Ich liege den ganzen Tag herum!

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Faulheit Selbstverletzung Studentenleben Klagenfurt

Ich (w/21) führe ein armseliges Leben. Ich hocke nur zu Hause bei meinen Eltern herum und tue nichts, wirklich nichts. Meine kompletten sozialen Kontakte machen schon seit einigen Monaten einen Bogen um mich, da ich mich mit der Zeit immer mehr isoliert habe. Der Auslöser des Ganzen waren wohl ein paar heftige Schicksalsschläge im Jahr 2016. Ich bin insgesamt unglücklich, stinkfaul und heule seit Monaten fast jeden Tag. Außerdem habe ich, glaube ich, vom vielen Herumliegen schon extreme gesundheitliche Probleme. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Depressionen habe, denn ich weiß, dass ich aus diesem Teufelskreis, den ich hier habe, auch nicht mehr alleine rauskomme. Allerdings scheue ich mich vor einer Therapie, denn so etwas kostet Geld, welches ich nicht habe. Meine Eltern möchte ich nicht fragen, denn ich fühle mich eh schon wie ein faules Stück Scheiße, welches nur noch in Selbstmitleid badet und seit Monaten das Zimmer nicht mehr verlässt. Ich denke auch schon seit einiger Zeit an Selbstmord. Vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00039558 vom 03.04.2017 um 14:13:23 Uhr in Klagenfurt (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte

Kommentare der Beichthaus-Bewohner

enngelchen6

Klingt stark nach Depression. Ich weiß wovo ich spreche. Bin seit mittlerweile 10 Jahren immer wieder in Behandlung (bin w 25). Suche dir Hilfe. Vertrau dich Leuten an. Und solange du krankenversichert bist kostet eine normale Therapie nichts. Geh zu deinem Hausarzt und lass dich beraten. Wünsche dir viel Kraft und alles Gute.

03.04.2017, 22:08 Uhr     melden


breschtleng aus Dünnpfiffhausen, Deutschland

Das ist sehr traurig. Wünsche dir alles gute. Wie reagieren die Eltern darauf? Die müssten doch das merken.

03.04.2017, 22:17 Uhr     melden


heimlich92 aus geheim92, Deutschland

Das was du durchmachst klingt wirklich schrecklich! Ich war in einer ähnlichen Situation. Mir hat es geholfen mir Hilfe zu suchen. Es gibt viele Beratungsstellen, mit denen du erstmal kostenlos über alles reden kannst. Die können alle deine Fragen bezüglich einer Therapie beantworten. Vielleicht wäre ja ein Klinikaufenthalt etwas für dich? Damit du mal aus deinem Teufelskreis rauskommst. Deine Eltern wollen dir ganz bestimmt helfen, die sehen ja dass es dir schlecht geht. Aber sie können nichts tun, wenn du nicht mit ihnen darüber sprichst und dich in deinem Zimmer versteckst. Fass den Mut und erzähl ihnen aus dem Herzen was bei dir los ist. Ich bin mir sicher, sie unterstützen dich und helfen dir weiter!

03.04.2017, 23:19 Uhr     melden


habibimon

bin selber wegen Depressionen in Behandlung. Für die stationäre Behandlung kannst du bei den Krankenkassen eine Zuzahlungsbefreiung beantragen wenn du selber noch kein Geld verdienst.
Und die ambulante Therapie übernimmt generell die KK. Wie bereits geschrieben, geh zum Hausarzt der leitet dich an die passenden Stellen weiter.

03.04.2017, 23:20 Uhr     melden


Sauhaufen1

Du musst ggf. auf eine Behandlung warten, aber wenn du versuchert bist, kostet dich das nichts. Sprich mal mit deinem Hausarzt, wenn du nicht weiter weißt. Wenn du an Selbstmord denkst, ruf bitte beim Notdienst an. Wünsche Dir alles Gute und Kopf hoch!

04.04.2017, 01:08 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

Man wir sind heutzutage echt eine richtige Depressions-Gesellschaft. Such dir am besten Hilfe dann pumpen die dich schön mit Medis voll. Ich denke das ganze System ist unser Problem. Du kommst aus der Klinik wieder raus und dann? Fängt alles wieder von vorne an. Die Frage ist was du selbst willst. Ertrinken oder nach Luft ringen? Ich glaube wenn man wirklich wieder leben und wieder Lachen will dann muss man überzeugt sein. Wenn die wahre Schönheit dein Herz berührt willst du sie nie wieder los lassen. Schwester wenn du meine Freundin wärst würde ich alles tun um dir beizustehen und dir zu helfen. Aber keiner kennt zusammenhalt und am Ende verfällt ihr dann selber in Depression und der Kreis schließt sich.

04.04.2017, 02:38 Uhr     melden


Surrogat

Für gewöhnlich wird eine begründete Therapie von der Krankenkasse übernommen.

04.04.2017, 07:18 Uhr     melden









yamadori aus Bzzzt, Deutschland

Das sind starke Depressionen! Bitte such einen Arzt auf, bevor du dir wirklich was antust. Das hat mit faul sein oder im selbstmitleid baden nix zu tun, sondern ist eine Erkrankung der Psyche. Es kann besser werden 🙂 alles Gute für die Zukunft

04.04.2017, 08:54 Uhr     melden


Alles-klar

Hey, ich kenne das. Selbst erlebt.
Werde die Geschichte hier jetzt nicht ausformulieren.
Nur soviel möchte ich dir sagen (es hat auch mir geholfen) - ..'ne Perspektive ist nicht, was eine Gesellschaft dir gibt, sondern was du selbst in dir siehst..
Kopf hoch, schaffst das.

04.04.2017, 10:14 Uhr     melden


KingKurt

Bitte nehmt mir das jetzt net übel, aber ich verstehe das ganze Depressionsgedöns net! Für mich liest sich das (runtergebrochen auf´s Wesentliche) so: Schicksalsschläge, war traurig, hab mich hängen lassen und finde jetzt keine Motivation mehr, glaube Depression, weil das die Symptome trifft. Wenn bei mir eine Beziehung zerbricht, nahestehende Personen sterben oder sonstwas geht es mir natürlich auch net gut und ich häng durch und lass mich gehen. Sich dann aber wieder aufzurappeln und in den Alltag wieder einzusteigen, iz net wirklich einfach...und macht vor allem auch überhaupt keinen Spaß! Ähnlich verhält es sich mit einer langen Arbeitslosigkeit. Ein Wiedereinstieg in den geregelten Alltag braucht auch seine Zeit. Gleiches beim Sport nach einer Verletzung, die einen net mehr trainieren ließ. Daher ist mMn dein Hauptproblem, dass Du Dich an deine Rumliegerei gewöhnt hast, Dir der Arsch fehlt Dich aufzuraffen und Du auch weißt, das Du trotzdem überleben wirst - ohne Sozialsystem und die Eltern könntest Du Dir nämlich sowas gar net erlauben! Depression ist also für mich hauptsächlich nur eine Ausrede für fehlende Selbstmotivation. Mit der Zeit steigert man sich dann automatisch in solche Sachen auch psychisch rein..das tägliche Weinen usw. Letztlich ist es dann aber doch wie bei jeden menschlichen Problem: Du bist deines Glückes Schied! Du musst Dich wieder aufraffen! Du musst Dir Dinge/Personen/Ziele suchen an denen Du Dich da rausziehen kannst...oder denkst Du deine Eltern haben sich damals mit Dir als Baby die Nächte um die Ohren geschlagen, haben Dich gehegt und gepflegt als Du krank warst, haben Dich gefüttert, Dir eine Schulbildung und eine (hoffentlich) schöne Kindheit ermöglicht - einfach alles getan, um Dich zu einer erwachsenen Frau zu machen - nur, damit Du Dich jetzt einfach in ein Loch fallen lassen kannst und womöglich dein Leben selbst beendest?!?!?!? Das Leben ist kein Ponyhof - sagen viele - und es macht auch nun mal net jeden Tag übelst Spaß! Nein! Es ist Scheiße, von Schmerz und Rückschlägen geprägt und vor allem total anstrengend!!! Aber eben genau deshalb sind die Momente, Erlebnisse und Gefühle, die bei den schönen Sachen rum kommen, doch so wertvoll! Bitte finde wieder zu Dir selbst - für Dich, deine Eltern und alle die Dich keinen...ich bin mir sicher Du bist es wert!

04.04.2017, 11:08 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

@KingKurt: Das mit der Depression ist nicht so einfach. Im Prinzip sehe ich das wie du aber wir reden hir von einer, wenn es denn auch wirklich so ist, psychischen Erkrankung. Eben Menschen die selber nicht in der Lage sind sich selber zu helfen und die man öfters zerstückelt auf Bahngleisen antrifft. Ich glaube das Stichwort heißt hir Hackfleisch. Man kann als gesunder Mensch einen Depressiven nicht verstehen. Wie sollen diese Menschen sich wieder aufrappeln? Die können es doch von sich aus gar nicht! Viele besitzen keine Hoffnung sonst würden sie sich wohl kaum von Brücken stürzen.

04.04.2017, 14:58 Uhr     melden


habibimon

@KingKurt: ja du scheinst den Hintergrund dieser Krankheit überhaupt nicht zu verstehen!
Ja es ist eine Krankheit! Zum einen durch erbliche Veranlagungeb und zum anderen durch Schicksalsschläge beeinflusst.
Man selbst produziert zu wenig Serotonin (Glückshormon).
Man kann egal wie sehr man sich anstrengt sich nicht konzentrieren. Man fällt in einen Kreislauf aus dem man wenn man nicht darin geübt ist alleine nicht mehr rauskommt. Selbst wenn mannes versucht raus zu gehen und was zu mit Leiten zu unternehmen zieht man sich zurück. Wodurch das Gedankenkonstrukt (zumindest bei mir) "keiner mag mich" wieder bestätigt wird. Ich selbst wollte mir bereits die Pulsadern aufschneiden! Habe aber noch die Kraft gefunden mich dann doch selbst einzuweisen. Davor habe ich ca. 10 Jahre (bin jetzt 22) versucht alleine mit den Depressionen klar zu kommen. Aber ab einem gewissen Punkt geht so etwas einfach nicht mehr und man braucht Hilfe weil man es eben alleine nicht schafft.

04.04.2017, 22:51 Uhr     melden


GinNoKama aus Bielefeld , Deutschland

Diese Beichte spricht mir aus der Seele, abgesehen davon, dass ich älter bin, gerade "nur" Semesterferien habe und nicht mehr bei meinen Eltern wohne (manchmal überlege ich, zurück zu ihnen zu ziehen, damit sie mir in den Hintern treten können...). Oft liege ich nachts ewig wach, mit Gedanken, die etwa dem Kommentar von Kingkurt entsprechen und spätestens am Punkt "deine Eltern haben doch nicht [...] damit du jetzt [...]" zerreißt mich das schlechte Gewissen regelrecht. Dann schwanke ich über "ich will sie nicht enttäuschen" zu "wenn sie nicht mehr da wären, bräuchte ich mich nicht weiter durchbeißen", von Versagensängsten zu Verlustängsten und wieder zurück.
...
Zu einer Therapie konnte ich mich noch nicht durchringen. Was ich aber demnächst ausprobieren will und eventuell für dich eine Idee sein könnte: Pille absetzen. Diese Hormone können extreme Auswirkungen haben, z.b. Auf das von habibimon erwähnte Serotonin, deren Zusammenhang man im ersten Moment nicht vermuten würde, und bevor ich Chemie mit mehr Chemie ausgleiche, ist es immerhin einen Versuch wert.

04.04.2017, 23:30 Uhr     melden


KingKurt

@RelaXxx + @habibimon ...ja Mädels, ihr habt da vollkommen Recht und ich erwähnte es zu Beginn: die Umstände entziehen sich absolut meiner Vorstellungskraft und daher mein fehlender "Respekt" für diese Krankheit. Ich kann mir das nur mit Veranlagung erklären, wie bsw. mit der Tendenz zum Raucher, Trinker usw. Dennoch schwanke ich bzgl. Depressionen stark zwischen dem individuellen Vermögen des Einredens, der Suche nach einem "für die Allgemeinheit erklärbaren" Fluchtgrund, fehlender Selbstkontrolle und der wirklichen Machtlosigkeit gegenüber chemischer Prozesse im Körper. Beachtlich ist bspw auch, das Frauen eher zu Depressionen neigen und Männer eher zu Burnouts...oder ist es das Gleiche nur 2 Begriffe?!?!
@GinNoKama...genau DAS sollte Dir aber auch immer bewußt sein: Aufgeben bedeutet vielleicht für DICH ein vergleichswese endgültiger und erlösender Abschluss zu sein. Vergessen wird dabei aber meist der Sieg des Egoismus, denn das erzeugte Leid der Zurückgelassenen wiegt 1000x mal schwerer!!! Daher, bitte vergiss niemals: Wenn Du gehst, geht nur das Gute (Du) weg von hier...das Schlechte aber, das bleibt hier! (reimt sich sogar)

05.04.2017, 10:35 Uhr     melden


habibimon

@KingKurt: die Diagnose 'Burnout' gibt es nur in Deutschland soweit ich weiß.
Burnout ist ziemlich identisch mit Depressionen, wobei die Ursache hier einfach anders liegt. Durch den ganzen Stress auf der Arbeit fühlt man sich überfordert. Bei mir waren es mehrere ausschlaggebende Ereignisse (unter anderem Mobbing) die mich in die Depressionen getrieben haben.
Man muss dazu sagen, dass ich wirklich mir alle Mühe gegeben habe es ohne Hilfe zu schaffen habe mein Abi gemacht und studiere jetzt. Leider wurde ich immer tiefer in die abwärts Spirale gezogen, so das irgendwann der Antrieb überhaupt etwas zu machen gefehlt hat. Selbst wenn ich wusste ich sollte jetzt mal meinen Arsch hochkriegen. Bei Depressionen gibt es häufig Gedankenketten aus denen aus einer Tasse abspülen als Beispiel ein ganzer Wohnungsputz wird und dann reicht die Zeit nicht und man sagt sich 'ne dann lass ich es ganz'. Es fällt einem schwer überhaupt Antrieb zu finden selbst wenn man motiviert ist etwas zu machen... weil aus 'etwas' immer 'alles' wirs macht man oft leider gar nichts. Ich habe 3 Monate stationäre Therapie hinter mir und noch ein Jahr ambulante vor mir. Ohne die Therapie und auch medikamentöse Einstellungen hätte ich nicht die Kraft allein den Haushalt zu führen gescjweige denn mich auf mein Studium zu konzentrieren.

05.04.2017, 16:16 Uhr     melden


habibimon

Zu dem für die Allgemeinheit erklärbaren Fluchtgrund: da kannst du schon Recht haben. Es gibt genug Leute die sich auf der Krankheit an sich ausruhen anstatt zu lernen damit zu leben und trotzdem weiterzukommen. Ich selbst weiß, dass es kein Grund ist die Diagnose einer depressiven Episode zu haben, aufzuhören zu studieren/arbeiten. Ja während der stationären Therapie ist das natürlich so aber sobald man raus ist, ist es wichtig das Leben weiterzuführen und selbstständig trotz der Krankheit klar zu kommen. Müssen Leute mit Bandscheibenvorfall oder ähnlichem ja auch.

05.04.2017, 16:20 Uhr     melden


KingKurt

@habibimon...danke für die sehr ehrlichen Worte! Ich drück Dir (und natürlich auch der Beichterin) die Daumen, das sich alles wieder grade rückt. Viel Erfolg!

06.04.2017, 13:06 Uhr     melden


Bolle84 aus Berlin, Deutschland

Liebe Beichterin, eines solltest Du Dir klar machen: Der Suizid läuft Dir nicht davon. Darauf kannst Du immer zurückgreifen. Was das Leben angeht, so weiß niemand, was nach dessen Ende passiert. Vielleicht das Reich Gottes, vielleicht aber auch garnichts. Es besteht also das Risiko, dass Du nur dieses eine Leben hast und das war es dann. Wäre es dann nicht sinnvoll, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, alle Angebote auszuprobieren, die dazu da sind, das Leben, Dein Leben wieder erträglich, ja angenehm zu machen? Wäre doch schade, wenn Du Dich suizidierst aber eine Therapie Dir geholfen hätte.

07.04.2017, 20:16 Uhr     melden


Dönah aus Wien, Österreich

Hey ich bin auch aus Kärnten.! Melde dich mal, vielleicht kann ich dir helfen

25.05.2017, 04:00 Uhr     melden


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