Ich (w/19/Studentin) verabscheue dieses unfreundliche, schlecht gelaunte Pack der Deutschen Bahn. Ich studiere nicht in meiner Heimatstadt, was natürlich zur Folge hat, dass ich fast wöchentlich mit der Bahn fahren muss. Das ist an sich ja nicht weiter schlimm, ich finde Bahn fahren sehr entspannend und erledige dabei immer irgendwelchen wichtigen Kram, den ich sonst wahrscheinlich vernachlässigen würde.
Was mich aber extrem aufregt, sind erst einmal die Kontrolleure, die unfreundlich und unglaublich demotiviert nach den Fahrscheinen fragen und dann auch noch herum pöbeln. Als Studentin besitze ich natürlich ein Semesterticket, dieses zeige ich auch jedes Mal. Kaum zücke ich mein Ticket, wird spöttisch kommentiert, dass ich das ja vorher hätte sagen können: "Sag doch gleich, dass du Studentin bist. Ihr braucht immer am längsten, euer Ticket rauszufummeln, kleb dir das doch an die Stirn".
Was mich aber fast noch mehr empört, sind diese egoistischen Leute, meist Studenten, die ihre Tasche, oder ihren Rucksack neben sich stellen. Das machen sie natürlich nur, damit sich keiner neben sie setzt. Manchmal würde ich denen gerne eine reinhauen, oder sie richtig anschreien, wie zurückgeblieben und sozial abgestumpft sie sind. Ich weiß auch, dass ihr, also die Leser, das zu 80 Prozent auch tut, deshalb verachte ich euch auch!
Ich bitte für meine grausamen und hasserfüllten Gedanken um Absolution und hoffe wirklich, dass die Menschen mehr ins kollektive Dasein investieren, anstatt sich nur um sich selbst zu kümmern. Sei es auch nur die Tatsache, dass man den Platz neben sich frei lässt.
Beichte vom 15.05.2013, 13:38:58 Uhr Ort: Lange Reihe, 30952 Ronnenberg
In den ersten zwei Semestern meines Studiums war ich (w/23) stinkfaul, leicht ablenkbar und konnte mich null auf das Lernen konzentrieren. Aus Spaß setzte ich einmal beim Herumalbern die Brille einer Freundin auf und fand, dass ich damit wirklich wie eine ernst zu nehmende Studentin aussah. Ich habe eine wirklich minimale Sehschwäche und mir wurde bei deren Feststellung vom Augenarzt vor ein paar Jahren, mehr oder weniger empfohlen, nur dann eine Brille zu tragen, wenn ich Probleme hätte. Ich weiß wirklich nicht, wie ich darauf kam, aber ich habe mir ein paar Tage später tatsächlich meine Werte bescheinigen lassen und mir eine sehr schlichte, schmale Brille besorgt. Ich trage diese Brille ausschließlich in Vorlesungen und bei Übungen, ansonsten nie, auch nicht beim (privaten) Lesen, egal wie klein die Buchstaben sind. Sehtechnisch hat sie eine so geringe Stärke, dass sie kaum etwas bringt, aber sobald ich mir das Gestell auf die Nase setze, schalte ich in den Seriositätsmodus um, lasse mich nicht ablenken und konzentriere mich auf meine Arbeit.
Das mache ich jetzt seit zwei Semestern so und habe nun, mit überraschend guten Ergebnissen, erfolgreich mein Grundstudium absolviert. Trotzdem tut es mir leid, dass ich das Teil praktisch aus Spaß trage, einfach weil außer mir alle in meiner Familie Brillenträger sind und es sie oft tierisch nervt, ohne Gläser nichts zu sehen. Außerdem habe ich schon ein paar Mal gelogen, als Kommilitonen mich darauf ansprachen, wieso ich beispielsweise in der Mensa, in einer Kneipe oder sonst wo ganz ohne Brille zurechtkomme. Ich sage dann immer, dass nur das lange Lesen meine Augen so anstrengt. Ich komme mir schäbig vor, aber ohne meine Brille fehlt beim Lernen irgendwas. Auch wenn sie mir nicht steht - ich besitze eine Zauberbrille.
Ich (m/23) habe dieses Semester mit einem sehr schwierigen Studiengang angefangen. Da es sich hierbei um mein Zweitfach handelt, war es zwar neue Materie aber keine neue Institution, mit der [...] Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.
Beichte vom 06.05.2013, 10:59:01 Uhr Ort: Darmstadt
Im Jahre 2002 war ich frisch auf der Uni und wer selbst studiert hat, kennt ja sicher die Feiern zu Semesterbeginn, auf denen man eben seine Kommilitonen, Dozenten und Profs [...] Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.
Ich (w/21) bin Studentin im zweiten Semester. Seit Kurzem habe ich die Unibibliothek für mich entdeckt. Sie ist ziemlich modern, hell und architektonisch gefällt sie mir einfach. Was ich aber noch viel schöner finde, sind die Menschen, die sich dort aufhalten. Zur Zeit lerne ich fast jeden Tag in der Bibliothek und sehe mir nebenbei die anderen Studierenden an. Obwohl ich auf Männer stehe, schaue ich meistens Frauen hinterher und freue mich, wenn ich ein hübsches Gesicht, einen knackigen Arsch oder wohlgeformte Beine sehe. Manchmal tausche ich eindeutige Blicke mit gutaussehenden Männern aus. Kurz: Die Atmosphäre in der Bibliothek macht mich ziemlich an. Ich möchte schon mal vorbeugend beichten, dass ich wohl demnächst meinen Freund in das öffentliche Magazin im Keller locken werde, um dort in einer dunklen Ecke zwischen den Bücherregalen hemmungslosen Sex mit ihm zu haben.