Meine Jugendliebe und die Drogen

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Drogen Liebe Gesundheit Berlin

Ich (m/23) werde nächste Woche meine Freundin (23) heiraten. Wir stammen beide aus Berlin, einem nicht sonderlich guten Stadtteil, sind zusammen zur Schule gegangen und wohnten in der selben Straße. Wir stammen beide aus einem katastrophalen Elternhaus, unsere Mütter waren beide alleinerziehend. Meine Mutter war Alki, konnte es aber immer gut vor anderen verstecken, außer vor mir , ihre Mutter war gewalttätig und hatte mit Drogen zu kämpfen. Jedenfalls besuchten wir beide zusammen die weiterführende Schule und gingen in die selbe Klasse. Wir gingen meist zusammen zur Schule und auch wieder zurück , saßen in der Klasse stets nebeneinander. Da wir beide zu Hause die selben Probleme hatten, haben wir oft nachmittags gemeinsam Dinge erlebt. Sind um die Häuser gezogen, haben Musik gehört, heimlich die ersten Zigaretten probiert, Süßigkeiten mitgehen lassen und all das was 10- bis 11-Jährige so machen.

Wir waren wie Pech und Schwefel, nichts konnte uns trennen und wir waren beide 12 Jahre alt, als wir uns das erste mal küssten. Ich glaube, für meine damaligen Verhältnisse war ich ganz schön verknallt und habe mich gefühlt wie ein König. Wir genossen die Zeit miteinander , unsere Mütter durften nichts wissen, da Beide wahrscheinlich an die Decke gegangen wären.

Jedenfalls verstrich die Zeit, wir wurden älter und erreichten das 14. Lebensjahr. Wie man mit 14 halt neugierig ist, gehörten Zigaretten mittlerweile zum Alltag. Da wir öfters Kontakt zu älteren hatten kamen schnell bestimmte Substanzen wie Cannabis und Alkohol in unsere Hände. Somit konnten wir also auch den ersten Vollrausch und die ersten Joints in unseren jungen Jahren abhaken. Wir führten mittlerweile eine sehr normale Beziehung, immer noch verheimlicht von unseren Müttern. Wir verbrachten unsere freie Zeit oft draußen kifften und rauchten und bemitleideten uns mehr oder weniger selbst. Ein paar Pillen kamen hinzu. Was es war? Keine Ahnung. Ich denke es war MDMA. Wir haben es einfach genommen. Ich jedenfalls war mit meinen 14 recht schnell so vernünftig zu erkennen , dass ich besser die Finger davon lassen sollte. Meine Freundin fand jedoch gefallen.

Sie war geflasht vom Rausch und konnte nicht genug bekommen und begann alles was sie kriegen konnte zu probieren . Da war sie 15 . Ich war nicht immer dabei , da ich auch das kiffen wieder aufgegeben hatte und mich lieber mit Musik beschäftigte als ihr zuzugucken wie sie sich zudröhnte. Wir lebten uns auseinander, da sie mittlerweile fast täglich drauf war und kaum noch in der Schule erschien , wenn dann nur um zu schlafen. Sie gefiel mir auch nicht mehr so gut wie am Anfang. Müde Augen, Augenringe und sie roch nicht immer gerade frisch. Dann im Winter - wir waren 16 - hat sie das erste Mal Heroin genommen. Ich war am selben Abend bei ihr und fand ein Drecksloch von Wohnung vor, ihre Mutter war wohl seit Wochen nicht mehr da und sie lag abgeschossen wie ein totes Tier in der Küche und gab nur noch laute von sich. Mir drehte es den Magen um. Ich kotzte und heulte und versuchte sie zur Besinnung zu bekommen, ohne Erfolg. Der RTW brachte sie in die Klinik und da hab ich sie zuletzt gesehen. Das war ein halbes Jahr vor Schulende.

Ich machte einen recht passablen Abschluss und wusste seit dem Drogenvorfall: ich will hier weg . Jedenfalls, ich mache es kurz, bewarb ich mich auf alle möglichen Berufe und bekam eine Stelle als Krankenpfleger in NRW. Mir recht. Weit genug weg von dieser Stadt, die ich mittlerweile so sehr hasste, einer besoffenen Mutter und meiner Liebe die irgendwo Dreck in sich pumpte. Ich wohnte im Wohnheim, die Jahre vergingen wie im Flug, ich fand Freunde ohne Drogen und Sauf Exzesse, engagierte mich im Klinikum und legte mit fast 20 Jahren ein super Exam auf den Tisch. Das einzige was mich jedoch nie in Ruhe ließ waren meine Gedanken an meine Freundin. Was machte sie ? Ging es ihr gut? Lebt sie noch?

Aber ich stürzte mich in die Arbeit und versuchte meine Vergangenheit zu vergessen. Eines Tages jedoch, ich war 21, bekam ich Post. Meine Mutter war verstorben. Besoffen morgens um 8 ist sie vor einen LKW gerannt. Also ging's für mich nochmal nach Berlin. Beerdigung organisieren und Wohnung auflösen. Zwei Wochen war ich dort um am letzten Wochenende meine Mutter beizusetzen. Nur ich, der Pfarrer und die Bestatter. Was für eine jämmerliche Beerdigung. Am nächsten Tag wollte ich die Stadt wieder verlassen, ging aber abends noch mal zum Haus meiner Mutter um Abschied zu nehmen, auch wenn ich sie immer ablehnte. Ich konnte es nicht fassen - wen traf ich am Haus? Meine Jugendliebe.

Ich erkannte sie nicht direkt, aber sie sprach mich direkt an. Gut sah sie aus, nicht dieses zugedröhnte Wrack das ich damals in Berlin zurück gelassen hatte. Kurven hatte sie bekommen, die Haare gepflegt, aber an ihrer Haut sah man deutlich was sie ihrem Körper in den Jahren zugefügt hatte. Wir verabschiedeten uns von meiner Mutter und besuchten eine kleine Bar in der Innenstadt und genossen den Abend. Es war wie früher, wir hatten Spaß, lachten und erzählten. Dann wurde es ernst . Sie erzählte mir was sie mitgemacht hat. Von all den Drogen, Krankenhaus Aufenthalten, Arrestzellen, Entzug, Überdosis, Intensivstation und kaum draußen wieder Drogen. Dann der Kollaps, wieder Intensiv, Entzug und erneut wochenlang Klinik, den Körper wieder aufbauen. Dann Wohngruppe und Integration in den Alltag zurück . Ihr Körper sei ein Wrack sagte sie. Die Arme vernarbt, die Zähne seien nicht mehr echt, die Lunge geschädigt , das Herz geschwächt, die Nieren, die Leber, Medikamente jeden Tag, was für die Organe und Schlafmittel für die Nacht. Ich war geschockt. Jeden Tag sah ich auf der Arbeit menschliche Abgründe und das hübsche Mädchen mir gegenüber hat eine körperliche Verfassung wie ein Rentner ohne das man es großartig sieht.

Aber gut, unsere Wege trennten sich wieder, fürs Erste. Wir sahen uns nun wieder an den freien Wochenenden und genossen die Zeit miteinander, so wie früher. Einige Monate später und mit Hilfe ihrer Wohngruppe baute ich ein Umfeld für sie in NRW auf . Ich zog aus der Stadt raus in eine ländliche Gegend und fand eine schöne Wohnung mit Garten, reduzierte meine Stunden im Krankenhaus und war bereit SIE abzuholen. Sie war nervös, aber freute sich aufs Neue. Jedenfalls hat sie sich hier gut eingelebt, hat ihren Betreuer stets zur Verfügung und zufrieden mit den Aufgaben die sie hat.

Arbeiten ist leider nicht möglich bei ihr. Sie muss mittlerweile zwei Mal die Woche zur Dialyse, da ihre Nieren hinüber sind. Die Lunge pfeift bei zu viel Anstrengung und das Herz wird auch nicht besser. Ich arbeite fürs Geld und es freut mich von Herzen nach dem Dienst nach Hause zu kommen und zu sehen das sie im Garten ein paar Blumen gepflanzt hat und sich daran erfreut. Wir genießen jeden Moment, denn unsere Zeit ist knapp. Laut den Ärzten wird sie wahrscheinlich das 50. Lebensjahr nicht erreichen. Unsere gemeinsame Zeit ist das höchste gut das wie haben.

Wir wollen auch Kinder, aber die Ärzte sagen, dass sie die Geburt wahrscheinlich nicht überleben wird. Ich bin stolz auf diese junge Frau die bald meine Ehefrau sein wird! Aber ich habe furchtbare Angst wenn sie nicht mehr ist. Warum ich das hier geschrieben habe? Da keiner in unserem Freundeskreis weiß was wir durchgemacht haben, außer mein bester Kumpel. Wir wollen nicht, dass sich die Leute das Maul zerreißen, sondern Zeit für uns, Zeit die uns noch bleibt. Danke euch für eure Aufmerksamkeit. Es hat mir viel Energie gekostet das hier zu verfassen. Ich heule wie ein kleines Kind.

Beichthaus.com Beichte #00041586 vom 03.10.2018 um 22:36:21 Uhr in Berlin (34 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Andi127 aus Stuttgart, Deutschland

Ja, Scheisse. Das ist echt nicht schön. Tut mir leid für dich aber ich persönlich hätte mich auch nie mit einer Kaputten eingelassen. Viel Spass noch, geniesst die Zeit.

06.10.2018, 19:56 Uhr     melden


Katrinkar

wow, danke fürs Teilen deiner berührenden Geschichte. Euch alles Gute

06.10.2018, 20:04 Uhr     melden


Dummbeutel1 aus Duisburg, Deutschland

Nochmal: Das ist hier nicht das Rumheulhaus. Du hast mir mit deinen Groschenroman unwiederbringliche Zeit geklaut.
Naja egal. Habe ich ja genug von.

06.10.2018, 20:05 Uhr     melden


R3C3P20

Ich seh echt keinen beichtenswerten Anlass. Toller Mensch bist du. Ich und viele wünschen sich das, was du hast.

06.10.2018, 21:27 Uhr     melden


Sauhaufen1

Mit ein bisschen Glück kriegt sie ein Spenderorgan und dann geht es wieder aufwärts. Euch alles Gute.

06.10.2018, 22:04 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

Das ist ja eine äußerst detailreiche Liebesgeschichte... Vielleicht findet sie ja noch ein Spenderorgan.

06.10.2018, 22:11 Uhr     melden


carassi

Hui ihr habt es eilig. Nach ungefähr zwei Jahren Beziehung zu heiraten ist ganz schön fix. Und es kann ganz schön schiefgehen.

Ein spendenorgan? Klingt mehr nach drei bis fünf, und dann wird es ganz schön schwierig. Außerdem, wenn sie ne Geburt nicht übersteht, wie steckt sie ne Transplantation weg? Das ist jetzt auch nicht gerade einfach für den Körper.

06.10.2018, 22:20 Uhr     melden


DahliaSix

So tragisch das Ganze ist, das hier ist wie bereits sehr treffend gesagt wurde nicht das Rumheulhaus. Warum kommt sowas immer wieder als Beichte durch? Für sowas gibt es im Netz entsprechende Foren. Zu Hauft ...

06.10.2018, 22:27 Uhr     melden


Ragno aus Hier, Deutschland

Leute, mal im Ernst die sich hier beschweren, es ist ja keine Beichte... Ja stimmt schon ansich nicht, aber es ist mal eine schöne Story die mal von den ganzen Fremdgeh und Ka** Beichten weg mal was Gutes ist. Ich denke er möchte auch indirekt beichten, dass er nicht von Anfang an für Sie da gewesen ist. Wünsche dem Beichter und seiner Freundin alles Gute! Vielleicht findet sich ja eine Möglichkeit, dass ihr am Ende beide sehr alt werdet.

06.10.2018, 23:59 Uhr     melden


carassi

Man kann für nen aktiven Süchtigen nicht da sein ragno. Da ist nichts zu beichten. Es gibt keine Möglichkeit, deren abwärtsspirale zu verhindern, solange sie keinen tiefpunkt haben. Man kann nur mit hinein gezogen werden. Und sobald Heroin im Spiel ist, sind die Chancen auf einen erfolgreichen ausstieg im unteren einstelligen Bereich. Darauf zu warten ist Irrsinn.

Ich denke, es geht um redebedarf. So eine Geschichte ist gleichermaßen eine Belastung und etwas, was stolz macht. Und er redet nur mit einer Person darüber, und die hat vermutlich nur begrenzt Lust, da ständig drüber zu sprechen. Also anonym im Internet.

07.10.2018, 07:16 Uhr     melden


Drapplefan aus München, Deutschland

Krasse Geschichte. Eine der wenigen, die es sich tatsächlich gelohnt hat, bis zum Ende zu lesen.

Mit dem Hintergrund war es wohl ziemlich selbstverständlich, dass ihr selber mit Alkohol, Zigaretten und härteren Drogen in Berührung gekommen seid und ich bin froh, dass du da weg bist, sonst wäre die Geschichte wahrscheinlich schlimmer ausgegangen.

Dass deine Freundin so leiden musste tut mir leid, aber sie hat es aus den Drogen rausgeschafft und die Medizinischen Möglichkeiten werden sich immer schneller verbessern in der heutigen Zeit. Gib also die Hoffnung nicht ganz auf und genieß die Zeit.

Wer ihr seid muss auch wirklich keiner wissen.

07.10.2018, 07:49 Uhr     melden


Unbekannt123 aus Augsburg, Deutschland

Wahnsinn respekt auch von mir alles alles Liebe und gute !

07.10.2018, 09:59 Uhr     melden


blaax

echt schöne story, habe richtig mitgefühlt
macht das beste daraus, was aneres bleibt euch eh nicht übrig, genießt eure zeit
schicksal ist launisch, kann aber auch schön sein - lass sie nicht wieder los, genieß die zeit
und macht pläne was ist, wenn einer nicht mehr ist, dass der andere in kein großes loch fällt
alles gute

07.10.2018, 11:45 Uhr     melden


Zufallsbeichte



Freidenker aus Hamburg, Deutschland

Na traurig aber irgendwie selber schuld (ich meine deine freundin). Jeder ist sein schicksal schmied. Organspende ist gleich mord. Informiert euch richtig. Hinrtod ist nur eine juristische erfindung.

07.10.2018, 12:24 Uhr     melden


carassi

Heißt das, du würdest lieber sterben als ne organspende annehmen Freidenker?

Wenn du hirntot bist, werden die lebenserhaltenden Maßnahmen abgestellt. Teil von Hirntod ist "stammhirn funktioniert nicht mehr", was unter anderem bedeutet, du atmest nicht mehr selbstständig. Der Unterschied zwischen organspende und nicht spenden ist nur, dass zwischen Feststellung des hirntodes und abstellen der Maschinen alles brauchbare entnommen wird.
Wenn du jetzt den Tod eines Menschen nicht als "Gehirn ist funktionsloser brei" sondern als "Kreislauf steht still" definierst, ist die organspende als lebensverlängernde Maßnahme zu sehen, denn dadurch laufen die Maschinen etwas länger.

07.10.2018, 13:56 Uhr     melden


merlin86 aus Hamburg, Deutschland

hättest du deine Elend lange Geschichte nicht jemand einen in der Kneipe an die Backe labern können. Alter... ätzend so lange beichten. nach ersten Viertel abgebrochen

07.10.2018, 17:05 Uhr     melden


Arielladelacruz aus Dortmund, Deutschland

Gänsehaut habe ich bekommen,meine Geschichte ist ähnlich,aber es gab früher niemanden,der mich so unterstützt hat .Ich finde es richtig schön ,das du ihr diese Chance, auf ein schönes Leben ermöglicht hast!

07.10.2018, 18:39 Uhr     melden


VcS

Es ist wichtig, dass das gemeinsame Leben auch ihr Projekt ist, und nicht nur die Erfüllung deines persönlichen Traums. Scheint bisher gut zu klappen (siehe ihr Engagement im Garten), aber du solltest auch in Zukunft ein Auge darauf haben, dass sie in irgendeiner Form aktiv ist, trotz ihrer Handicaps. Wenn du der einzige bist, der alles vorantreibt, fühlt sie sich sonst irgendwann überrollt und zieht sich zurück.

Viel Glück - und Gratulation zu der Aussicht, ein Vierteljahrhundert mit der Liebe deines Lebens zu verbringen!

07.10.2018, 18:58 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

Ja toll freut mich auf jedenfall für euch. Nutzt die Zeit die ihr miteinander habt und macht euch nicht so viele Gedanken. Schade das es so kommen musste. Es hätte früher und anders reagiert werden müssen. Weil es sind dann jetzt die Momente in denen man erkennt was man wirklich getan hat. Was man zerstört hat. Und jeder Konsument sollte sich immer bewusst sein, was er da gerade tut. Deine Freundin wird auch ihre Gründe gehabt haben. Man ist nicht einfach nur der Junkie. Niemand betäubt sich weil er glücklich ist. Ich sag einfach nur das es schade ist wenn sich ein Mensch praktisch selber tötet und dieser Mensch in Wirklichkeit ein tolles Individuum ist.

07.10.2018, 19:51 Uhr     melden


Offender

Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft! Könnte Grad auch mal heulen....

07.10.2018, 21:13 Uhr     melden


Mr.Vegas aus Deutschland

Wow, ich lese nur bla Blabla, was nee lange Beichte. Hab nachdem ersten Absatz aufgehört zu lesen. Echt langweilig.

07.10.2018, 21:20 Uhr     melden


Nurse95 aus Düsseldorf, Deutschland

Heftige Geschichte!
Man fühlt echt mit .
Euch weiterhin alles gute, genießt die Zeit die ihr habt .

07.10.2018, 23:58 Uhr     melden


ZwergZitrone aus Österreich

Ach du meine Güte, wenn die "Keine-Beichte"-Fraktion nur bei den ganzen Piss- und K*ckbeichten, die niemanden interessieren auch so stark vertreten wäre... du musstest dir einfach was von der Seele schreiben, auch das kann als Beichte gelten. Euch beiden viel Glück und alles Gute, schätzt jeden Tag den ihr habt. Als gäbe es kein Morgen, denn irgendwann gibts wirklich keins mehr.

08.10.2018, 10:28 Uhr     melden


kallheinz

berührende Geschichte... daher sehe ich jetzt auch kein Geld darin, dass es "keine Beichte" ist. ABER (bzgl. Spenderorgan): natürlich wäre es schön, wenn das klappen würde, ABER: bei dem derzeitigen Mangel an verfügbaren Spendern sollten meiner Meinung nach erst Mal die bedient werden, die sich ihren Körper nicht mit Drogen selbst zerf***t haben. Es warten noch genug wirklich kranke Menschen.

08.10.2018, 12:13 Uhr     melden


KingKurt

Rührende Geschichte und ich wünsche wirklich alles Gute. Dennoch möchte ich gern ein paar kritische Gedanken in den Raum werfen: Das Du Dich damals von ihr losgesagt hast, weil Dir dein Leben und dessen Entwicklung wichtig iz, war genau der richtige Schritt, um eben net nur aus deinen Verhältnissen rauszukommen, sondern auch für deine potentiellen Kinder eine ordentliche Basis zu schaffen, sodass es niemals so sein wird wie zu deiner Kindheit. Sie hingegen hat ganz andere Prioritäten gesetzt; und diese waren net zukunftsorientiert, net mit Anstrengungen verbunden...und schon gar net mit Dir!!! Jetzt iz sie, gelinde gesagt, richtig durchgerockt. Du holst Dir also mit ihr deine Vergangenheit, aus der Du erfolgreich durch Willen, Leistung und Entbehrungen entwachsen konntest, wieder ins Haus!??! Du wirst mit ihr wahrscheinlich keine Kinder haben. Sie wird erheblich abbauen und wahrscheinlich wirst Du sie pflegen müssen bzw. für ihre Pflege aufkommen (da ihr dann verheiratet seid). Sie wird Dir seelisch sehr viele Sorgen machen, Dich jede Menge Geld kosten, deinen Nachwuchs blockieren und Dich letztlich als gebrochenen Mann zurück lassen. Alles wofür Du in den letzten Jahren so hart gekämpft hast, wird für die Katz gewesen sein! Als alter Mann wirst Du also unter Umständen auf dein Leben zurück schauen und erkennen, das Du dieser Person alles geopfert hast und am Ende doch nur verlieren konntest. Aus meiner Sicht also größter Fehler.

Versteh mich bitte net falsch. Als Außenstehender kann man relativ leicht drüber sprechen...Du steckst da in einer ganz anderen, deiner subjektiven, Situation. Ich möchte nur, das Du Dir dessen bewusst wirst was Du da eigentlich tust und was für eine weitreichende Entscheidung Du treffen wirst! Liebe ist eine starke Verbindung, das weiß ich auch. Doch nur, weil sie ihr Leben damals achtlos "weggeworfen" hat, musst Du es dann auch tun?!? Wenn sie Dich so liebt, wie Du sie: würde sie das von Dir wollen?!?!

08.10.2018, 13:46 Uhr     melden


Rübenrotze

Sorry, aber hab nach 4 Zeilen aufgehört mir durch das Rumgeheule in Textform die Zeit zu stehlen....
Lass dir mal ein paar Klöten wachsen!

09.10.2018, 02:05 Uhr     melden


clarido aus Bern, Schweiz

Alles Gute! Das Beste daran ist aber, jetzt könnt ihr zusammen Süssigkeiten naschen, ohne dass sie sich danach die Zähne putzen muss aus Sorge, Löcher zu bekommen.

09.10.2018, 08:56 Uhr     melden


start_defense

Schöne Story. Endlich mal kein "Ich habe meine(n) Partner/-in betrogen aber ich liebe ihn/sie immernoch so sehr" - Gedöns.

14.10.2018, 11:01 Uhr     melden


The Dude aus Schweiz

kann mir jemand diese wall of text zusammenfassen? sind hier nicht in der bücherstunde.

20.10.2018, 18:19 Uhr     melden


spandexlover

@ Dummbeutel--> den Namen trägst du zurecht!

Eine unglaublich gefühlvolle und emotionale Beichte, ich wünsche Euch alles Glück der Erde!!!

03.11.2018, 23:50 Uhr     melden


Mrslaciny

Wow.. ich bin echt sprachlos.
Es tut mir so wahnsinnig Leid, was du in deinem Leben durchmachen musstest..genauso wie deine zukünftige Frau.. es ist unsagbar tragisch.. wow..
Dro*en sind nun mal nicht gut und schädlich... sie zu probieren, ist eine Sache.. aber dann nicht die nötige Kraft zu besitzen seine Grenzen zu kennen und weiter hinein zu schlittern eine andere.. Ich finde es unglaublich von dir- das du nach all den Jahren und Eskapaden zu ihr zurück gefunden hast, und ihr dein Herz geöffnet hast. Ihr seid füreinander bestimmt. Zwar nimmt das ganze ein tragisches Ende, aber die Zeit, die euch noch bleibt. Die nutzt ihr.. und das ist wundervoll.. was wäre wenn... man steckt nicht drin. Die arme Seele. Möge gut sie mit ofenen Armen empfangen,.. Viel Kraft.

10.11.2018, 04:44 Uhr     melden


Luckypuncher

Du mußt sie sehr lieben!! Halte sie gut fest!! Alles Gute für Euch!

25.11.2018, 11:55 Uhr     melden


Serenity256 aus Berlin, Deutschland

Du bist ein toller Mensch. Faith in humanity restored.

27.05.2019, 14:19 Uhr     melden


yrbis aus Coburg, Deutschland

Bester Beichthaus Beitrag den ich bisher gelesen habe.

Hier gibt es sicher kaum Diskussionsbedarf, allerdings tausend Prozent glaubwürdig und auch bewegend beschrieben. Und die, die herumzittern, dass es keine Beichte sei oder viel zu langer Text: switcht einfach wieder zu den Pseudo,- und Fäkal-Storys, wo ihr am besten aufgehoben seid.

@ Beichter: Alles Gute euch beiden und möge es eine lang anhaltende Zukunft mit unzählig schönen Momenten werden.

02.11.2019, 10:37 Uhr     melden


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