Mit fremdem Semesterticket erwischt worden

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Betrug Bahn & Co.

Ich (m/25) bin heute in der S-Bahn mit dem Semesterticket eines Kumpels erwischt worden. Ich war auch noch so dumm, dass ich, als der Kontrolleur meinen Personalausweis sehen wollte, so getan habe, als wäre ich mein Kumpel und dass ich mein Portemonnaie vergessen hätte. Als der Kontrolleur die Polizei rufen wollte, um meine Identität festzustellen, habe ich zugegeben, dass es das Ticket eines Kumpels ist. Die bluffen nicht, die rufen wirklich die Polizei. Der Kontrolleur hat das Semesterticket eingezogen und ich muss der S-Bahn jetzt ein zweistelliges Bußgeld zahlen.

Ich meine, dass der Kontrolleur gesagt hat, mein Kumpel und ich müssten das Semesterticket gemeinsam bei der Polizei abholen und Stellungnahme geben, bin mir aber nicht sicher. Jetzt habe ich total Angst, weil ich verbeamteter Referendar bin und Angst habe, einen Antrag ins Führungszeugnis, eine Anzeige oder Ähnliches zu bekommen. Einen Anwalt kann ich nicht bezahlen. Jetzt habe ich im Internet gelesen, dass man auf polizeiliche Vorladungen nicht reagieren und denen auch keine schriftliche Stellungnahme schicken soll, aber ich kann mir echt nicht vorstellen, dass es einen Vorteil haben kann, nichts zu tun. Warum sollten die dann die Anzeige fallen lassen? Ich beichte, dass ich dumm gehandelt und wahnsinnige Angst vor den Konsequenzen habe.

Beichthaus.com Beichte #00039093 vom 21.12.2016 um 20:53:17 Uhr (22 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

ozelot

Als junger Mensch mal Mist bauen ist normal. Hauptsache Du badest es auch wieder aus. Es ist tatsächlich eine ganz schlechte Idee, die Vorladung zu ignorieren. Geh hin und erzähl die Wahrheit. Zeig dich reumütig und sie werden einigermaßen normal mit die umgehen. Das Bußgeld tut zwar weh, ein Lerneffekt für das Leben hat es aber. Wegen dem Führungszeugnis brauchst du dir keine Sorgen machen, Einträge gibt es nur, wenn man vom Gericht verurteilt wird. Dazu sollte es wegen so einer Kleinigkeit nicht kommen. Schwarzfahren ist viel zu alltäglich.

22.12.2016, 07:43 Uhr     melden


ZwergZitrone aus Österreich

Mann, wieso hast du nicht einfach behauptet, dass du irrtümlich das falsche Ticket eingesteckt hast?
Und einen Eintrag ins Führungszeugnis wegen Schwarzfahren, ja genau. Deswegen wirst du sicher noch auf die schiefe Bahn geraten.

22.12.2016, 07:53 Uhr     melden


-Humungus-

Kann da meinem Vorredner nur zustimmen...mach dir Mal nicht ins Hemd. Im übrigen ist das kein Antrag ins Führungszeugnis. Das sollte man als fast verbeamteter eigentlich wissen

22.12.2016, 08:05 Uhr     melden


carassi

Wenn du dich sicherer fühlst, lass dich von nem Anwalt beraten, was jetzt am geschicktesten zu tun ist. Hast du Rechtsschutz? Wenn du wirklich kein Geld für sowas hast, frag beim Amt nach nem Beratungsschein, evtl übernehmen die das. Das Gehalt eines Referendare sollte aber eigentlich reichen, um 150 bis 200 Euro einmalig für ne Beratung zu zahlen.
Schwarzfahren selbst ist halb so wild, das zahlt man und gut ist. Das können die anzeigen, tun es aber beim ersten Mal selten, und für nen Eintrag ins Führungszeugnis sind die Strafen zu niedrig. Ich weiß nicht, wie empfindlich sie sind, wenn man den falschen Studentenausweis als den eigenen ausgibt.. gelten die Dinger eigentlich als Ausweisdokument?

22.12.2016, 08:25 Uhr     melden


xjudgex---gesperrt

wenn man sich leistungen erschleicht, wird man bestraft. das sollte dir klar sein.

22.12.2016, 08:53 Uhr     melden


Vorposter

An die ganzen neunmalklugen Hobby-Juristen hier: Das ist nicht nur einfaches Schwarzfahren, das ist Betrug / Urkundenfälschung. Er hat sich als eine andere Person ausgegeben, um sich Leistungen zu erschleichen. @ZwergZitrone: Wenn er selber ein eigenes Semesterticket hätte, wäre er wohl kaum mit dem seines Kumpels gefahren. Daher nehme ich mal an, dass er keins hat.

22.12.2016, 09:14 Uhr     melden


ruffy aus Meer

Mach Dir nicht so viel Sorgen. Hier gibt es eine gewissen neue Bevölkerungsgruppe, die wesentlich schlimmere Taten verübt und so gut wie nie bestraft wird. Zudem musst Du als Beamter schon jemanden umbringen, damit es Konsequenzen hat.

22.12.2016, 10:24 Uhr     melden


redhad

der grund warum man nicht als beschuldigter zu vorladungen der polizei gehen sollte ist ganz einfach: es geht dort nur darum, weitere belastende details zu erfahren. dieser termin ist dazu da, GEGEN dich zu ermitteln. du könntest hin gehen und einfach garnichts sagen. dann kannste aber gleich zuhause bleiben (jetzt werden bestimmt einige kommen und behaupten dort ginge es um aufklärung und die müssen auch entlastende dinge aufnehmen. stimmt auch, aber jeder kann sich an 3 fingern abzählen wie die realität ausschaut. dir werden nur negative sachen geglaubt, positive zählen dann als ausreden). wegen so einer kleinen sache verlierst du nicht gleich deinen beamten status. da haben sich schon andere viel krassere dinge erlaubt.

22.12.2016, 11:41 Uhr     melden



Netschatten

du wirst dich der Sache stellen müssen, das geht nicht von alleine vorbei. Also: Brust raus, Kopf hoch und zieh das durch. Wird schon werden, du hast ja keinen umgebracht oder so.

22.12.2016, 12:59 Uhr     melden


Extreme

hättest du einfach gesagt du hast das ding gefunden und dann die 60€ bezahlt glaub auch nicht das dein Kumpel dafür Ärger bekommen kann soll ers abhohlen und gut is mit was wollen sie es denn verweigern es steht aussage gegen aussage und das ding ist sein Eigentum. Du bekommst was für schwarzfahren urkundenfälschung genausowenig da es ja ein original war und du auch keinen Namen oder so verändert hast. höchsten wirklich den erschleichung von leistungen giebt ne strafzahlung und das wars.

22.12.2016, 13:12 Uhr     melden


Bolle84 aus Berlin, Deutschland

Mach Dich nicht verrückt. Das Geschehen, das Du schilderst, ist zwar keine Urkundenfälschung aber ein versuchter Betrug zusammen mit dem Mißbrauch von Ausweispapieren und dem Erschleichen von Leistungen. Das kann auch zum Problem für Deinen Kumpel werden.
Du solltest tatsächlich die Euronen aufbringen, Dich von einem Anwalt beraten und vertreten zu lassen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Verfahren eingestellt wird. Geh zu einem Fachanwalt für Strafrecht. Zur Not leih Dir das Geld. Gerade wenn Du Beamter werden willst, kann das die beste Investition Deines Lebens werden.

22.12.2016, 13:26 Uhr     melden


\o/

Als Beamter wird es erst brenzlig, wenn du eine Haftstrafe von mindestens sechs Monaten bekommst. Auch das sollte dir aus deinem Studium geläufig sein. Genauso, dass es Eintrag ind Führungszeugnis heisst. Also mach dir mal nicht ins Hemd. Zahle deine Strafe und lerne daraus...einen eigene Fahrkarte kaufen wäre wesentlich günstiger gewesen...

22.12.2016, 13:32 Uhr     melden


SchoschDabelljuBusch

falsche Plattform, hier ist beichthaus und nucht gutefrage

22.12.2016, 13:34 Uhr     melden


Tessie aus Hannover, Deutschland

Schwarzfahren ist ein Straftat nach 265 StGB und je nach Verkehrsunternehmen wird das neben der 60 € Vertragsstrafe u.U. auch noch eine Strafanzeige nach sich ziehen. Als Staatsbediensteter könnte man das wissen...?! Da es jedoch schlimmere "Verbrechen" gibt und ich Dir Deine Reue und die Angst vor den Konsequenzen sogar abnehme, hast Du meine Absolution.

22.12.2016, 14:08 Uhr     melden


Ragno aus Hier, Deutschland

Wenn es Dein erstes Mal gewesen ist denke ich dürfte es bei einer Geldstrafe bleiben. Im Wiederholungsfall kann es aber durchaus mehr sein. Eigentlich müsstet ihr euch die Strafe teilen. Dein Kumpel hat Dir sein Ticket gegeben und Du hast gelogen.

22.12.2016, 15:19 Uhr     melden


Vorposter

Was hier alle für widersprüchliche Sachen schreiben. Ich frage mich, ob ihr aus eigener Erfahrung redet oder euch einfach irgendeinen Scheiß ausdenkt. Ich wurde schon zwei Mal von der Polizei zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert, habe das getan und beide Male wurde das Verfahren eingestellt. Ich frage mich, ob die Anwalte nicht nur deswegen dazu raten, eine polizeiliche Vorladung oder Aufforderung zur schriftlichen Stellungnahme zu ignorieren , weil man danach erst recht einen Anwalt nötig hat.

22.12.2016, 18:25 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

Ach normal. Wer ist denn noch nie Schwarz gefahren oder so? Cool ist man aber nur wenn man trotzdem weiter macht. #thuglife

22.12.2016, 18:37 Uhr     melden


Psychobold aus Blechwerk Happendorf, Deutschland

Geschieht dir ganz recht. Wie doof kann man sich denn anstellen? Jeder weiss doch, das bei solchen Tickets immer ein Dokument vorzuzeigen ist, das man auch derjenige ist, welcher die Fahrkarte nutzen darf. Und das mit der Anzeige kann durchaus passieren. Bist ja nicht zufällig schwarzgefahren, weil du vergessen hast zu stempeln. Du wolltest vorsätzlich bescheissen. Und das nennt man im Allgemeinen Betrug. Trottel.

22.12.2016, 19:46 Uhr     melden


Sauhaufen1

Und du bist Beamter? Da wundert einen wirklich nichts mehr... Du hast betrogen, also steh dazu wie ein Mann und bezahl die Strafe.

22.12.2016, 22:31 Uhr     melden


Poenitent

Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, wenn Leute, die glauben, sie hätten andere zu belehren und zu maßregeln, (jetzt oder später) sich nicht selbst an die Spielregeln halten. Ich sehe auch keinen Spielraum für Zugeständnisse bei Strafen an die Prominenz wegen Verkehrsdelikten, Steuerdelikten etc.
Das führt zu Verhältnissen wie in Bananenrepubliken, und die haben wir leider schon.

Was Zeitkarten angeht, so weiss ich, daß es bspw. im Bereich der Karlsruher Verkehrsbetriebe immer eine Kulanzregel gab und man die Karte auch nach der Fahrt noch vorlegen konnte.

Fahren mit der Karte einer fremden Person ist aber ein Betrugsversuch.

26.12.2016, 12:36 Uhr     melden


Mrs.Pinky aus Deutschland

Is halt vermutlich schon ein Unterschied, ob man schwarz fährt, oder zusätzlich betrügerisch eine falsche Identität angibt... Ich war auch mal Beamtin in Anwartschaft; da wird man doch über solche Dinge belehrt.
Blöd gelaufen!
PS: Nein, ich habe meine StaatsbedienstetenKarriere nicht fürs schwarz fahren aufgegeben.

26.12.2016, 12:36 Uhr     melden


aeroOne aus Düsseldorf, Deutschland

Die sind total überlastet. Manchmal kommt da wirklich nix mehr, in deinem Fall würde ich mich allerdings an einen Anwalt wenden, da das vermutlich versuchter Betrug ist.

24.06.2019, 10:09 Uhr     melden


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