Mein Doppelleben für die Tochter

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Trunksucht Feigheit Verzweiflung

Mein Doppelleben für die Tochter
Ich (m/28) hatte ein wunderbares Leben. Ich habe zusammen mit meiner Freundin in unserer Stadt einen Club aufgebaut, der noch immer gut besucht ist. Wir hatten nie Geldsorgen. Zwei Jahre später kam meine Tochter auf die Welt. Besser konnte das Leben einfach nicht sein. Doch dann starb meine Freundin bei einem Autounfall, das ist jetzt neun Jahre her und meine Tochter ist heute zehn Jahre alt. Ich versuche ein guter Vater zu sein, doch wenn ich sie morgens zur Schule gebracht habe, muss ich zum Psychiater, um mir dort Anti-Depressiva verschreiben zu lassen. Damit ich meiner Tochter vorspielen konnte, dass es mir gut gehen würde. Wenn sie am Wochenende bei ihren Großeltern ist, und ich behaupte, im Club arbeiten zu müssen, kommt das alles wieder hoch. Ich bin von Freitag Abend bis Sonntag früh nur am trinken. Der Club läuft von alleine, da muss ich nicht mehr viel machen. Ich halte es einfach nicht mehr aus, ihr immer vorzuspielen, dass es mir gut ginge und dass ich das alles verkraftet hätte. Aber ich will, dass sie wenigstens einen Vater hat, der sich um sie kümmert und das versuche ich auch wirklich. Ich möchte beichten, dass das alles nur Fassade ist und ich es ihr bis heute nicht erzählt habe, was ich wirklich fühle. Ich habe Angst dass sie dann denkt, sie würde auch noch ihren Vater verlieren.

Beichthaus.com Beichte #00024853 vom 28.09.2008 um 20:16:15 Uhr (41 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

zambrottagirlie aus Schweiz

Du hast einen starken Willen, dass zeigt dein Verhalten ganz klar. Wenn es nicht so wäre, würdest du dich nicht so um deine Tochter kümmern. Vielleicht musst du den Tod deiner Freundin noch besser verkraften, dir noch intensivere Hilfe holen. So auch beim Trinken. Ich wünsche dir aufrecht alles, alles Gute auf deinem Weg. Bleib weiterhin stark, deine Freundin wäre stolz auf dich und deine Tochter ist es so oder so! Ich bewundere deine Kraft und dein Wille.

29.09.2008, 00:11 Uhr     melden


Hans-Uwe

Loser natürlich nur mit einem o. Ach immer diese falschen Freunde

29.09.2008, 00:38 Uhr     melden


artus04 aus Mêlée Island

Moment mal, Du hast mit 16 einen Club aufgebaut? Ja ne, ist klar. Muss ja ein toller Club gewesen sein, in dem der Chef um zwoelf nach Hause musste. Vielleicht lieber zu den anonymen Alkoholikern statt zum Psychiater.

29.09.2008, 07:56 Uhr     melden


Macke aus Deutschland

Wenn Du so weitermachst, wird Deine Tochter auf lange Sicht auch noch ihren Vater verlieren. Alkohol und Antidepressiva sind sicherlich keine gute Kombination. Wenn Du es noch immer nicht verarbeitet hast, dann hole Dir auf andere Art und Weise Hilfe. Redet Dein Psychiater auch mit Dir oder verschreibt er Dir nur Pillen? Das Leben muss weitergehen, für Dich und Deine Tochter. Würde Deine Freundin wollen, dass Du Dich so gehen lässt? Beiß' die Zähne zusammen! Es ist schwer und das wird es auch bleiben, aber Du musst es für Deine Tochter tun und auch für Dich!

29.09.2008, 09:18 Uhr     melden


WickedSick

Sehr Bewegend....kläre sie auf wenn die Zeit dazu gekommen ist...

29.09.2008, 11:33 Uhr     melden


Tüte

Ich störe mich auch etwas an den Zeitangaben... Klär das mal auf...
Ansonsten: geh zu einer Suchttherapie und ein Psychiater, der nur Antidepressiva verschreibt, ist kein guter Psychiater.

29.09.2008, 11:34 Uhr     melden


StrgAltEntf aus Deutschland

Du solltest in jedem Fall Deiner Tochter nicht erzählen, wie es in Dir aussieht. Damit würdest Du sie absolut überfordern. Das kannst Du dann mal machen, wenn sie 16 ist. Ansonsten finde ich es gut, dass Du in Behandlung bist und vor allem dass Du für Deine Tochter da bist. Die Sache mit dem Saufen ist allerdings kritisch! Wenn Du nicht aufpasst, könntest Du damit Dein und das Leben Deiner Tocher zerstören.

29.09.2008, 11:53 Uhr     melden


Captain Kelly aus Status Civitatis Vaticanæ

Du gehst seit 9 Jahren zum Psychiater? Und es kommt nix bei rum?? Da solltest Du schleunigst den Therapeuten wechseln!! Thematisiere die Trinkerei im Rahmen Deiner Therapie. Soweit ich weiß, vertragen sich Antidepressiva und Alkohol nicht sonderlich gut miteinander. Wenn Du so weiter machst, gehst Du vor die Hunde....!

29.09.2008, 11:58 Uhr     melden


restless

Ich würde deiner Tochter auch nicht erzählen, wie es in dir aussieht. Sie ist noch viel zu jung um das zu verstehen. Ein Vater sollte eine Art Fels in der Brandung sein (Ein besserer Vergleich fällt mir leider nicht ein ;)). Er darf bestimmt auch mal unglücklich sein, aber von einer Depression sollte sie besser nichts erfahren..
Wichtig ist, deine Depression in den Griff zu kriegen. Ich war selbst depressiv und halte nicht sehr viel von Medikamenten. Zumindest nicht auf lange Sicht. Mein Tipp: Mach mal Sport. Ich weiss ja nicht ob/wie viel Sport du machst, aber das bewirkt Wunder. Egal ob joggen, Fitness oder Basketball. Irgendwas halt. Das du das saufen möglichst reduzieren solltest versteht sich von selbst. Depressionen und Alkohol bilden leider schnell einen Teufelskreis.

29.09.2008, 12:10 Uhr     melden


areaner

Jeden Morgen, wenn du die Kleine zur Schule gebracht hast, gehst du zum Psychiater, um dir eine Tablette geben zu lassen??? Eine einizge? Und deswegen musst du jeden Morgen da hin? Wegen der eine Tablette? Nur als Tip: Lass dir ne Packung verschreiben, ist einfacher, da snd nämlich mehrere drin und du musst nicht jeden Morgen zum Doc, um dir die eine Tablette zu holen! Wahlweise kannst du auch anfangen erfunde Geschichten wie diese, die nur dazu dienen Aufmerksamkeit zu erhaschen, etwas intelligenter aufzubauen! ;O)

29.09.2008, 13:04 Uhr     melden


The Big Lebowski aus Berlin, Deutschland

scheiße wenn man nich rechnen kann wa artus04 ... 28 - 9 = 19 ;) zur beichte: naja ... ich kanns verstehn ... wenn sie sich jetz auch noch sorgen um ihrne vater machne müsste, daran würde sie evtl auch kaputt gehn ... aber sags ihr wenn sie älter ist (14 - 16) ich denke mal in dem alter wird sie es verstehn udn besser verkraften ... und lass das saufen sein ! überleg mal was da alles passieren kann/auf was für ideen man kommt ... soll deine kleine auch noch ihren vater verlieren ?

29.09.2008, 13:12 Uhr     melden


The Big Lebowski aus Berlin, Deutschland

ah okay sorry hatte das "2 jahre später..." überlesen ... ich denke mal das die club eröffnung neun jahre her ist udn 2 jahre später die tochter zur welt kam ?! naja .. sorry artus04 ^^ ;)

29.09.2008, 13:16 Uhr     melden


css89

ich denk mal dass der sich vertippt hat -> 2 und 3 sind ja nebeneinander also wird er 38 sein sonst kann da was nicht stimmen

29.09.2008, 14:04 Uhr     melden


Snaffs

könnte doch auch sein, dass er den Club mit 19 (The Big Lebowski's Rechnung: 28 - 9 =19)Und den Club vielleicht mit knapp 18 aufgemacht hat. Kann ja sein, dass der Beichter Morgen geburtstag hat. Ich denke schon, dass das möglich ist.

29.09.2008, 14:08 Uhr     melden


Schwulibuli

vielleicht wäre eine psychotherapie nicht schlecht. du schreibst, dass du nur zum psychiater gehst (=der dir nur medikamente verschreiben kann), aber mit jemandem darüber geredet und den ballast mal abgeworfen hast du nicht. das würde dir aber gut tun, fernab was mit deiner tochter ist.

alles gute beinsen!

29.09.2008, 16:27 Uhr     melden


Schlangemann aus NRW, Deutschland

Snaffs: 28-10-2 = 16 Ich kann mir schon vorstellen was für ein Club das ist: Alte Industrieruine für Unterweltler :)

29.09.2008, 16:57 Uhr     melden



Snaffs

ich gehe dabei mehr auf das "Das war vor neun Jahren" aus als von dem "meine Tochter ist heute 10"

29.09.2008, 17:03 Uhr     melden


Schlangemann aus NRW, Deutschland

Snaffs: Der Autounfall seiner Freundin ist neun Jahre her, nicht die eröffnung seines Clubs. learn/2/math

29.09.2008, 19:08 Uhr     melden


DiePest

Laß als erstes und konsequent den Alkohol weg, sonst verliert deine Tochter dich als Vater!

29.09.2008, 19:22 Uhr     melden


justspamme

Is zwar Sch... das du trinkst aber trotzdem fetten Respekt für dein restliches Verhalten!

30.09.2008, 09:10 Uhr     melden


artus04 aus Mêlée Island

Ihr seid Pisa.

30.09.2008, 10:16 Uhr     melden


Simplyblack aus Deutschland

harte geschichte...mein beileid! und such dir nen guten psychotherapeuten! es ist wirklich wichtig über sowas zu reden, tabletten zögern alles nur raus

30.09.2008, 18:05 Uhr     melden


Schw@izer aus Schweiz

Mh, würdest du mir den Zeitlichen Ablauf noch mal erklären? Also ihr habt einen Club aufgebaut. Und das 2 Jahre vor der Geburt deiner Tochter die jetzt 10 ist. Das heisst ja dann, wie Schlangenmann so schön vorgerechnet hast, dass du mit 16 den Club eröffnet hast. Wie alt war denn damals deine Freundin?

01.10.2008, 08:53 Uhr     melden


Gadwan

zu was fuer nem psychater gehst du das der dir nur psychopharmaka und anti-depressiva verschreibst. bei deinem problem solltest du dir mal einen suchen der dir wirklich hilft.

17.10.2008, 03:29 Uhr     melden


empireofdirt

mach eine vater-kind-kur, das hilft... wenn die kur abgelehnt wird, dann geh in berufung... wird dann meistens angenommen!

19.10.2008, 23:39 Uhr     melden


polizeisaarland aus Saarbrücken, Deutschland

"dass sie dann denkt, sie würde auch noch ihren Vater verlieren."
Wenndu so weiterlebst wird sie das auch früher oder später!
Lass dich mal anständig behandeln, wechsele den Arzt. Medikamente allein, haben noch niemandem geholfen!

25.11.2008, 17:24 Uhr     melden


Deadfire

gib den mut nicht auf,du kannst es schaffen. das mit deiner freundin tut mir leid aber du solltest wieder aufstehen nicht nur wegen deiner tochter sondern auch wegen dir !!!

29.04.2009, 22:46 Uhr     melden


koakanii

du wirst es schaffen

16.06.2009, 21:43 Uhr     melden


RaZ

Ehrlich gesagt fällt mir kaum etwas ein, das ich dir raten könnte, außer zu einem anderen Pschologen zu gehen. Psychopharmaka richten auf lage Sicht mehr Schaden an als sie nutzen. Und wegen dem Alkohol solltest du auch in Therapie gehen.

17.07.2009, 19:04 Uhr     melden


lucl

Kinder merken alles.
Stell Dich.

21.07.2009, 22:29 Uhr     melden


xMetaMorph

Vielleicht hat er mit m/28 auch gemeint das er damals 28 war.

24.06.2010, 11:26 Uhr     melden


Luisaaa

wie traurig :(

24.11.2010, 11:51 Uhr     melden


Ronnie_Kimmel

Du hast mit 16 Jahren einen Club aufgemacht und mit 18 ein Kind bekommen?

01.11.2012, 20:53 Uhr     melden


BanEdo

Und dein Psychiater verschreibt dir einfach Anti-Depressiva ohne eine andere Therapiemöglichkeit anzubieten. Also wenn dein Club eh läuft, ohne dass du dabei sein musst, dann würde ich dir eine Therapie raten. Deine Tochter kann bei Ihren Großeltern bleiben solange und ich denke mit 10 ist sie reif genug zu verstehen, dass es dir nicht gut geht. Sie wird dich sicherlich Unterstützen. Verlieren wird sie dich dadurch nicht, denn durch deine Beichte ist klar erkennbar, dass du sie auch nicht einfach so gehen lässt. Lass dir Helfen und viel Erfolg dabei!

18.11.2012, 19:11 Uhr     melden


Ninka

Auch hier würde mich ein update interessieren vom Beichter. Notfalls auch mit einen falschen Account. Ich hoffe du hast auf längere Sicht einen anderen Weg gefunden mit deinem Kummer klar zu kommen, du bist ohne Frage ein sehr guter Vater, aber Kinder merken es leider wenn es den Eltern sehr schlecht geht.

02.03.2013, 23:51 Uhr     melden


gemmakaffeetrinken aus Wien, Österreich

Fang an die kleinen Freuden zu genießen und laß den Alkohol, der macht blöd. Es ist noch nicht aller Tage Abend und auch Du kannst es noch schön haben. Meinen frommen Wunsch hast Du :smile:

19.07.2013, 23:45 Uhr     melden


Princess999

Wenn deine Tochter etwas älter ist, wird sie dich verstehen! Wenn du deine Depressionen zu lange in dich hineinfrisst, wirst du eines Tages platzen und alles der letzten Jahre wird hoch kommen!! Versuche es vllt noch 1-3 Jahre deine Depression zurück zuhalten. Und wenn sie dann einmal sehr gut nach Hause ankommt, erzähl ihr alles. Ich denke sie wird dich bestimmt verstehen.

15.11.2013, 16:17 Uhr     melden


123beichter123

Lass dich nicht vom alkohol kaputt machen, allein deine beichte zeigt, dass du viel zu gut für sowas bist!!!!

05.01.2014, 03:29 Uhr     melden


douglasp

also so wie ich das sehe solltest du in eine gute Therapie investieren- für dich und für deine tochter. los jetzt!

25.06.2014, 14:06 Uhr     melden


BrauneBombe aus Deutschland

Manche Menschen wären froh, solch einen Vater zu haben!

25.08.2014, 16:21 Uhr     melden


firstsonic

schau in die augen deiner tochter und sehe die mutter darin, es ist ein teil von ihr, die weiter an deiner seite lebt.

es ist leicht von außen zu sagen, sei stark, aber wie schlimm wäre es um dich, wenn du nicht deine tochter hättest und in aller stille und einsamkeit deinen verlust erleiden müsstest.

wenn du jetzt stark genug wirst, wird sich das schicksal bei dir bedanken, es ist eben ein komplizierter tanz zwischen gefühlen und gedanken, sich nicht in depressionen zu verlieren, durch das trinken, wird sie aber früher oder später einen alkoholiker zum vater haben und alles was du krampfhaft versucht aufzubauen, kann von heute auf morgen im nu verschwinden.

lass dich nciht in die sucht treiben, sonst verlierst du dich im takt und somit auch den tanz, du stolperst, verlierst deinen anmut und deine würde und fällst dann hin

vielleicht hilft es bei den AA vorbei zu schauen zusätzlich zu deinen sitzungen bei deinem therapeuten

03.07.2016, 21:31 Uhr     melden


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