Ich (w/24) bin neidisch und daher leider auch missgünstig. Ich habe mich diebisch gefreut, dass eine total gehypte Hollywoodschauspielerin, auf die mein Freund total steht, sich wegen des hohen Brustkrebsrisikos beide Brüste hat amputieren lassen. Da dachte ich dann: "Haha, jetzt bist du auch nicht mehr begehrenswerter als ich!", und habe es sofort feixend meinem Freund erzählt.
Andererseits hatte ich auch Respekt vor ihrer Entscheidung und habe es bewundert, dass sie, als Sexsymbol, sich so "entfrauen" lässt. Überall liest man, was für ein Vorbild sie für krebsgefährdete Frauen weltweit ist, dass sie es nur für ihre Kinder getan hat und Ähnliches. Ich bin natürlich davon ausgegangen, dass sie jetzt absolut keine Brüste mehr hat, noch nicht mal Brustwarzen. Aber was erfahre ich? Sie hat sich Implantate einsetzen lassen! Hallo?! Die macht einen auf vorbildliche Heldin, die für ihre Kinder selbstlos ihre Weiblichkeit geopfert hat, obwohl sie einfach nur das Gleiche gemacht hat, wie jede Frau in Hollywood: Sich schönere Möpse machen lassen. So ein Riesenwirbel wegen ein Paar Silikonmöpsen. Eine wahre Heldin! Tja, manche wissen halt, wie man sich am besten promotet und sogar eine Schönheits-OP als heldenhaften, selbstlosen Akt verkauft.
Ja, ich weiß, ich bin nur neidisch.
Vor einiger Zeit, es ist jetzt schon ein paar Jahre her, lernte ich eine junge Frau über ein Onlinerollenspiel kennen. Ich muss gestehen, ich verliebte mich in ihre Stimme, die Art wie sie dachte, ihre Offenheit und Direktheit. Sie hatte jedoch auch noch andere, dunklere Seiten, die ich hier aber nicht ansprechen möchte. Das Wichtigste ist zu wissen, dass sie damit eigentlich nie hinter dem Berg gehalten hat und auch mit Ihrer Erkrankung, einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, sehr offen umging. Daraus resultierte natürlich der regelmäßige Hang zur Selbstverletzung, der mir das eine oder andere graue Haar bescherte. Dazu kam ein anderes Problem: Sie konnte nicht treu sein. Es war ihr emotional nicht möglich. Genauso gut könnte man mir sagen ich solle mit dem Atmen aufhören.
Wir haben uns daher auf einen Verhaltenskodex geeinigt. Ich habe, um ehrlich zu sein, den Boden vergöttert, den sie berührte, denn abgesehen von diesen Schwächen war Sie alles, was ich je von einer Frau wollte: Schön, klug, witzig, kreativ, eine gute Zuhörerin und natürlich gerade durch ihre Persönlichkeit auch ziemlich abgefahren, worauf ich auch stand. Der Verhaltenskodex sah vor: Nie in meiner Wohnung, nie mit Leuten, die ich kenne. Es gab auch noch andere Dinge, die wir uns als Regeln gesetzt haben, um uns voreinander zu schützen. Ich will es kurz machen: Sie hat mich irgendwann fallen lassen wie eine heiße Kartoffel und das für jemanden, den sie überhaupt erst durch mich kennengelernt hatte. Ich war irrsinnig wütend. Allerdings brauchte sie mich auch weiterhin. Generell braucht Sie jeden, der ihr gegen den Sturm in ihrem Inneren helfen kann. Also beschloss ich, nach einer ziemlich heftigen Trennungsphase, auf ihre sanfte Kontaktaufnahme einzugehen und wieder mit ihr befreundet zu sein. Mein einziger Antrieb war abzuwarten, bis es ihr richtig schlecht ging, um sie dann mit einem Schubs in den finalen Abgrund zu stürzen. Ich möchte hinzufügen, dass das nicht aus Liebe geschah, denn da war keine Liebe mehr, sondern nur noch blanke Enttäuschung und Schmerz. Letzten Endes wurde Sie von Ihrem Freund dann, als sie eine ernste Beziehung wollte, mit dem Argument, dass er nur Sex von ihr wollte, sitzen gelassen. Um ehrlich zu sein, hasse ich ihn dafür so sehr, wie man einen Menschen nur hassen kann. Er wird seine Portion noch erhalten, und wenn ich mit ihm fertig bin, wird er den Tag verfluchen, an dem er mich kennengelernt hat. Alleine hierfür wäre schon eine Beichte nötig, das setzt aber Reue oder Bedauern voraus und das habe ich nicht.
Was ich jedoch bedaure, ist dieser Schubs, den ich dem Mädchen verpasst habe: Als sie mir gestand, was zwischen Ihr und diesem Kerl passiert ist und wie er sie weggeworfen hat, habe ich sie verhöhnt und verspottet. Ich habe das in dem puren Bewusstsein um ihre Schwächen und ihre Psyche getan. Und ja, ich habe gehofft, dass sie sich das Leben nimmt, was sie Gott sei Dank nicht getan hat. Ich schäme mich nun dafür, was ich Ihr angetan habe. Ich habe einige Rachefeldzüge hinter mir und ich habe mich noch nie deshalb geschämt. Dies ist das erste Mal, weil mir mittlerweile klar ist, dass Sie nicht in vollem Maße für ihre Handlungen einstehen kann. Sie ist eine Getriebene und will ja eigentlich gar nicht so sein, wie Sie ist. Generell bringt es mich in eine schwierige Situation: Ich kann nicht auf sie zugehen. Dazu fehlt mir die Kraft. Aber ich muss den Schaden, den ich an ihr angerichtet habe, wieder gut machen. Der Gedanke, dass sie vielleicht nie wieder jemandem ihr Vertrauen schenken kann, und dass sie vielleicht einsam bleibt, wie sie es so lange war, kostet mich jede Menge Energie. Ehrlich gesagt: Ich will keine Beziehung mehr mit ihr. Ich will auch ihre Freundschaft nicht. Was ich möchte, ist, dass sie jemanden findet, der sie akzeptieren kann, wie Sie ist. Der ihr gut tut und immer für Sie da ist und mit dem auch Sie glücklich sein kann. Ich hoffe, dass ihr das gelingt, auch nachdem ich ihr so weh getan habe.
Ich bin männlich (32) und eines meiner Hobbys ist die Fotografie. Daher habe ich einen FlickR-Account, wo ich teils eigene Fotos hochlade, aber mir aufgrund des Community-Ansatzes auch viele Fotos anderer Fotografen anschaue. Mich interessieren dabei vor allem Landschafts- und People-Fotografie und dabei zum Teil auch die Aktfotografie. Ich schreibe explizit "zum Teil", weil die Aktfotografie echt ein schweres Feld ist und es in meinen Augen wahnsinnig schwer ist, dass die Fotos gut rüber kommen und nicht wie ein 0815-Schnappschuss von Erna auffer Couch wirken.
Das heißt, es geht mir bei diesen Bildern absolut nicht um Erotik oder so etwas, mich interessiert eher die Umsetzung, Location, Licht, Bildaufbau, Bearbeitung und so weiter. Also die technische Umsetzung des Bildes. Man muss auch dazu sagen, dass die Plattform diesbezüglich recht strikt ist. Wenn mehr als ein paar Brüste zu sehen sind, dann fliegt das Bild recht schnell raus. Die Bilder sind meist also relativ harmlos. Letztens saß ich abends wieder vor dem Rechner und stöberte durch die neuen Bilder meiner Kontakte und dabei waren auch einige Aktbilder. Irgendwann bin ich dann vom Computer weg auf die Couch, hatte das Browserfenster aber noch offen, sodass meine Freundin die Bilder sah. Zu meinem Erschrecken ist sie ziemlich ausgeflippt, warum ich mir nackte Weiber im Internet anschauen würde. Alle Erklärungen hinsichtlich der Fotografie brachten nichts, sie war geladen hoch zehn. Man muss dazu sagen, dass sie auf der einen Seite schon immer recht eifersüchtig war und auf der anderen auch etwas verklemmt.
In die Sauna zu gehen, oder oben ohne an den Strand, so etwas würde es bei ihr niemals geben. Ich fand ihre Reaktion, wie gesagt, deutlich zu heftig, habe das Thema aber auch nicht wieder hoch geholt, da sie in den nächsten Tagen auch keine Bemerkungen mehr in diese Richtung machte. Irgendwann lag sie letztens nach dem Duschen nur mit einem Handtuch um den Po und den Kopf auf dem Bett, wahrscheinlich um die Haare trocknen zu lassen. Keine Ahnung, warum Frauen das zum Teil so kompliziert machen. Die Vorhänge waren geschlossen, aber das Licht fiel sehr schön durch den Vorhang von der Seite auf Ihren Po und Rücken. Ich sprach sie an, aber sie reagierte nicht, sie schlief wohl wirklich fest. Ich nahm dann mein iPhone und machte ein paar Fotos von Ihr, natürlich ohne das man irgendetwas erkennen konnte. In Schwarz-Weiß konvertiert und einen LoFi Filter drüber und das ganze sah nach einem schönen analog Foto einer schlafenden Frau aus. Mir gefiel es sehr gut, und wenn die Sache vorher nicht vorgefallen wäre, hätte ich es dabei belassen.
Hiermit beichte ich, dass ich das Foto ohne ihr Wissen bei FlickR hochgeladen habe. Man kann wirklich nichts erkennen und niemand würde je auf die Idee kommen, um wen es sich da handelt, da auch mein Account ein Synonym und kein Klarname ist. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht so ganz in ihrem Sinne ist. Die Kommentare der anderen User sind jedoch sehr positiv und wohlwollend. Ich weiß, dass die Rache wohl etwas überzogen und kindisch ist, andererseits finde ich das Bild gelungen und die positiven Kommentare bestärken mich in meiner Ansicht.
Ich (w/20) möchte hiermit beichten, dass ich einfach nicht von meinem Exfreund loskomme. Wir sind jetzt gut 1,5 Jahre getrennt und waren fast 5 Jahre zusammen. Dann hat er mich für eine andere verlassen, die schon seinen halben Freundeskreis durchhatte. Von jetzt auf gleich, obwohl wir einen Monat vorher noch zusammenziehen wollten. Ich habe im Anschluss 8 Kilo abgenommen, konnte über Wochen nicht schlafen und war auch im Krankenhaus. Ich trage immer noch Schmuck-Geschenke von ihm, weine täglich vor Bildern von ihm etc. Viel schlimmer ist jedoch, dass er sein Facebook-Passwort nicht geändert hat. Mysteriöserweise verschwinden regelmäßig Statusmeldungen, Bilder und seit der gesamten Zeit sieht nur er seinen Beziehungsstatus. Auch seine neue Freundin muss leiden. Viele ehemalige Partner und One-Night-Stands von ihr haben sich mit mir verbündet, sodass regelmäßig die härtesten Rachepläne geschmiedet werden. Noch ist von mir nichts weiter passiert, aber ich wäre mir nicht zu sicher, dass bei mir doch auch mal die Sicherungen durchbrennen. Ich möchte also beichten, dass ich mich zum einen, andauernd im Profil meines Exfreundes einlogge, um Dinge zu löschen und zum anderen, dass ich Männer nur noch für mein Vergnügen nutze. Ich sage immer ehrlich, dass mein Herz jemandem anderen gehört. Wenn die Männerwelt dann meint, sich trotzdem zu verlieben, ist das nicht mein Bier.
Ich habe während meines Studiums einen Job gemacht, für den ich mich mittlerweile furchtbar schäme. Während meine Kommilitonen Nachhilfe gaben, an der Tanke arbeiteten und Ähnliches, habe ich mich als Tänzerin in einer Tabledance Bar in der 70 Kilometer entfernten Großstadt verdingt. Ich hatte oft Kunden, die einen Ehering am Finger hatten und trotzdem habe ich ab und zu bei einem so genannten Private ein Auge zugedrückt und diesen verheirateten Männern für ein Scheinchen mehr erlaubt, mich zu begrapschen. Keine Ahnung, was mich da geritten hat, ich habe nur das Geld gesehen. Heute frage ich mich, wie ich so dumm und naiv sein konnte. Von dem Job weiß und wusste niemand, ich würde mir eher ein Bein abhacken, bevor ich das irgendjemandem erzähle.
Mittlerweile bin ich in einer festen Beziehung und vor ein paar Monaten Mutter geworden. Wir leben ein grundsolides Leben. Hochzeit, Haus und zweites Kind sind in Planung. Trotzdem bin ich unglaublich eifersüchtig, wittere ständig Konkurrenz oder Betrug. Wenn mein Partner weggeht, stelle ich mir vor, wie er mit anderen Frauen rummacht. Ich lese heimlich seine Nachrichten in seinem Handy und bei Facebook, weil ich zu oft erlebt habe, dass Männern eine Beziehung nichts bedeutet und ein Ring am Finger noch längst nicht ewige Treue heißt. Letztens bin ich fündig geworden und es hat sich herausgestellt, dass mein Partner auf einer seiner letzten Geschäftsreisen einen Flirt hatte. Gelaufen ist nicht viel, es gab wohl einen flüchtigen Kuss, nachdem er panisch die Flucht ergriffen hat. Ich mache ihm seitdem die Hölle heiß und könnte rund um die Uhr ausrasten. Dabei ist es im Grunde genommen blanker Hohn, dass ich, die wildfremden Männern ihre Brüste ins Gesicht gestreckt hat und Kohle dafür genommen hat, dass genau diese Männer ihr an den Hintern fassen dürfen, wegen so einer Sache ausrastet. Mit mir haben wahrscheinlich 150 Männer ihre Frauen hintergangen und ich rege mich auf, wenn mein Partner flirtet. Ich beichte hiermit, dass ich mich nicht nur auf eine gewisse Art prostituiert habe, sondern auch die Königin der Doppelmoral bin.
Beichte vom 18.04.2013, 23:59:16 Uhr Ort: Am Mitterfeld, München