Traumjob: Soldat

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Verzweiflung Familie Zivi & Bund

Ich will unbedingt Soldat werden, aber ich habe nur einen Teil mit meinem Vater besprochen und er meinte, er würde mich nicht dabei unterstützen, sodass er nein sagen würde, da ich mit 17 Jahren schon hingehen will. Und ich wollte dann, bis ich 18 Jahre alt bin, Gärtner werden - aber eben nur für eine kurze Zeit und dann mit 18 zur Bundeswehr. Ich will zwar nicht töten, aber ich bin jemand, der an seine Grenzen kommen und seinem Vaterland dienen will. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich ihn damit anlüge oder unsere Vater-Sohn-Beziehung kaputtmachen würde.

Beichthaus.com Beichte #00039501 vom 19.03.2017 um 22:53:26 Uhr (23 Kommentare)

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Vicco aus Deutschland

Ein Soldat, der nicht töten will ist ungefähr so nützlich wie ein Altenpfleger, der keine Hintern abwischen will. Um an deine Grenzen zu gehen, kannst du auch einfach letzteres machen. Denn die Bundeswehr ist kein Spaßverein, sondern eine Streitkraft bei der du - wenn es hart auf hart kommt - töten und u.U. sogar sterben musst. Kein Wunder, dass dein Vater sich etwas anderes für dich wünscht. Aber noch ein kleiner Tipp am Rande zur Horizonterweiterung: wenn du WIRKLCH an deine Grenzen gehen willst ohne jemanden den Hintern zu putzen oder umzunieten, tu was nützliches: geh zur Berufsfeuerwehr! Schon beim Auswahlverfahren wirst du an deine Grenzen kommen, die Uniformen sehen besser aus als beim Bund, und Frauen stehen auf Feuerwehrmänner! Aber Achtung: dieser Job ist nur für die härtesten, denn während alle aus dem brennenden Haus rennen, rennen die rein! Dafür ist die Bezahlung okay und die Aufstiegschancen besser als man denkt. Nur so als Tipp.

20.03.2017, 10:19 Uhr     melden


Goldsack3000

Ein Freund von mir wollte das auch. Der hat im ehem. Jugoslavien und in Afghanistan Dinge gesehen die ihn für den Rest seines Lebens verfolgen. Man sollte sich überlegen ob man für die Rohstoffinteressen einiger weniger sein Leben und seine Psyche aufs Spiel setzen will.

20.03.2017, 11:20 Uhr     melden


carassi

Wenn du aus irgendeinem Grund in den aktiven Einsatz in ein Kriegsgebiet musst, bist du hinterher ein Fall für den Psychiater. Punkt. Der menschliche Verstand ist für das, was man da erlebt, nicht gemacht. Die Frage ist lediglich, ob du es dir selbst eingestehst. Du wirst auch vieles von dem, was du erlebst, nie wieder vergessen können.
Musst du wissen, ob das wirklich das ist, was du willst.

Und ja, wenn du in den Einsatz gehst, wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach töten. Das gehört einfach dazu

20.03.2017, 11:28 Uhr     melden


The Dude aus Schweiz

Eigentlich sollte dich dein Dad untersützten, zumindest meiner Meinung nach. Aber es mag ihn Anfangs hart treffen, denn er hat sich wahrscheinlich etwas anderes vorgestellt. Zum Punkt mit dem Töten hat Vicco es schon ausführlich gesagt. Und Feuerwehr ist ein Job bei dems Eier braucht und auch ordentlich Ellbogenfett, sollte also als Ersatz was taugen. Ausserdem: Hat Deutschland nicht Soldaten in Kriegengebieten stationiert? Also vielleicht könntest du sogar in die Situation kommen, jemanden töten zu müssen. Oder werd Schweizer Büger, da ist die Chance bei der Berufsarmee töten zu müssen wohl am geringsten.

20.03.2017, 11:59 Uhr     melden


masoeng aus Deutschland

Du willst deinem Vaterland dienen? Dann fange mal damit an, dir Gedanken darüber zu machen, womit du deinem Vaterland am besten dienst? Als erstes stellt sich die Frage, was für dich Vaterland bedeutet. Für mich bedeutet es Heimat, Familie, Freunde und Verbundenheit. Für die Bundeswehr bzw. die Menschen die über die Bundeswehr bestimmen, bedeutet Vaterland einfach nichts. Da fallen Phrasen wie: Freiheit, Werte und Sicherheit, was sich erst mal schön anhört, aber für nichts anderes steht als Rohstoffe, geopolitische Interessen und Kontrolle. Es stellt sich also die Frage, ob du deinem Vaterland damit dienst, indem du die Interessen anderer mit Gewalt durchsetzt oder ob du deinem Vaterland am besten dienst indem du diese Verhältnisse anprangerst und etwas dagegen tust?!

20.03.2017, 12:18 Uhr     melden


öhöhö

Gehe lieber zur Polizei, zum THW, Feuerwehr oder irgendwelche besonderen Kommandos! Da kommst du wirklich an deine Grenzen, und dienst für und vor allem IN deinem Vaterland!

20.03.2017, 12:21 Uhr     melden


xjudgex

werd erstmal erwachsen und ein wenig reifer. wenn du dir dass dann schön überlegt hast und deine ausbildung als gärtner abgeschlossen hast, kannst immer noch zur bundeswehr. aufs töten musst du dich da allerdings ohne kompromisse einlassen. das gehört zu diesem "berufszweig" dazu. auch wirst du schnell feststellen, dass der dienst in der bundeswehr weder cs:go noch call of duty etc. gleicht.

20.03.2017, 13:09 Uhr     melden


Freidenker aus Hamburg, Deutschland

Also ich schließe mich @Goldsack an. Die BW ist ein teil der Terrororganisation NATO....das sollte dir zu denken geben. Ich hab auch mal so gedacht wie du und war eine Unterschrift davon entfernt Zeitsoldat zu werden. Hab aber in den 10 Monaten BW erkannt was das für ein Verein ist.

20.03.2017, 13:56 Uhr     melden


Gauloises19

Polizei würde ich an deiner Stelle auch eher wählen. Gute finanzielle Versorgung, etliche Aufstiegschancen, körperlich und psychisch anstrengend.. Kann mir auch gut vorstellen dass dein Vater da eher mit Leben kann. Wäre zumindest ein Kompromiss.

20.03.2017, 14:16 Uhr     melden



Niak

Ihr wisst das man in der Bundeswehr gerade nicht unbedingt töten muss? Ein Freund von mir wollte schon immer Leuten helfen und wollte deswegen zur Bundeswehr. Er ist dort Sanitäter geworden und dann ziemlich oft aufgestiegen. Er verdient jetzt auch richtig gut, muss allerdings häufiger auf Einsätze die über Monate dauern und in denen es nicht immer möglich ist, sich telefonisch zu melden. Das ganze belastet ziemlich seine Beziehung, jedoch ist das sein Lebenstraum in Gebiete zu arbeiten, wo Menschen dich wirklich brauchen. Mitunter kann man sehr viele Berufe in der Bundeswehr ausüben auch einfache Bürojobs.

20.03.2017, 14:23 Uhr     melden


Walkuere2017 aus Hamburg, Deutschland

Mich graust die Vorstellung, dass es noch mehr Pazifisten wie dich bei der Bundeswehr gibt, die lieber mit Wattebällchen werfen als zu schießen. Wer soll unser Land verteidigen, wenn es hart auf hart kommt?

20.03.2017, 14:50 Uhr     melden


redhad

mach wenigstens ne ausbildung damit du die unteroffizierslaufbahn einschlagen kannst. ohne abi und ohne ausbildung wirst du nur manschaftsdienstgrad und das ist weniger lustig...

20.03.2017, 15:06 Uhr     melden


schlunze

Du willst nicht töten? Dann bist du bei der Bundeswehr falsch.

20.03.2017, 15:07 Uhr     melden


Rockurti

"aber ich bin jemand, der an seine Grenzen kommen und seinem Vaterland dienen will." Dann such Dir gefälligst einen vernünftigen Job, mit dem Du Menschen in Deinem Land hilfst. Danke.

20.03.2017, 16:35 Uhr     melden


kg1

Heutzutage dient ein Soldat nicht seinem Vaterland sondern eher der NATO. Informiere dich richtig vorher bevor du alles aufs Spiel setzt.

20.03.2017, 16:45 Uhr     melden


Sauhaufen1

Ich finde die Idee mit der Feuerwehr oder Polizei wesentlich besser, als zum Bund zu gehen. Du bist 17 Jahre alt! Kann mir keiner erzaehlen, dass man da wirklich weiss, worauf man sich mit Soldatentum wirklich einlaesst. Stell Dir mal vor, du arbeitest bei der Feuerwehr. Du wuerdest staendig Einsaetze haben, d.h. es wird nicht langweilig. Du wuerdest nicht nur Wissen zu Feuer etc kriegen, sondern auch zu Erster Hilfe. Du wuerdest regelmaessig Menschen retten und einn echten Beitrag zur Gesellschaft leisten. Dass ein Vater nicht will, dass sein Kind Berufssoldat wird und ggf. in Kriegsgebiete muss, kann man ja wohl voll verstehen.

20.03.2017, 17:53 Uhr     melden


Psychobold

Respekt. Ich hätte nie gedacht, das Flinten-Uschi mit ihrer bunten Tarnklamotten-Werbeaktion auf Youtube, Volksfesten, Werbeplakaten und im Fernsehen tatsächlich noch ein paar Leute überzeugen konnte, sich bei ihrem Laden einzuschreiben. Früher sind dort doch bloss Deppen und Zivilversager gross rausgekommen und ich denk mal nicht, das es jetzt anders ist. Gerade heute, wo man als Schulabgänger mit halbwegs anständigem Abschluss gute Ausbildungsstellen geradezu nachgeworfen bekommt. Soll aber jeder seinen Uniformfetisch ausleben, wie es ihm gefällt. Für mich wäre das nix.

20.03.2017, 20:37 Uhr     melden


Extreme

also ich bin gelernter Gärtner im Garten und Landschaftsbau und war bei der Bundeswehr ich kann dir mir gutem gewissen sagen LAS ES! Mein highlight während meiner Dienstzeit (Freiwillig Länger dienender) war das ich zitat vom Hauptmann Batallions unterstützungspersonal: Sie legen sich ins Gebüsch und Fotografieren wer die Katzen Füttert , es dauert so lange wie es dauert! LAS ES!

20.03.2017, 23:11 Uhr     melden


1234Nick

Mach Dich vorher schlau, entscheide dann. Du musst mit Deiner Entscheidung leben. ... Ich für meinen Teil verstehe Dich. Ich bin auch für die Wehrpflicht, aber mit der Option, dass es den Zivildienst für die Männer gibt die nicht zur Bundeswehr wollen. ... Es gibt viele Berufe die man dort ausüben kann, wahrscheinlich ist auch einer für Dich dabei. ... Ich hatte eine gute und faire AGA und deshalb bedeuten mir Kameradschaft und Zusammenhalt etwas. ... Mittlerweile bin ich auch als Reservist unterwegs und trage die Uniform gerne wieder. .. Du hast jetzt noch Zeit, um alle für Dich wichtigen Informationen zu sammeln, evtl. gehst Du erstmal für 12 Monate hin und entscheidest dann, ob Dir die Bundeswehr liegt oder nicht. Ich wünsche Dir egal wie Du Dich entscheidest alles Gute und viel Erfolg.

20.03.2017, 23:43 Uhr     melden


seth0s

Werde Altenpfleger, damit kannst du "deinem Vaterland" helfen und an deine grenzen kommst du da bestimmt auch.

21.03.2017, 08:18 Uhr     melden


Schüchtern

Ein Aspekt wurde hier noch nicht genannt: das ist ein Beruf mit Fernbeziehung. Also wenn du mal heiraten willst: Viele dieser Beziehungen (vor allem mit Auslandseinsatz) gehen in die Brüche!

21.03.2017, 08:49 Uhr     melden


NewOneHere aus Bern, Schweiz

Also ich kann jeden verstehen, der bei der Wehrpflicht verweigert hat.

Ich würde dir empfehlen: Wenn Du schon willst, geh 10 Monate und dann überlegs Dir noch mal.

Die Auslandseinsätze machen die Beziehung kaputt, das hält keine Beziehung und keine Ehe aus. Oder willst Du, dass Deine Freundin für irgend einen daheim die Füße breit macht?

21.03.2017, 17:33 Uhr     melden


Geezus

@Goldsack3000 hast du absolut recht!Hab damals auch für Auslandseinsätze unterschrieben(1994/95),war für mich eher eine Formsache und es kam wie es kommen mußte,Bosnien,Kroatien und Serbien standen plötzlich in flammen und die deutsche Politik entschied das erstemal nach dem 2.WW,das deutsche Soldaten tatsüächlich in ein Kriegsgebiet fahren sollten.Die Ereignisse überschlugen sich so schnell,daß mir schwarz vor Augen wurde,als ich an das Kreuz für Auslandseinsätze dachte und ich unglücklicherweise auch noch einen KRK Verband angehörte.Meine Wehrdienstzeit war fast vorbei und hatte ausser GWD und 4 Wochen Kernausbildung,keine Ausbildung für so einen Fall!Deswegen und weil ich genauso gewarnt worden bin,mit den Bildern die man nicht wieder los wird!Ich bin froh,daß ich es nicht mitgemacht habe und du solltest das mit der BW auch vergessen,denn du wirst das da nicht finden,was du suchst!!!Die Bundeswehr ist jahrzehnte zu tode verwaltet worden,veraltete Technik,kein Rüstungsetat für neue Fahrzeuge/Hubschrauber.....aus ser Dienst gestelltes wurde nicht ersetzt...G36(Plastiggewehr) ist keine Waffe für den Kriegseinsatz(Cal. zu klein,Lauf kann schmilzen...) und eine Verteidigungsministerin die keinen Schimmer hat,was sie überhaupt machen soll und macht es halt.Seitdem besitzt die BW auch Drohnen ohne Waffensysteme und ohne Flugfreigabe...!

23.03.2017, 08:58 Uhr     melden


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