Wunschkaiserschnitt

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Feigheit Schwangerschaft Regensburg

Ich bin 30, zum ersten Mal schwanger und habe schreckliche Angst vor der Geburt. Ich werde einen Wunschkaiserschnitt machen lassen, um die Schmerzen, die Peinlichkeiten beim Pressen und den ganzen Stress einer normalen Entbindung nicht ertragen zu müssen. Außerdem läuft dann alles geplant ab und mich überrascht unterwegs oder sonstwo kein Blasensprung. Für das Kind und meinem Beckenboden ist das auch besser. Bitte vergebt mir meine Feigheit und meine Lüge gegenüber meiner Familie und meinen Freunden, denen ich erzählt habe, das Baby liegt falsch herum und muss deshalb per Kaiserschnitt geholt werden.

Beichthaus.com Beichte #00041347 vom 16.06.2018 um 01:46:23 Uhr in Regensburg (33 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Troy2017 aus München, Deutschland

Das ist einfach nur falsch. Sehr falsch. Bitte lass das.

17.06.2018, 13:59 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

Du wirst schon das tun was du für richtig hälst. Allerdings muss dir rein gar nichts peinlich sein was eine normale Geburt betrifft.

17.06.2018, 14:46 Uhr     melden


schneetier

Das musst allein du selbst wissen! Ich fand die Geburt allerdings ein richtiges Erlebnis, würde mir fehlen, wenn ich das verpasst und nur am Ende das Kind in die Hand gedrückt bekommen hätte. Mit den Schmerzen kann man schon umgehen mit der richtigen Atmung etc. Aber es tickt halt jeder anders und muss selbst entscheiden, wie es richtig ist. Wie geht das eigentlich mit Wunschkaiserschnitt? Ich dachte, die machen das nur bei Risikoschwangerschaften und du bist ja zumindest noch keine 35.

17.06.2018, 15:29 Uhr     melden


josch aus Bodensee, Schweiz

Dein Kind wird ein Weichei-Pimpel! Du weisst nicht, was Du Deinem Kind damit antust.

17.06.2018, 15:38 Uhr     melden


schneetier

P.S.: Besser für dein Kind ist das nicht. Warum denn das, es ist doch an den natürlichen Vorgang angepasst. Und der Beckenboden wird auch bei Kaiserschnitt-Müttern belastet, durch das Gewicht, dass während der Schwangerschaft draufdrückt. Da wurde bei uns im Rückbildungskurs extra drauf hingewiesen, dass auch die Kaiserschnitt-Mütter Rückbildung betreiben müssen. Also objektive Vorteile sehe ich da nicht, nur persönliche "Vorlieben".

17.06.2018, 16:14 Uhr     melden


Ragno aus Hier, Deutschland

Was geht denn Deine Familie und Freunden an, wie Du dein Kind zur Welt bringst? Wenn Du es lieber per Kaiserschnitt möchtest, ist das Deine Entscheidung! Du musst es ja gebären.

17.06.2018, 16:26 Uhr     melden


DahliaSix

Wie schon gesagt wurde: Du bist niemandem Rechenschaft schuldig. Ich finde es furchtbar, dass man als Mutter ständig kritisiert wird. Ganz egal ob es darum geht, ob man sich nun für nen Kaiserschnitt, eine normale Geburt oder auch das Stillen oder Nicht-Stillen entscheidet. Weiter geht es dann bei der Ernährung und auch der Erziehung. Kritik lauert überall, weshalb viele Frauen/Eltern lieber lügen, als die Wahrheit zu sagen. Glücklicherweise leben wir nicht mehr im Mittelalter und haben bei solchen Dingen die Qual der Wahl. Möge sie jeder so treffen, wie es ihm oder ihr beliebt.

17.06.2018, 17:09 Uhr     melden


PlayadelIngles aus Norderstedt, Deutschland

Hallo da draußen.
Hier ein paar Fakten zum Thema Wunschkaiserschnitt.
Bei der natürlichen Geburt wird das Baby durch die Scheide gepresst und bekommt so eine Schmiere ab, das für das Imunsystem eines jeden Babys von elementarer Wichtigkeit ist! Ein Baby, welches durch einen Kaiserschnitt geholt wurde, bekommt diese Schmiere nicht ab und ist viel anfälliger für Krankheiten!

Nach einem Kaiserschnitt kann die Wöchnerin nicht allein zur Toilette, sie kann nicht allein aufstehen oder sich hinlegen. Sie kann aufgrund der OP-Narbe nicht das Baby so ohne weiteres aus der Wiege hochheben, ohne höllisch auf ihre Narbe aufpassen zu müssen!

Bei einer natürlichen Geburt hört in der Regel der Schmerz dann auf, wenn das Baby da ist, es kann aber immer zu Komplikationen führen!
Bei einem Kaiserschnitt hat die Wöchnerin aber gerade nach der Geburt zum Teil sehr starke Schmerzen zu ertragen!

Es ist eine OP mit allen Risiken, die ein operativer Eingriff mit sich bringt! Es kann während der OP sehr viel schief gehen!

Und zu guter Letzt ist da noch die psychische Seite, die am meisten ins Gewicht fällt. Die Frau wird mit sterilen Tüchern abgedeckt, bekommt von der eigentlichen Geburt so gut wie nichts mit. Wenn das Baby geholt wurde, wird es der Mutter kurz gezeigt, danach wird der Säugling medizinisch versorgt.
Für sehr viele Frauen bedeutet dies ein traumatisches Erlebnis. Viele Wöchnerinnen mit Kaiserschnitt haben mitunter die größten Probleme, eine tiefgehende Mutter-Baby Beziehung aufzubauen. Viele Frauen halten sich nach einem Kaiserschnitt für eine schlechte Mutter und viele Frauen brauchen danach echt psychologische Hilfe!

Liebe Frauen, ich kann eure Angst vor einer natürlichen Geburt sehr gut nachempfinden, aber es gibt auch Heute Methoden( PDA), um etwas gegen den Schmerz zu tun! Überlegt euch gut, ob ihr euch diesem Stress aussetzten wollt. Eine natürliche Geburt ist ein einmaliges Erlebnis, was es durch nichts zu toppen gibt!

Euer Playa!

17.06.2018, 17:29 Uhr     melden


hummelix

Bitte mach was du möchtest. Jeder weiß, eine natürliche Geburt ist in der Regel das Beste für Mutter und Kind. Aber für eine Frau, die sich nicht auf eine natürliche Geburt einlassen kann, ist eine solche Geburt einfach eine Qual.

17.06.2018, 18:42 Uhr     melden


thinner aus Berlin, Deutschland

Ich danke meiner Frau, die unsere Kinder gesund und natürlich geboren hat und daß ich bei zwei Geburten dabei sein konnte, und zwar mit allem Schmerz und Blut und Schwitzen usw.
Es war eines der schönsten gemeinsamen Erlebnisse, die wir als Eltern teilen, und zwar für die Ewigkeit.
Egal, was mal kommt, das nimmt uns keiner.
Und mehr sage ich als Mann nicht dazu, denn ich gebäre nicht.
Alles Gute für Deine Niederkunft.

17.06.2018, 18:52 Uhr     melden


HexeDesNordens

Playa hat schon alles gesagt. Du tust weder Dir und erst recht dem Kind keinen Gefallen.
In manchen Ländern macht man nach nem Kaiserschnitt sogar ein sogenanntes Seeding, wo der Mutter was in die Scheide gelegt wird um die Bakterien dann auf die Haut und in den Mund des Kindes zu bringen. Aber das wirkt natürlich nie so wie eine natürliche Geburt.
Ich persönlich hätte ja mehr angst vor einem Kaiserschnitt, wenn einem der Bauch aufgeschnitten wird, anstatt es so zu machen, wie die Natur es vorgesehen hat.

17.06.2018, 20:09 Uhr     melden


BelasBraut aus Frankfurt, Deutschland

Zuerst einmal: Deine Ängste und Bedenken kann ich verstehen.
Vermutlich kommt jede Schwangere einmal an den Punkt, wo sie sich Gedanken über natürliche Geburt und (Wunsch-) Kaiserschnitt macht. Man hört und liest so vieles, und gerade als erstmalig werdende Mutter spürt man Angst vor dem Unbekannten und möchte keine Kontrolle abgeben.

Als ich das erste Mal schwanger war, war ich es sehr, sehr gern und fühlte mich rundum wohl. Beschwerden hatte ich in der Zeit überhaupt nicht.
Allerdings war ich zur Geburt dann so verkrampft, dass sie mehrere Tage andauerte, mehrfach eingeleitet und mit Wehentropf, Globuli etc. behandelt wurde. Ich erlebte den damals noch üblichen Einlauf, die Schamhaarrasur, stundenlange Wehenstürme, mehrere Griffe an und in den sich nicht öffnen wollenden Muttermund durch die Hebammen, eine PDA, die dann verrutschte und nicht mehr wirkte, aber aufgrund der Gefährlichkeit nicht unter den permanenten Wehenstürmen gezogen werden konnte, einen dauerhaften Blasenkatheter, mehrere Infusionen in die Handvene, Magnesiumgaben während stundenlanger Wadenkrämpfe, ununterbrochene CTG- Messungen am Bauch und schlief kaum. Wieder und wieder sah ich Ärzte, Schwester, Hebammen zu ihren Schichten kommen und gehen; ich hörte in diesen vier Tagen mehrere Babies in den Nebenkreissälen geboren werden und lernte zwei Zimmernachbarinnen kennen.

Keine Ahnung, wie oft ich aus dem Kreissaal heraus- und wieder hineingeschoben wurde. Fieberbläschen bildeten sich mit der Zeit auf meinen Lippen, ich spürte weder Hunger noch Durst oder irgendetwas außer dem Bedürfnis, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Die guten Herztöne des ungeborenen Kindes erlaubten keinen Kaiserschnitt und geduldige Hebammen redeten mir Mut zu, es auf natürlichem Wege durchzustehen und keine Narbe auf meinem Bauch zuzulassen.
Medizinisch war es grenzwertig, aber nicht notwendig.
Wunschkaiserschnitte wie es heute üblich ist, wurden selten durchgeführt.
Ich jedoch verfluchte zunehmend diese wahnsinnigen, erbärmlichen, gnadenlosen Schmerzen in meinem Leib, die langsam auch Besitz von meinem Verstand ergriffen, ja, ich verfluchte innerlich dieses Kind, das nicht aus mir heraus wollte- bis ich begriff, dass ich selbst es zulassen musste. Ihm den Weg aus mir ebnen musste.
Und als ich am letzten Tage endlich bereit dazu war, es los zu lassen, da machte es sich innerhalb zweier Stunden auf den Weg- als die OP schon kurz bevorstand.

Das Pressen zerriss mich förmlich und ja, es war, als krempelte sich mein Innerstes nach außen. Ich schrie mir die Seele aus dem Leib und dachte zu jeder Sekunde und mit jeder Faser meines Körpers, dass ich es nicht schaffen würde, während sich zwei Ärzte auf meinen Bauch warfen und mitdrückten. Um mich herum nahm ich schließlich nichts mehr wahr, war nur noch Wehe, war nur noch Kraft.

Dann war es da: das Kind. Ich hatte einen lebendigen, warmen, fertigen kleinen Menschen geboren.

Mit dieser Sekunde- und das schwöre ich Dir- waren ALLE SCHMERZEN FORT. Mich durchrauschte ein nie gekanntes Glücksgefühl, besser, als es Sex, Drogen oder was auch immer jemals bescheren könnten. Und das beste: es hielt stundenlang an. Ich war wieder voller Energie!
Ich wurde geschnitten und anschließend genäht- ich merkte es nicht. Essen, Trinken? Interessierte mich nicht. Da war nur noch Glück, sonst nichts.
Ich konnte nur noch mein Kind anschauen und jede Bewegung des Winzlings gespannt und gebannt verfolgen.

Diese immensen Anstrengungen werde ich niemals vergessen.
Aber ich weiß, was sie wert sind und was sie mir gebracht haben: SelbstVertrauen in meinen Körper, das Gefühl, Extremes auszuhalten und Großartiges leisten zu können.
Heute bin ich stolz darauf, nicht nachgegeben zu haben und den Weg des geringeren Widerstandes gegangen zu sein.

Dir wünsche ich das auch.

Inzwischen bin ich glückliche Mutter dreier Kinder, die ich alle natürlich geboren habe. Es war nie wieder so heftig und lang wie beim ersten Kind. Aber es war gut und richtig, wie es war.

Sorry für den langen Text, ich wollte niemanden langweilen oder schocken. Es war wie es war, da gibt es nichts zu beschönigen.

Aber das war es wert!

17.06.2018, 22:08 Uhr     melden


HighFidelity aus schönste Stadt am Bodensee, Deutschland

Es stimmt mich immer wieder traurig, dass so viele Frauen oftmals so wenig Vertrauen in ihren Körper und in ihre eigene Kraft zu haben scheinen. Nach vier natürlichen Geburten bin ich der Überzeugung: mindestens 80% des Verlaufs sind reine Kopf-und Einstellungssache. Die restlichen Prozent (Lage des Kindes, Nabelschnur etc.) mag man nicht in der Hand haben.
Es gibt auch extra Therapien für Entbindungsangst (hat eine Freundin von mir auch gemacht). Dann wäre in deinem Fall womöglich eine Beleghebamme sehr ratsam.
Für mich wäre die Vorstellung, mir den Bauch aufschneiden lassen zu müssen, viel schlimmer gewesen!
Meine Schwester musste leider einen Notkaiserschnitt durchführen lassen, das Danach (Wundheilung, "verpasste" Geburt) war auch nicht ohne.
Wie bereits schon von anderen erwähnt, gibt es auch schmerzlindernde Mittel (wie z.B. PDA). Ich würde dir auch dringend raten, dich gut zu informieren. Viel Erfolg, wie auch immer du dich entscheiden magst!

17.06.2018, 23:01 Uhr     melden









Niak

Ich trage gerade mein zweites Kind im Bauch und habe wahnsinnige Angst vor der Geburt, die noch nicht mal mehr 3 Monate entfernt liegt. Mein erstes Kind habe ich natürlich zur Welt gebracht, mein zweites werde ich, genauso zur Welt bringen, es sei denn der Notstand zwingt mich zum Kaiserschnitt.

Ich finde das total in Ordnung das du das selbst entscheidest, es ist auch deine Wahl.

Es stimmt nicht, nach der natürlichen Geburt hat man dennoch Schmerzen (oder lag es daran das ich gerissen war?), aber im Vergleich zu Müttern die ihr Kind per Kaiserschnitt holen liesen, geht es dir danach deutlich besser. Du kannst auch schon teilweise alleine laufen und dein Kind auf dem Arm halten.
Die natürliche Geburt tut weh, nicht wenig, es ist auch kein tolles Ereignis, zumindest war es für mich das nicht. Man vergisst leicht Schmerzen wenn es vorbei ist, aber die Schmerzen waren da und real. ABER es dauert nur einige Zeit und die Zeit wird vergehen und dann ist der Wurm da und du kannst dich selbst um ihn kümmern und weißt das es dir ab dieser Zeit immer besser gehen wird um jeden Tag.
Das ist die erste Zeit mit diesen kleinen wundervollen Wurm und ich würde lieber Schmerzen ertragen, als mir diese Zeit von jemanden nehmen zu lassen.

Trotzdem ist es alleine deine Sache. Allerdings versuche nicht immer den einfachsten Weg zu gehen als Mutter.

18.06.2018, 00:59 Uhr     melden


BloodyKirika

@BelasBraut: Deine Story bekräftigt mich weiter darin niemals schwanger zu werden. Ich habe eine Kollegin die die schlimmste Schwangerschaft überhaupt hatte. Angefangen mit Hyperemesis (Erbrechen) über am Ende 18 Liter Ödemen pro Bein und Blutdruck von über 240 Systolisch bis schliesslich 10 Minuten Herztod durch Nierenversagen (wegen Eklampsie) wo das Kind durch Notkaiserschnitt mit Längsschnitt geholt wurde bevor sie reanimiert werden konnte. Schwangerschaft: Nein Danke !

18.06.2018, 10:50 Uhr     melden


Mandarinchen aus wien, Österreich

Ich bin jetzt zum ersten mal Schwanger im 6. Monat. Anfangs dachte ich auch ich will einen Kaiserschnitt wie schon oben erwähnt weniger schmerzen bla bla uvm. Jetzt allerdings liegt mein Kind wirklich falsch herum und ich hoffe es dreht sich noch. Ich habe von vielen Seiten gehört das die heilung einfach viel länger dauert und der ganze Prozess danach einfach viel schmerzvoller ist. Du kannst dein Baby angeblich nicht mal wirklich richtig herum tragen ... und das möchte ich nicht. Ich möchte sofort so schnell wie möglich für mein Baby da sein können.

18.06.2018, 10:54 Uhr     melden


derster

Meine Frau hatte 2 ungewollte Kaiserschnitte und verliess bei beiden das Krankenhaus nach 2 Tagen wieder. Hört auf ihr Angst zu machen und überlasst diese Entscheidung bitte der Mutter alleine. Dass KS Kinder irgendetwas fehlen würde, wurde noch nie medizinisch bewiesen und ist das Denken von Ewigestrigen und Hinterwäldnern. Ich könnte einige hässliche STorys von natürlichen Geburten erzählen aber da es eine Verallgemeinerung wäre lass ich es. Vieleicht sollten dies einige hier auch besser tun.

18.06.2018, 11:25 Uhr     melden


nubbel2014 aus Deutschland

Man kann das nicht verallgemeinern. Ich war nach meinen 2 notwenigen KS, am nächsten Tag wieder auf den Beinen und hab mich um meine Kinder gekümmert. Die Frau neben mir konnte sich trotz, natürlicher Geburt am 2ten Tag noch nicht richtig auf den Beinen halten. Es kommt immer auf die Frau an, wie sie sowas wegsteckt.

18.06.2018, 11:54 Uhr     melden


BelasBraut aus Frankfurt, Deutschland

@BloodyKirika: das ist hammerhart, was Deiner Kollegin passiert ist und da kann man nicht mehr viel dazu sagen als: Gott sei Dank haben sie das überhaupt überlebt!
Wenn der Kopf nicht mitspielt, ist das eine Sache, die schwer in den Geiff zu kriegen ist, aber beim Körper kann es wirklich lebensgefährlich werden...
Wenn ich vorher gewusst hätte, was mir bevorstand, wäre ich vielleicht auch nicht schwanger geworden, aber glücklicherweise weiß man das nicht und es ist von Fall zu Fall verschieden.
Ich finde einen offenen Umgang damit korrekt und bin daran gewachsen, wollte weitere Kinder.
Mir war wichtig, zu sagen, dass Ängste nachvollziehbar und teilweise durchaus begründet sind. Aber das muss jede Frau für sich entscheiden, da sollte sich niemand, auch nicht der Partner, einmischen. Die Frau muss da durch und nicht der Mann.

18.06.2018, 12:47 Uhr     melden


carassi

Ich bin ein kaiserschnittkind (not-ks) und mir fehlt soweit nichts. Allerdings war die Heilung für die dicke Wunde im bauch auch nicht ohne. Da wird ein loch gemacht, das groß genug für ein baby ist. Das dauert ne ganze Weile, bis das verheilt ist. Erstmal liegst du für Stunden herum, weil drehen zu schmerzhaft ist.
Und naja, die Hormonbombe nach der Geburt, die hast du nicht. Der Körper sorgt mit einer massiven überdosis glückshormone dafür, dass die schmerzen in den Hintergrund treten.

Fun fact, ks-kinder haben lebenslang ein erhöhtes Risiko für Probleme mit dem Immunsystem (Allergien, autoimmune Geschichten, sowas). Warum ist noch ungeklärt. Der vaginalschleim ist nur ein Unterschied von vielen in Hinsicht auf die ersten beiden lebenstage.

18.06.2018, 14:13 Uhr     melden


VcS

@carassi: Also das schreit nach z-Variable, also einer dritten Eigenschaft, die einerseits Mütter Kaiserschnitte durchführen lässt und andererseits das Immunsystem des Kindes schwächt. Das könnte z.B. ein überdurchschnittlich ängstlicher Charakter der Mutter sein, der dazu führt, dass sie sich die herkömmliche Geburt nicht traut und später so eifrig putzt und desinfiziert, dass das kindliche Immunsystem nicht genug gefordert wird. Disclaimer: Das ist reine Spekulation und ich unterstelle da nur Tendenzen. Eine Mutter, die freiwillig einen Kaiserschnitt mitmacht, kann immer noch zu den mutigsten Menschen auf dem Planeten gehören.

Auch wenn ein Einzelfall bei Statistik quasi nichts wert ist: Bin als Kaiserschnittkind kerngesund, eine ernsthafte Erkältung habe ich (grob geschätzt) alle fünf Jahre mal. Kann aber auch daran liegen, dass ich nicht soviel unter Leuten bin.

18.06.2018, 16:45 Uhr     melden


PlayadelIngles aus Norderstedt, Deutschland

Hallo ihr tapferen Frauen da draußen,
ich habe mir eure Posts sehr genau durchgelesen und es hat mich persönlich sehr berührt, was ihr da erlebt und Hier berichtet habt! Aber am Meisten hat mich die Schilderung von Belas Braut berührt. Sie hat sehr deutlich geschildert, was sie doch ertragen musste, aber sie hat es irgendwie ertragen. Und das ungeheure Glück, was sie erleben dürfte, als ihr Baby dann endlich geboren war, ja, das hätte sie nicht erlebt, wenn sie per Kaiserschnitt entbunden hätte!
Vergesst einmal für ne weile, das ich überzeugter MGTOW bin, hier geht es um das Schönste, was einer Frau nur passieren kann. Sie bringt nach 9 Monaten ein kleines Baby zur Welt und das ist für mich immer wieder ein kleines Wunder! Als meine Schwester vor vier Jahren ihre Zwillinge zur Welt brachte, konnte sie dies auf natürlichem Wege tun, ihre beste Freundin war im Kreißsaal dabei.
Ich persönlich habe noch keine Geburt erlebt, weil dazu zwingend eine Frau vorgeschrieben ist. Nun, aber auch ich gebe nicht die Hoffnung auf, das ich trotz meiner Ablehnenden Haltung gegenüber Frauen doch noch eine ehrliche, treue Frau finde!
Euer Playa!

18.06.2018, 17:37 Uhr     melden


PlayadelIngles aus Norderstedt, Deutschland

Ein kleiner Nachtrag,
Immer mehr Krankenhäuser bieten werdenden Eltern die Möglichkeit an, den Kreißsaal zu besichtigen und auch das baut bei der werdenden Mutter gewisse Ängste ab. Oft ist es auch einfach so, das die Schwangere große Probleme damit hat, ihrem Partner ihre Ängste mit zu teilen!
Eine Angst entsteht in der Regel nicht augenblicklich, sondern baut sich mit der Zeit auf, weil dann andere Muttis der Schwangeren Horrorgeschichten darüber erzählen, wie "grauenhaft" eine Geburt doch ist!
Ich weiß, es ist ein hochkomplexes Thema. Ich weiß, ich bin nur ein Mann, aber ein Mann mit Mitgefühl und dem Herzen auf dem rechten Fleck! Ich wünsche jeder werdenden Mutter für ihre Geburt nur das Allerbeste!
@Mandarinchen, bitte mache dir nicht so viele Gedanken, alles kommt wieder ins Lot. Du schaffst das und wirst ne tolle Mama!
Euer Playadelingles

18.06.2018, 18:18 Uhr     melden


anaba aus Beutelland, Deutschland

Ich hab 7 Kinder geboren ( 2 Einzelkinder, 1 mal Zwillinge. 1 mal Drillinge).Alles natürliche Geburten,obwohl mir bei den Drillingen ein Kaiserschnitt dringend angeraten wurde.Hat trotzdem natürlich geklappt.Sollten sich aber bei der nächsten Schwangerschaft Vierlinge (logische Folge,lach ) ankündigen,überleg ich mir das noch mal.......

18.06.2018, 19:35 Uhr     melden


Truth666 aus Saarland, Deutschland

Wo wir bei Pseudobiologie und Psychlogie sind. Meine Mama hat mich nie gestillt und ich hasse Frauen.

18.06.2018, 20:44 Uhr     melden


MissVERSTÄNDNISS aus AnonymeGroßstadt, Deutschland

Anaba, vier Schwangerschaften und sieben Kinder, das ist ja kurios! Liegt das in Eurer Familie?
Truth: da ist nix dran. Glaube ich zumindest 🤣
Beichterin, ich glaube, irgendwann bereust Du die Lüge, weniger den Kaiserschnitt.

18.06.2018, 22:04 Uhr     melden


carassi

Naja es gibt schon mehr Unterschiede vcs. Ne op geht zum Beispiel mit betäubungsmitteln, Schmerzmitteln und oft Antibiotika einher, und der Körper baut Milch aus dem, was er findet. Es ist möglich, dass sie durch die Medikamente minimal anders zusammengesetzt ist. Die Milch der ersten Tage ist entscheidend für das Immunsystem der Kinder.

18.06.2018, 22:12 Uhr     melden


TofuTorte aus MYK, Deutschland

@ PlayadelIngles in Bezug auf die Schmiere bei der vaginalen Geburt stimme ich dir zu, auch bei manch anderen Punkten liegst du vollkommen richtig. Aber der Punkt mit den sterilen Tüchern und das die Frau davon nichts mitbekommt und das Kind ewig lange weg ist, stimmt so nicht. Du musst unterscheiden zwischen geplantem und Notkaiserschnitt. Deine Beschreibung trifft auf den Notkaiserschnitt zu, auf den geplanten jedoch nicht. Ich hatte einen Geburtsstillstand nach zwei Tagen Einleitung und bekam einen geplanten Kaiserschnitt. Meine PDA wurde aufgespritz und ich habe alles mitbekommen und gemerkt, nur eben ohne Schmerzen. Mein Mann sass hinter mir, das Kind wurde keine 3 Minuten untersucht und ist mit meinem Mann auf direktem Wege zurück in den Kreißsaal, wo die beiden dann kuscheln durften bis ich eine halbe Std später zurück gebracht wurde und den kleinen bekam.

Du hast wiederum recht mit den Vorwürfen hinterher. Ich muss mir keine machen, das ist mir heute, 12 Wochen später, auch klar geworden. Ich habe mir anfangs ganz grosse Vorwürfe gemacht.


Zur Beichterin, es muss jeder selbst wissen. Aber eine natürliche Geburt ist eben nicht nur schön, sie tut verdammt weh, aber du weisst wofür du dies durchstehst sobald du deinen Schatz in den Armen hältst. Sollen sich doch die anderen mal dort hinlegen und gebären, falls es jemanden gibt, den stört, dass du zb schreien musst oder pupst und mehr. Eine Geburt ist ein natürlicher Vorgang und umso entspannter du bist umso entspannter ist deine Geburt.

Ich bin unendlich dankbar dass ich 2 Tage lang wehen hatte und mein kleiner dadurch auf die Geburt vorbereitet wurde. Wie er letztlich raus kam, darauf hatte ich leider keinen Einfluss.

Bei einem komplett geplantem Kaiserschnitt wird deinem Baby das Licht angeknipst und es wird sogleich aus seiner "Welt" herausgerissen. Dies wiederum kann traumatische für das Baby sein.

18.06.2018, 22:46 Uhr     melden


HighFidelity aus schönste Stadt am Bodensee, Deutschland

Noch was zum Mut machen, liebe Beichterin: ab der zweiten bevorstehenden Geburt habe ich jede Wehe "willkommen" geheißen da mir klar war, jeder weitere Schmerz bringt mich meinem Baby näher. Ich entsann mich wieder "genau so schmerzte es beim letzten Mal auch", veratmete Wehe um Wehe, konzentrierte mich auf Punkte in weiterer Ferne, riss ein Fenster auf und atmete viel frische Luft ein. Das Ergebnis: ich brauchte nie ein Schmerzmittel, schenkte meinem Körper das Vertrauen, es zu schaffen. Hieß den Schmerz willkommen mit dem Wissen darum, dass umso mehr ich ihn gutheiße, desto eher er auch wieder gehen wird.

18.06.2018, 23:21 Uhr     melden


Lightkuh

Ich habe vor knapp vier Wochen eine natürliche Geburt durch gestanden. Ich kann dir nur raten keinen Kaiserschnitt zu machen.
Schmerzen wirst du dennoch haben, nur anders. Und aus Erfahrungen aus meinem Bekanntenkreis kann ich dir versichern das du nach einer natürlichen Geburt weitaus schneller wieder fit bist - und kannst dich auch besser um dein Kind kümmern.
Ich habe morgens entbunden, musste genäht werden und durfte nachmittags duschen. Nach einem Kaiserschnitt bekommst du erstmal Bettruhe, kannst dich nicht ordentlich waschen ohne Hilfe und kannst deinem Urin zusehen wie er durch einen Katheter in den Beutel läuft. Und diese blöden Urinkatheter sind verdammt unangenehm!
Auch ist der Geburtsprozess wichtig für dein Kind, aber das nur am Rande.
Zudem kann ich dir versichern das Hebammen schon einiges gesehen haben...da wird dein unrasierter Intimbereich oder das Kackhäufchen das du im Geburtsbett hinterlässt nicht das Erste und garantiert auch nicht das Letzte sein.

19.06.2018, 09:48 Uhr     melden


Mandarinchen aus wien, Österreich

@ PlayadelIngles super nette Worte! Vielen Dank!

19.06.2018, 11:57 Uhr     melden


Meiling aus Oldenburg, Deutschland

Es ist auf jeden Fall deine Entscheidung wie du dein Kind zur Welt bringst, und du solltest darüber vor niemandem lügen müssen. Aber versuche auf jeden Fall dich vorher bei verschiedenen Quellen über Vor- und Nachteile zu informieren und über den generellen Alauf und wie es dir geht dabei und dannach. Je besser man weiß was kommt desto besser kann man sich einstellen und desto weniger Angst hat man.
Stelle dir nur einen Kaiserschnitt bitte nicht so vor dass du in den OP geschoben wirst, nix merkst, das Kind ist in 5 Minuten da und wenn die Betäubung weg ist geht es dir gut. Auch ein Kaiserchnitt kann sehr unangenehm sein und schmerzen hat man mehr oder weniger auch. Wieviele schmerzen und wie lange ist in beiden fällen wohl von der Frau und den Umständen abhängig. Aber stell es dir nicht zu einfach und schmerzfrei vor sonst gehst du da nachher traumatisiert raus.... Auf jeden Fall gründlich informieren und dann entscheiden!
Ansonsten: alles Gute für dich udn dein Kind

21.06.2018, 12:16 Uhr     melden


DEX123

Wieso es sich unnötig schwer machen wenn es auch einfach geht? Stundenlang pressen und Schmerzen dann lieber easy going.

24.06.2018, 13:18 Uhr     melden


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