Beichthaus.com
Anonym Beichten Anmeldung | Login
       

Beichten: 26.156 | User: 217.108 | Kommentare: 415.732
Neueste Kommentare

4.1/5 (2907 Votes)

121.) Das geteerte Klassenbuch

(Beichthaus.com Beichte 00025977)



Als ich noch zur Schule ging habe ich das Klassenbuch geklaut und einen Bauarbeiter gefragt, ob er es mit einteeren kann. Er fand es lustig und hat es unter den [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 29.03.2009, 01:58:31 Uhr

4.1/5 (2818 Votes)

122.) Der Stalking-Kollege

(Beichthaus.com Beichte 00026650)



Ich habe gerade eine sehr krasse Sache hinter mir. Vor etwa einem Jahr fing bei mir in der Firma ein zwei Jahre jüngerer Mann (ich bin 33) an, den ich eigentlich sehr mochte. Er erzählte auch sehr freimütig, dass er im Heim aufwuchs, Drogenprobleme hinter sich hatte, im Gefängnis war, aber sein Leben jetzt auf der Reihe war. Naja, dachte ich, freut mich für ihn, es gepackt zu haben.
Nun, bei uns ist es eine Firmentradition, dass jeder mal zum Grillen einlädt, und das es dabei sehr lang dauert, also auch mal bis zum morgen getrunken und gefeiert wird, und auch beim Einladenden geschlafen wird, wenn möglich. Diesmal war ich dran. Der Kerl war auch dabei. Ich habe eine Frau und eine Tochter, und mit viel Arbeit und Liebe haben wir uns ein kleines Paradies geschaffen, ein Haus mit Garten und ausgebauten Nebengebäuden, der Schuppen ist eine Art zweite Wohnung, usw. Jedenfalls war der Kerl total erstaunt und fühlte sich sichtlich wohl bei soviel Nestwärme. Nun, wir feierten insgesamt bis 9 Uhr in der frühe, und dann gingen wir schlafen. Gegen Nachmittag gingen dann alle heim, nur er wollte irgendwie nicht, wie man merkte, und erst nach dem gemeinsamen Abendessen mit meiner Familie ging er dann auch.
Nach ein paar Tagen passierten dann plötzlich seltsame Dinge. Meine Frau bekam einen Anruf, ich würde fremdgehen, und vermeintliche Fotos, denen man den Photoshop auf drei Meter Entfernung ansah. Sie bekam auch Blumen geschickt, und alles war mit "Ein Freund, der Dein Bestes will" unterzeichnet. Zur selben zeit fing der Kollege an zu nerven, wann wir denn mal wieder in unserem Garten einen Trinken würden.
Auch meine Tochter wurde offenbar beobachtet, eine Kindergärtnerin sagte mir, ein Auto wäre immer da, wenn meine Frau die Kleine holte. Das ganze wurde mir unheimlich, aber der Zusammenhang war mir noch immer nicht klar. Bis ich dann auf eine Fortbildung fuhr und mein Kollege bei meiner Familie auftauchte, als ich weg war. Er behauptete, ich würde sie mit allen Frauen in der Firma betrügen, hätte eine Lebensversicherung auf sie abgeschlossen und plane, sie zu töten. Meine Frau warf ihn aus der Wohnung, doch er hörte nicht auf.
Die Polizei wurde informiert, doch es passierte trotz Anti-Stalking-Gesetz nichts. Mir fiel nichts ein, wie ich das beenden könnte, ohne Gewalt anzuwenden. Denn mittlerweile hatte er auch in der Firma angefangen, Lügen zu erzählen. Er konnte sehr überzeugend sein, wenn er wollte. Ich nahm ihn mir vor, und sagte mir lächelnd, ich habe so ein tolles Leben gar nicht verdient und er würde alles tun, um meine Familie, mein Haus und meinen Job zu kriegen. Es habe ja schon begonnen, und ich könne ja nichts dagegen tun, außer ihn zu töten. Was natürlich nicht in Frage kam!

Mir gingen die Ideen aus, denn ich bin ziemlicher Normalo und habe nie irgendwas ungesetzlicheres gemacht, als Mal ein Ticket zu kassieren oder Kippen wegzuwerfen. Aber mir fiel ein alter Freund aus Ausbildungszeiten ein, der ein Russe ist. Ich kontaktierte diesen, und er bat mich, zu ihm zu kommen und alle "nötigen Unterlagen" mitzubringen. Als ich zu ihm kam, sassen dort 4 Russen, jeder 3 Meter im Quadrat, aber saumäßig nett. Ich schilderte die Situation und bat um Gewaltlosigkeit. Um 2.000 Euro ärmer ging ich mit nagendem Gewissen nach Hause. Am Montag darauf kam er das letzte Mal zur Arbeit zur Arbeit, um zu kündigen. Er war äußerlich völlig unversehrt, und als er in mein Büro kam, entschuldigte er sich tausende Male und sagte, er würde in eine andere Stadt ziehen. Ich habe noch nie eine solche Angst in den Augen eines Menschen gesehen.
Ich weiß bis heute nicht, was diese Brecher ihm gesagt haben, aber ich tue alles für meine Familie und meinen Frieden, und das war es wert.



Beichte vom 12.07.2009, 16:51:38 Uhr
Ort: Bad Aibling

4.1/5 (2477 Votes)

123.) Flugzeuge im Bauch

(Beichthaus.com Beichte 00020167)



Ich, männlich, 19 Jahre alt, kann "Flugzeuge im Bauch" von Oli.P auswendig. Ich schäme mich dafür.



Beichte vom 04.01.2007, 22:57:53 Uhr

4.1/5 (2282 Votes)

124.) Kein Schwein ruft mich an

(Beichthaus.com Beichte 00026316)



Ich habe nach zwei Monaten endlich meine Ladekabel wiedergefunden. Anrufe in Abwesenheit: keine.



Beichte vom 23.05.2009, 00:56:10 Uhr

4.1/5 (1940 Votes)

125.) Körperpflege extrem

(Beichthaus.com Beichte 00017823)



Ich fummel mir immer mit einer Pinzette den festgebackenen Ohrenschmalz aus meinen Ohren. Manchmal blutet es dann sogar, weil die Pinzette sehr spitz ist. Ich kann aber nicht damit aufhören. [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 29.09.2006, 09:57:36 Uhr

4.1/5 (1491 Votes)

126.) World of Warcraft oder ich!

(Beichthaus.com Beichte 00022238)



Ich habe mit meiner Freundin Schluss gemacht und sie aus der Wohnung geworfen, weil sie gesagt hat: "Entweder World of Warcraft oder ich!"



Beichte vom 11.07.2007, 20:03:17 Uhr

4.1/5 (1375 Votes)

127.) Ehebruch und Rumgeficke

(Beichthaus.com Beichte 00035208)



Ich bin verheiratet und wir haben zwei kleine Kinder (4 und 1). Ich arbeite 100 Prozent und meine Frau ist zu Hause bei den Kids. Ich habe seit kurzer Zeit [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 06.03.2015, 15:08:22 Uhr
Ort: 8001 Zürich

4.1/5 (1267 Votes)

128.) Saugen wie ein Staubsauger

(Beichthaus.com Beichte 00015913)



Ich (w) lutsche unwahrscheinlich gerne ******** und sauge mich regelrecht daran fest. Mein Mund arbeitet mittlerweile wie ein Staubsauger mit einer 2500 Watt Leistung. Und egal wer in meinem Mund [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 11.08.2006, 22:50:16 Uhr

4.1/5 (1140 Votes)

129.) Schüsse aus dem Hinterhalt

(Beichthaus.com Beichte 00026718)



Ich (m/19) wohne in einem kleinen Kaff mit knapp 1.000 Einwohnern. Wenn hier am Wochenende die besoffenen 14-jährigen um drei Uhr morgens vorbei torkeln und dabei laut grölen, mache ich [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 22.07.2009, 15:35:13 Uhr

4.1/5 (1131 Votes)

130.) Rache mit dem Gesetz

(Beichthaus.com Beichte 00019766)



Neulich stand ich an einer Trinkhalle und der Besitzer, ein Inder oder Pakistani, hat mir verboten, dass ich mein Bier an seiner Spritbude saufen kann. Ich bin deshalb direkt zur nächsten Telefonzelle gegangen und habe ihn bei folgenden Ämtern angeschwärzt:

Zoll - Er würde illegale Schwarzarbeiter beschäftigen.
Finanzamt - Ich weiß, dass er nicht alles versteuert.
Gewerbeaufsicht - Sehr bedenkliche hygienische Zustände.



Beichte vom 23.12.2006, 22:02:26 Uhr

4.1/5 (955 Votes)

131.) Burger Toilette

(Beichthaus.com Beichte 00027087)



Ich war vor kurzem bei einem der beiden großen Burgerketten, die es bei uns gibt, um genau zu sein, bei dem mit der Krone. Ich habe bestellt, gegessen und musste dann auf die Toilette. Vor der Toilette sitzt eine Frau die dafür bekannt ist, nur Kunden in die Toilette zu lassen, es sei denn man zahlt ihr 50 Cent. Das Restaurant befindet sich in einem Bahnhof. Naja ich hatte ja gegessen also sollte die Toilette umsonst für mich sein. So sah die gute Frau das aber nicht und verlangte nach der Quittung für mein Essen. Ich habe mir natürlich in dem Fastfood-Restaurant keine Quittung über mein Essen für 6,79€ geben lassen. Ohne groß nachzudenken, sozusagen reflexartig, habe ich der guten Frau ins Gesicht gerülpst und noch nett dazu gesagt: "Wie sie sicher riechen können: BigKing XXL mit Bacon, ganz frisch". Darauf hin durfte ich die Toilette umsonst benutzen, wie es mir ja auch zustand. Ich war kurz zuvor bei einem Vorstellungsgespräch einer Bank. Es ist aus meiner Sicht recht gut gelaufen und ich hatte mir große Hoffnungen auf die Stelle gemacht. Nach dem Vorfall mit der Klofrau ist diese Hoffnung aber sehr geschrumpft. Wie ich nach dem betreten der Toilette feststellte war der Herr hinter mir in der Warteschlange, der Mann, dem ich noch eine Stunde zuvor bei dem Bewerbungsgespräch gegenüber saß. Heute habe ich die Absage erhalten.



Beichte vom 08.10.2009, 01:18:49 Uhr

4.1/5 (5254 Votes)

132.) Kyrillische Menüführung

(Beichthaus.com Beichte 00026643)



Ich möchte beichten, dass ich heute in einem Küchen-Einrichtungshaus die Sprache bei allen Herden mit grafischer Menüführung von deutsch auf kyrillisch oder tschechisch umgestellt habe.



Beichte vom 10.07.2009, 12:41:09 Uhr

4.1/5 (2548 Votes)

133.) Brutto oder Netto

(Beichthaus.com Beichte 00022166)



Ich (m/36) bin Finanzberater und kann mir den Unterschied zwischen brutto und netto immer noch nicht merken.



Beichte vom 27.06.2007, 09:40:48 Uhr

4.1/5 (1738 Votes)

134.) Haare am Po

(Beichthaus.com Beichte 00035211)



Ich (m/30) habe zu lange Haare am Anus, die dringend wieder gestutzt werden müssen. Früher hatte ich noch eine Freundin mit geschickten Händen, doch jetzt müsste ich es selbst machen. Der erste Versuch endete blutig, sodass ich am Anus wohl für immer behaart sein werde. Hygienisch ist das auf keinen Fall, da an den Haaren noch gerne ein paar Kotspuren hängen.



Beichte vom 06.03.2015, 22:00:55 Uhr
Ort: Altstadtplatz, 67071 Ludwigshafen

4.1/5 (1601 Votes)

135.) Bei Hempels unterm Sofa

(Beichthaus.com Beichte 00026889)



Aus Langeweile griff ich gestern Nacht um kurz nach halb 1 zum Telefonbuch, suchte eine Familie namens "Hempel" und rief diese an. Trotz der Uhrzeit nahm noch jemand ab. Kurzerhand gab ich mich als Entrümpelungsfirma aus und fragte Herrn Hempel wie es denn in seinem Wohnzimmer, speziell unter seinem Sofa aussehe, denn ich hätte da einige unschöne Details erfahren. Herr Hempel war allerdings nicht sonderlich begeistert.



Beichte vom 21.08.2009, 19:35:57 Uhr

4.1/5 (1551 Votes)

136.) Gerettet in letzter Sekunde

(Beichthaus.com Beichte 00025318)



Vor ein paar Jahren hatten ich und zwei meiner Kumpels ein Erlebnis schlechter Art. Es war Wochenende und wir wollten uns mit einer Freundin treffen, weil sie uns ihren neuen [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 06.12.2008, 01:24:44 Uhr
Ort: Stuttgart

4.1/5 (1347 Votes)

137.) Ey Überfall - Kohle her!

(Beichthaus.com Beichte 00028100)



Ich bin kein Typ, der jemandem vorsätzlich Schmerzen zufügt. Eigentlich habe ich noch nie jemandem etwas getan. Ich bin 23, circa 185 cm groß und recht stämmig gebaut. Heute Abend [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 27.08.2010, 23:07:59 Uhr
Ort: Koblenzer Straße 38, 57627 Hachenburg

4.1/5 (1054 Votes)

138.) Zeche prellen mit Hilfe

(Beichthaus.com Beichte 00026283)



Ich (m/20) gehe jedes Wochenende mit meinen Jungs raus zum Saufen! In der nahegelegenen Disko besaufen wir uns jedes Mal. An diesem Abend trank ich Alkohol im Wert von über [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 17.05.2009, 21:40:11 Uhr

4.1/5 (800 Votes)

139.) Party an der Ampel

(Beichthaus.com Beichte 00025963)



Ich war mal so bekifft, dass ich auf der Straße gesehen habe, wie das grüne Ampelmännchen zum Roten hochgegangen ist und beide miteinander getanzt haben. [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 27.03.2009, 06:46:52 Uhr
Ort: Niedergräfenhain

4.1/5 (751 Votes)

140.) Lebt denn der alte Holzmichel noch?

(Beichthaus.com Beichte 00027752)



Ich bin Bestattungsfachkraft und hatte vor einigen Wochen Streit mit einem Arbeitskollegen. Wir können beide selbstständig in der Firma arbeiten, unser Chef schaut uns aber ab und zu auf die Finger. Natürlich, er ist ja auch der Chef. Mein Kollege jedoch ist ein Schleimer hoch drei. Er nutzt jede Gelegenheit, dem Chef unter die Nase zu reiben, wie man Dinge in der Firma noch besser gestalten könnte, z.B. eine optimalere Ausnutzung des Fuhrparks. Auf solche Gedanken kommt er wohl, weil er mal BWL studiert hat. Einen Abschluss hat er nicht, vermutlich weil er das Studium nicht geschafft hat. Danach hat er eine Ausbildung zum Bestatter bei einer anderen Firma gemacht und ist jetzt seit ein paar Monaten bei uns angestellt. Der Chef geht auf solche Vorschläge nicht ein und lehnt sie auch oftmals direkt ab, weil sie einfach unnötig sind. Das hält meinen abgebrochenen BWL-Studenten aber nicht davon ab, mich mit seinem von Studium übrig gebliebenen Halbwissen zuzumüllen. Und was er doch alles vom Studium mitgenommen hat und wie man das alles im Alltag anwenden kann. Kurzum, es nervt. Das habe ich ihm letztens auch mitgeteilt. Mich hat das so auf die Palme gebracht, dass ich ihn angeschrien habe: Ich will von dem Dreck nichts hören! Daraufhin hat er geantwortet: Ich habe wenigstens studiert, im Gegensatz zu dir. Nun war das Maß voll. Auch wenn ich "nur" Realschulabschluss habe, ich lasse mich nicht von einem anmachen, der zwar Abitur hat, aber dann sein Studium in den Sand setzt und nun den Klugscheißer raushängen lässt. Seit diesem Vorfall grinste er mich ständig nur noch frech an, er schien mich regelrecht auszulachen. Sogar bei den Kollegen hat er rumerzählt, wie dumm ich doch wäre und dass ich nicht auf drei zählen könne. Langsam wurde es immer heftiger, der Typ hat einfach nur ein Rad ab. Ich bin ja ein ruhiger Mensch, aber nun musste Rache her. Aber wie? Verprügeln wäre mir zu banal, ich wollte etwas, dass ihm richtig weh tut, aber nicht körperlich.

Es vergingen jedoch Wochen und Monate und nichts kam mir in den Sinn, was ich hätte tun können. Nun ergab es sich letztens, dass ein Mann im Altersheim gestorben ist, der ehemalige Förster aus der nächsten Ortschaft. Ich dachte mir zunächst nichts weiter dabei, mein Kollege war als Berater für die Angehörigen eingeteilt. Auf unserer Pinnwand im Büro werden jeden Tag die neuen Termine aufgehängt, was zu erledigen ist, von wem und wo. Dort konnte ich sehen, dass er um 14 Uhr einen Termin bei den Angehörigen hatte. Der Verstorbene war in der Gegend sehr bekannt und beliebt, er war auch Mitglied in verschiedenen Vereinen. Ich wollte schon wieder an die Arbeit gehen, da kam mir der Gedanke, dass es meinem Kollegen übel mitspielen würde, wenn er hier irgendwas vergeigt. Ich dachte mir nur, irgendwas stellst du jetzt an. Da fiel mir auf, dass seine Jacke am Kleiderständer hing, er selbst war zuvor mit einem Firmenwagen weggefahren. Wohin, weiß ich nicht. Jedenfalls sollen wir nach Anweisung unseres Chefs immer unsere Handys mitnehmen, damit wir erreichbar sind, falls wir unterwegs noch was erledigen müssen oder falls sich im Zeitplan etwas ändert. Ich griff spontan in seine Jackentache und siehe da, das Handy war drin. Er würde wohl gleich wieder zurückkommen. Irgendwas musste nun geschehen, so eine Gelegenheit würde so schnell nicht wieder kommen. Ich überlegte minutenlang, mir fiel nichts ein. Ich wollte schon aufgeben, da kam mir spontan der Gedanke: Förster, Holz, Holzmichel. Es gibt doch dieses Lied vom Holzmichel. Ohne zu wissen was ich eigentlich mache, habe ich den Realton vom Internet auf sein Handy heruntergeladen. Für 3 Euro, aber das war mir ziemlich egal. Der Ton wurde prompt gesendet und tatsächlich, laut und deutlich wurde gesungen: Lebt denn der alte Holzmichel noch? Ich habe das Handy auf volle Lautstärke gestellt und es zurück in seine Jacke gesteckt. Das war um kurz nach eins. Wenig später kam er zurück, grinste natürlich wieder wie eine Hyäne. Ich grinste genauso freudig zurück. Kurz vor zwei fuhr er dann zu seinem Beratungstermin. Wie ich schon geschrieben habe, sollen wir unsere Handys immer anlassen (außer bei Beerdigungen). Normalerweise haben wir alle einen neutralen Klingelton, damit das ganze nicht zu aufdringlich wirkt, wenn es mal bei einem Gespräch klingelt. Aber nun war er mit dem Holzmichel unterwegs. Gegen viertel nach zwei dachte ich, jetzt kann ich es wagen. Ich habe ihn mit unterdrückter Rufnummer angerufen. Es klingelte circa 10 Sekunden, bis er mich weggedrückt hatte. Vermutlich konnte er vor lauter Aufregung über den neuen Klingelton sein Handy nicht schnell genug finden. Als er später vom Beratungsgespräch zurückkam, war er irgendwie fertig mit der Welt. Den Blick auf den Boden gerichtet, fast geheult hat der Gute. Zur gleichen Zeit kam auch der Chef aus dem Büro gestürmt, hat getobt wie ein Irrer. Der Grund: Als mein Kollege das Haus verlassen hat, haben die Angehörigen sofort den Chef angerufen und sich über das pietätlose Verhalten des Mitarbeiters beschwert. Wie man es nur wagen könne, als Bestatter so einen Klingelton zu nehmen, noch dazu wo der Verstorbene Förster war. Mein Kollege wollte dem Chef zwar erklären, dass er nicht wüsste, wie der Ton auf sein Handy kam, aber dieser glaubte ihm natürlich kein Wort. Kurzum: Er musste sich nun persönlich bei den Angehörigen entschuldigen, weiterhin drohte ihm der Chef, ihn bei der nächsten derartigen Verfehlung unverzüglich rauszuwerfen. Auch der Chef entschuldigte sich vielmals bei den Angehörigen. Das war nicht meine Absicht, ihn da mit reinzuziehen. Aber meinen Kollegen hat es derart erwischt, dass er nur noch kleinlaut in der Firma rumläuft und von den anderen Mitarbeitern hämisch angegrinst wird. Diese Aktion mit dem Klingelton wird für immer an ihm haften bleiben.



Beichte vom 28.04.2010, 09:34:11 Uhr


26156 Beichten insgesamt.



Seiten (1308):
... oder auf Seite




Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  



Beichthaus © 2004-2016


Page copy protected against web site content infringement by Copyscape

beichthaus bei facebook Beichthaus Podcast Feed Beichthaus App fr Android Beichthaus App fr Android beichthaus bei twitter

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Plagiate dieser Website werden automatisiert erfasst und verfolgt.