Ich kann nicht aufräumen

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Trägheit Peinlichkeit Göttingen

Mir bereitet es extrem große Schwierigkeiten aufzuräumen und meine Wohnung sauber zu halten. Ich kann mir aktuell nur eine kleine Einzimmerwohnung von meinem Ausbildungsgehalt leisten, die nicht wirklich für die Unterbringung meiner Sachen reicht. Ich habe bereits alle Sachen verkauft, die ich nicht mehr benötige, aber trotzdem platzt alles aus allen Nähten. Die Folge ist, das ich mein Zeug auf dem Boden verteile und Klamotten irgendwie in den Schrank stopfe, Hauptsache die Tür geht zu. Schon seit Wochen mache ich nicht mehr sauber, da ich keinen Anreiz dazu habe. Mit Besuch treffe ich mich ohnehin nur außerhalb meiner Wohnung. Auch bin ich selten Zuhause und nach einem langen Arbeitstag möchte ich mich lieber meinen Hobbys und Freunden widmen.

Papierkram wie Kontoauszüge hefte ich nie ab. Auf der Arbeit hingegen (Verwaltung) erledige ich die Ablage stets schnell und sorgfältig, dort ist mir noch nie etwas verloren gegangen. Kurzum mich stört meine aktuelle Situation und es ist mir unangenehm so zu wohnen, aber ich weiß nicht wohin mit meinen Sachen. Mein kleines Apartment ist vom Aufbau ungünstig, eine Dachschräge verengt den Platz zusätzlich und unabhängig davon wie viel Mühe ich mir mit der Einrichtung geben werde, es gefällt mir nicht. Ich habe mir für das Jahr 2019 fest vorgenommen ordentlicher zu werden. Im Berufsleben bereitet mir Ordnung kaum Probleme, aber privat sehen meine Räumlichkeiten aus, als hätte ein Einbrecher meine Wohnung nach Wertsachen durchsucht. Ferner wünsche ich mir endlich mehr Geld für eine größere Wohnung und schönere Möbel zur Verfügung zu haben, aber dies wird erst nach der Ausbildung der Fall sein.

Beichthaus.com Beichte #00041691 vom 26.12.2018 um 00:04:03 Uhr in Göttingen (14 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Jack20172017 aus Dortmund, Deutschland

Was machst du denn wenn du unerwartet Besuch bekommst ? Eltern ? Geschwister ? Freunde ? Nachbarn ? Kollegen ? Ich wird schon hibbelig wenn ich vergessen habe Toilettenpapier nachzulegen.

09.01.2019, 08:45 Uhr     melden


GingerSpice

Geht mir genauso. Ein kleiner Tipp: Stell am besten alles was geht auf papierlos um, wie Kontoauszüge oder Rechnungen. Das reduziert die Zettelwirtschaft.

Bei einem großen Streaminganbieter kann man jetzt "Aufräumen mit Marie Kondo" gucken. Vielleicht wäre das was für dich?

09.01.2019, 09:05 Uhr     melden


Outcast aus Cassel, Deutschland

Ich kenne das Problem, könnte bei Dir der Anfang einer depressiven Periode sein, dass ist nicht zu unterschätzen!
Oder du hast die falschen Möbel, schau doch mal bei IKEA vorbei

09.01.2019, 10:52 Uhr     melden


-petaQ- aus München, Deutschland

Bist Du vielleicht ein Messie oder depressiv? Du solltest Dir unbedingt Hilfe holen!

09.01.2019, 13:58 Uhr     melden


KingKurt

Gute Vorsätze sind schon mal ein Anfang und wenigstens hast Du dein Problem erkannt. Gibt genug Fälle, die checken net mal, das es bei Ihnen aussieht als hätte ne Bombe eingeschlagen. Schieb es aber net auf die Whg...Du musst eben mit dem auskommen was da iz! Das iz mit deinem Gehalt auch so und dort klappt es doch scheinbar, oder!?!?...als Tips kann ich Dir aus meiner Sicht geben, das 1. viele kleine Schritte (also sofort abheften usw) immer besser sind als 1x richtig groß -> das macht echt niemandem Spaß, weil der Aufgabenberg immer größer wird! - und das 2. bei Klamotten usw. die Regel gilt: alles was Du mind. 1 Jahr net getragen/benutzt hast kann raus. Viel Erfolg!

09.01.2019, 13:59 Uhr     melden



DahliaSix

Ich denke nur die wenigsten Menschen räumen gerne auf, geht mir nicht anders. Und wenn es dann, etwa aus Platzgründen, auch noch sinnlos erscheint, macht das ja noch weniger Spaß als eh schon. Versuche mal einige Tipps umzusetzen, also etwa neue Möbel und soviel papierlos zu arbeiten wie möglich. Und dann nimm dir mal ein paar Tage Zeit, um etwas System und Ordnung in deine Bude zu bringen. Vielleicht hast du ja jemandem, dem du traust und der dir helfen könnte. Und lass bitte erstmal die Kirche in puncto Depressionen im Dorf. Klar, wenn du dich übergreifend nicht immer wohl oder antrieblos fühlst, lass das mal überprüfen. Aber, nicht alles muss gleich auf solche schließen lassen. Redet man sich sowas aber direkt ein, kann das auch mal zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden.

09.01.2019, 14:02 Uhr     melden


derderder3

Dann fang doch klein an; mit deinen eigenen Kritikpunkten.
Nimm dir einen großen Ordner und einen Locher und hefte alles wichtige ab und schmeiß alles unwichtige in den Müll.
Räum alles aus dem Schrank und sortiere es besser ein.
Was mich wundert ist, dass du anscheinend außerhalb deiner Wohnung sehr ordentlich bist.

09.01.2019, 14:59 Uhr     melden


hansDampf

Da gibts doch grade was auf Netflix dazu...

09.01.2019, 15:13 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

Wenn du das nicht abstellen kannst dein durcheinander im privaten Bereich, wirst du irgendwann mal Probleme kriegen wenn es um wichtige Unterlagen oder ähnliches geht.

09.01.2019, 17:51 Uhr     melden


Bolle84 aus Berlin, Deutschland

Die Frage ist doch, warum Du nicht aufräumst. Hortest Du Dinge, weil Du Dich nicht von ihnen trennen kannst? Oder ist die Vermüllung ein Zeichen mangelnder Sorge um Dich selbst. Das würde dann eher Richtung Depression deuten.
Wie dem auch sei, scheue Dich nicht, Dir Hilfe zu suchen, Du bist nicht der einzige und brauchst Dich nicht schämen.

09.01.2019, 19:11 Uhr     melden


BelasBraut aus Frankfurt, Deutschland

Und? Hast Du schon angefangen, die guten Vorsätze umzusetzen? Viel Glück!

10.01.2019, 15:17 Uhr     melden


Erbsensuppe

Ich kann mir gut vorstellen das es auch ein wenig an der kleinen Wohnung liegt, du musst dort deinen Lebenstil eben wirklich so anpassen als ob du ein Normade bist. Klamotten für eine Woche, nur drei Teller im Schrank, möglichst vieles digital gespeichert usw. Das kann sogar Spaß machen und zu einer Art Lebensphilosphie werden.

10.01.2019, 15:42 Uhr     melden


VcS

Ich denke, dass sich dein Beruf hier doppelt ungünstig auswirkt: Einerseits bist du von Arbeit ein hohes Maß an Ordnung gewohnt, andererseits verbringst du schon soviel Zeit mit Organisieren, dass dein Unterbewusstsein danach dringend etwas entspannte Unordnung will. Gerade bei Berufen, wo das Zwangskorsett besonders eng ist (Kleidung, Ordnung der Arbeitsmaterialien, Verhalten anderen gegenüber usw.), gibts viele Leute, die am Feierabend nur noch Entspannung wollen. Kenn da vom Hörensagen auch einen Bankdirektor, der zum Feierabend zuhause zur Tür reinkommt und als erste Aktion den Anzug gegen Jogginghose und löchrigen Pullover tauscht. Das löst dein Problem nicht, aber hilft vielleicht, dass du dich weniger damit stresst.

Wenn dir weiteres Ausmisten zuviel ist, dann lager weniger dringende Dinge bei deinen Eltern oder sonstigen Leuten ein. Vielleicht stellst du nach einigen Jahren fest, dass du die Dinge überhaupt nicht vermisst hast - dann kannst du sie getrost verschenken, verkaufen oder wegschmeißen.

10.01.2019, 20:12 Uhr     melden


EinePerson

Boah das könnte nahezu exakt meine Beichte sein, nur dass ich - traurigerweise - sogar ein besseres Gehalt als ein Azubi habe.

22.01.2019, 09:10 Uhr     melden


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