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Beichten: 25.585 | User: 213.875 | Kommentare: 401.817
Neueste Kommentare

4.1/5 (5166 Votes)

81.) Kyrillische Menüführung

(Beichthaus.com Beichte 00026643)



Ich möchte beichten, dass ich heute in einem Küchen-Einrichtungshaus die Sprache bei allen Herden mit grafischer Menüführung von deutsch auf kyrillisch oder tschechisch umgestellt habe.



Beichte vom 10.07.2009, 12:41:09 Uhr

4.1/5 (3636 Votes)

82.) Jörg-Detlef

(Beichthaus.com Beichte 00028152)



Ich (m/23) habe mich vor einigen Monaten in einer Firma beworben. Ganz regulär, mit Zeugnis, Lebenslauf usw. Einige Tage später kam ein Anruf, ich solle zu einem Vorstellungsgespräch kommen. Als ich in der Firma am nächsten Tag eintraf, war besagter Herr jedoch krank und ich wurde zu einem Kollegen verwiesen. Ich ging also zu einem circa 40 Jahre alten, sehr seriösen und freundlichen Mann ins Zimmer. Er stellte sich mit seinem Nachnamen vor. Der Name war ganz "normal", also nichts, worüber man sich hätte amüsieren können. Das Gespräch verlief die ersten 5 Minuten sehr gut, ich war ausgesprochen ruhig und habe ganz sachlich die Fragen meines Gesprächspartners beantwortet. Kurzum, es lief eigentlich perfekt und ich merkte auch, dass mein Gegenüber durchaus zufrieden war. Jedoch kam wenig später die Sekretärin ins Zimmer, entschuldigte sich für die Störung und meinte: "Jörg-Detlef, kommst du bitte mal mit rüber? Da ist ein Herr von der Firma X, es ist wichtig". Ich dachte, ich traue meinen Ohren nicht. Dieser Mann vor mir heißt Jörg-Detlef! Als besagte Person dann das Zimmer verließ, musste ich erst einmal volles Rohr lachen. Sicherlich kann der gute Mann nichts für seinen Namen, aber er klang in dem Moment einfach zu blöd. Ich saß also lachend auf dem Stuhl, habe immer wieder "Jörg-Detlef" vor mich hingenuschelt und mir einen abgelacht. Auf einmal sagt eine Stimme hinter mir: "Lachen sie ruhig weiter, ich habe nur meine Unterlagen vergessen". Mich traf der Schlag. Jörg-Detlef kam nach 10 Sekunden wieder ins Zimmer, schnappte sich ein paar Dokumente und ging hinaus. Nach circa 10 Minuten kam er wieder zurück, entschuldigte sich für die Unterbrechung und führte das Gespräch weiter, als wäre nichts gewesen. Mit dem üblichen Satz "Wir melden uns bei Ihnen!" verabschiedete er sich von mir. Ich dachte mir, ok, er hat wohl nicht gemerkt, dass ich über ihn gelacht habe. Ein paar Tage später kam jedoch die Absage. Man habe sich für einen anderen Bewerber entschieden. Das Fiese an der Absage war jedoch der Namenszug am Ende des Briefes. Jörg-Detlef war circa in Schriftgröße 25 geschrieben, der Nachname ganz normal in etwa 12. Zur Absage bekam ich also gleichzeitig noch einen Arschtritt verpasst. Ich schwöre hoch und heilig, dass ich nie wieder über die Namen anderer Leute lache.



Beichte vom 17.09.2010, 12:17:39 Uhr

4.1/5 (3121 Votes)

83.) Harter Kerl

(Beichthaus.com Beichte 00022342)



Ich, männlich, 42 Jahre alt, mit beiden Beinen fest im Leben, Jeepfahrer, Tattoo auf dem Oberarm, Offizier beim Bund, habe Angst vor Gewitter.



Beichte vom 22.07.2007, 05:10:03 Uhr


4.1/5 (2917 Votes)

84.) Mit einem Türken zusammen

(Beichthaus.com Beichte 00023591)



Ich war mal mit einem Türken zusammen. Diesen Fehler werde ich nie wieder begehen!



Beichte vom 25.03.2008, 02:55:27 Uhr

4.1/5 (2513 Votes)

85.) Laberflash

(Beichthaus.com Beichte 00024890)



Als ich in der elften Klasse war, haben wir mal in der Mittagspause eine Bong durchgezogen und sind dann bekifft in unseren Unterricht gegangen. Ich habe dummerweise nach fünf Minuten [...]
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Beichte vom 03.10.2008, 20:54:52 Uhr
Ort: Forchheim

4.1/5 (2437 Votes)

86.) Flugzeuge im Bauch

(Beichthaus.com Beichte 00020167)



Ich, männlich, 19 Jahre alt, kann "Flugzeuge im Bauch" von Oli.P auswendig. Ich schäme mich dafür.



Beichte vom 04.01.2007, 22:57:53 Uhr

4.1/5 (1359 Votes)

87.) Mit 8000 Euro Prioritäten setzen

(Beichthaus.com Beichte 00015745)



Ich verdiene ungefähr 8.000 Euro/netto im Monat. Trotzdem komme ich damit nicht über den Monat, weil ich mein ganzes Geld für Nutten ausgebe. [...]
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Beichte vom 09.08.2006, 19:49:47 Uhr

4.1/5 (1299 Votes)

88.) Begrenzungspfosten

(Beichthaus.com Beichte 00028212)



Auf einem Landstraßenabschnitt, den meine Kollegen und ich in Schuss halten, werden seit einigen Monaten immer wieder, auf einem knapp drei Kilometer langen Teilstück, die Begrenzungspfosten zerstört. Vermutlich fährt da ein Idiot absichtlich weit rechts und macht die Tür auf, damit er die Teile umhauen kann. Gestern und heute durften meine Kollegen und ich mal wieder aufräumen und erneuern. Wir möchten beichten, dass wir einen der Pfosten mit Beton ausgegossen und mit einer Stahlstange knapp einen Meter tief im Boden verankert haben.



Beichte vom 15.10.2010, 22:34:50 Uhr

4.1/5 (1248 Votes)

89.) Minigolf

(Beichthaus.com Beichte 00027803)



Ich möchte beichten, dass ich als dreijähriger Pimpf im Urlaub in Österreich ins Loch einer Minigolfbahn geschissen habe. Bitte verzeih mir armer Platzwart, aber ich wusste es nicht besser und es war echt dringend.



Beichte vom 13.05.2010, 17:19:48 Uhr

4.1/5 (914 Votes)

90.) Fahrradschloss geteilt

(Beichthaus.com Beichte 00027104)



Ich (m/22) wollte mich an einem kalten Winterabend mit einem Kumpel im Einkaufszentrum treffen, um ein bisschen zu shoppen. Wir hatten damals beide nur Fahrräder und er war schon früher da als ich und hatte sein Fahrrad schon angeschlossen. Da ich leider kein Schloss hatte, bin ich schnell rein und habe mir den Schlüssel für seines geben lassen. Bin also wieder raus, habe mein Fahrrad an seines geschlossen und dann mit ihm eine Runde durch die Passage gelaufen. Nach einer Stunde wollten wir dann wieder los und sind wieder raus.

Schock, mein Fahrrad war weg! Seines stand da ganz alleine. Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass ich mein Fahrrad ganz woanders angeschlossen hatte. Ich bin dann zu besagter Stelle gelaufen und siehe da, dort stand mein Fahrrad alleine und unangeschlossen. Es scheint so, dass ich mein Fahrrad aus Versehen an ein Fremdes geschlossen habe und der Schlüssel zufällig passte. Ich muss heute noch lachen, wenn ich mir vorstelle, wie diese Person aus dem Einkaufszentrum kommt und auf einmal ein fremdes Fahrrad mit an seinem eigenen Schloss angekettet ist. Ich muss mir immer vorstellen, wie der Typ abends noch im Bett liegt und überlegt, warum jemand so etwas tun sollte. Wenn man den wahren Grund nicht kennt, ergibt das doch überhaupt keinen Sinn.



Beichte vom 13.10.2009, 18:10:55 Uhr
Ort: Magdeburg

4.1/5 (3852 Votes)

91.) Gondel-Spaß

(Beichthaus.com Beichte 00027014)



Als ich noch etwas jünger war, ca. 14/15 Jahre, bin ich mit meinen Eltern immer in die Berge in den Urlaub gefahren. Und wie das eben mitten in der Pubertät [...]
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Beichte vom 20.09.2009, 17:56:56 Uhr

4.1/5 (2482 Votes)

92.) Lava zum Frühstück

(Beichthaus.com Beichte 00002046)



Also, ich habe das Zeug aus einer Lavalampe gegessen und jetzt habe ich starken Ausschlag in der Fresse. Beim Rülpsen brennt es in den Augen, und wenn ich etwas esse, schmeckt es irgendwie immer nach Gummibärchen.



Beichte vom 22.11.2005, 06:57:19 Uhr

4.1/5 (2233 Votes)

93.) Meine Abrechnung

(Beichthaus.com Beichte 00022305)



Ich beichte, dass ich solch opportunistischen Frauen wie aus 00022304 auf der einen Seite am liebsten alle Geschlechtskrankheiten der Welt an den Hals wünschen würde - auf der anderen Seite [...]
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Beichte vom 19.07.2007, 02:48:17 Uhr


4.1/5 (1977 Votes)

94.) Fett im Auge des Betrachters

(Beichthaus.com Beichte 00022071)



Ich habe einer Magersüchtigen gesagt, dass sie fett ist.



Beichte vom 14.06.2007, 17:33:35 Uhr

4.1/5 (1472 Votes)

95.) Meine Ex und der Schönling

(Beichthaus.com Beichte 00027308)



Ich bin vergangenes Jahr mit meiner Freundin in eine Wohnung gezogen, die meinen Schwiegereltern gehört. Mein Schwiegervater ist im Immobiliengeschäft, er ist Eigentümer sehr vieler Wohnungen. Da meine Freundin noch studierte, ich aber seit ein paar Jahren eine kleine Firma besitze, bezahlte ich die komplette Einrichtung: Alles von IKEA, Schranksystem, das teuerste Ledersofa, Küche u.a. mit Induktionsherd, 60 Zoll Plasma, der Größte, den ich bekommen konnte. Auf den Wunsch einer einzelnen Dame habe ich sogar Merbau- und Walnuss Parkett verlegen lassen. Einen knappen Monat, nachdem die Hütte komplett eingerichtet war, erwischte ich meine Freundin mit einem Schönling aus dem Studium wild pimpernd im Bett. Sie war auch noch so dusselig nicht auf die Uhr zu gucken, sie wusste eigentlich wann ich nach Hause komme. Der Typ war ziemlich entsetzt, denn sie hatte ihm gesagt, sie wäre Single, wie ich völlig perplex feststellen musste. Er entschuldigte sich sogar mehrmals bei mir. Sie lachte bloß über uns beide und schmiss ihn und mich mehr oder weniger aus der Wohnung. Sie drohte uns mit ihren Eltern, Polizei und Anwalt, diese würden ja sowieso ihr glauben, weil sie die Frau sei. Bei ihren Eltern erzählte sie später den Klassiker, sie habe mich mit meiner Sekretärin erwischt. Meine Sekretärin ist Mutter zweier Kinder, Mitte vierzig und eher mäßig attraktiv.

Ich versuchte ihre Eltern davon zu überzeugen, dass sie diejenige war, die fremd gegangen war, aber sie glaubten natürlich ihrer Tochter mehr. Kann ich ihnen nicht mal verübeln. Ich wollte natürlich zumindest einen Teil der Kohle für die Einrichtung wieder zurück haben, aber da ging kein Weg rein. Nach einer Weile Rumsitzens und Selbstmitleid meinerseits rief mich der Typ aus dem Studium an, mit dem ich sie erwischt hatte. Wir trafen uns und überlegten uns nach ein paar Bier und unter Zuhilfenahme gewisser Beichthaus.com-Geschichten einen fiesen Plan: Er verabredete sich mit ihr zum "Reden". Die beiden landeten im Bett. Nachher wollte er mit ihr tatsächlich noch reden und unter dem Einfluss einiger Wodka-Red-Bull gab sie einigermaßen stolz zu, mich vom Anfang unserer Beziehung an nach Strich und Faden betrogen zu haben, sogar mit einigen Kumpels, von denen ich das nicht einmal im Ansatz vermutet hatte und meinem besten Mitarbeiter, aber das nur am Rande. Was sie nicht wusste war, dass ihr Bettgefährte in seiner schicken Studententasche einen Camcorder mit ziemlich viel Speicherplatz dabei hatte. Zu Hause schnitt ich am Rechner die relevanten Stellen zusammen, die ich anschließend als geschäftliche Email getarnt von einem Freund aus ihrem Vater schickte.

Eine Woche später hatte er mir einen fünfstelligen Betrag auf meinem Konto überwiesen. Und es kamen zig Hass-Emails in denen mich meine Ex mit irgendwelchen Freunden von ihr bedrohte, die ich umgehend an die Polizei weitergeleitet habe. Davon mal abgesehen sollen ihre ach so harten Freunde nur kommen, sie weiß, dass ich zweimal die Woche zu Taekwondo gehe. Vermutlich hat das ihr fremd gehen sogar noch gefördert. Ich möchte an dieser Stelle dem Beichthaus danken, für die Inspiration zu meiner Rache. Ich fand im übrigen die Beichten mit dem "auf-die-Zahnbürste-pinkeln usw." auch ganz nett, aber zu Konsequenz-arm.



Beichte vom 12.12.2009, 12:19:21 Uhr
Ort: Meißen

4.1/5 (1258 Votes)

96.) Rache an der Stalkerin

(Beichthaus.com Beichte 00026687)



Vor einem oder zwei Jahren wurde ich (m/18) regelrecht gestalkt, und zwar von einer Schulkollegin des Mädchens, auf das ich damals stand. Da dieses Mädchen keinen Handy-Tarif mit Frei-SMS hatte, sendete sie mir immer mit dem Handy ihrer Schulkollegin Nachrichten. Nach einiger Zeit kamen aber immer seltsamere SMS - zum Beispiel, dass sie sich gleich umbringt oder mich "ficken" will. Es stellte sich dann heraus, dass diese SMS nicht von dem Mädchen kamen, in das ich verknallt war, sondern von ihrer Kollegin. Sie ging mir schon ziemlich auf die Nerven, rief mich an und schickte mir täglich SMS, worauf ich immer nur mit "du nervst" antwortete.
Ich bat meinen Schwarm darum, dass sie doch meine Nummer und alle SMS von ihrem Handy löschen solle, doch zu diesem Zeitpunkt kannte die Stalkerin meine Nummer schon auswendig.

So ging das dann einige Wochen lang. Meine Stalkerin erzählte in der Schule Lügengeschichten, was sie alles mit mir macht oder gemacht hat, obwohl ich sie noch nie wirklich gesehen habe. Wochenlang antwortete ich nicht mehr auf ihre SMS oder Anrufe, sie hatte dann schon einen richtigen Hass auf mich entwickelt, weil ich ihre anscheinende Liebe nicht erwiderte. Eines Tages lief das Fass wohl über, sie schickte mir Droh-Nachrichten und überfüllte meine Mobilbox mit Beschimpfungen, wobei es sich auf drei Wörter beschränkte, die sie immer wiederholte: Arschloch, Hure und Misstgeburt. Dass es eine "Misstgeburt" nicht gibt und sie wahrscheinlich Missgeburt meinte, interessierte sie nicht, als ich sie darauf hinwies. Zu guter Letzt kam eine Morddrohung, jetzt dachte ich, es ist Zeit, um ihr eins auszuwischen. Ich zeichnete die Morddrohung also auf dem Anrufbeantworter auf. Am nächsten Morgen rief ich, mit verstellter Stimme und versteckter Handynummer, bei ihr an. Und meldete mich als "Michael Schober, Polizeiposten Wien-Favoriten". Etwas panisch fragte sie dann, was wohl los sei. Also erklärte ich ihr, dass eine Anzeige wegen Morddrohung gegen sie vorliegt, und spielte ihr die Aufnahme vor. Sie meinte, sie wüsste von nichts und erkundigte sich, wer sie angezeigt hätte. Ich antwortete nur, dass diese Person anonym bleiben möchte und fragte, ob ihre Eltern zu Sprechen sind. Jetzt war sie echt panisch, und stotterte "Nein, die sind arbeiten!" Bei der Frage nach ihrem Arbeitsplatz wurde sie noch hysterischer und meinte, dass sie es nicht wüsste. Jetzt tat ich einen auf sauer, schlug auf den Tisch und brüllte sie an, dass sie nicht lügen solle. Sie wimmerte und sagte, es täte ihr alles so leid, ob man das auch ohne ihre Eltern klären könnte. Darauf meinte ich, dass sich diese Person vielleicht mit einer Entschuldigung zufriedengeben würde. Sie willigte ein, und so verabschiedete ich mich und wartete auf eine Nachricht von ihr. Wenige Sekunden darauf klingelte mein Handy, Sie war dran und offenbar am Heulen, sie flehte um Verzeihung und versprach mir, mich nicht mehr zu nerven. Von da an war Ruhe.



Beichte vom 17.07.2009, 08:12:02 Uhr
Ort: Favoriten, Wien

4.1/5 (1163 Votes)

97.) 14 Stunden eingesperrt

(Beichthaus.com Beichte 00029416)



Meine Ex und ich waren seit über vier Jahren zusammen. Die gesamte Zeit war nicht leicht, weil ihr Ex-Mann die Kinder aus der Ehe stark beeinflusste, sodass ich diese niemals [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 07.10.2011, 06:05:49 Uhr
Ort: Gaadt, 25980 Westerland

4.1/5 (992 Votes)

98.) Deutsche Verhaltensweisen

(Beichthaus.com Beichte 00021157)



Es gibt nichts Unentspannenderes, als mit Deutschen zusammen zu sein. Sie sind anstrengend bei allem, was sie tun. Nichts fließt, nirgendwo verspürt man auch nur für eine halbe Sekunde Leichtigkeit beim Zusammensein. Mich nervt dieser deutsche Zwang zu sinnlosen und inhaltsleeren Aktivismus, egal ob bei der Arbeit oder während der Freizeit. Mich nervt ganz besonders deutsche Zwangsspaßigkeit. Besonders diese Spezies Freizeitkomiker, die dich förmlich mit ihrer Witzigkeit zuscheißt. Da klappen meine Ohren sofort zu und ich drifte mental ab, grinse nur noch mechanisch zurück, wenn das Gegenüber sich gerade mal wieder über den eigenen Kalauer amüsiert. Und überhaupt, keinerlei Feingefühl, keine Subtilität, kein Gespür für Nuancen, keine Geduld und Konzentration um mal genauer hinzuhören und hinzusehen. Alles muss plakativ und schwarz-weiß sein, bloß keine Zwischentöne und Ambivalenzen. So etwas irritiert nur, das ist anstrengend und macht den anderen unsicher, wenn er nicht das Gefühl hat alles sofort in seine geliebten Denkschubladen einordnen zu können.

Und da ist diese speziell deutsche Form der Pseudo-Scheißfreundlichkeit. Wenn ein Deutscher meint, sein von Natur aus eher abweisendes und abgrenzendes Naturell übertünchen zu müssen, dann setzt er dieses debil-devote Langzeitgrinsen auf und macht einen auf netten Kumpel. Das wirkt so aufgesetzt und unnatürlich, dass es mich äußerste Mühe kostet, das Spiel mitzumachen. Heilige Scheiße, was soll das? Was wollen die mir damit beweisen? Haben sie Angst davor, dass ich ihnen irgendetwas anmerke, das sie vor mir verbergen wollen? Irgendwie habe ich bei Deutschen selten das Gefühl, dass sie ehrlich sind. Sie mögen zumeist harmlose und berechenbare Genossen sein, was ich durchaus zu schätzen weiß, aber sie haben diese eigenartige Neigung sich als etwas verkaufen zu wollen, was sie überhaupt nicht sind. Da ist immer dieses unterschwellige Gefühl, dass mit denen irgendetwas nicht stimmt. Aber ich glaube, dass merken sie selbst nicht bzw. sie machen dies unbewusst. Vielleicht fehlt ihnen ein bisschen der Zugang zu sich selbst, um dies zu erkennen.



Beichte vom 04.02.2007, 09:47:27 Uhr

4.1/5 (804 Votes)

99.) Kiddies das Spielen verderben

(Beichthaus.com Beichte 00027706)



Ich arbeite neben meinem Studium bei einer IT-Firma, die ein relativ bekanntes Online-Spiel anbietet, im Support. Leider besteht unsere Hauptzielgruppe aus kulturell und intellektuell eher anspruchslosen jungen Menschen, überwiegend Männer zwischen 14 und 20. Ich werde also regelmäßig per E-Mail und Telefon bereits zur Begrüßung wüst beschimpft und beleidigt, teilweise wird auch völlig grundlos mit Polizei und rechtlichen Schritten gedroht. Bei Vertretern solcher Art setze ich umgehend in ihren Spielerprofilen alle Spielstände auf Null. Glücklicherweise ist unser Spiel noch dermaßen verbuggt, dass mich noch niemand verdächtigt hat. Manchmal schäme ich mich dafür, dass ich kleinen Kiddies den Sinn ihres Lebens zunichtemache (bei einigen scheint das tatsächlich so zu sein) und mich auf ihr Niveau herunterlasse, andererseits denke ich mir, dass einige vielleicht dann vor Verzweiflung aufhören zu spielen und etwas Anständiges mit ihrer Zeit anfangen, z.B. korrekte Rechtschreibung und Grammatik lernen.



Beichte vom 13.04.2010, 04:23:36 Uhr

4.1/5 (727 Votes)

100.) Luft mitwiegen

(Beichthaus.com Beichte 00027502)



Ich möchte beichten, dass ich es hasse, wenn ich mit meiner Freundin einkaufen gehe. Da gibt es speziell eine Sache: Sie knotet die Gemüsetüten nicht zu, weil sie der Meinung ist, die Kassiererin an der Kasse würde dann die Luft mitwiegen und das Ganze würde dann aufgrund des vermeintlich höheren Gewichts zu einem höheren Preis kommen. Auch meine Erklärung, dass die Waage an der Kasse, wenn sie ganze Zeit Luft "mitwiegen" würde, einen ständigen Ausschlag haben müsste, ließ sie kalt. Eins vorneweg, sie ist sehr intelligent und in manch einer Hinsicht sehr viel cleverer als der eine oder andere hier, aber diese Lebensnaivität macht mich fertig.



Beichte vom 10.02.2010, 18:35:27 Uhr
Ort: Kiel


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