Warum muss man Kinder kriegen?

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Gesellschaft Kinder

Ich (w/29) möchte beichten, dass ich Menschen verachte, die Kinder in die Welt setzen. Ich ärgere mich im Geheimen über Freunde und Bekannte die Kinder haben oder bekommen. Vor allem aber verstehe ich nicht, wieso man ein Kind bekommt, wenn man selbst nicht genug zu essen hat. Wieso um alles in der Welt bekommen Menschen die nichts haben ein Kind? Wollen sie ihr Leid, denn unbedingt an die nächste Generation weiter geben? Oder ist es vielleicht der animalische Trieb seine Gene weiter zu verbreiten? Wir sind intelligente Menschen und keine Tiere die nach ihren Instinkten handeln.

In meinen Augen gibt es keinen vernünftigen Grund ein Kind in diese Welt zu setzen. Die Erde ist extrem überbevölkert, die Menschen haben es geschafft, ihren eigenen Lebensraum in kürzester Zeit zu zerstören. Wir verschmutzen die Umwelt mit CO2, die Meere sind voll mit Plastik, wir haben die Natur unwiderruflich zerstört, das größte Artensterben seit den Dinosauriern ist in vollem Gange. Das alles, ist die Schuld der Menschen und keiner tut etwas dagegen. Meiner Meinung nach gibt es nur einen egoistischen Grund, sich für ein Kind zu entscheiden und zwar: Ich möchte eins. Versteht mich nicht falsch, ich liebe (manche) Kinder. Und wäre die Welt nicht derart überbevölkert, würde ich gerne Kinder haben. Die Wahrheit ist jedoch, die Welt braucht nicht noch mehr Menschen. Keiner weiß wie unser Planet in hundert Jahren aussehen wird.

Werden unsere Nachfahren noch genug zu Essen haben? Werden sie ums überleben Kämpfen müssen? Da ich zu feige bin, meinen züchtenden Freunden und Bekannten meine Meinung ins Gesicht zu sagen (und dies auch für unnötig halte) missbrauche ich Beichthaus, um mir meinen Frust von der Seele zu reden. Ich beichte, dass ich Tiere den Menschen vorziehe und ein toter, durch Plastikmüll verendeter Wal, mehr Mitgefühl in mir auslöst, als ein toter Mensch.

Beichthaus.com Beichte #00041850 vom 30.05.2019 um 17:41:00 Uhr (16 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Tontaubenzuechter aus Muddastadt, Deutschland

Wenn jeder so denken würde, wären alle Probleme bald gelöst...

20.07.2019, 10:14 Uhr     melden


darkfreddy aus Österreich

Das Problem sind nicht die Europäer, die kriegen schon sehr wenig Kinder, eher die Afrikaner die Kinder kriegen als gäbs kein morgen. Wir versuchen wenigstens unser bestes um die Umwelt mehr zu schützen, da muss man ansetzen.

20.07.2019, 12:55 Uhr     melden


Eclipse78 aus Münster, Deutschland

Absoluter Blödsinn.
Gehen wir gar nicht weit und bleiben mal hier in Deutschland. Ich selbst bin Normalverdiener.
Habe einen durchschnittlichen Lohn, verheiratet und Kinder. Was bedeutet das? Sollen nur Menschen Kinder bekommen die Vermögen, gebildet in Form einer bestimmten schulischen Ausbildung sind?
Wie sollte dann die Zukunft aussehen.
Du hast weder unser Finanzsystem, noch unsere Zukunft um die du dich ja so sorgst, verstanden oder bedacht. Ich bin auch tierlieb und habe selbst einen Hund. Und jetzt?
Wer hungert bitte? Die Menschen in Afrika? Wer ist es um den du dich sorgst? Die Menscheit selbst?
Was ist mit dir? Was trägst du bei damit es dieser Welt besser geht?
Ich kann bei so dummen Beichten, nur mit dem Kopf schütteln und denke....so etwas wie du, soll uns retten...
Und der nächste Blödsinn mit den Genen. Wenn es so ist, solltest du deinen Eltern als aller erstes einen Vorwurf machen.
Keine Absolution von mir.

20.07.2019, 12:55 Uhr     melden


VcS

Keiner tut was dagegen? Was ist mit den Schülern freitags auf den Straßen, den Vegetariern und Veganern, den bewussten Konsumenten (ob Bio, Verzicht auf Plastik oder keine Flugreisen), dem Höhenflug der Grünen in Umfragen (GLEICHAUF mit der Wirtschaftspartei, auch CDU/CSU genannt), dem ständigen Ausbau von erneuerbaren Energien (decken mittlerweile ein Drittel des Energiebedarfs) usw. usf.? Von den Beteiligten rettet keiner die Welt im Alleingang, aber sie leisten ihren Beitrag.

Und ein neuer Mensch ist nicht nur ein weiterer Ressourcenverbraucher, sondern auch jemand, der vielleicht dafür sorgt, dass die Dinge besser werden. Es ist auch nicht hilfreich, wenn all die umsichtigen Menschen aufs Kinderkriegen verzichten, sodass sich nur noch die "Ich mach das einfach mal, sch*** auf die Konsequenzen"-Fraktion vermehrt. Dann gibts nämlich nur noch Nachwuchs, der mit dieser Einstellung aufwächst - zumindest vom Elternhaus her.

20.07.2019, 13:53 Uhr     melden


BelasBraut aus Frankfurt, Deutschland

Eltern, die Kinder kriegen für egoistisch halten kann nur jemand, der keine eigenen hat. Ein Kind ist kein Luxusaccessoire, keine „Krönung der perfekten Liebe“ und (zum Glück!) nicht nur den Besserverdienenden dieser Gesellschaft vorbehalten oder so etwas, sondern in erster Linie ein Lebewesen, das umsorgt und versorgt werden will. Die Vermehrung (nicht „Zucht“ wie Du recht unreif (und nicht etwa wie gewollt clever) formulierst) zwecks Arterhaltung ist genetisch begründet.
Und dabei ist es keine Garantie für irgendwas, wenn die Familie gut betucht ist. Schlimm, wenn genug Geld, aber zu wenig Liebe da ist. Ein Kind zehrt für seine förderliche Entwicklung mehr vom emotionalen als vom finanziellen Konto seiner Angehörigen.
Schade, wenn Dir etwas anderes vermittelt wurde und Du dies immer noch glaubst.
Eltern müssen ihren „Egoismus“ ganz schön weit zurückstellen, um nachts viermal aufzustehen, weil das Kind Bedürfnisse hat, um sich in Verzicht und Geduld zu üben, um eigene Wünsche zurückzustellen usw.
Aus diesen Gründen unterhalte ich mich ungern mit Menschen, die Deine Einstellung teilen.
In Deinem Alter war ich übrigens schon zweifache Mutter und musste kein Forum „missbrauchen“, um mir „den Frust von der Seele zu reden“, sondern ich habe meine Kinder angeschaut und gewusst, wozu ich auf der Welt bin.
Und das ohne real oder medial eingetrichterte Endzeitstimmung.
Werd erwachsen, Mädchen. Oder bleib halt allein. Dein wahres Problem liegt vermutlich ganz woanders als in den Kindern Deiner Mitmenschen. Du bist mit Dir selbst nicht zufrieden und projizierst dies auf Deine Umwelt und Zukunft.
Könnte gut sein, dass Du demnächst ein leises Ticken der biologischen Uhr hörst und in zehn Jahren in die absolute Torschlusspanik verfällst. Aber dann besser nicht überstürzt Mutter werden, okay?!

20.07.2019, 21:02 Uhr     melden


thinner aus Berlin, Deutschland

Mal wieder eine verängstigte, verunsicherte, frustrierte Endzwanzigerin, die über diese Seite stolpert und denkt, ihre ach so wichtige Meinung kundtun zu müssen. Hm, ja, gut, die nächste bitte.

20.07.2019, 21:32 Uhr     melden



derderder3

Ich halte die meisten Paar für zu dumm und ungeeignet Kinder zu bekommen. Aber das merken die meisten nicht. Sie setzen in ihrer Selbstabsorbiertheit Kinder in die Welt, um sie dann schreien zu lassen und sie rumzukommandieren und zu schlagen. Überall nur asoziale Eltern mit kaputten, psychisch bekloppten Kindern.
Niemand denkt vorher nach, niemand hält sich hinterher an die Verantwortung. Mutter und Vater trennen sich irgendwann einfach wieder, weils halt doch nicht gepasst hat, weil sie genau so unreif in die Beziehung gehen, wie sie raus gehen. Keine Einsicht in eigene Fehler, ein schwaches Empathievermögen und immer nur Ich Ich Ich Ich Ich. Einfach keine Kinder kriegen und sich lieber einen Kopfschuss setzen.

21.07.2019, 00:13 Uhr     melden


Halalyouall aus FFM, Deutschland

Natürlich musst du keine Kinder kriegen. Ist mit dieser Einstellung wahrscheinlich auch besser so, wenn deine Linie mit dir ausstirbt.

21.07.2019, 11:36 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

Dann krieg halt keine Kinder und lass es bleiben ! Jedes mal die gleiche Geschichte.

21.07.2019, 17:28 Uhr     melden


stefanx86

Ich stimme der Beichterin zu 100% zu. Nahezu alle Probleme der Menschheit wären gelöst, wenn es nur 2 Milliarden statt 9 Milliarden von uns geben würde. Die Menschheit rottet sich bald selbst aus, wenn sie sich so stark vermehrt, dass die Ressourcen der Erde nicht mehr ausreichen und auch lange nicht schnell genug wieder nachwachsen.
Wenn jedes Paar (weltweit) nur ein Kind bekommen würde statt mehrere würde man sich diesem Ziel ganz einfach nähern können, ohne irgendwelche extremen Taten.

22.07.2019, 10:31 Uhr     melden


Freidenker aus Hamburg, Deutschland

Schon alleine das Du an den Co2 Unsinn glaubst hast Du keine Absolution verdient. Also nach einigen Forschungsinstituten liegt der durch den Menschen verursachte teil an CO2 in den letzten 100 Jahren bei 0,01%. Hier gibt es sogar eine beichte von so einen Wissenschaftler der berichtet das die Wahrheit seitens Merkel Regime verschleiert wird.

22.07.2019, 12:26 Uhr     melden


Ozeum

Hi Beichterin.
Du verstehst es vollkommen richtig, nicht so wie der Rest der Kommentatoren hier.
Deine Meinung in Bezug auf Fortpflanzung hat auch eine philosophische Dimension. Nennt sich Antinatalismus. Lies dich da mal rein, dort findest du mögliche Antworten und Argumente. Kommentatorinnen wie BelasBraut oder Eclipse78 sollten sich damit auch mal beschäftigen, wenn sie sich trauen.

23.07.2019, 08:46 Uhr     melden


Anonühm;) aus , Deutschland

Vermutlich müssen die Menschen erst am Abgrund stehen, um was zu ändern. Aber letztlich will ich meinen potentiellen Kindern zumindest die Chance geben, glücklich zu leben und was zu verändern.

23.07.2019, 23:09 Uhr     melden


Nachteule aus Atlantis, Deutschland

Aber liebe Beichterin, stefanx86 und Ozeum, mit welchem Recht und vor welchem moralischen Hintergrund traut ihr euch überhaupt noch zu atmen, zu essen, zu koten und sogar noch zu tippen??
Ihr tragt doch allein durch eure fortwährende Existenz zur Überbevölkerung bei?!

-Ironie off-

24.07.2019, 01:32 Uhr     melden


BelasBraut aus Frankfurt, Deutschland

Also ich befürworte demnach den Pronatalismus. Ganz klar.

24.07.2019, 06:28 Uhr     melden


E=m*c^2 aus Darmstadt, Deutschland

Ich selbst werde wahrscheinlich nie Mutter sein und ich möchte es bislang mit 27 Jahren auch nicht. Aber es gibt bisweilen Mütter, die mehrere Kinder austragen und glücklich damit sind. Die Überbevölkerung ist an sich mMn nicht das Problem.

Eher: Industrieländer produzieren viel Gut, wobei vieles vom Gut ausgesondert und an Tiere verfüttert wird, welches den Menschen nicht zumutbar erscheint. Ich sag nur Krumme Dinger, grades Gemüse das eig. krumm sein soll. Verformtes Gemüse und minderwertiges Fleisch, weil entweder mit Wasser voll gepumpt oder genmanipuliert. Viele Güter werden zwar schon exportiert um Hungrige Münder zu stopfen, aber es wird halt auch viel entsorgt.

Würde man sich zudem mehr auf Hilfe in Form von Lebensmittel, Nahrung, Hygienemittel, Brunnen in 3. Weltländern konzentrieren, anstattdessen Kriegswaffen an - sich ungerecht-behandelte gefühlte Länder - zu senden, würde die Weltbevölkerung sich bestimmt auch besser arrangieren.

Trotz Allem ist die Welt, wie wir sie kennen...Mutter Natur vermutlich kurz vor ihrem Aus. Vielleicht hat der Wandel zur nächsten apokalyptischen Eiszeit - in unserem Fall eher Hitzezeit - längst begonnen. Und trotz aller - Wir schaffen das, Demonstrationen sowie gesünder Leben Propaganda - wird das nix mehr. Wir schieben es doch seit Jahren nur noch auf. Irgendwann wird es eintreffen. Und dann überleben nur die Stärksten, die Gewiefsten, die Menschen und Wesen, die sich bislang jetzt schon anders körperlich entwickeln als die Menschheit bislang bestand.

Ich geh mal abnehmen, sonst sterb ich zuerst =D
Aber meine Absolution hast du. Und gehen wir guten Mutes voran und bauen unser eigenes Gemüse an - Dieses Jahr Tomaten, so weit das Auge reicht und Gurke sowie Zucchini.

25.07.2019, 00:57 Uhr     melden


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