Meine Mutter macht mir mein Leben zur Hölle

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Hass Verzweiflung Tod Familie Münster

Ich (w/22) möchte gerne beichten, dass ich meine Mutter abgrundtief hasse. Ich weiß, man sollte so etwas nicht über seine Eltern sagen, aber meine Mutter ist eine furchtbare Person, die mich nie geliebt oder zu mir gehalten hat. Sie ist eine arbeitslose Alkoholikerin und fängt manchmal schon mittags mit dem Trinken an. Wenn sie trinkt, wird sie aggressiv, schlägt um sich, schreit, beleidigt. Nicht nur mich, auch andere, oft sogar fremde Personen. Ich habe seit meiner Kindheit schlimme Depressionen, bin seit fast einem Jahrzehnt in Therapie und habe einen Selbstmordversuch hinter mir, aber meine Mutter hat sich nie gebessert. Sie gibt mir für alles die Schuld, egal um was es geht. Manchmal klopft sie nachts an meine Zimmertür und schreit mich wegen Belanglosigkeiten an, wie z. B. dass ich ein Handtuch im Bad vergessen habe. Und da sie arbeitslos ist und kein Arbeitslosengeld beantragen will, muss ich sie unterstützen. Dadurch bleibt mir nicht mal mehr Geld zum Ausziehen übrig.

Meine Mutter macht mich immer schlecht, beleidigt mich, lacht mich aus. Sie sieht sich selbst als einen Engel an, der nie irgendetwas falsch macht, aber mich weist sie jeden Tag auf meine Fehler hin. Sie kritisiert mich bei meiner Arbeit (obwohl sie keine Ahnung von meinem Job hat oder weder weiß, was genau ich eigentlich mache), sie geht respektlos mit meinem Eigentum um, leiht sich meine Sachen ohne zu fragen und nimmt mir alles, was mir irgendetwas bedeutet. Kein Tag vergeht, ohne dass ich heftige Kritik von ihr bekomme, meistens, während sie schon wieder so betrunken ist, dass sie nicht mal mehr gerade laufen kann. Es gibt so viel mehr, das ich hier niederschreiben könnte, aber das Schlimmste, was ich beichten möchte, ist, dass ich meiner Mutter inzwischen den Tod wünsche. Manchmal denke ich mir "Wenn sie jetzt einen Autounfall hätte, dann wäre alles so viel einfacher". Ich wäre sie los und vielleicht hätte ich eine Chance, den Rest meines Lebens zu genießen. Ich weiß, dass das ganz furchtbar ist und ich fühle mich schrecklich dabei, wahrscheinlich macht mich das zum Teufel höchstpersönlich, aber ich sitze hier und heule, während ich daran denke und ich hoffe, dass, falls es einen Gott gibt, er mir diese grässlichen Gedanken verzeihen kann.

Beichthaus.com Beichte #00040150 vom 03.08.2017 um 22:32:04 Uhr in 48159 Münster (Alte Schanze) (20 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

neoi

Warum sollte sich deine Mutter bessern, wenn DU eine Terapie machst oder DU versuchst dich umzubringen? Mach das du da weg kommst, besser gestern als heute. Es muss odch jemanden geben, wo du zumindest vorübergehend bleiben kannst. Alles ist in deinem Fall besser als zuhause zu bleiben.

04.08.2017, 11:04 Uhr     melden


Plinius

Auch wenn du meintest, dass du kein Geld dazu zur Verfügung hättest ... Ausziehen ist und bleibt vermutlich die einzige Lösung, um dieser Hölle zu entfliehen. So wie du das beschrieben hast, wird sich deine Mutter niemals bessern und du bemerkst ja selbst, wie dich das zerstört. Falls du gute Freunde hast, kannst du diese ja um Hilfe bitten oder du ziehst in eine Wohngemeinschaft um, es gibt da sicher Möglichkeiten. Deine Mutter brauchst du nicht länger unterstützen, nur weil sie zu faul ist, Arbeitslosengeld zu beantragen. Tatsache ist auf jeden Fall, dass du aus ihrem Umfeld verschwinden musst, sofern du nicht von ihr kaputt gemacht werden willst.

04.08.2017, 11:06 Uhr     melden


Matzerina

Du musst sie gar nicht unterstützen. Du bist 22 Jahre Mädel, kümmer dich um dein Leben und zieh aus. Such dir eine Wohnung und leb dein Leben. Was du jetzt hast ist ne knallharte Co-Abhängigkeit. Guck das du da weg kommst, und zwar ohne falsches schlechtes Gewissen.

04.08.2017, 11:25 Uhr     melden


carassi

Das passiert bei co-Abhängigkeit. Die Betroffenen fühlen sich unfähig, sich selbst aus der Situation zu befreien, und hoffen, dass eine höhere Gewalt eingreift und sie rettet. Zum Beispiel durch Tod.

Deine Mutter ist erwachsen. Sie ist für sich selbst verantwortlich. Wenn sie kein harz4 will, ist das ihre Entscheidung und ihre Konsequenzen. Das bedeutet nicht, dass du sie finanzieren musst. Sie kann jederzeit zum Amt gehen, sie verhungert nicht.
Du bist erwachsen und berufstätig. Du bist nicht mehr von ihr abhängig. Und du bist nicht verpflichtet, für einen erwachsenen mündigen Menschen zu sorgen, das ist ihre. Lauf. Zieh aus. Ja, sie wird zetern und dir die schlimmsten Vorwürfe aller Zeiten machen. Denk dran: handys kann man ausschalten. Du bist ihr Kind, nicht andersherum! Also verhalte dich nicht, als wäre sie dein Kind.

Es gibt auch Selbsthilfegruppen für Angehörige. lch denke, das könnte dir sehr helfen. Es wird Zeit, dass du dich selbst rettest. Sie kannst du nicht retten. Dich schon.

04.08.2017, 11:46 Uhr     melden


Sauhaufen1

Du musst da raus. Zieh aus, dreh ihr den Geldhahn zu und kümmer dich ausschließlich nur um dich und deine Gesundheit. Sie ist krank, muss sich Hilfe aber selber suchen. Nichts wird besser, wenn du bleibst.

04.08.2017, 12:04 Uhr     melden


mssileas aus Wien, Österreich

Ich schließe mich meinen Vorrednern an.
Ich war selbst mal die, die eine Freundin in einer ähnlichen Situation aufgenommen hat, einfach, weil das nicht mehr zu ertragen war. Du bist nicht verantwortlich für ihr Schicksal. Und glaube mir, ich hatte damals mit meiner Freundin ähnliche Diskussionen 'was sollen die Eltern machen, wenn ich weg bin' usw.
Wenig überraschend geht es denen nach zehn Jahren immer noch, für ihre Verhältnisse, gut. Sie haben sich natürlich kein Stück verändert, aber sie sind weder verhungert noch obdachlos noch sonstwas. Und selbst wenn.

Du hast dein Leben noch vor dir. Deine Mutter hat über ihres schon entschieden, so schmerzhaft das sein mag, aber lass sie dich da nicht auch noch runter ziehen.

04.08.2017, 12:08 Uhr     melden


Bolle84 aus Berlin, Deutschland

1. Gib Deiner "Mutter" ein paar kräftige Schellen, wenn sie das nächste Mal übergriffig wird. Das wirkt instant wie ein Jahr Therapie. 2. Ziehe aus, so schnell es geht. 3. Als Abschiedsgeschenk kannst Du beim Amtsgericht oder beim Sozial-Psychiatrischen Dienst in Deiner Region die Betreuung Deiner Mutter anregen (natürlich nicht mit Dir als Betreuerin).

04.08.2017, 12:44 Uhr     melden


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Magnatio aus ., Deutschland

Dreh ihr einfach den Geldhahn ab ! Du musst sie überhaupt nicht unterstützen, wenn dann liegt es an ihr etwas zu unternehmen. Vor allem da sie offensichtlich ein gewaltiges Alkoholproblem hat.

04.08.2017, 12:47 Uhr     melden


carassi

Wenn man Alkoholismus durch ein paar ohrfeigen kurieren könnte, wäre diese Krankheit nicht so problematisch. Das einzige, was sie damit bewirken würde, ist ne Eskalation der Gewalt, ein neuer Vorwand zum Trinken und noch mehr Vorwürfe.

Betreuung wird gemacht, wenn der Patient nicht mehr alleine für sich sorgen kann. Kann die Mutter aber nahezu sicher. Der Antrag wird abgelehnt, das kann man sich sparen. Darüber hinaus wird Betreuung im Normalfall mit Einverständnis des Patienten eingerichtet, und die wird sie vermutlich nicht geben. Wieso sollte sie auch. Sie ist schliesslich voll und ganz in der Lage, für sich zu sorgen. Es ist lediglich bequemer für sie, das auf die Tochter abzuwälzen.

04.08.2017, 13:01 Uhr     melden


PeterPanPie aus Österreich

Du hast nur zwei Möglichkeiten. Du bleibst entweder genau da wo du bist oder du suchst dir erstmal ein günstiges WG Zimmer wo du auch nicht viel investieren musst, legst dir eine neue Nummer zu und schreibst deiner Mutter einen Brief in dem du erklärst wie und warum, den du auf den Tisch legst bevor du dir Wohnung entgültig verlässt.

04.08.2017, 16:20 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

Das Geld das du ihr gibst gehört dir. Warum gibst du ihr das Geld? Behalte es selbst und sieh zu das du davon kommst.

04.08.2017, 18:37 Uhr     melden


hs1

Ausziehen, umgehend! Alkoholiker lernen es nur auf die ganz harte Tour.

Zieh am besten in eine WG, dann hast Du Unterstützung wenn sie bei Dir aufkreuzt.

04.08.2017, 19:25 Uhr     melden


Niak

Ich würde ihr gar nicht sagen wohin ich ziehe. Ansonsten hast du sie dann an der Tür und kriegst Probleme mit den Nachbarn. Falls du sie dann treffen möchtest und ich meine wirklich falls du es möchtest (nicht sie) dann treffe dich in der Stadt mit ihr. Ich würde mit so einer Person den Kontakt abbrechen, sie ist keine Mutter, sie ist eine Alkoholikerin und die sind alle gleich.

04.08.2017, 22:45 Uhr     melden


leierkasten

schließe mich an. raus da!
Aber schnell! Sie hat dich auf die Welt gebracht, aber um eine Mutter zu sein bedarf es einiges mehr. Du schaffst das!

05.08.2017, 01:08 Uhr     melden


BrunaBanani

Du musst raus da. Anders geht es nicht!
Kannst du nicht für ne Weile bei einer Freundin oder einem Freund unterkommen?! Oder jemanden aus der Familie?! Tante, Onkel, Oma, Opa, Cousine oder Cousin?! Nur so lange bis du etwas Geld angespart hast und dir eine Wohnung anmieten kannst... Schwerer Schritt, aber sonst wird es nicht besser!

05.08.2017, 08:42 Uhr     melden


Erbsensuppe

Du schreibst das du dir einen Umzug nicht leisten kannst.
Ich gehe mal davon aus das es die Mietkaution ist welche du dir nicht leisten kannst.
Da du einen festen Job hast, würde ich es mal bei deiner Bank mit einem Kautionsdarlehen versuchen.
Nach dem Umzug wird es auch mit deinem Leben aufwärts gehen.

05.08.2017, 13:43 Uhr     melden


11.Gebot

Kann mich den Vorredner nur anschließen, und ganz ehrlich, wenn du ihr den Tod wünschst dann wär ein schlechtes Gewissen bezüglich "ich kann sie nicht im Stich lassen, sie braucht mich und mein geld" eigentlich total deplatziert. du möchtest nur nicht die "böse" sein - bist du aber nicht! du hast dir nicht ausgesucht als ihre tochter geboren zu sein, wirst, soweit ich das sehe, schon jahrelang von ihr seelisch und mental missbraucht, und hast jetzt irgendwie das Gefühl, dass du irgendwie verpflichtet bist - was SIE dir wahrscheinlich eingeredet hat, denn es ist nicht so!
Wem glaubst du eher, einer selbstsüchtigen Alkoholikerin oder den staatlich zugelassenen Experten auf Beichthaus ; )
Aber ernsthaft - raus da!!

06.08.2017, 22:33 Uhr     melden


xjudgex---gesperrt

1. zieh sofort daheim aus. mit 22 kannst du dir in einer festanstellung auch eine eigene wohnung suchen. 2. brich den kontakt zu deiner mutter ab, soll sie doch selbst schauen, wie sie mit ihrer abhängikeit klar kommt. viel glück.

07.08.2017, 10:10 Uhr     melden


Vasilie_Replik aus Stadt_an_der_E, Deutschland

Du hast meine vollste Absolution für deine Gedanken. Wer als Eltern so weit neben der Spur läuft, sollte ne Therapie machen oder damit leben das man ihn hasst. Kein Verständnis meinerseits für deine Mutter. Vollste Absolution für dich. Gib nicht auf. Jeder Geist ist das ganze Leben formbar, auch deiner. Wenn du willst.

08.08.2017, 16:03 Uhr     melden


Mandarinchen aus wien, Österreich

Zieh aus dann muss sie arbeitslosengeld beantragen.. schau dich selbst und lass dir dein leben nicht ruinieren. du machst das du hast schon so viel ausgehalten!

10.08.2017, 09:30 Uhr     melden


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