Prügelstrafe bei Lügen

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Feigheit Lügen Ungerechtigkeit Betrug Rache

Ein Elternteil von mir hat mich früher immer verprügelt, wenn ich ihn angelogen habe. Dabei habe ich als Kind nur aus Angst vor Strafe gelogen - die mich so oder so erwischte, weil wenn ich dann nach den Schlägen endlich die Wahrheit sagte, gab es noch einen Nachschlag. Als ich dann ein Teenager war, glaubte dieser Elternteil einmal, dass ich lügen würde, weil ich auf die Frage, ob ich ihm seine Schokolade gestohlen hätte, zwar wahrheitsgemäß "Nein" sagte, aber dabei angeblich rot geworden bin (wohl vor Stress und Panik). Ich musste mich dann anbrüllen und als "dreckiger Lügner" beschimpfen lassen (war offensichtlich schon zu groß zum Prügeln). Beide Eltern sind übrigens schuld daran, dass ich chronisch psychisch erkrankt bin, fachärztliche Behandlung brauche und vermutlich mein Leben lang Pillen schlucken muss. Und mehrmals Lohneinbußen hatte, da ich Krankengeld beziehen musste.

Dieser oben genannte Elternteil betrügt nun, da ich erwachsen bin, seit Jahren schon das Jobcenter und damit den Staat, also die gesamte Gesellschaft. Wenn ich ihn anzeigen würde und man könnte ihm das nachweisen, würde er in den Bau gehen. Ich möchte beichten, dass ich mir oft wünsche, diese Person anzuzeigen, einfach weil diese "Doppelmoral" in meinen Augen nicht wirklich geht. Selbst nicht belogen werden wollen, aber andere betrügen. Beichten möchte ich, dass ich schlicht zu feige bin, den Betreffenden anzuzeigen, auch anonym. Denn wenn das rauskäme, würde die gesamte Familie nichts mehr von mir wissen wollen. Außerdem würde es den Stiefelternteil als Teil der Bedarfsgemeinschaft gleich mit erwischen, aber der hat mir nie etwas getan (außer zu Unrecht von meinen Steuergeldern zu leben).

Beichthaus.com Beichte #00039043 vom 09.12.2016 um 21:11:40 Uhr (8 Kommentare).

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Angst vorm Arbeiten

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Faulheit Trägheit Verschwendung

Ich (m/21) beichte, ein sehr fauler Mensch zu sein. Meine Faulheit fand ihren Ursprung vor ein paar Jahren. Nach meinem Realschulabschluss habe ich mich dazu entschieden, keine Ausbildung zu machen, sondern gleich ins Arbeitsleben einzusteigen - bei einem sehr bekannt Versandhändler, bei dem sicher jeder schon etwas bestellt hat. Die Arbeit war sehr hart und nach nicht einmal einem Jahr war ich ausgebrannt. Die Weihnachtszeit hat mir den Rest gegeben. Als ich gekündigt habe, verlangten meine Eltern von mir, dass ich eine Ausbildung anfange oder mich schulisch weiterbilde. Also bin ich auf das berufliche Gymnasium gegangen und habe drei Jahre durchgechillt. Nun ja, jetzt habe ich schon seit einem Jahr mein Abitur und mache gar nichts. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Angst vor dem Arbeiten habe, sehr große Angst sogar. Viele Leute reißen mir bestimmt an dieser Stelle den Kopf ab, aber ich habe mich für drei Ausbildungen beworben und bei allen direkt eine Zusage erhalten. Doch aus Angst vor der Arbeit habe ich abgelehnt.

Ich liebe mein derzeitiges Leben. Jeden Tag zocken, bis der Arzt kommt und dabei grüne Medizin bis zum Anschlag konsumieren. Das Schlimme ist, dass ich meinen Kumpel mit meinem Lebensstil angesteckt habe. Wir wohnen in einer, wie wir es so gern nennen, Hartz-IV-WG. Was ich aus meinem Leben machen will? Keine Ahnung. Ich habe außer dem Zocken keine Hobbys und keine Interessen. Wenigstens habe ich beim Zocken schon viel gerissen und war schon in sehr hohen Ligen vertreten, mein Kumpel ebenfalls. Wir sind auch keine Unbekannten in der Gamerszene. Ja, ich bin stolz darauf und ich bitte deshalb um Absolution. Auch dafür, dass es einen weiteren Loser in unserem Land gibt, der nichts mit seinem Leben anzufangen weiß. Entschuldigung Deutschland - für die ungeborenen Kinder, für den fehlenden Beitrag zum Wirtschaftswachstum und die Verschwendung von Steuergeldern.

Beichthaus.com Beichte #00038202 vom 09.05.2016 um 13:32:37 Uhr (20 Kommentare).

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Wie gewonnen, so zerronnen

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Verschwendung Verzweiflung Dummheit Geld

Ich (44) beichte, dass ich nach 20 Jahren Glücksspielen vor ungefähr vier Monaten in einer staatlichen Lotterie einen Jackpot mit mehreren Millionen Euro gewonnen habe. Jedoch empfand ich das Lottospielen eigentlich nur als Zeitvertreib und so habe ich ca. 99 Prozent der Summe gespendet - an größtenteils wohltätige Organisationen und manchmal auch höchst dubiose Einrichtungen. Jetzt - vom Finanziellen her - wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, könnte ich mir in den Arsch beißen, für das, was ich getan habe und bereue es zutiefst, so selbstlos gewesen zu sein und das Geld nicht für meine Zwecke ausgegeben zu haben, da ich mittlerweile nur von staatlichen Geldern lebe und keine Perspektiven, Verwandte und Bekannte oder generell irgendeinen Anhalt im Leben habe - sei es materiell oder geistlich. Ich hätte es besser haben können!

Beichthaus.com Beichte #00036972 vom 04.11.2015 um 13:35:48 Uhr (25 Kommentare).

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Anmeldung zur Knochenmarkspende

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Verschwendung Drogen Gesundheit

Heute will ich auch mal was beichten: Ich habe mich vor ca. vier Wochen in das Thema Rückenmarkspende und DKMS eingelesen und habe mich dazu entschlossen, mich registrieren zu lassen. So weit, so gut. Kurz nach meiner Anmeldung kamen dann alle notwendigen Unterlagen und die Wattestäbchen, die ich mir an der Wange reiben und zurückschicken sollte. Plötzlich fiel mir ein, dass ich regelmäßig kiffe und als Spender sowieso nicht infrage komme. Jetzt liegen die Unterlagen schon seit ein paar Wochen rum und ich habe so ein schlechtes Gewissen, weil ich bei der Anmeldung nicht spenden wollte, das von den gespendeten Geldern finanzierte Registrierungsset nun aber wahrscheinlich im Müll entsorgen werde. Nun überlege ich, als Wiedergutmachung doch noch zu spenden. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036218 vom 22.07.2015 um 03:04:29 Uhr (14 Kommentare).

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Fremdenhass und Sozialschmarotzer

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Vorurteile Hass Zorn Gesellschaft

Ich (w/22) beichte, dass ich mich langsam aber sicher zur Rassistin entwickle, dabei habe ich selbst eine Migrantengeschichte hinter mir. Zwar bin ich in Österreich geboren und habe auch die österreichische Staatsbürgerschaft, jedoch habe ich meine ersten Lebensjahre in Ungarn verbracht, meine Muttersprache ist daher auch ungarisch. Über viele Umwege bin ich vor 12 Jahren in einer Großstadt in NRW gelandet. Meine Mutter, mit der ich den Weg zwangsläufig gegangen bin, hat sich immer durchgekämpft. Jahrelang haben wir unter dem Existenzminimum gelebt, uns über Wasser gehalten, ohne "Sozialschmarotzer" zu sein. Meine Mutter arbeitet mittlerweile in einer Ganztagsschule im "Ghetto" der Stadt. Und dort findet sich das typische Schema wieder, das alle Vorurteile gegenüber Ausländern bestätigt: Die Kinder verwahrlost, bekommen das Mittagessen an der Schule vom Amt bezahlt, jedoch mit einem iPhone in der Tasche und die Eltern, Hartz-IV-Empfänger, fahren mit einem nagelneuen BMW oder Mercedes vor, um die Kinder von der Schule abzuholen. Im Herbst, wenn die neuen Kinder kommen, müssen alle Klassenräume in den Pausen abgeschlossen werden, weil regelmäßig Sachen aus den Räumen und Taschen der Kinder geklaut werden. Schon 6-Jährige geben vor, auf die Toilette zu müssen, um dann die Klassenräume nach stehlbarem Material zu durchsuchen. Momentan sind es Rumänen, die gehäuft einwandern. Ursprünglich sind das aber größtenteils Sinti und Roma, das kenne ich auch noch aus Ungarn. Ich war immer diejenige - und bin es immer noch, wenn ich dort zu Besuch bin - die versucht, die Leute zu beschwichtigen und ihnen zu erklären, dass Vorurteile nicht immer zutreffen müssen und dass man Menschen unabhängig von ihrer Herkunft offen gegenüberstehen sollte, bis man vom Gegenteil überzeugt wird. Wer die momentane politische Lage in Ungarn kennt, kann erahnen, wie tief der Fremdenhass, speziell gegenüber Sinti und Roma, in der Gesellschaft verankert ist. Leider treffen die Vorurteile dort viel zu häufig zu, es ist ein Teufelskreis.


Mit den Faschos hier in Deutschland hat man es leicht, die rattern ihre auswendig gelernten Texte ohne Sinn und Verstand runter und es steckt nichts dahinter, außer Dummheit, Angst und persönliches Versagen. Hier können sie nicht generalisieren, denn es entsprechen nun einmal nicht alle "Ausländer" ihrem Bild. Es fällt mir leider mit der Zeit immer schwerer, so zu argumentieren, wenn ich es am eigenen Leib anders erfahre. Zahllose Male werde ich in der Stadt angepöbelt und versucht zu beklauen. Erst heute verfolgte mich gezielt ein 10-jähriges Mädchen und versuchte, mir mein Handy aus der Hand zu reißen. Sie war mir vorher schon aufgefallen, ein kleines Zigeunermädchen, das scheinbar von ihren Eltern auf Diebestour geschickt wurde. Und das war leider nicht das erste Mal. Es macht mich wütend, dass die Menschen, die bereits von unseren Steuergeldern leben, sich noch wie selbstverständlich alles nehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Es macht mich wütend, dass so viele das Sozialsystem ausnutzen. Und es macht mich wütend, dass denen, die von irgendeiner Art von Sozialhilfe leben und sich aber wirklich bemühen, da rauszukommen, durch solche Menschen der Weg erschwert wird, denn letzten Endes werden sie mit den Betrügern und Schmarotzern in einen Topf geworfen. Ich selbst habe seit meinem dreizehnten Lebensjahr Nebenjobs und wohne seit meinem achtzehnten Lebensjahr alleine. Mir wurde nichts geschenkt und ich musste mir alles erarbeiten. Zwar würde ich aus den ganzen Gedanken heraus niemals eine rechte Partei wählen, aber ich bekomme diese Wut und Enttäuschung nicht aus meinem Kopf - es haben sich einfach zu viele Vorurteile bestätigt, sodass ich mittlerweile voreilig über Andere urteile und manchen Menschen gleich aus dem Weg gehe. Echt bescheuert, aber ich kann in dem Punkt nicht aus meiner Haut raus.

Beichthaus.com Beichte #00033294 vom 18.05.2014 um 21:23:26 Uhr (24 Kommentare).

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