Jugendsünden mit Folgen

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Betrug Rache Schule Tiengen

Ich muss heute mal was beichten, das wir in der 7-8 Klasse verbrochen haben. Wir hatten einen Mitschüler in der Klasse, der eine ziemliche Petze war. Er hat immer alle wegen jeder Kleinigkeit bei den Lehrern verpetzt. Damals gab es in unserer Stadt noch ein paar Telefonzellen, mit denen wir unsere Rache ausgeübt haben. Wir haben uns sämtliche Telefonnummern aller Dienstleister im Umkreis aus dem Telefonbuch angeschrieben und diese immer von den Telefonzellen angerufen und zu besagtem Jungen nach Hause bestellt. Die ganze Sache ging über ein Jahr. Angefangen hat das alles als wir bei einem Pizzaservice angerufen und auf seinen Namen eine Pizza zu ihm nach Hause bestellt haben. Danach haben wir uns in der Nähe seines Hauses positioniert und beobachtet wie die Pizza ankam und sein Vater einen Riesen Streit mit dem Pizzaboten hatte, der die Pizza dann wieder mitnehmen durfte. Unser Klassenkamerad hat dafür mächtig Ärger von seinem Vater bekommen und ihm wurde nicht geglaubt, das er die Pizza nicht bestellt hatte. Wir fanden die ganze Sache auf jeden Fall echt lustig und haben am selben Tag noch einen Pizzaservice angerufen und dasselbe Spiel noch mal beobachtet. Ein paar Tage später haben wir dasselbe mit noch einem Pizzaservice und zwei Taxizentralen abgezogen. Es wurde immer lustiger zu beobachten, wenn die Pizzen und Taxen ankamen. So ging es los, dass wir die Familie mit solchen streichen richtig terrorisiert haben. Wir haben des öfteren Klempner unter dem Vorwand eines Wasserrohrbruchs, Elektriker wegen angeblichen Stromausfall, Schlüsseldienste, Taxen, Makler unter dem Vorwand, dass wir das Haus verkaufen wollen, die Autokäufer die diese Kärtchen verteilen, Fernsehtechniker, Umzugsunternehmen, einen Teppichverkäufer und ein Mal die Zeugen Jehovas bestellt. Einmal war sogar ein Rollstuhlfahrdienst dabei. Viele dieser Anbieter wollten dem Vater die Anfahrtskosten berechnen, was einmal sogar in eine Schlägerei zwischen dem Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes und dem Vater geendet hat.

Damals fanden wir das natürlich alles lustig und haben uns aus sicherer Entfernung einen abgelacht. Allerdings war das noch nicht alles. Im örtlichen Kiosk haben wir auch gerne mal die Abos aus den Zeitschriften geholt, mit seinem Namen und Adresse ausgefüllt, Rechnung angekreuzt und in den nächsten Briefkasten geworfen. Auf jeden Fall ging es irgendwann so weit, dass die Familie nach einem Jahr Terror umgezogen ist. Kein Dienstleister wollte mehr zu dieser Familie fahren, da sie zu oft verarscht worden sind. Mittlerweile tut es mir allerdings für die ganzen Dienstleister leid, die dadurch wohl einen erheblichen Schaden hatten und ihre Zeit mit so einem Mist verschwenden mussten. Auch um die Lebensmittel, die der Pizzadienst und so weiter wegwerfen musste tut es mir leid. Vor allem für den einen, der sich mindestens 5-mal hat verarschen lassen und jedes Mal das Essen wieder mitnehmen musste. Auch für die Eltern des Jungen muss es damals wohl eine schwere Zeit gewesen sein.

Beichthaus.com Beichte #00042076 vom 22.04.2020 um 01:10:13 Uhr in Tiengen (2 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

dermold

Oh, ich kenne jemanden, auf den genau dies zutrifft. Den werde ich gleich mal anschreiben. Wenn er das bestätigt, versuchen dich herauszufinden. Ich denke mit etwas Geld, wird der eine oder andere schon reden. Da kannst du früh sein, dass es Leute wie mich gibt, die genug Geld haben. Und dann lasse ich mir mir was passendes Einfallen. Vielleicht solltest du langfristig doch lieber was anderes Arbeiten. Wie wäre es mit Toiletten putzen?

30.05.2021, 21:55 Uhr     melden


Chadeech aus Słubice, Deutschland

Buhuuuu @dermold machst hier einen auf dikken Maxx - nur warum? Was interessiert Dich eine zehn Jahre vergangene Spaßmacherei?

31.05.2021, 08:35 Uhr     melden


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