Ich (w/20) interessiere mich sehr für deutsche Geschichte, besonders für den zweiten Weltkrieg, den ich schon jahrelang von verschiedenen Seiten beleuchte. Das heißt, ich lese sehr viel, besuche Museen und Gedenkstätten und war auch schon bei Vorträgen von KZ-Überlebenden oder deren Kindern, die ihre Geschichte weiter erzählen. Leider werden diese logischerweise immer seltener. Ich weiß also sehr viel darüber und es verwundert wohl kaum, dass ich im Abitur Geschichte als Leistungskurs hatte und nun auch Geschichte studiere.
Aber was mich persönlich extrem nervt, sind die Leute, die so tun als müssten wir uns immer noch die Schuld unserer Großväter und Urgroßväter aufbürden. Die sich dann am Holocaust-Gedenktag lächerlichen Gruppen bei Facebook anschließen, die für 6 Millionen ermordete Juden, 6 Millionen Likes wollen. Außerdem ist jegliche Kritik ein Unding und nur weil man den Schreibstil einer Überlebenden anstrengend findet, leugnet man angeblich gleich den ganzen Holocaust. Dieses heuchlerische Pflichtgefühl gegenüber den Überlebenden ist einfach nur dämlich und dann muss man sich auch noch beleidigen lassen als dumm und unwissend und man hätte keine Empathie für die Opfer des Naziregimes. Meiner Meinung nach, sollte man natürlich nicht vergessen was geschehen ist, aber sich als Moralapostel aufzuschwingen und auf Grund von sporadischem Halbwissen, völlig unfundierte Behauptungen mir gegenüber aufzustellen, ist mal wieder typisch Mensch. Es ist genauso wie mit sämtlichen Katastrophen, beispielsweise der Tsunami in Sri Lanka. Das hört man dann in den Nachrichten, ist bestürzt, liked und teilt jeden Post mit dem Aufruf zu spenden oder den Opfern zu gedenken und dann widmet man sich wieder ganz schnell seinen Erste-Welt-Problemen. Aber wer von diesen politisch korrekten Gutsmenschen tut dann wirklich was für die Menschen in Katastrophengebieten oder gegen das Vergessen des wohl größten Genozids der Weltgeschichte ? Niemand.
Also lasse man mir meine eigene Meinung, meine Fähigkeit konstruktive Kritik anzubringen und mein Bestreben Geschichte zu studieren um wirklich was dagegen zu tun, dass die Jugendlichen teilweise nicht mal wissen, was Auschwitz überhaupt war.
Beichte vom 18.04.2013, 23:44:27 Uhr Ort: Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Ich hasse es wenn z.B. mein Vater wieder einmal damit anfängt, darüber zu reden wie es mit Deutschland doch bergab gehe und das wir in zehn Jahren alle die Kleider für Chinesen nähen. Es regt mich aber auch bei anderen, meist älteren Leuten auf, die erzählen wie toll es doch früher war im Gegensatz zu Heute oder über die Jugend herziehen, das diese dumm wie sonst was sei. Ständig meckern die über die Regierung aber selbst was tun, um etwas zu verändern wollen sie natürlich auch nicht.
Kurz gesagt: Ich finde dieses Untergangsgeschwätz einfach nur zum Kotzen, es interessiert mich nicht wie beschissen die Arbeitslage in 10 Jahren aussehen soll, wie dumm meine Generation ist und wie korrupt und ineffizient unsere Regierung ist! Ich finde zwar auch nicht alles so gut, aber ich labbere damit nicht jeden voll!
Beichte vom 15.08.2012, 10:13:07 Uhr Ort: Luisenstraße, 76530 Baden-Baden
Viele junge Mädchen schwärmen für Popstars oder gut aussehende Schauspieler, bei mir war es immer etwas anders, ich fand einen ganz bestimmten Mann schon immer unglaublich anziehend: Wladimir Putin. Auch wenn er schon etwas älter ist und ich bei Gott nicht mit seiner Politik einverstanden bin, irgendetwas an Putins Ausstrahlung und an seinen hart dreinblickenden blauen Augen macht mich irgendwie extrem wuschig. Zu oft habe ich mich lustvollen Tagträumereien hingegeben, in denen wir uns wilden Liebesspielen in russischen Palästen hingeben. Obwohl ich einen Freund habe, wurde ich von meiner Putinmanie niemals geheilt. Zwar finde ich meinen Liebsten auch sehr anregend, aber wenn wir miteinander schlafen, dann stelle ich mir manchmal immer noch vor, dass ich das Bett mit meinem verehrten Putin teile. Es tut mir Leid, dass ich meinen Freund mental mit einem russischen Präsidenten betrüge.
Ich (m/35) arbeite seit ein paar Jahren bei Schlecker als Verkäufer. Jetzt habe ich ein Problem: In den Medien wird immer nur von den Schleckerfrauen gesprochen und ich traue mich nicht zu sagen, dass dort auch Männer arbeiten, da ich Angst habe, als Chauvinist beschimpft zu werden. Ich möchte beichten, dass meine Angst dazu führt, dass Herr Beck und die anderen lieben Politiker, die aus vollkommen uneigennützigen Motiven uns Mitarbeitern helfen wollen, gar nicht wissen, dass es auch Schleckermänner gibt. Das tut mir Leid.
Eines Abends im Sommer haben 4 Freunde und ich (m/17) zusammen gegrillt und getrunken. Als wir alle schon ziemlich betrunken waren, sind wir noch ein bisschen durch den Ort geschlendert. [...] Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.
Beichte vom 16.08.2011, 16:32:33 Uhr Ort: Bielefeld