wir allerdings da hatten, war eine leere Keksschachtel aus Pappe, die ich aus dem Müll fischte und allen möglichen Hausrat und Müll reinstopfte... Plastikmüllbeutel, Spülmaschinentabs, eine Packung Streichhölzer, ein trockenes Brötchen...

Ich ging zur Tür und meinte bedauernd, dass ich leider nur noch Kekse hätte - ob es okay wäre, wenn ich sie in die Tüte schütten würde. Hätte nicht gedacht, dass die kleine Landplage dazu ja sagt, denn offene Lebensmittel zwischen anderen Dingen im Beutel... naja, die Gier war anscheinend größer und es freute mich umso mehr, es dieser Nervensäge heimzuzahlen. Ich schüttete also den Unrat eilig in seine komische Papiertüte, die ich mit zwei Fingern etwas zuhielt, damit er nicht sehen konnte, was ich reinschütte. Außerdem lenkte ich ihn ab und fragte ihn, ob er schon viel gesammelt hätte. Nach diesem taktischen Smalltalk bedankte er sich artig, ohne in die Tüte zu sehen, und ich schloss die Tür hastig. Ich hätte zu gerne sein Gesicht gesehen, wenn er den Müll zu Hause oder vielleicht schon unterwegs entdeckt.

Beichthaus.com Beichte #00040572 vom 02.11.2017 um 01:31:06 Uhr in Holland (19 Kommentare).

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Ich schäme mich für meinen Sohn

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Engherzigkeit Selbstsucht Familie Mutter Saarland

Ich (w) schäme mich für meinen Sohn (25). Ich weiß, dass ich das als Mutter nicht sagen sollte, doch es ist mir immer unangenehm, wenn ich mit ihm in der Öffentlichkeit unterwegs bin. Er ist leider ein sehr verbitterter Mensche und, mit Verlaub, unattraktiv. Wenn er doch wenigstens einen tollen Charakter hätte, aber nein, da ist nur Verbitterung. Seine Beziehungen waren die reinste Katastrophe, seine ehemalige Freundin war ungepflegt und hatte ihn mit der Krätze angesteckt. Bei einem Familienessen hatte sie sogar am Telefon über meinen Sohn gelästert, ich habe es gehört, als ich am Badezimmer vorbei gelaufen bin. Sie beschwerte sich, dass er langweilig und ein schlechter Liebhaber wäre, außerdem hätte er einen kleinen Penis. Das war zu viel und ich war froh, als die beiden endlich wieder gingen.

Die Beziehung war dann irgendwann beendet und ich erfuhr, dass mein Sohn regelmäßig ein Bordell besuchen würde, zu diesem Zeitpunkt hat mich schon nichts mehr gewundert, denn andere Frauen wollten nichts mit ihm zutun haben und es schien, als hätte auch er keine Lust auf eine Frau. Natürlich hatte ich auch angenommen, dass mein liebes Kind auf Männer stehen würde, womit ich absolut kein Problem gehabt hätte, es wirkte so, als hätte er schon immer eine Vorliebe für Männer gehabt. Auch beruflich läuft es nicht gut, er hasst seinen Job, da er nicht genug verdient, aber warum sucht er sich nicht etwas Neues? Ich kann seine Verbitterung nicht ertragen und beichte, dass ich mich für meinen Sohn schäme, er ist eine einzige Enttäuschung für mich. Hätte ich doch bloß eine Tochter geboren!

Beichthaus.com Beichte #00040565 vom 31.10.2017 um 19:22:16 Uhr in Saarland (13 Kommentare).

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WG mit eigener Sauna

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Engherzigkeit Ekel Schamlosigkeit WG Nürnberg

Ich (m/30) wohne in einer 6er-WG in einem alten Haus mit großem Garten. Da mein einer Mitbewohner gelernter Schreiner ist, haben wir uns vor zwei Jahren eine lang gehegten Traum erfüllt und unser eigenes Sauna-Häuschen zusammengezimmert. Seitdem kommen einige Freunde (u. a. einer, den ich absolut nicht leiden kann) regelmäßig zum Saunieren. Neulich habe ich mir mit meiner Freundin die Sauna angeschürt und zwischen zwei Schwitzgängen überkam es uns - wir hatten Sex auf einer der Pritschen, die zum Relaxen vor dem Hüttchen stehen. Ich war ziemlich geladen, und so war es eine gehörige Portion Sperma, die anschließend beseitigt werden musste. Tja, was lag da näher, als kurzerhand das Saunahandtuch ebenjenes ungeliebten Gastes, welches dieser niemals mit nach Hause nimmt und das somit immer vor der Sauna rumhängt, zu benutzen. Ich beichte also, dass ich seitdem seine Anwesenheit um einiges besser ertragen kann, weil ich weiß, dass sein Handtuch mit meiner Boysahne getränkt ist.

Beichthaus.com Beichte #00040561 vom 30.10.2017 um 20:08:21 Uhr in Nürnberg (11 Kommentare).

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Der Nazi-Troll aus meiner Nachbarschaft

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Vorurteile Engherzigkeit Maßlosigkeit Internet Nachbarn

Ich (m/43), habe durch Zufall herausgefunden, dass ein Nazi-Troll, den ich auf einer kleinen aber recht bekannten Newsseite regelmäßig in seine Einzelteile zerlege, mein direkter Nachbar (etwa 20) ist. Der Zufall war, dass er, als wir uns im Treppenhaus trafen und unterhielten, sein Tablet bei sich trug, und ich kurz bevor ich die Wohnung verließ, noch auf dieser Seite ordentlich was gegen ihn geballert hatte. Nach ein paar Minuten sah er drauf, wurde leichenblass, murmelte "Dieser elende Hurensohn von (mein Username dort) hat es wieder gewagt, mich anzulabern, ich kriege die kleine Drecksau aber schon noch!", sagte Tschüss und zog sich in seine Wohnung zurück. Witzig hierbei ist, dass mein Nachbar dem Klischee des arbeitslosen und rechtsradikalen Alkis in vielem entspricht - davon abgesehen, dass er nicht mehr sehr laut ist und keinen mehr mit Nazisprüchen belästigt, das traut er sich nämlich nicht mehr.

Meine Beichte ist, dass ich, seit ich das weiß, ihn noch mehr triggere und immer kleine Anspielungen einfließen lasse, die nur er verstehen kann, und mittlerweile schon regelmäßig etwa 2-3 Minuten Minuten (er ist dort wirklich daueronline) ein affenartiges, unartikuliertes Wutgeheul aus seiner Wohnung zu hören ist, insbesondere, wenn er wieder getrunken hat. Etwa eine Stunde danach kommt der nächste Sermon von ihm auf der Seite online. Den ich dann wieder innerhalb von 2-5 Minuten zerlege, ich habe mittlerweile schon Textbausteine vorbereitet, da er immer mit denselben "Argumenten" kommt.

Es hat zwei Gründe, warum ich das tue. Also mal abgesehen davon, dass es Spaß macht: Erstens kann ich kleine Hetzer, die aber im echten Leben dumme kleine Feiglinge sind, nicht ausstehen. Und zweitens stinkt der ganze Hausflur nach schalem Bier, Schweiß, Rauch (lüften kennt er nicht, seine verdreckten und fast blinden Fenster sind IMMER zu!) und wenige Tage um den Monatsanfang herum, massiv nach einem ekelhaften, billigen Gras - etwas Besseres kann er sich wohl nicht leisten. Wir haben Kinder, im Haus leben auch noch andere, und dieser Mensch mit seiner Einstellung und seiner Lebensweise stellt eine Gefährdung des Kindeswohles dar. Und da wir Eigentümer sind, ist Umziehen für uns derzeit keine Option. Sein Vermieter sagt, ihm ist das egal, solange er keine schlimmen Straftaten begeht, da die Wohnung für ihn ein Abschreibungsprojekt ist und nach dem Auszug vollsaniert werden soll.

Und ihn wegen der Kifferei anzeigen, nein, so eine Drecksau bin ich dann auch wieder nicht. Irgendwie verstehe ich ja, dass das eine der wenigen Freuden ist, die ihm noch bleiben. Aber trotzdem, irgendwann habe ich ihn so weit, dass er so ausrastet, dass irgendein Nachbar die Polizei ruft. Nach außen hin bin ich einer der wenigen, die noch normal mit ihm reden, und sollte er je daraufkommen, dass ich das bin oder es hier lesen, nun, ich bin sehr gespannt, ob er seine großmäuligen Drohungen wahrzumachen versucht. Rein körperlich bin ich ihm haushoch überlegen und festhalten, bis die Polizei kommt, wäre eh alles, was nötig wäre. Der hat auch da nichts drauf.

Beichthaus.com Beichte #00040548 vom 28.10.2017 um 04:50:28 Uhr (22 Kommentare).

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