Der Auszug aus meinem Leben

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Hochmut Drogen Dummheit Studentenleben Darmstadt

Ich (m/23) habe dieses Semester mit einem sehr schwierigen Studiengang angefangen. Da es sich hierbei um mein Zweitfach handelt, war es zwar neue Materie aber keine neue Institution, mit der ich dachte, mich auseinandersetzen zu müssen. Ich habe die ersten Wochen sehr fleißig gelernt und habe auch einen guten Anschluss zur Vorlesung und zur zeitnahen Bearbeitung der Übungsaufgaben gehabt. Jedoch habe ich in dieser Zeit bereits gemerkt, dass ich nicht nur meine Hobbys und meine Freundin, sondern auch meine anderen Fächer, die ich studiere, stark vernachlässige. Ich wohnte zu Beginn des Studiums mit einem sehr verrückten Kerl, den ich noch aus der Schulzeit kannte, zusammen und hatte mir angewöhnt, fast täglich zu kiffen. Das hat mich nicht großartig eingeschränkt, was das Studium betraf und im Vergleich zu meinem damaligen Mitbewohner war ich drogenkonsumtechnisch fast noch Jungfrau. Begonnen hat mein Abstieg an dem Zeitpunkt, an dem ich mich entschied, spontan auszuziehen. Und zwar um nicht nur meinen Konsum, sondern auch die merkwürdigen Eigenarten meines Mitbewohners, die mir sehr lästig waren, aus meinem Leben zu verbannen. Er putzte nie, wusch sich nur sehr selten und war sehr starker Raucher.

Ich fand ein erstklassiges Zimmer und sagte sofort zu. Der Umzug gelang mir ohne größere Probleme und ich fand bei meiner Familie große Unterstützung. Jedoch wendete sich das Blatt des Schicksals schlagartig. Ich reduzierte zwar meinen Konsum vom täglichen rauchen auf einmal wöchentlich, begann jedoch ab und zu normale Zigaretten zu rauchen, obwohl ich das immer verabscheut habe. Ich habe zwar in meinem Zimmer nicht mehr meinen Mitbewohner um mich herum, jedoch ist es teilweise so still, dass ich beginne immer wieder depressiv zu werden. Durch den Umzug bin ich nun eine Woche nicht dazu gekommen, mich um mein Studium zu kümmern, wodurch eine klaffende Schlucht zwischen meinem Leistungsstand und dem Verlangten entstanden ist. Durch den ganzen Stress die Materie nachzuholen, komme ich nicht dazu meine Kartons auszupacken und durch den vielen Stress und die angespannte Lage habe ich nun auch noch Probleme in meiner Beziehung bekommen.
Ich beichte also, dass ich aus meinem funktionierenden Leben in ein einsames Zimmer gezogen bin, das bisher ein einziger Haufen Unordnung ist. Dass ich seitdem mit meinem Studium hinterher hinke und mit dem Gedanken spiele das Fach zu wechseln, meine Freundin, meine Freunde und meine Hobbys vernachlässige und trotzdem weder glücklich noch besonders gut in dem bin, was ich studiere.

Beichthaus.com Beichte #00031143 vom 06.05.2013 um 10:59:01 Uhr in Darmstadt (18 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

EmmyAltera

Keine Beichte, so kann es eben manchmal im Studium und im Leben laufen.

07.05.2013, 11:16 Uhr     melden


Die,_die_recht_hat

Wenn man das verfilmen würde, dann hätten die Filme 'Lost in Translation', 'Before Sunshine' und 'About Schmidt' ernsthafte Konkurrenz.

07.05.2013, 11:21 Uhr     melden


127302 aus Deutschland

Du solltest lernen Proritäten zu setzen und mehrere Dinge zu gleicher Zeit zu bewältigen. Keine Absolution, da dies eher einem Tagebucheintrag gleicht.

07.05.2013, 11:48 Uhr     melden


Schusselchen

Wenn Du es nicht auf die Reihe bekommst deine Kartons auszupacken für sage und schreibe ein einziges Zimmer!! und dich so ein klitzekleiner Umzug total fertig macht, dann frage ich mich allen ernstes, ob Du überhaupt zu etwas fähig bist. Dann spielst Du noch mit dem Gedanken das Fach zu wechseln, bloß weil Du zu dämlich und zu faul bist eine Woche Lernstoff nachzuholen????? Du kommst mit deinem Leben nicht klar und schiebst alles auf Diesen Umzug, damit Du eine Ausrede hast, doch das Problem liegt bei Dir selbst. Glaub mir, mit so einer Einstellung bist Du schneller von der Uni weg als Du bis Drei zählen kannst. Aber das macht nix, weil Leute wie Du es eh nie im Leben zu etwas bringen und ihr Scheitern immer anderen in die Schuhe schieben werden (siehe Mitbewohner).

07.05.2013, 12:09 Uhr     melden


Butthurt

Ein schönes Beispiel dafür was dabei herauskommt, wenn man die Lebenslagen ohne Humor und Gelassenheit betrachtet. Aber scheint immerhin so, als ob du es in wenigen Wochen in den Burn-Out schaffen wirst...

07.05.2013, 12:25 Uhr     melden


ozelot

Bist Du sicher, dass dein Mitbewohner derjenige war, der die WG verwahrlosen ließ?

07.05.2013, 13:09 Uhr     melden


G.Now

Reiss Dich bitte mal etwas zusammen. Organisier Deine Tage effektiv mit Zeiten, in denen gelernt wird und welchen, in denen Du Freunde triffst. Deine drei Kisten kannste auch abends mal eben auspacken. So viel kann das ja wohl nicht sein. Also, nicht rumheulen, sondern los legen!

07.05.2013, 13:09 Uhr     melden


Zufallsbeichte
“Ein



bolzer

1 Stern - kein Mitleid - geh doch zu Hause, du alte Heulsuse.

07.05.2013, 15:21 Uhr     melden


VioletButterfly

hammer wie einfühlsam hier alle sind, der kerl hat depressionen und man sagt ihm dass er es im leben nie zu etwas bringen wird... warum legt ihr nich alle ein paar ceng zusammen und kauft ihm einen strick?!... zum beichter: lass dir helfen, rede mit freunden und familie, manchmal hat man halt einfach einen durchhänger, lass dich nicht unterkriegen

07.05.2013, 16:15 Uhr     melden


MeinSenfDazu

Freunde mobilisieren und das Zeug an Ort und Stelle räumen! Glaube mir, sobald in deinen vier Wänden Organisation herrscht, bekommst du auch dein Leben viel besser auf die Reihe. Äußerliches Chaos beeinträchtigt nämlich auch ein strukturiertes Denken.

07.05.2013, 20:02 Uhr     melden


Anonühm;) aus , Deutschland

Mein Tipp: Unter der Woche was für die Uni machen und am Wochenende das Leben mit geliebten Menschen (Familie, alte Klassenkameraden) verbringen. Aber ich weiß, dass sowas sehr schlimm sein kann. Wenn möglich, such dir wieder eine WG. Oder verbring die Wochenenden mehr bei deiner Familie/deiner Freundin; falls sie nicht zu weit weg wohnen.

07.05.2013, 21:03 Uhr     melden


thrillor aus Dortmund, Deutschland

Ist zwar leicht gesagt, aber mach dir keinen Stress. Nimm dir immer nur einen Schritt vor. Und wenn du ein oder zwei Semester dranhängst, macht das nichts. Und zum alleine wohnen: Mir persönlich hilft das Gefühl, "gebraucht" zu werden. Sei es auch nur ein Nebenjob, den du gerne ausübst, oder Freunde/Familie, mit denen du Zeit verbringst. Das hält wach. Nimm dir die Zeit.

07.05.2013, 21:17 Uhr     melden


ManU_Master aus Deutschland

Und deswegen wirst du depressiv? Junge, Junge, was willst du denn tun, wenn mal die richtigen Stürme losziehen?

08.05.2013, 00:55 Uhr     melden


Honigbienchen

Du hast gerade eine kleine Krise, aber mach dir keinen Stress, das geht vorbei. Gar nicht groß drüber nachdenken, das zieht einen nur noch mehr runter. Stattdessen Arschbacken zusammenkneifen, tun was notwendig ist und durch.

08.05.2013, 01:42 Uhr     melden


Silberwolf1 aus Köln, Deutschland

Kann den Beichter teilweise schon verstehen. Das Leben ist eben manchmal nicht so einfach...Mach dir keine Sorgen, wenn dein Lebenslauf kein exakt gerader Weg hin zum Ziel ist. Damit setzt du dich nur unnötig unter Druck und behinderst dich selbst. Es gibt oft genug Irrwege und Hindernisse, durch die du aber möglicherweise neue, bessere Wege findest.

08.05.2013, 01:46 Uhr     melden


Niks

Gott bist du ein Jammerlappen. Willst du uns ernsthaft verkaufen, dass einen Studiengang gibt der dich 7 Tage die Woche 16 Stunden am Tag einspannt? Falls nicht hör auf hier rumzumemmen und klemm die Arschbacken ein paar Tage zusammen, dass hast du wieder alles im Grünen. Das ist keine Beichte das ist billigstes Jammern über Probleme die es nicht gibt.

08.05.2013, 14:54 Uhr     melden


Mr.Hyde

Ich hab irgendwie das Gefühl, du suchst nur nach Entschuldigungen, die deinen eigenen Mist erklären. Dann wechsel das Studium zu einem Fach, welches dich nicht überfordert.

08.05.2013, 20:59 Uhr     melden


masoeng aus Deutschland

So ein Leben als Student ist schon schwer.....wie hältst du das nur durch?!

11.06.2013, 12:52 Uhr     melden


Gauloises19

Schlechte Wahl des Timings, durchaus, aber eine Beichte ist es absolut nicht.

31.01.2016, 17:12 Uhr     melden


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