Fehlgeleitete Mietzahlungen

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Morallosigkeit Selbstsucht Geld Rotthalmünster

Ich (m/26) beichte, dass ich seit einiger Zeit Geld bekomme, das mir nicht zusteht. Alles ging damit los, dass ich vor vier Jahren eine Überweisung mit dem Betreff "Miete" auf mein Konto bekam. Es waren knapp 700 Euro. Mir war direkt klar, dass es ein Fehler sein muss und ich ging damit zur Bank, um das Ganze zu klären. Da hatte ich dann den Salat, ich musste zig Mal mit unzähligen verschiedenen Leuten reden und hatte eigentlich nur Stress und Gerenne, obwohl ich nicht einmal etwas dafür konnte, dass mir fälschlicherweise Geld überwiesen wurde. Die 700 Euro wurden dann nach drei Wochen wieder von meinem Konto rücküberwiesen. Ich hatte die Sache dann schon vergessen, als ich zwei Jahre später erneut eine Überweisung mit dem Betreff "Miete Schmidt" bekam. Von einer anderen Person dieses Mal und fast 800 Euro.


Dieses Mal hatte ich keine Lust, den Deppen zu spielen und habe einfach nichts getan. Das Geld habe ich auf meinem Konto liegen lassen und abgewartet. Eine Woche - nichts war passiert. Nach zwei Wochen, immer noch nichts. Nach einem Monat kam die gleiche Überweisung noch einmal. Wieder habe ich nichts unternommen und dann kam im dritten Monat wieder die Überweisung. Es wurde wohl ein Dauerauftrag falsch eingerichtet. Weder der Mieter noch der Vermieter schienen es bemerkt zu haben. Immerhin hätte dem Vermieter auffallen müssen, dass er schon Monate lang keine Miete von dem guten Herrn Schmidt bekommen hatte, aber anscheinend hatte der Vermieter das Geld nicht so nötig. Das Ende vom Lied ist, dass ich jetzt seit gut zwei Jahren jeden Monat 800 Euro bekomme und mich darüber wirklich sehr freue, da ich das Geld sehr gut gebrauchen kann. Ich werde auch weiterhin meine Klappe halten, ich kann ja nichts dafür, dass der Vermieter das Geld nicht braucht und dem Mieter kann es ja egal sein, solange er keine Probleme bekommt.

Beichthaus.com Beichte #00033514 vom 26.06.2014 um 02:14:09 Uhr in Rotthalmünster (14 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

pusteblume2125

Der Depp bist du erst, wenn der Fehler doch irgendwann auffällt und du den gesamten Betrag, der sich da angehäuft hat, zurückzahlen musst.

26.06.2014, 10:02 Uhr     melden


Teralon

Da Du vepflichtet bist solche Fehlbuchungen zu melden, wirst Du im Fall des Falles nicht um die Rückzahlung herumkommen. Dein Gesicht würde ich gerne sehen wenn Du um Rückzahlung von über 20k EUR gebeten wirst.

26.06.2014, 10:17 Uhr     melden


Wendy

Wenn es so stimmt wie du hier schreibst, dann kannst richtig ärger bekommen und teuer wird es außerdem. Wobei ich mir echt nicht vorstellen kann das sowas nicht auffällt.

26.06.2014, 10:33 Uhr     melden


Strykaar

Naja der Beichter wird keinesfalls alles zurückzahlen müssen. Verpflichtet sowas zu melden ist man aufjedenfall nicht. Es gibt genug Leute die ihre Kontobewegungen nicht genau beachten und denen 800 euro mehr oder weniger niemals auffallen würden.

Nach 6 Monaten glaube ich, besteht auch kein Recht mehr auf eine Rückzahlung von Fehlüberweisungen, der beichter wird also maximal 6 Monate zurückzahlen müssen und wenn er schlau ist, hat er 6 Monatsmieten schon irgendwo deponiert für diesen Fall.

Ich würde es genauso machen, scheint ja niemand zu merken und wenn der Vermieter es nichtmal merkt, dann scheint er es wirklich nicht zu brauchen und somit schadet es ihm auch nicht.

26.06.2014, 10:45 Uhr     melden


Teralon

So, habe nochmal geschaut. Das verjährt nach 3 bzw. 10 Jahren. Sobald es auffällt und nicht freiwillig wieder rausgerückt wird, geht es vor das Zivilgericht und man wird sicher zur Herausgabe verpflichtet. Paragraph 812 BGB

26.06.2014, 11:22 Uhr     melden


Zufallsbeichte
“Ein



Vicco aus Deutschland

Wenn du das gerenne nicht willst, hättest du die 800€ auch einfach mit dem betreff: "Falscher empfänger bei Miete. Bitte ändern" überweisen können. So aber wir ein fetter Batzen Rückförderung auf dich zu kommen, und eine nette Anzeige - und bestimmt auch Verurteilung- wegen Unterschlagung.

26.06.2014, 11:32 Uhr     melden


Ghost-Hunter

Du solltest aufpassen ! ein Kollege von mir hat auch das ganze Geld ausgegeben bis er dann vom Gericht aus alles zurück zahlen musste !

26.06.2014, 12:35 Uhr     melden


enumer

Als Jurist muss ich dir sagen: Lass das Geld auf dem Konto liegen. Irgendwann wird das ganz zwangsläufig auffliegen und rückwirkend für mindestens 3 Jahre, vermutlich deutlich länger, musst du das Geld dann zurückzahlen. Zudem machst du dich vermutlich wegen Unterschlagung strafbar, wenn du das Geld von deinem Konto abhebst. Du bist nicht verpflichtet es zurückzugeben, ausgeben darfst du es aber auch nicht!!

Noch ein Nachtrag: Geh zum Anwalt und frag nach den genauen Verjährungsfristen. Lass das Geld so lange auf dem Konto und sobald alles verjährt ist kannst du es versaufen

26.06.2014, 13:54 Uhr     melden


Strykaar

Also laut aktuellem EU Recht sind die Banken nichtmehr verpflichtet die Kontobewegungen usw. für einen langen Zeitraum zu speichern. Selbst wenn das ganze noch auffliegt (was nach 2 Jahren schon recht unwahrscheinlich ist), dann wird der Vermieter beweisen müssen, dass er seit 2 Jahren keine Miete erhalten hat, was quasi fast unmöglich ist, da er es ja nichtmal bemerkt hat und es dementsprechend auch keine Abmahnungen etc. gegen den Mieter gab.

Wo dann das Geld hingegangen ist, muss im Zweifel der Mieter nachweisen. Wenn er lückenlose Kontoauszüge daheim hat, wird er es vielleicht nachvollziehen können und nur damit könnte er das Geld zurückfordern. Die Bank wird die Daten jedenfalls nichtmehr rückwirkend für 2 Jahre haben.

Falls es sogar Buchungsfehler der Bank sind, haftet in jedem Fall die Bank, dann ist der Beichter gut raus aus der Sache.

Noch kommt dazu, dass die Bank des Beichters nicht verpflichtet ist die persönlichen Daten von ihm rauszugeben. Er hat hier ein Recht auf Datenschutz und wenn er sich weigert das Geld zurück zu zahlen, wird es schwer für den Überweisenden ein Verfahren einzuleiten, gegen jemanden von dem man nur grob den Namen kennt (der Falsche Name kann ja immernoch in der Überweisung stehen, die Bank gleicht Kontonummer und Name nichtmehr ab).

26.06.2014, 21:32 Uhr     melden


kaspersky01

Der vermeintliche Empfänger macht sich strafbar, wenn er sich nicht an seine Bank wendet bzw. das Geld an den Empfänger zurück überweist! Die nennet man "ungerechtfertigte Bereicherung".

27.06.2014, 00:52 Uhr     melden


Strykaar

Nö. Der Empfänger muss garnix machen. Er muss lediglich das Geld rausrücken wenn er vom Gericht dazu aufgefordert wird. Kein Mensch der Welt ist verpflichtet sein Konto zu überprüfen. Ich habe 4 kostenlose Konten die ich nur wegen Werbeaktionen angelegt habe, da habe ich seit Jahren nichtmehr drauf geschaut z.B.

27.06.2014, 01:21 Uhr     melden


Junella

A. Glaube ich das nicht und B. sollte das doch stimmen, bist du ein Arschkeks. Der Zaster gehört dir nicht, Punkt.

27.06.2014, 23:51 Uhr     melden


G.Now

Wirste irgendwann zurueckgeben muessen, gib es also lieber nicht aus.

28.06.2014, 10:26 Uhr     melden


jacko87

@Vicco. Wie soll das bitte zurück überwiesen werden. Ich habe noch nie eine Kontonummer eines Absenders bei eingehenden Überweisgungen gesehen. Denke auch nicht, dass das bei irgendeiner Bank üblich ist, da die Kontonummer ein Datum ist, welches besonders geschützt werden sollte.

@Beichter Absolution für nicht melden. Beim Ausgeben wirst du schon sehen, ob sich das irgendwann rächt.

30.06.2014, 01:39 Uhr     melden


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