Hilfe, ich trinke bei der Arbeit!

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Trunksucht Verzweiflung Arbeit

Ich trinke fast jeden Tag ca. 15 Bier und zwei Flaschen Schnaps. Da ich mein eigenes Bürozimmer habe, fällt es kaum auf und ich habe wenig Kontakt mit den Kollegen. Wenn ich Homeoffice habe, trinke ich nur Schnaps. Vor einigen Wochen habe ich vergessen mein Büro abzuschließen und die Schnapsflaschen wegzustellen. Sofort wurde ich zu meiner Chefin zitiert. Sie drohte mir, mich fristlos zu kündigen. Ich konnte sie überreden es nur bei einer Abmanhnung zu belassen. Seitdem bekomme ich 30 Prozent weniger Lohn und ich habe mich damit abgefunden. Eine Entziehungskur ist zwecklos, ich habe es schon mehrere Male versucht. Da ich 50 Jahre alt bin kann ich auch nicht kündigen, weil ich definitiv keinen neuen Job finden werde - wegen meines Alkoholproblems und des Alters. Wenn ich arbeitslos wäre, könnte ich mir meinen Konsum gar nicht leisten. Übernächste Woche habe ich mir drei Wochen Urlaub genommen und werde einen kalten Entzug starten.

Beichthaus.com Beichte #00041045 vom 06.03.2018 um 01:28:02 Uhr (18 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

MareikEr aus München, Deutschland

Du tust mir sehr leid, ich wünsche, Du kannst Dich heilen - auch wenn das fast unmöglich sein scheint. Alles Gute!

07.03.2018, 15:50 Uhr     melden


thinner aus Berlin, Deutschland

Respekt. Sollte man nicht ohne ärztliche Aufsicht machen wg. Entzugserscheinungen, Kreislauf etc. Und denk immer nur einen Tag weit: HEUTE werde ich nicht trinken. Das ist realistisch. Es gibt einen guten Film: „Heute habe ich nicht getrunken.“ Viel Erfolg, Mann!

07.03.2018, 15:59 Uhr     melden


Ragno aus Hier, Deutschland

Ein Entzug kann sehr heftig werden und sollte unbedingt ärztlich begleitet werden!Tu es Deiner Gesundheit zuliebe! Wenn Du so weitertrinkst, wirst Du bald sehr krank werden, weil Deine Leber bestimmt schon angeschlagen ist und schlappmacht. Tu etwas und zwar JETZT! Viel Glück und Erfolg dabei!

07.03.2018, 16:11 Uhr     melden


Schüchtern

Glaube nicht, dass deine Kollegen das nicht schon vorher wussten... Du musst schon eine ordentliche Fahne mit dir rumgetragen haben.
Ich wünsche dir, dass du die Kurve noch bekommst, stelle es mir sehr schmerzhaft vor, daran zu sterben, wenn die einzelnen Organe nicht mehr können.

07.03.2018, 16:15 Uhr     melden


anaba aus Beutelland, Deutschland

Versuch das bloss nicht allein,du begibst dich damit in absolute Lebensgefahr.In der Klinik hast du sofort Hilfe wenn was ist und dein Entzug wird mit Medikamenten unterstützt.Ich hab damals auch kalt entzogen und zwar Heroin.Das war wahnsinnig hart aber ich hatte nen super Arzt,und die Klinik war auch toll.Danach würde ich dir auch dringend ne Therapie ans Herz legen denn du musst die Ursachen deiner Abhängigkeit erkennen und verarbeiten um langfristig trocken zu bleiben.Ich wünsche dir viel Kraft und das du es schaffst.

07.03.2018, 16:47 Uhr     melden


carassi

Nein! Kein kalter Entzug! Da begibst du dich mit Pech in Lebensgefahr. Unbedingt entgiftung unter ärztlicher Aufsicht.

Nur eine entziehungskur reicht selten. Welche Maßnahmen hast du denn weiterführend gemacht? Selbsthilfegruppe, langzeittherapie, ambulante Therapie..?
Du willst trotz der Misserfolge den Entzug machen. Finde ich sehr gut. Wir sind zum Glück in einem Land mit vielen Hilfsangeboten. Nutze alle. Alleine schafft es kaum jemand.

07.03.2018, 17:01 Uhr     melden


KöniginKara

Hör auf meine Vorredner, die dir ärztliche Unterstützung nahelegen! Ich wünsche dir alles Gute.

07.03.2018, 17:49 Uhr     melden



Magnatio aus ., Deutschland

Drei Wochen werden für einen kalten Entzug nicht reichen. Es liegt an dir wie konsequent du das umsetzt, ansonsten liegst du eben mit Mitte 50 in der Kiste.

07.03.2018, 17:51 Uhr     melden


Tunichtgut aus Deutschland

15 Bier und 2 Flaschen Schnaps am Tag. Wenn das wahr ist, musst du ein Elefant sein. Das ist ja krank.

Alles Gute, was Deine Entzugsplanung angeht. Würde das auch mit ärztlicher Hilfe empfehlen.

Was das geminderte Gehalt angeht. Glaube nicht, dass das rechtens ist. Lies dich mal ein bisschen ein über Google. Die Frist, in der eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen werden muss, kann nicht allzu lang sein. Dann kannst du gegen die Lohnkürzung was machenY. Würde ich aber erst nach dem Entzug angehen, da du vermutlich immer noch auf der Arbeit trinkst.

Oder versuche es nach dem Entzug auf die charmante Art: Geh zum Chef, erzähle von der Kur und dass du clean bist und bitte sie, dir wieder dein volles Gehalt zu zahlen.

Viel Glück

07.03.2018, 23:20 Uhr     melden


MissVERSTÄNDNISS aus AnonymeGroßstadt, Deutschland

Falls Du es schaffst, mach Dich arbeitsrechtlich kundig: Die Lohnkürzung ist nicht rechtens. Die Menge an Alkohol allerdings auch nicht. Auffällig ist, dass Du mehr trinkst, wenn Du unter Menschen bist. Vermutlich würde Dir ein Ausstieg aus der Arbeit gut tun. Schonmal an eine Langzeittherapie und Frührente gedacht?
Ein kalter Entzug im Alleingang bei akuter Abhängigkeit ist definitiv der falsche Weg. Oftmals müssen so schwer Abhängige wie Du fixiert und engmaschig überwacht werden, oder willst Du im Delirium an Deinem Erbrochenen ersticken oder Dir den Schädel an einem harten Gegenstand in Deiner Wohnung einschlagen, während Du Dich zuckend in Hirnkrämpfen windest?
Weis Dich selber ein. Für sowas gibt es gute Plätze und eine gewisse Zeit auf der geschlossenen Abteilung stellt in dem Fall einen guten Schutzraum dar.
Wenn Du WIRKLICH weg willst vom Alkohol, gibt es keinen erneuten Versuch, der zwecklos ist. Aber allein wirst Du es NICHT schaffen.
Alles Gute Dir, wenn das stimmt, was Du schreibst.

08.03.2018, 06:33 Uhr     melden


Hustenstorch

Täglich 15 Bier und zwei Flaschen Schnaps? Das würden die meisten Menschen keinen Tag überleben. Mich würde mal interessieren, wie oft du alleine schon pinkeln rennst.

08.03.2018, 08:18 Uhr     melden


knuthansen

Suche im Internet mal nach "Ibogain Therapie". Wenn du Zweifel hast weil es Betrug sein könnte oder es sich zu schön um wahr zu sein anhört dann lies die Erfahrungsberichte von Leuten die es schon gemacht haben.
Wenn ich in Deiner Situation wäre würde ich mein erspartes nehmen und es riskieren. Ich wünsche Dir viel Erfolg!

08.03.2018, 08:57 Uhr     melden


Truth666 aus Saarland, Deutschland

Ja kalter Entzug. Das mit der Therapie klappt nie. Kenne da keinen, wo das geholfen hat. Einen Film, wo man den Entzug gut sieht ist Trainspotting.

08.03.2018, 09:06 Uhr     melden


ghost of the sins aus Wien, Österreich

Nichts zu beichten: du bist Alkoholiker und leider schon recht fortgeschritten. Eine Sucht, keine Sünde! Ich hoffe du schaffst den Absprung, zumindest hast du dein Problem erkannt. Vermutlich wäre aber professionelle Hilfe doch besser, als ein Selbstversuch. Immerhin hast du ja schon die "Eier", zu deiner Sucht zu stehen.. Viel Glück!

08.03.2018, 18:03 Uhr     melden


carassi

Das, knuthansen, ist wunderbar dokumentiert und nennt sich suchtverlagerung. Im Grunde tauscht man ein Suchtmittel gegen ein anderes. Klappt wunderbar, löst aber die Probleme nicht.
Sinnvoll ist das bei Drogen, die substituiert werden müssen. Aber nicht bei Alkohol.

08.03.2018, 21:50 Uhr     melden


knuthansen

carassi hast du auch nur den Hauch einer Ahnung was Ibogain überhaupt ist und was es macht? Bitte informiere dich bevor du solche Kommentare verfasst!

09.03.2018, 09:41 Uhr     melden


KleinesArschloch²

Hey das mit dem kalten Entzug lass mal.
Deine Chefin weiss ja von deinem Problem.
Geh den weg über eine Entziehungskur.
Red mal mit dem Betriebsrat und deiner Chefin darüber.
Da du ja selber merkst dass es so nicht weiter gehen kann werdet ihr schon eine Lösung finden.

09.03.2018, 12:17 Uhr     melden


JackyHeinz aus Berlin, Deutschland

Weil hier einige meinten, soviel Bier plus 2 Schnaps ginge nicht. Dennis Hopper hatte in einem Interview berichtet, daß er auch mindestens 2 Pullen Wodka brauchte, damit er nicht tatterte und nicht jähzornig wurde. 3 Promille als Grundlage, das hat man ihm wohl nie angemerkt. Da fand ich die Anekdote aus Utah sehr spaßig, dort gibt es kaum harten Alk, ist wohl sehr nervig, schon eine Pulle zu kriegen, also hatte er es mit Bier versucht. Der Höhepunkt waren wohl 39 Pullen Bier (!!!) an einem Tag und es hatte wohl nicht gereicht, seinen Jähzorn wegzuspülen. Und er war so oft pinkeln wie nie in seinem Leben. Hat das dann in der "Zivilisation" nachgeholt und sich mit 4 Pullen Schnapps abgeschossen... Also, es geht schon, aber dafür muß man schon ganz schön lange & ganz schön hart drauf sein. Da kommt man psychisch nicht ohne Langzeit-Therapie runter, aber physisch ist es tatsächlich ähnlich heftig wie ein Heroin-Entzug. Deshalb: nur mit Arzt!

13.03.2018, 20:19 Uhr     melden


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