Plastikbesteck oder Holzbesteck?

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Ignoranz Verschwendung Gesellschaft

Ich beichte, dass ich gegen das Verschwinden von Kleinteilen aus Plastik wie Besteck, Trinkbecher, Geschirr, Wattestäbchen usw. bin. Warum?
Weil für Ersatzstoffe aus Holz, wie Papiertüten o.ä. die Abholzung zunehmen würde. Wenn ich umweltfreundliche Wegwerfprodukte höre, wird mir schlecht. Das eine schließt das andere aus. Würde man hingegen für das Sammeln und Abgeben von Plastikverpackungen und - material (z. B. auf Wertstoffhöfen) einen gewissen Geldbetrag pro Kilogramm einführen, gäbe es nicht mehr das große Müllproblem und Arbeitsplätze wären geschaffen. In den Weltmeeren fängt man jetzt schon mehr Plastikteile ein, als Fische.

Beichthaus.com Beichte #00041306 vom 29.05.2018 um 00:33:31 Uhr (16 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

ZwergZitrone aus Österreich

Und was meinst du, passiert mit dem Zeug, das du auf deinem Wertstoffhof abgibst? Das muss auch irgendwohin. Und ich bezweifle auch, dass dein Konzept in irgendeiner kriegsgebeutelten Bananenrepublik umsetzbar wäre. Oder meinst du der kleine Achmed, dem in Syrien gerade das eigene Wohnzimmer um die Ohren geflogen ist, hat nichts anderes zu tun, als Plastikmüll fachgerecht zu entsorgen?

Das einzige, was langfristig Abhilfe schaffen könnte, wäre überhaupt weniger bis keine Wegwerfprodukte zu produzieren. Aber die menschliche Gier und Ignoranz wird dafür sorgen, dass wir erst damit aufhören, wenn wir längst im Plastik erstickt sind bzw den letzten Baum gefällt haben.

29.05.2018, 15:13 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

In Einzelfällen kann man sicher schauen wo man auf Plastik verzichten kann. Die EU glaubt aber das sie allein mit einem Verbot die Weltmeere retten kann, was naiv ist.

29.05.2018, 15:51 Uhr     melden


Freidenker aus Hamburg, Deutschland

Hanf ist viel besser geeignet sogar für Papier. Ist aber nicht erwünscht man könnte ja darauf kommen das noch sehr viel mehr möglich ist. Wenn sich ja die ganzen Umsatzeinbußen anschauen würde vor allem beim Krebs....

29.05.2018, 15:52 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

Normalerweise stimme ich Freidenker eher nicht zu, aber Hanf ist in der Tat eine vielseitige Nutzpflanze! Und dass das Marijuana-Verbot nur eingeführt wurde, weil das ATF nach Beendigung der Prohibition sonst aufgelöst hätte werden müssen, ist auch nur wenigen bekannt.

Wie dem auch sei, auch dem Beichter stimme ich zu. Würde man auf Plastikmüll eine Prämie aussetzen gäbe es genug Leute, die damit ihre Einkünfte aufstocken würden...

29.05.2018, 16:10 Uhr     melden


VcS

Also erstmal muss der Ersatzstoff nicht Holz sein. Zum Beispiel verwenden einige Supermärkte schon eine Weile durchsichtige Tüten, wo die Plastik zum Teil durch Zuckerrohr ersetzt wird.

Abgesehen davon ist Holz schon ein guter Rohstoff. Lässt man es im Wald liegen, verrottet es und produziert Kohlendioxid. Verbrennt man es deswegen, hat man als Mensch etwas davon und produziert die gleiche Menge Kohlendioxid (Transport usw. mal außen vorgelassen). Verwendet man es als Rohstoff für Tüten usw., hat man ebenfalls etwas davon und verzögert die Kohlendioxidbelastung.

Und mehr Holznutzung heißt nicht unbedingt mehr Abholzung. Gerade beim Herstellen von Holzscheiten für den Kamin entsteht einiges an Abprodukten (Zweige, Sägemehl), die bei neuen Produkten verwendet statt entsorgt werden können.

29.05.2018, 17:22 Uhr     melden


carassi

Genau. Die wälder werden untergehen wegen Holzlöffeln. Und nicht wegen, sagen wir, Schiffen aus Holz.
Fun fact, es gibt holzplantagen. Das sind ganze wälder aus schnell wachsendem (oder sehr speziellem) Holz, die nur zu einem Zweck gepflanzt wurden: zum Fällen.

Recyceltes Plastik ist nicht mehr für jeden Zweck geeignet, weil es nicht mehr sortenrein ist. Da ist sonstwas drin. Unter anderem darf es nicht mehr für Zwecke verwendet werden, die mit Lebensmitteln zu tun haben. Dein plastiklöffel kommt immer frisch aus der Erde. Wusstest du, dass erdöl-pipelines vor allem eins sind: erstaunlich häufig undicht?

Umweltfragen sind nicht leicht. Es gibt selten einfache antworten. Und intuitiv richtig erscheinendes ist nicht immer richtig. Es scheint immer nur so. Im Endeffekt ist es oft am Ende das kleinere übel.

29.05.2018, 17:43 Uhr     melden



“35.000

“Beichte


kikaro

Hast du schon mal was von Recycling gehört?! Papier, Pappe etc. - also aus dem Rohstoff Holz - können recycelt werden. Dann sind sie auch umweltfreundlich. Außerdem verrottet Plastik quasi nicht, Papier etc. schon!

29.05.2018, 18:55 Uhr     melden


Christian-gt

Ein Löffel kann aus Metall sein. Wußtest du das schon?

29.05.2018, 19:30 Uhr     melden


Ragno aus Hier, Deutschland

Ja die Verschmutzung hat auch der Mensch zu verantworten, der den Müll lieber in der Natur entsorgt anstatt in Mülltonnen. Strohhalme könnte man wie Besteck auch aus Edelstahl machen zumindest für den Hausgebrauch oder Restaurantbetriebe. Strohalme oder Wattestäbchen könnte man z.b aus Material machen, welches sich umweltfreundlich abbauen lässt z.b Papier welches sich auch im Wasser auflöst. Oder bei Wattestäbchen mit Wechselbaren Watteaufsatz.

29.05.2018, 20:21 Uhr     melden


Schüchtern

Da ich Forstwirtschaft studiert habe, möchte ich ein paar Punkte zu der Diskussion beisteuern:
Umweltfreundliche Wegwerfprodukte gibt es so weit ich weiß tatsächlich nicht, nur "umweltschonende". Der Vorteil an Holz ist, dass die Produkte (fast) CO2-neutral sind. Wenn ein Baum wächst, speichert er Kohlenstoff in seinem Holz. Wenn er abstirbt und verrottet (oder verbrennt) gibt er es wieder als CO2 ab. Dieser Kreislauf weist eine komplett neutrale CO2-Bilanz auf. Wenn zwischendurch das Holz verwendet wird, muss etwas CO2 freigesetzt werden, z.B. durch die Logistik (LKW-Dieselmotoren) und die Herstellung (Strom aus Kohle in der Sägerei oder der Papierfabrik). Dass der Baum gefällt wurde, ist nicht so schlimm, da die umstehenden Bäume dadurch weniger Konkurrenz haben und Licht, Wasser und Platz nutzen. Ein Buchenbestand kann noch mit 60% Bestockung 100% an Holzzuwachs (bindet CO2) leisten! Und in den Lücken wachsen neue Bäume.
Problematisch wird es erst, wenn große Flächen kahl geschlagen werden und nicht mehr aufgeforstet werden (in Deutschland verboten, aber bei Tropenholz ein Riesen-Problem!) Plastik-Einwegartikel setzen in der Herstellung auch CO2 frei, bauen sich nicht ab, haben kein CO2 gebunden, bringen es aber in die Atmosphäre, wenn sie verbrannt werden! Von den Kleinstteilen in den Ökosystemen brauchen wir gar nicht erst anfangen.
Kurz: Holzprodukte und Papier sind eindeutig umweltverträglicher, solange die Wälder schonend bewirtschaftet werden und nicht mehr Holz geschlagen wird als nachwächst.

29.05.2018, 20:57 Uhr     melden


ghost of the sins aus Wien, Österreich

Ich werde mich vorm Verbot noch mal eindecken mit Plastikgeschirr. Ich werfe das ganze ee in den Müll. Und mir geht die Regelung sowie die I*** in Brüssel sowieso am Arsch vorbei!
Lächerliche Überregulierung. Was kann ich dafür, wenn die Meere ausschauen wie Sau weil andere in Afrika und Asien ihren Mist mitsamt Müllsäcken in die Meere schmeißen? Aber hab ja vergessen: Das sind ja alles kulturell bereichernde Menschen, die bitte endlich nach Europa müssen, um uns dummen Europäern unseren Kontinent erst lebenswert, bunt und offen zu machen,

30.05.2018, 09:02 Uhr     melden


xjudgex---gesperrt

ganz einfache logik für dich umweltverschmutzer: holz ist ein nachwachsender rohstoff. plastik ist ein stark reglementierter rohstoff, der irgendwann aus ist. holz verrottet schnell, plastik überhaupt nicht. also was ist deiner ansicht nach besser?

30.05.2018, 10:10 Uhr     melden


Gauloises19

Genau wie Freidenker setze ich auf Hanfprodukte.

30.05.2018, 13:23 Uhr     melden


Marinitze

@Schüchtern

Für diesen Post hast du studiert, oder?

30.05.2018, 15:49 Uhr     melden


SchwesterAlla aus N.N., Schweiz

Mag sein wie es will, eine Sünde ist Deine Haltung sicherlich nicht.

03.06.2018, 10:17 Uhr     melden


Schüchtern

@Marinitze
Natürlich weiß ich, dass man in einem Post in einem Forum nicht einen wissenschaftlichen Aufsatz schreibt. Deshalb bin ich nicht so ins Detail gegangen. Ich selbst finde es gut, wenn da und dort in den Kommentaren sich mal sinnvolles Fachwissen statt nur Beleidigungen finde. Deshalb habe ich etwas dazu geschrieben.

03.06.2018, 21:43 Uhr     melden


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