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Beichten: 23.995 | User: 202.625 | Kommentare: 370.451
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Monster mit Monsterguss und Monsterfüllung

(Beichthaus.com Beichte 00036473)



Ich (w/28) beichte, dass ich nicht in der Lage bin, Kinder zu mögen. Ich möchte sie nicht verabscheuen, aber ich kann nicht anders, das Gefühl ist stärker als ich. Als ich noch zu jung war, um Kinder zu bekommen, dachte ich immer, dass ich früher oder später Lust drauf kriegen würde und habe mir sogar vorgestellt, so ungefähr im Alter von dreißig Jahren zwei zu bekommen. Das schien mir ideal, nicht zu jung, ausreichend Zeit vorher noch etwas zu erleben, aber auch nicht so alt, um später auszusehen, als ob die Oma das Kind von der Schule holt. Jetzt bin ich im passenden Alter und obendrein noch glücklich verheiratet, aber wider Erwarten hat sich der Wunsch nach einem Baby nie auch nur für eine Sekunde eingestellt. Je mehr Bekannte rund um mich schwanger werden desto mehr stößt mich der Gedanke ab. Es sind nicht unbedingt die vollen Windeln und das Geschrei, die mich anekeln, und auch nicht die Angst vor Dehnungsstreifen, sondern eher der Gedanke, dass unsere Welt kein schöner friedlicher Ort ist, und dass ich ohne schlechtes Gewissen kein Kind zwingen möchte, darin zu leben.

Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht unglücklich, hier zu sein, aber mir ist ständig bewusst, dass ich wahnsinniges Glück hatte und im Gegensatz zu den meisten Menschen auf unserem Planeten auf der Butterseite des Lebens geboren wurde. Und sogar auf der Butterseite ist es nicht immer einfach und manchmal jeder Tag ein Kampf. Und diese Gedanken haben irgendwann dazu geführt, dass ich Neugeborene nur mit Abscheu betrachten kann. Ich bin zwar intellektuell fähig, zu kapieren, dass das falsch ist, aber dieses Gefühl des Abscheus kommt einfach über mich, ohne dass ich etwas dagegen tun kann. Ich halte mich möglichst fern von Babys, und alle meine Freundinnen und Bekannten wissen, dass sie mich nicht zu fragen brauchen, ob ich ihr Baby mal halten möchte. Ich kann diese kleinen rosa Würmchen einfach nicht süß finden. Außerdem sind Menschen in meinen Augen meistens, wie Dr. Perry Cox schon sagte, Monster mit Monsterguss und Monsterfüllung, was mich direkt zu dem Schluss führt, dass Babys, so lieb und unschuldig sie auch sein mögen, nichts anderes sind als Mini-Monster. Ich habe mich natürlich im Griff und trage diese Gedanken nicht auf der Zunge, und ich würde auch niemals unfreundlich zu einem Kind sein, wenn ich doch mal mit einem zu tun habe.

Das ist auch dringend nötig, denn paradoxerweise komme ich bei Kindern sehr gut an, zumindest bei denen ab einem Alter, wo man schon in ganzen Sätzen mit ihnen kommunizieren kann. Ich kann mir auch denken, woran das liegt: Ich benutze zwar eine altersgerechte Ausdrucksweise, aber keine verblödete Babysprache. Ich tatsche sie nicht ungefragt an, zwinge sie nicht zu Begrüßungsküssen, wuschel ihnen nicht durch die Haare und behandele sie nicht wie kleine Idioten. Außerdem bin ich unter anderem deshalb eine beliebte Spielgefährtin, weil ich recht geschickt bin, was Basteln und Handarbeiten angeht. Auch so manches beschädigte Lieblingsspielzeug habe ich schon erfolgreich repariert, was schon oft Freudenschreie der kleinen Besitzer ausgelöst hat. Ich würde auch lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich das nicht freut. Aber um ein eigenes Kind zu wollen, ist die Freude eben doch nicht groß genug. Offenbar gibt es Menschen, die Kinder kriegen sollten und welche, die die Finger davon lassen sollten, und ich gehöre zu letzteren. Es tut mir leid.



Beichte vom 27.08.2015, 07:23:46 Uhr

3.1/5 (84 Votes)

Dreiste Kinder am Bahnhof

(Beichthaus.com Beichte 00036469)



Vergangenen Sonntag fuhr ich (w/26) mit dem Zug zu meinen Eltern. Als wir dann an irgendeiner Haltestelle hielten, sah ich ein kleines Mädchen nah am Bahnsteig sitzen. Als sie mich sah, streckte sie mir ihre Zunge entgegen, sie war wohl auf etwas oder jemanden zornig und ließ es an mir aus. Ich sah kurz weg, denn so etwas regt mich auf. Da ich aber die Landschaft sehen wollte, drehte ich mich wieder in ihre Richtung. Sie machte mit ihrem Zeige- und Mittelfinger ein V, legte sie an den Mund und streckte die Zunge raus. Da habe ich mir gedacht "was du kannst, kann ich schon lange", ich sah sie ernst an und hob eiskalt meinen Arm und zeigte ihr den Stinkefinger. Witzigerweise versuchte sie diese Geste nachzumachen, scheiterte aber. Der Zug fuhr gerade wieder weiter und ich lachte amüsiert in mich hinein. Ich beichte eigentlich nur, dass ich mich wegen eines, wahrscheinlich, erst 5-jährigen Kindes zu so etwas hinreißen ließ. Denn als Erwachsene sollte man überlegter reagieren, oder auch gar nicht. Aber dann dachte ich mir, wenn so kleine Kinder anderen Menschen solche Gesten zeigen, wissen die sehr wohl, was sie machen.



Beichte vom 26.08.2015, 21:43:15 Uhr

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Ich verabscheue Frauen!

(Beichthaus.com Beichte 00036467)


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Hass · Zorn · Kinder


Ich (m/32) hasse Frauen. Ich hasse sie. Ich bin schon von einigen hintergangen worden und bin mir mittlerweile sicher, dass es keine Frau auf der Welt gibt, die nicht berechnend, selbstgefällig, von schlechtem Charakter ist und über Leichen gehen würde. Ich möchte nie mehr in meinem Leben etwas mit einer Frau zu tun haben, sei es beziehungstechnisch oder freundschaftlich. Dummerweise werde ich demnächst Vater - mit der Frau bin ich nicht mehr zusammen. Bis zum Geschlechtsouting wollte ich aber unbedingt noch warten, denn einen Sohn hätte ich gerne gehabt, einen kleinen Jungen. Doch jetzt wird es ein Mädchen. Solange das Kind im Bauch noch geschlechtslos war, habe ich mich gefreut, habe Liebe empfunden, doch jetzt ist da nichts mehr. Ich hasse Frauen, ich möchte auch keine Tochter. Nicht einmal den Frauen aus meiner Familie kann ich meine Zuneigung mehr zeigen, das war früher anders. Ich werde keinen Kontakt haben. Zumindest von mir aus nicht. Wenn mir die Ex das Baby in den Arm legt und ich dann etwas empfinde, vielleicht ist das dann gut. Aber ich fühle einfach nur Enttäuschung, Leere und meinen Hass auf Frauen.



Beichte vom 26.08.2015, 17:01:23 Uhr


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Anrufe beim Notruf 110

(Beichthaus.com Beichte 00036460)



Ich möchte beichten, dass ich früher, als kleiner Rotzer, mit einem Kumpel den Notruf missbraucht habe. Einfach, weil wir Freude daran hatten. Mein damaliger "Kumpel" hat mich irgendwann aber verpfiffen und auf einmal stand die Polizei vor der Tür. War zu dem Zeitpunkt nicht mehr so witzig.



Beichte vom 25.08.2015, 22:15:56 Uhr

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Ich lasse meine Familie im Stich!

(Beichthaus.com Beichte 00036449)



Ich (m/30) muss beichten, dass ich nicht weiß, wie ich meinem Patenkind - und seinem Bruder - helfen kann! Vor acht Jahren ist die Familie berufsbedingt ein paar hundert Kilometer weggezogen. Man sieht sich also nur ein paar Mal im Jahr, wenn die beiden in den Ferien zu ihrer Oma oder zu mir kommen. Mein Patenkind ist 12 Jahre alt, sein Bruder 9. Beide hängen in ihrer Entwicklung mindestens vier Jahre zurück! Beispiele? Der Kleine trägt mit neun Jahren nachts immer noch eine Pampers! Beide können nicht schwimmen! Der Kleine kann nicht mit Messer und Gabel umgehen! Beide haben überhaupt kein Selbstbewusstsein, kein Interesse bzw. Angst, irgendetwas Neues zu probieren, antriebs- und motivationslos, unselbstständig, sind total fixiert auf Erwachsene und suchen nur Bestätigung. Ich weiß auch zu 100 Prozent, woran es liegt, nämlich an den faulen Eltern.

Zu den Eltern habe ich gar keinen Kontakt mehr, ich kann es einfach nicht ertragen. Angefangen hat es damit, dass mein Patenkind kurz nach der Einschulung plötzlich hyperaktiv war. Wahnsinn, dass die Mutter es geschafft hat, einen Arzt zu finden, der ihr das bestätigt. Das Kind wurde dann bis zum 11. Lebensjahr mit Ritalin ruhiggestellt! Er ist nicht hyperaktiv, das Einzige, was er braucht, ist die Aufmerksamkeit seiner Eltern. Wenn er bei uns in den Ferien war, hat er das Ritalin nie bekommen und war trotzdem ganz normal. Warum? Weil er ganz normale Aufmerksamkeit bekommen hat. Hinzu kommt noch, dass der Kleine bevorzugt behandelt wird und der Große für alles die Schuld bekommt. Dem Kleinen kann man keinen Vorwurf machen, wer würde das nicht ausnutzen? Dem Kleinen geht es also nicht ganz so schlecht wie dem Großen. Das ist immer gut zu merken, wenn der Abreisetag kommt. Der Kleine freut sich auf Zuhause - da ist er ja wieder der Prinz - der Große heult jedoch Rotz und Wasser, weil er nicht nach Hause will. Es bricht mir jedes Mal das Herz, ihn gehen zu lassen, in dem Wissen, dass er zu Hause nur Kontra bekommt!

Mit den Eltern reden bringt nichts, das habe ich damals bei der Ritalin-Geschichte versucht - erfolglos! Ich würde mir auch nicht von einem kinderlosen Menschen erzählen lassen, wie ich meine Kinder zu erziehen habe. Kann ich irgendwo verstehen, das Argument. Manchmal denke ich, dass ich zu große Erwartungen an die beiden habe, sie einfach mal Kinder sein lassen. Es ist zum Glück nicht so! Am Wochenende waren wir mit einer größeren Gruppe aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis schwimmen. Dort waren auch andere Kinder im gleichen Alter. Die Unterschiede sind einfach nur erschreckend und traurig! Aufgrund der großen Distanz gehöre ich jedoch nicht zu ihrem Alltag und habe daher keine Ahnung, wie ich ihre Entwicklung vorantreiben kann. Die paar Wochen im Jahr, die man sich sieht, sind einfach zu wenig, um dauerhaften Einfluss zu haben. Ich unternehme so viel wie möglich mit ihnen, gebe ihnen Bestätigung, versuche sie zu motivieren, aber es bringt fast nichts! Ich beichte, dass ich mir nicht zu helfen weiß, und in mir manchmal der Gedanke aufkommt, dass es das Beste wäre, wenn den Eltern was passiert, sodass die beiden in die Obhut ihrer Oma oder auch zu mir kommen, um ihnen endlich die Aufmerksamkeit und Förderung zu geben, die sie bitter notwendig haben!



Beichte vom 24.08.2015, 17:33:23 Uhr


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