Ich habe ein Lieblingskind!

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Ungerechtigkeit Engherzigkeit Kinder Mutter

Ich habe zwei Kinder und liebe eins davon mehr als das andere. Ich überprüfe mich ständig darin, beide gleich gut zu behandeln, aber innerlich steht mir das eine immer näher als das andere. Sie sind sehr verschieden und können absolut nichts dafür, das ist mir bewusst. Mein Mann weiß nichts davon - aus Angst vor Vorwürfen und Unverständnis schweige ich ihm gegenüber und ertappe mich manchmal dabei, wie ich sein Verhalten den Kindern gegenüber beobachte, um Unterschiede herauszulesen. Ein Psychologe konnte mir nicht helfen und über all meine Verantwortlichkeiten und Aufgaben als Mutter bin ich mir im Klaren, denen komme ich anstandslos nach. Aber die Liebe fällt unterschiedlich stark aus und ich fühle mich unvollkommen und schlecht, weil ich Angst habe, beiden Kindern dadurch zu schaden.

Beichthaus.com Beichte #00040923 vom 27.01.2018 um 08:35:26 Uhr (14 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

Ich könnte mir vorstellen das sowas normal ist. Natürlich sollten eigentlich beide Kinder gleichermaßen geliebt werden aber man kann Liebe doch nicht erzwingen. Jeder hat doch seine Lieblinge. Man sollte nur darauf achten das man niemanden bevorzugt oder andere es mitkriegen.

27.01.2018, 11:31 Uhr     melden


HighFidelity aus schönste Stadt am Bodensee, Deutschland

Großes Plus: du beobachtest dich selbst und reflektierst, und das ist der erste Schritt um dein Verhalten zu ändern (wie äußert sich denn die unterschiedliche Zuneigung zu deinen Kindern?). Dir Gefühle zu ihnen wirst du ad hoc natürlich nicht ändern können. Aber du kannst der Beziehung zu deinem weniger geliebten Kind und dir eine Chance geben: unternimm auch mal allein was mit ihm, lern seine positiven Seiten zu erkennen und zu schätzen, zeig ihm, dass es dir wichtig ist! Das wird ein Prozess, Änderung von heute auf morgen ist nicht möglich.
Ich habe mal gelesen, dass Väter tendentiell dazu neigen, die letztgeborene Tochter zu bevorzugen und Mütter dazu, den erstgeborenen Sohn.
Vielleicht gilt es im Elternstein wie im Job: Professionalität hilft, dies wenigstens zu verbergen.

27.01.2018, 11:41 Uhr     melden


thinner aus Berlin, Deutschland

Oh, da bist Du mit Sicherheit nicht die einzige da draußen. Kenne einige Kinder, die NICHT das Lieblingskind waren, was sie oft härter und erfolgreicher gemacht hat. Hingegen scheinen sich viele der „Lieblingskinder“ ihrer Rolle in der Familie nicht bewußt (gewesen) zu sein.

27.01.2018, 12:02 Uhr     melden


Dshafar aus Berlin, Deutschland

Eine richtige, gute Mutter liebt alle ihre Kinder gleich.

27.01.2018, 12:52 Uhr     melden


r-rated-r305

Wie alt sind die Kinder denn? Ich würde erstmal abwarten bis sie älter werden, vielleicht ändert sich deine Meinung ja. Aber ich finde gut das du das Problem erkannt hast, dein verhalten bzw deine Erziehung ist ausschöaggebend für ihr späteres Leben.

27.01.2018, 12:57 Uhr     melden



The Dude aus Schweiz

Respekt, dass du das so ehrlich reflektierst und dir deswegen Gedanken machst.
Meine Mutter hatte auch ein Lieblingskind, aber das war einigermassen verständlich, da eines davon eine manipulative Ziege wurde, und zwei der Söhne ADHS hatten/haben. Das "normale" Kind war natürlich erfolgreich.

27.01.2018, 13:25 Uhr     melden


Railean aus Deutschland

Ich glaube hier machst du dir vielleicht sogar etwas zu viele Gedanken. Vor allem konnte dir ja auch kein Psychologe helfen. Es ist normal das man einem Menschen (und nichts anderes sind die Kinder ja) näher steht als dem anderen. Entspann dich, deinen Pflichten kommst du ja nach so wie du schreibst.

27.01.2018, 14:21 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

Nun übertreibe mal nicht ! Das ist einfach menschlich, und zum anderen vernachlässigst du keines deiner Kinder.

27.01.2018, 14:50 Uhr     melden


schildkröte007 aus Innsbruck, Österreich

Ist in Ordnung. Du darft nur nicht dem einen Kind ein größeres Geschenk geben, es weniger in der Hausarbeit anspannen, immer demgleichen zuerst das Essen reichen oder auf fb schreiben, dass du auf x stolz bist ohne im gleichen Satz zu erwähnen, dass du auf beide stolz bist, das gleiche gilt,wenn du einen in der Öffentlichkeit lobst. . .

27.01.2018, 20:03 Uhr     melden


Niak

Bin selbst vor einer Weile Mutter geworden und nun gewollt wieder schwanger. Ich denke ziemlich viele drücken einen irgendwelche Sachen am Kopf wie genau die perfekte Mutter oder Eltern aus zu sehen zu haben, diese Sachen kann man unmöglich gerecht werden. Wir sind menschlich und keine Übermütter und selbst die Übermütter unter uns werden kritisiert, weil sie ihren Nachwuchs zu viel bemüttern. Wir sollen irgendwie glücklich sein, wenn der kleine Nachwuchs unsere Nippel abbeißt und Glückshormone empfinden, tun wir vielleicht auch, allerdings tut das trotzdem ziemlich weh, was viele einfach verschweigen um nicht als schlechte Mutter angesehen zu werden. Ich liebe meinen Sohn und ich bin echt überglücklich das ich ihn habe, nicht umsonst bin ich erneut schwanger geworden und trotzdem gibt es Momente, wo ich mich frage, was mit mir nicht stimmt. Warum wurde ich nicht komplett umprogrammiert als ich Mutter wurde. Na weil das keiner wird, du hast deine Persönlichkeit und die behältst du auch. Wir werden durch die Geburt nicht zu perfekten Wesen. Eine gute Mutter behandelt alle ihre Kinder gleich gut, was sie dabei fühlt ist ihre Sache. Wichtig sind deine Taten. Ich finde du hörst dich wie eine tolle Mutter an, weil du dir sehr viele Gedanken um deine beiden Kindern machst.

28.01.2018, 01:14 Uhr     melden


Livixx

Als das Nicht-Lieblingskind kann ich dir nur raten, dass du beide Kinder gleich behandeln solltest und nicht deutlich machen solltest, welches du mehr liebst. Ist nämlich ziemlich schei*e, wenn man merkt, dass man weniger geliebt wird und das wirkt sich definitiv auf die Beziehung aus, sowohl zwischen Mutter und Kind als auch zwischen den Geschwistern.

28.01.2018, 03:05 Uhr     melden


DEX123

Sowas ist einfach normal genauso wie man ein Elternteil auch lieber hat oder einen von seinen Geschwistern. Nur davon sollte keiner was mitbekommen denn dann gibt es keine Probleme oder Minderwertigkeitskompkexe! Mach dir keinen Kopf.

29.01.2018, 02:00 Uhr     melden


StayFrostyRoyalMilkTea aus 7, Deutschland

Du schreibst nicht, dass du eines nicht liebst. Beide Kinder bekommen viel deiner Liebe ab, nur eines eben ein wenig mehr. Ich glaube, dass das vollkommen normal ist. Die Kids haben besondere Charakterzüge, mit dem einen kommst du vielleicht besser zurecht oder kannst dich besser identifizieren. Das ist absolut nichts Schlimmes, und nochmal, du liebst beide Kinder. Du sagst es selbst. Also alles gut.

29.01.2018, 08:56 Uhr     melden


mssileas aus Wien, Österreich

Also - ich habe eine Schwester und die steht meiner Mutter auch viel näher.
Dabei sind wir auch ganz genau gleich liebevoll und mit gleich viel Aufmerksamkeit aufgezogen worden. Ich würde jetzt als Erwachsene gar nicht so weit gehen, dass ich das Gefühl hätte, meine Mutter hätte sie lieber, als mich. Aber sie sind sich ähnlicher und meine Schwester braucht diese Aufmerksamkeit und Nähe auch mehr als ich selbst.

Vielleicht ist es bei deinen Kindern auch so, dass eines selbstständiger ist und auch weniger Bedürfnis nach diesem engen, emotionalen Verhältnis ab (manche nabeln einfach früher ab), was du als "weniger Liebe" empfindest.

Sofern du aber da so ehrlich mit dir bist, sehe ich das nicht so gravierend.
Ich wäre zum Beispiel gar nicht glücklich, wenn ich genau so viel an meiner Mutter hängen "müsste", wie meine Schwester das tut - ich bezweifle aber nicht, dass sie mich liebt und unterstützt, bloß weil die beiden 3 mal täglich telefonieren, und ich mit meiner Mama vielleicht alle 14 Tage.

Alles in allem wirst du deiner Aufgabe jedenfalls gerecht und solltest nicht zu hart mit dir ins Gericht gehen.

29.01.2018, 09:42 Uhr     melden


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