Mit dem Hammer am Heizungsrohr

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Hass Aggression Zorn Nachbarn Hamburg

Ich habe Mordgedanken. Naja, fast jedenfalls. Aber zur Sache: Ich wohne in einem Mehrparteienhaus im dritten Stock, sodass ich insgesamt mit fünf Nachbarn zu tun habe (Zwei über mir, je einer links und rechts, einer unter mir). Mein Nachbar zur Rechten scheint mir den Tick zu haben, mit einem Hammer neben dem Heizungsrohr zu sitzen und nur darauf zu warten, dass irgendwer um ihn herum Krach macht. Die Wände sind zwar nicht allzu hellhörig, aber manchmal bellt ein Hund, irgendwas fällt zu Boden oder irgendwer macht ein Fenster etwas lauter zu als nötig. Und dann beginnt mein lieber Herr Nachbar binnen weniger Momente mit dem Hammer gegen das Heizungsrohr zu hämmern (und so ein Heizungsrohr ist verdammt laut!). Egal ob morgens um halb acht oder nachts um drei. Mir ist bewusst, dass der Typ irgendeinen Schaden hat, aber ich bin jedes Mal, wenn er so handelt, auf 180 und wünsche ihm das Schlimmste. Achja, es gab schon eine Anzeige wegen "ruhestörenden Lärms", aber die ist im Sande verlaufen.

Beichthaus.com Beichte #00025753 vom 26.02.2009 um 10:14:36 Uhr in Hamburg (17 Kommentare).

Gebeichtet von Flatterfogel
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Diagnose: Boreout

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Verzweiflung Arbeit Butzow

Seit ich Ende letzten Jahres mein BWL-Studium an einer Elite-Uni abgeschlossen habe, arbeite ich als Trainee im Marketing eines mittelständischen Unternehmens. Ich mag die Branche und auch meine Kollegen. Nur übermannt mich seit Wochen und schon fast Monaten ein bleiernes Gefühl der Müdigkeit, wenn ich morgens nur an die Arbeit denke. Es fällt mir schwer aufzustehen, wenn ich es schaffe, möchte ich auf dem Arbeitsweg jeden Moment umkehren und wieder nach Hause. Mir ist schlecht und ich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich nur dran denke; ich könnte heulen. Der Grund: Ich bin chronisch unterfordert. Ich bin hier nur billige Arbeitskraft für lausige Praktikantenjobs.

Wenn ich selten mal anspruchsvollere Aufgaben bekomme, macht mir das sehr viel Spaß. Aber das macht nur ca. 10 Prozent meiner Arbeitszeit aus. Die andere Zeit warte ich, bis das Telefon klingelt oder man lässt mich abspülen oder Milch kaufen. An guten Tagen darf ich nach Bewerbern fürs Office suchen, die für die Hälfte der Arbeitszeit fast doppelt so viel Gehalt wie ich bekämen. Ich bin todunglücklich und frage mich, wofür ich so viel Zeit, Energie und Geld in mein Studium investiert habe. Ich kann wesentlich mehr und habe wirklich viel Potential, das ich auch gerne ausschöpfen würde. Aber man lässt mich hier nicht. Ich habe die Problematik schon mehrmals bei meinem Vorgesetzten angesprochen und um größere Aufgaben gebeten, aber das ist immer wieder versandet. Das große Glück ist, dass seit Neuestem eine Praktikantin die Handlangerjobs erledigt. Dennoch werden meine Aufgaben nicht substanzieller, obwohl ich mich wirklich drum kümmere. Mir geht es nicht ums Geld, sondern darum, Aufgaben zu haben, die mich erfüllen und die mich auch fachlich weiterbringen. Ich will in der Zukunft nicht vor einem Personaler stehen, der mir sagt "Wie, Sie haben laut Ihrem Lebenslauf zwei Jahre Erfahrung in dem Bereich. Wieso können Sie denn dann nix?"

Ich traue mich nicht, zu kündigen, weil ich Angst habe, vielleicht monatelang arbeitslos zu sein. Außerdem habe ich nach wie vor die Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Heimlich suche ich in der Arbeit nach freien Stellen in anderen Firmen und kopiere hier Bewerbungsunterlagen.

Beichthaus.com Beichte #00023814 vom 15.05.2008 um 19:40:43 Uhr in Butzow (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte


Soll ich springen?

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Verzweiflung Engherzigkeit

Manchmal, wenn ich an der Straße stehe, überlege ich, ob ich vor den nächsten LKW springe. Oder, wenn ich ein Messer in der Hand habe, überlege ich, was ist wenn du dir jetzt die Pulsandern aufschneidest. Oder vom Balkon springen, wenn ich draufstehe. Aber dann überlege ich mir, dass man noch etwas aus seinem Leben machen könnte, und lasse es bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00023798 vom 11.05.2008 um 22:30:21 Uhr (23 Kommentare).

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