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Schrei-Wettbewerb auf dem Spielplatz

(Beichthaus.com Beichte 00038719)


28 Kommentare

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Hass · Zorn · Nachbarn · Kinder


Ich wohne seit einiger Zeit in einer Wohnung in der Stadt. Es sind Neubauten mit eigener Grünanlage und Spielplätzen. Obwohl es ganz praktisch ist, mit den Öffis bequem in die Arbeit fahren zu können, nervt mich der Lärm. Ich habe keine Lust, mich zum Beispiel am Wochenende zum Frühstücken auf den Balkon zu setzen, weil mich der Straßenlärm stört - obwohl die Straße ein gutes Stück entfernt ist. Ich bin in der Hinsicht wahrscheinlich ein wenig verwöhnt, weil ich ein richtiges Landei bin und zu unserem Haus keine asphaltierte Straße führt. Aber was mich noch mehr nervt als die Straße, ist der Spielplatz, der quasi direkt unterm Schlafzimmerfenster steht. Keine Ahnung, ob sich jemand etwas dabei gedacht hat, auf die letzten paar Meter zwischen dem letzten Haus und dem Zaun noch einen Spielplatz zu bauen. Offenbar nicht.

Ich möchte am Samstag meinen Rausch vom Vorabend ausschlafen? Geht nicht, weil diese Helikopter-Mütter mit ihren Balgen schon um acht Uhr morgens ausgerechnet zu diesem Spielplatz gehen. Obwohl es in der gesamten Anlage noch vier weitere gibt, einen genau auf der anderen Seite des Hauses - wo keine Schlafzimmer sind. Wenn Kinder spielen, werden sie dabei mal lauter, das ist klar und auch kein Problem. Aber wenn ich sehe, dass dieser Fratz im Kies steht und kreischt, richtig kreischt, komplett ohne Grund, dann reißt mir die Hutschnur. Es hat keinen Grund, es weint nicht, es lacht nicht, es steht nur da und kreischt und hält diesen Ton gefühlte Minuten lang. Ich hasse es. Ich weiß nicht, wie lange ich noch durchhalte, bis ich durchdrehe.

Letztes Wochenende war ich wieder ein wenig fort, wieder bleibe ich am Samstag länger liegen, wieder dieses Kind mit seiner komplett doofen Mutter. Die Blöde steht auch nur daneben und freut sich, wie gut ihr Kleiner kreischen kann, wird sicher mal ein Opernsänger. Ha Ha. Ich habe mir in weißer Voraussicht eine riesige Wasserpistole zugelegt, die größte, die ich finden konnte. Ihr könnt euch sicher denken, was ich getan habe. Das Gekreische war groß, aber dann war es vorbei. Ich weiß nicht, ob sie mich gesehen hat, ich habe mich nicht extra versteckt. Bis jetzt hat mich aber noch niemand darauf angesprochen. Ich denke, ich behalte das bei.



Beichte vom 13.09.2016, 21:04:24 Uhr

1.7/5 (151 Votes)

Ich wollte unbedingt ein Kind

(Beichthaus.com Beichte 00038698)



Ich habe heimlich die Pille abgesetzt und meinem Freund ein Kind untergejubelt. Damals lief es sehr schlecht zwischen uns - er wollte mit mir Schluss machen, weil ihm vor allem der Altersunterschied zu groß war. Er war damals 19 und ich war 36. Ich wollte ihn aber nicht verlieren und außerdem wollte ich unbedingt ein Kind haben. Immerhin ging ich schon auf die 40 zu. Also habe ich zu dieser Methode gegriffen. Wir blieben vorerst auch zusammen. Allerdings hat mich unser Sohn sehr überfordert und nebenbei habe ich gemerkt, dass meine Gefühle für meinen Freund nach und nach schwinden. Ich habe ihn mehrmals betrogen und mittlerweile leben wir getrennt. Unser Sohn lebt jetzt bei ihm. Meinen Sohn habe ich schon seit über vier Monaten nicht mehr gesehen. Ich bin ehrlich gesagt froh darüber. Ich habe mit der Zeit verstanden, dass ich doch nicht Mutter sein will und dass das heimliche Absetzen der Pille ein großer Fehler war.



Beichte vom 04.09.2016, 23:56:55 Uhr
Ort: Großer Moor, 19055 Schwerin

2.5/5 (132 Votes)

Ich erziehe meine Tochter zum Mannsweib

(Beichthaus.com Beichte 00038674)



Ich (33) bin alleinerziehender Vater einer Achtjährigen. Sie war eigentlich nicht geplant sondern eher ein Unfall bei einem One-Night-Stand. Ich habe zwar meiner Tochter zuliebe versucht eine Beziehung mit ihrer Mutter zu führen, das hat aber nicht geklappt. Als meine Tochter fünf Monate alt war, ist ihre Mutter einfach abgehauen. Das hat mich aber ehrlich gesagt nicht sonderlich gestört. Mittlerweile bin ich in der Vaterrolle voll aufgegangen. Dabei wollte ich nie eine Tochter. Ich verachte die meisten Frauen und habe panische Angst davor, dass meine Tochter auch eines dieser naiven Püppchen wird, das sich von jedem Süßholzraspler flachlegen lässt und hinterher rumheult, von wegen alle Männer sind Arschlöcher, aber im gleichen Atemzug schon mit dem nächsten Kerl in die Kiste springen.

Deswegen ziehe ich meine Tochter zu einem Mannsweib heran. Ich kaufe ihr, wenn möglich, nur geschlechterneutrale Kleidung. Sie darf nur Jungsspielzeug besitzen. Mädchenfilme verbiete ich ihr. Außerdem habe ich sie in einem Fußballverein angemeldet. Ich habe sogar durchgesetzt, dass sie in der Jungsmanschaft ihrer Altersklasse spielen darf. Ihre Freunde sind auch nur Jungs, mit denen sie den typischen Jungskram macht. Kontakt zu anderen Mädchen versuche ich zu vermeiden. Meine Eltern und Freunde sagen, es wäre unnatürlich, was ich mit meiner Tochter mache. Aber ich will eben keine Tochter!



Beichte vom 27.08.2016, 20:14:34 Uhr


3.6/5 (213 Votes)

Horrorkinder beim Gitarrenunterricht

(Beichthaus.com Beichte 00038603)



Ich möchte beichten, dass mich die neueste Generation Helikopter-Super-Eltern, und ihre Brut, wahnsinnig ankotzt. Seit über zwanzig Jahren bin ich nun Gitarrenlehrer und mir hat dieser Job immer überaus viel Spaß gemacht. Ich habe Kinder und Jugendliche unterrichtet, die in einigen Fällen mit ihrer Musik nationale und in zwei Fällen sogar internationale Bekanntheit erlangt haben. Normalerweise begegnet man mir daher auch mit dementsprechendem Respekt, zumindest innerhalb der Branche. Nicht so jedoch Helikopter-Mutti samt rotznäsigem ADHS-Nachwuchs. Es geht meist mit der Leier los, dass ausgerechnet ihr Kind wahnsinnig hochbegabt, unausgelastet und unverstanden sei, obwohl man dem Dreikäsehoch schon auf den ersten Blick ansieht, dass er die Sorte Kind ist, die es liebt, kleine Tiere zu quälen, wenn Mami mal nicht hinguckt, andere Kinder hänselt und mit Genuss die eigenen Popel verspeist.

Helikopter-Mom selbst erwartet indessen von mir ca. fünf Millionen unsinnige Referenzen: abgeschlossenes Hochschulstudium in Gitarre, Musikpädagogik, Psychologie und Lehramt auf Gymnasium, am Besten alle vier mit Dr.-Titel, Ersthelferkurs, Trainerlizenz, Führerschein, etc. Sie möchte dann aber trotzdem möglichst nicht mehr als zehn Euro pro 45 Minuten bezahlen. Überhaupt nimmt sie es mit dem Bezahlen nicht so genau: Sie verhandelt trotz geschlossener Verträge gerne mal nach und lässt sich monatelang Zeit damit, ihre längst überfälligen Rechnungen zu begleichen. Trotzdem erwartet sie vollste terminliche Flexibilität von mir, und dass ihr Wunderkind immer absolut vorrangig behandelt wird. Um das sicherzustellen, ruft sie auch schon mal am Sonntagnachmittag an und ist stocksauer, sollte man die irrwitzige Dreistigkeit besitzen, den Anruf nicht sofort zu beantworten. Dann wird auch gerne mal meine Adresse erstalkt, zu meiner Privatwohnung gefahren, Sturm geklingelt, bzw. schließlich einfach unbefugt das Haus betreten, falls die Terrassentür aufsteht. Das ist leider kein Witz.

Ihr Balg indessen schert sich einen feuchten Kehricht um elementarste Regeln. Da wird im Unterricht wild herumgesprungen, wegen jeder kleinen Aufgabe bis aufs Blut herumdiskutiert und selbst vor mutwilliger Beschädigung der Instrumente wird nicht zurückgeschreckt. Ich habe sogar schon erlebt, dass einer dieser Satansbraten einfach seine Zähne in das Instrument geschlagen hat. Lapidarer Kommentar der Mutter in diesem Fall war, dass ich doch einfach meine Versicherung bemühen sollte. Die Übermutter erwartet dabei natürlich auch, dass ihr kleiner Nerventod innerhalb eines halben Jahres das Instrument bis zur absoluten Perfektion beherrscht, trotz der offensichtlichen Tatsache, dass seine Begabung und Motivation sich darauf beschränkt, herauszufinden, wie sehr man eine Gitarrensaite spannen kann, bevor sie reißt.

Natürlich ist an den mangelnden Ergebnissen allein der unfähige, inkompetente Gitarrenlehrer schuld. Dass dieser aus der Vergangenheit eine ganze Menge Schüler vorzuweisen hat, die es zu etwas gebracht haben, wird dabei eiskalt negiert. Auch dass die Höllenbrut in der Schule permanent unangenehm auffällt, ist natürlich nur der Dummheit der Lehrer geschuldet, die mit so einer zehn Jahre alten Mischung aus Dalai Lama, Einstein und Ghandi nicht wirklich adäquat umgehen können. Solche unangenehmen Kunden habe ich vereinzelt bereits vor zehn Jahren gehabt. Mittlerweile ist die Ausnahme aber ganz offensichtlich zur Regel geworden. Über kurz oder lang werde ich mich daher wohl beruflich neu orientieren müssen. Übrigens sind besagte Horrorkinder von vor zehn Jahren mittlerweile die, die ihren Eltern mit Anfang zwanzig immer noch schön auf der Tasche liegen und bis jetzt nichts in ihrem Leben zustande gebracht haben. Das muss wohl an ihrem verkannten Genie liegen.



Beichte vom 08.08.2016, 18:21:46 Uhr

3.5/5 (114 Votes)

Spielende Kinder auf den Gleisen

(Beichthaus.com Beichte 00038554)



Da ich beruflich jeden Tag mit der Bahn unterwegs bin, trifft man ja so allerhand Leute. Die meisten sehen komisch aus, sind aber ansonsten nett oder fallen nicht weiter auf. Doch heute waren am Bahnsteig gegenüber ein Vater und seine zwei kleinen Söhne. Während der Vater versuchte, Geld von anderen zu pumpen, um sich die Fahrkarte leisten zu können, spielten die Kleinen im Alter zwischen 6 und 8 Jahren am Bahnsteig. Irgendwann kamen sie jedoch auf die Idee, auf den Gleisen rumzulaufen und der Vater fand das auch noch gut und gab ihnen sogar noch Tipps für viel waghalsigere Manöver. Der Spaß ging solange, bis wirklich ein ICE heranrollte und wir wissen ja alle, wie schnell die düsen können. Da meinte der Vater nur: "Na, könnt ihr vor dem noch her?" Ich fiel vom Glauben ab. Da stachelte der Typ ernsthaft seine Kinder an, über die Gleisen zu laufen, während ein Zug fuhr.

Ich schrie laut, dass sie das bleiben lassen sollen und dass der Vater sich mal schämen sollte. Die Kinder waren in diesem Moment in Gefahr und zum Glück ließen sie sich für einen kurzen Augenblick schocken, sodass der ICE dann doch vorbeifahren konnte. Plötzlich fingen die beiden an, mich zu beschimpfen und der Vater machte eifrig mit. So nach dem Motto: "Du hässliche Nutte, ich mache was ich will, fick deinen Vater", etc. Also unterste Schublade und reine Gossensprache. Dabei wollte ich nur Schlimmeres verhindern. Ich beichte also, dass ich nächstes Mal gar nichts mehr sagen werde oder es mir zumindest gut überlege, obwohl möglicherweise ein Kind sterben könnte.



Beichte vom 26.07.2016, 16:41:18 Uhr


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