Der Einfluss der Drogen

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Der Einfluss der Drogen
Ich (m/24) beichte, dass ich seit meinem dreizehnten Lebensjahr Drogen nehme. Ich habe mir dadurch auch meine schulische Laufbahn versaut. Ich habe mich jedoch zum Glück mit achtzehn noch einmal dazu durchringen können, eine relativ gute Lehre abzuschließen, die ich aber auch nur dank der guten Beziehungen meiner Eltern bekommen hatte. Nun ja, mittlerweile haben sich meine Eltern, der Rest der Familie und meine Freunde damit abgefunden, dass aus mir nur ein normaler Industriearbeiter und kein arroganter spießiger Schlipsträger wurde. Sie sehen auch über meinen Drogenkonsum hinweg, da sie merken, dass ich dennoch ganz gut alleine zurechtkomme und ein normales Leben führe.
Nur meine Mutter tut mir leid. Wir hatten vor zwei Wochen ein langes Gespräch miteinander, in welchem sie meinte, dass es ihr das Herz gebrochen hat, als sie zuschauen musste, wie mein Abstieg vom Gymnasium auf die Hauptschule begann. Ich kam oft besoffen und total drauf nach Hause. Ich bin mit sechzehn nachts um drei nach Hause gekommen, bin ins Schlafzimmer meiner Eltern gestürmt und habe Ihnen unter Todesangst erzählt, dass in der Küche gerade jemand mit einem Messer einen Mann abschlachtet und zu mir gesagt hätte, dass ich der nächste sei. Ich wollte unbedingt, dass sie nicht nachschauen, sondern mit mir über den Balkon flüchten. Ich habe seitdem nie wieder LSD angerührt. Ich habe es vorher geliebt, nur bei so einem Horrortrip glaubt man den Scheiß, den man sieht und vor allem kommt einem das echt real vor. Sie ist aber dennoch froh, dass ich nicht, wie von Ihr befürchtet, als fauler Harz IV Empfänger endete. Also Mama, es tut mir wirklich leid, dass ich dich so enttäuscht habe und ich danke dir deshalb dafür, dass du mich so akzeptierst, wie ich bin. Auch wenn ich nicht so recht in das Gesamtbild unserer Familie passe, kann ich mich immer auf dich verlassen.

Beichthaus.com Beichte #00031148 vom 07.05.2013 um 16:03:25 Uhr (17 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

127302 aus Deutschland

Das ist natürlich recht unglücklich gelaufen mit deinem Bildungsweg und dem Drogenkonsum, aber du bereust es aufrichtig. Und ich bin mir sicher das dich deine Mutter auch so lieben wird, selbst wenn du nicht das gewünschte Rollenbild erfüllst.

Absolution erteilt.

08.05.2013, 12:57 Uhr     melden


VcS

Für mich kommt jetzt nicht klar raus, was du im Leben überhaupt willst. Willst du die kuschelige Bequemlichkeit eines Jobs, den du ohne Probleme auf die Reihe bekommst, zusammen mit den netten Illusionen, die dir die Drogen verschaffen? Oder willst du dir für die Chance auf mehr den Allerwertesten aufreißen und die Drogen opfern? Wenn du es noch nicht getan hast: Entscheide dich! Noch bist du jung...

08.05.2013, 13:24 Uhr     melden


EmmyAltera

Ich deinem Fall finde ich es gar nicht so gut, dass deine Mutter so zu dir hält. So hast du keinen wirklichen Grund irgendwann die Absprung schaffen zu wollen. Du freust dich ja, dass dich akzeptiert wie du bist (also mit den Drogen). Aber denk mal weiter: Willst du mal eine Freundin bzw. Familie haben? Oder reicht dir deine Mutter dein Leben lang? (analog VCS nur auf privater Ebene)

08.05.2013, 14:13 Uhr     melden


MatzePeters

Ja, hast noch mal Glück gehabt, kein arroganter, spießiger Schlipsträger geworden zu sein, wie alle, die was aus ihrem Leben machen. Na ja, ich vermute, man muss sich sein Versagen irgendwie schönreden.

08.05.2013, 14:30 Uhr     melden


29873

Seit wann sind Schlipsträger pauschal gesehen alle arrogant und spießig? Du hast echt zu viel von dem Zeug genommen... Hör auf deine Mutter, sie hat schon Recht...

08.05.2013, 14:44 Uhr     melden


CoCaHunter aus Deutschland

Na und? Was jetzt? Vielleicht hättest du in der Krise deinen achso tollen Job verloren....später dann "Burnout" mit 30.... Du weisst doch garnicht mit Sicherheit ob du so nicht besser dran bist!!!

08.05.2013, 16:36 Uhr     melden


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autovaz2104

Kenne ein paar Leute mit einer ähnlichen Vita wie Du. Die meisten,haben sich spätestens Anfang 30 kräftig in den Arsch gebissen.

08.05.2013, 17:36 Uhr     melden


ManU_Master aus Deutschland

Dann kannst du jetzt entweder weiter als Industriearbeiter weitermachen und dir deine Gesundheit mit Drogen versauen oder aber du hörst damit endlich auf und machst was, um weiterzukommen.

08.05.2013, 19:40 Uhr     melden


leierkasten

Wie oft noch: Drogen sind nicht gut!!! Verdammt nochmal...

08.05.2013, 23:46 Uhr     melden


UselessBob aus Pirmasens, Deutschland

Mit 24 kannste noch einiges aus deinem Leben machen.

09.05.2013, 01:24 Uhr     melden


Anonühm;) aus , Deutschland

Du tust keinen mit den Drogen einen Gefallen und nimmst sie offenbar auch weiterhin, deswegen keine Absolution für die Drogensache. Ich kann mir vorstellen, dass ein Entzug schwer werden könnte, aber ich hoffe, dass du dich dazu durchringen kannst.

09.05.2013, 11:08 Uhr     melden


daFl4sh

ich würde sagen, wenn du mit deiner jetzigen situation zufrieden bist, dann sollst du auch so weitermachen. was ist so schlimm daran industriearbeiter zu sein? wenn es dir gefällt mach weiter so. das thema mit den drogen ist etwas schwieriger zu beurteilen. dass es deiner gesundheit schadet ist dir wohl klar, aber alkohol und zigaretten schaden der gesundheit auch. der unterschied ist, dass es in der gesellschaft akzeptiert wird. solange du dich mit drogen besser fühlst und deine arbeit oder andere wichtige dinge deswegen nicht vernachlässigst gibt es nichts dagegen einzuwenden.

09.05.2013, 11:36 Uhr     melden


psilotetrahydro

bevor ich hier meine scheinbar unendliche antwort auf interessierte leser loslasse, und auch wenn ich den (meisten) drogen positiv gegenüberstehe (was sich sicher in meinem post niederschlägt), soll dieser auf keinen fall so verstanden werden dass jeder drogen nehmen sollte. das soll jeder nach reiflicher überlegung (bitte, BITTE nicht nach dem motto: was kann schon passieren) selbst entscheiden.

30.07.2013, 23:35 Uhr     melden


Pringlez

Kann nur hoffen, dass du irgendwann davon wegkommst. Ist mir scheißegal, ob man Drogen nimmt, aber zu einer Sucht sollte man es niemals kommen lassen. Also lass dich therapieren, du bist zu jung zum Verrecken

04.08.2013, 22:14 Uhr     melden


Benjinco

Drogen werden von Menschen genutzt seit dieser von den Bäumen gestiegen ist um sich am vergorenen Fallobst zu berauschen. Gesellschaften und System welche Prohibition, egal welcher Art befürworten, bezweifeln die Fähigkeit das Individuen selbstbestimmt Handeln und Entscheiden können in bezug auf sich selbst. Ich konsumiere seit ich 12 bin, hab einen Beruf den ich liebe und bereue nichts in meinem Leben.

05.02.2014, 16:11 Uhr     melden


fm008 aus Deutschland

Bis zu Deinem abartig boshaftem Ausdruck "fauler Harz IV Empfänger" - und das auch noch falsch geschrieben! - hatte ich ein gewisses Verständnis für Dich. Aber nach unten zu treten und eine ganze Gruppe von Menschen pauschal zu verurteilen nur weil man selbst versagt hat, ist einfach nur dumm und widerlich.

03.05.2015, 21:03 Uhr     melden


Fabi.

Keine Absolution
Die hättest du nur bekommen, wenn du mit den Drogen aufgehört hättest.

14.07.2017, 20:05 Uhr     melden


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