Umziehen für den Job

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Trägheit Arbeit

Ich hatte mich bei einer großen Industriefirma für eine Stelle beworben, die in meiner Heimatstadt und einem weit entfernten Standort ausgeschrieben wurde. Man wollte mich zum Vorstellungsgespräch einladen - in diese andere Stadt. Auf meine Nachfrage wurde mir gesagt, dass ich dort ein halbes Jahr eingearbeitet werden soll und dann ggf. in meine Heimatstadt zurück kann. Ich sagte, dass dies nicht möglich sei. Für den potentiellen Arbeitgeber nicht nachvollziehbar. Meine Absage stieß auf totales Unverständnis und am Ende kam gar keine Antwort mehr. Ich beichte, dass ich diesen Jobirrsinn nicht mitmache und nicht mit Haus und Hof nur für einen blöden Job umziehe. Ist doch nur ein Arbeitsplatz.

Beichthaus.com Beichte #00039922 vom 21.06.2017 um 08:11:31 Uhr (19 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Vicco aus Deutschland

Wenn du wo anders bereits einen Job hast, kann ich deine Einstellung nachvollziehen. Sonst eher weniger.

21.06.2017, 12:19 Uhr     melden


MichaelGossen aus Potsdam, Deutschland

Ich kenne jetzt die Entfernungen nicht, weiß nicht in welcher Branche du arbeitest und wie es gehaltsmäßig ausschaut. Dein Alter hast Du auch nicht angegeben. Daher kann ich nur ganz allgemein sagen, dass man halt flexibel sein muss. Wenn ich eine Zusage für einen gut bezahlten Job bekommen würde, wäre das halbe Jahr Einarbeitungszeit in einer anderen Stadt eine willkommene Abwechslung. Wenn sie dich erstmal eingearbeitet haben, lassen sie dich sicher nicht so schnell gehen. Klingt also nach einem sicheren Job. Aber das hängt natürlich von deiner eigenen Lebenssituation ab. Hast Du schon Frau und Kind, mag das schwierig sein. Bist du aber jung und ungebunden, warum nicht?

21.06.2017, 12:27 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

Das ist deine Entscheidung und du musst damit leben.

21.06.2017, 12:32 Uhr     melden


VcS

Also ich hätte dem Arbeitgeber die Heuchelei angekreidet. Wenn der behauptet, dass ich nach 6 Monaten vielleicht (!) in meine Heimat zurück kann, dann gehe ich davon aus, dass er schon fest einplant, mich am anderen Standort zu behalten. Und wenn er in diesem Punkt herumheuchelt, dann macht er es wahrscheinlich auch in anderen. Nein danke.

21.06.2017, 13:24 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

Ist ja auch richtig so. Die Leute sehen dich sowieso nur als Sklaven was soll's da schon wert sein wenn du für einen Job umziehst. Die Frage ist dann aber auch eher wie viel dir an dem Job liegt und wie sehr du ihn nötig hast.

21.06.2017, 13:33 Uhr     melden


Richard-Bauer aus Weilheim, Deutschland

Vollste Zustimmung. Der Job ist nicht den Leben. Niemand sollte sich nur danach richten. Solange es nicht den Traumjob ist und/oder dir der Umzug gar nichts ausmachst solltest du dich nach deinem Bevorzugten Wohnort und nicht den Job richten.

21.06.2017, 13:41 Uhr     melden


JackyHeinz aus Berlin, Deutschland

Ich bin auch der Meinung: ich arbeite um zu leben, nicht andersrum. Wenn sie ihre Firmen in toten Zonen errichten, um Steuern zu sparen, sollen sie doch sehen, wo sie qualifizierte Arbeitskräfte herkriegen. Dann müssen sie halt nehmen, was sie kriegen können. Gut, aus Firmensicht ist jemand, der der Arbeit hinterherzieht, der bessere Sklave, klar. Aber heutzutage haben fast alle Jobs eine bis mehrere Selbstdenk-Komponenten. Ich als Firmenchef würde mir keine Sklaven als Arbeitnehmer halten, denn die lassen als erstes das eigene Denken ausfallen, weil sich's als Lohnsklave ja so schön einfach lebt (bis auf's Umziehen...). So wird man als Firma niemals innovativ.

21.06.2017, 14:01 Uhr     melden



“Beichte


The Dude aus Schweiz

Du solltest arbeiten, um geil zu leben, und nicht leben, um zu arbeiten. Je nach Job, Notlage, Distanz, Beziehungsstatus etc. sieht deine Ablehnung gegenüber dieser Stelle anders aus. Aber was ist mit dem "Vielleicht" kannst du wieder zurück? Ich seh das wie VcS.

21.06.2017, 14:05 Uhr     melden


carassi

Musst du wissen. Problematisch wird es erst, wenn du auf harz4 sein solltest. Ein abgelehnter Job kann zu Kürzungen führen.

21.06.2017, 14:28 Uhr     melden


KingKurt

So wie ich das verstanden habe, hast Du bereits vor dem Vorstellungsgespräch abgesagt; daher wahrscheinlich die Nachfrage, weil Du Dich in deiner Stadt beworben hattest aber dorthin zum Gespräch kommen solltest, oder?!? Wie auch immer..entgegen der meisten Meinungen hier denke ich da eher wie @MichaelGossen: Eine andere Stadt bietet immer neue Perspektiven und iz mit persönlicher Entwicklung verbunden. Wenn man mal umgezogen iz, weiß man, das ein "Neuanfang" net unbedingt einfach und angenehm sein mag; im Ergebnis rückblickend aber immer ein Fortschritt schon allein durch das Rauskommen aus der Heimatstadt/gewohntem Umfeld und der damit verbundenen Erweiterung des persönlichen Horizonts. Selbst, wenn Du dann dort am Standort übernommern wirst, kannst Du nie wissen was in dem halben Jahr vielleicht passiert...dicke neue Kumpelz gefunden, eine super scharfe Nachbarin *mit Vorzügen* oder sonst was..zurück gehen nach Hause kannste immer - keiner zieht für ein halbes Jahr mit dem kompletten Hausstand um!
Wenn ein Unternehmen Perspektiven und guten Lohn bietet mit dem man angenehm Leben kann, sehe ich da kein Problem. Es iz nun mal so: wir müssen arbeiten, um zu leben...nicht zum Überleben!
Sowas muss man also mMn net als Heuchelei, Sklavenanzucht usw. verstehen, sondern eher als Chance zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Absolution verweigert wegen Kurzsichtigkeit!

21.06.2017, 14:29 Uhr     melden


xjudgex---gesperrt

glückwunsch, du hast dein recht auf freie entfaltungsmöglichkeit erkannt.

21.06.2017, 14:58 Uhr     melden


Christian-gt

Geld oder Liebe ist hier die Frage. Auch Ich würde mich für Liebe entscheiden, für einen Job würde Ich nicht meine Gewohnte Umgebung inc, Freunde und Familie aufgeben.

21.06.2017, 15:08 Uhr     melden


Wallie

Alles richtig gemacht. Niemand kann dich zwingen für einen Job umzuziehen. Nichtmal das Jobcenter.

21.06.2017, 15:18 Uhr     melden


Truth666 aus Saarland, Deutschland

Ich würde für kein Geld der Welt das Saarland verlassen.

21.06.2017, 17:00 Uhr     melden


charlz_ks

Richtig so!

Wir sollten aufhören alle den Bückling zu machen und den Spieß umdrehen... Wir geben den Arbeitgebern ja schließlich unsere Lebenszeit...
Sollen sich die Arbeitgeber doch bei den Arbeitnehmer bewerben...
Aber dafür haben alle, einschließlich mir, nicht die Eier...

21.06.2017, 23:45 Uhr     melden


jjb aus Deutschland

stell dich nicht so an. es gibt halt jobs da muss man sich umziehen und arbeitskleidung tragen.

22.06.2017, 02:02 Uhr     melden


Freidenker aus Hamburg, Deutschland

Bin voll deiner Meinung....

22.06.2017, 07:41 Uhr     melden


Rockurti

Was für eine tolle Beichte. Und ich fahre nicht extra nach China, um einen Sack beim Umfallen zu betrachten. Bei diesem Asia-Food-Irrsinn mach ich nicht mit!

22.06.2017, 16:01 Uhr     melden


kotman

Absolution erteilt.
Denn wie heißt es so schön,
Arbeite um zu leben, aber lebe nicht um zu arbeiten.

23.06.2017, 01:37 Uhr     melden


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