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Horrorkinder beim Gitarrenunterricht

(Beichthaus.com Beichte 00038603)



Ich möchte beichten, dass mich die neueste Generation Helikopter-Super-Eltern, und ihre Brut, wahnsinnig ankotzt. Seit über zwanzig Jahren bin ich nun Gitarrenlehrer und mir hat dieser Job immer überaus viel Spaß gemacht. Ich habe Kinder und Jugendliche unterrichtet, die in einigen Fällen mit ihrer Musik nationale und in zwei Fällen sogar internationale Bekanntheit erlangt haben. Normalerweise begegnet man mir daher auch mit dementsprechendem Respekt, zumindest innerhalb der Branche. Nicht so jedoch Helikopter-Mutti samt rotznäsigem ADHS-Nachwuchs. Es geht meist mit der Leier los, dass ausgerechnet ihr Kind wahnsinnig hochbegabt, unausgelastet und unverstanden sei, obwohl man dem Dreikäsehoch schon auf den ersten Blick ansieht, dass er die Sorte Kind ist, die es liebt, kleine Tiere zu quälen, wenn Mami mal nicht hinguckt, andere Kinder hänselt und mit Genuss die eigenen Popel verspeist.

Helikopter-Mom selbst erwartet indessen von mir ca. fünf Millionen unsinnige Referenzen: abgeschlossenes Hochschulstudium in Gitarre, Musikpädagogik, Psychologie und Lehramt auf Gymnasium, am Besten alle vier mit Dr.-Titel, Ersthelferkurs, Trainerlizenz, Führerschein, etc. Sie möchte dann aber trotzdem möglichst nicht mehr als zehn Euro pro 45 Minuten bezahlen. Überhaupt nimmt sie es mit dem Bezahlen nicht so genau: Sie verhandelt trotz geschlossener Verträge gerne mal nach und lässt sich monatelang Zeit damit, ihre längst überfälligen Rechnungen zu begleichen. Trotzdem erwartet sie vollste terminliche Flexibilität von mir, und dass ihr Wunderkind immer absolut vorrangig behandelt wird. Um das sicherzustellen, ruft sie auch schon mal am Sonntagnachmittag an und ist stocksauer, sollte man die irrwitzige Dreistigkeit besitzen, den Anruf nicht sofort zu beantworten. Dann wird auch gerne mal meine Adresse erstalkt, zu meiner Privatwohnung gefahren, Sturm geklingelt, bzw. schließlich einfach unbefugt das Haus betreten, falls die Terrassentür aufsteht. Das ist leider kein Witz.

Ihr Balg indessen schert sich einen feuchten Kehricht um elementarste Regeln. Da wird im Unterricht wild herumgesprungen, wegen jeder kleinen Aufgabe bis aufs Blut herumdiskutiert und selbst vor mutwilliger Beschädigung der Instrumente wird nicht zurückgeschreckt. Ich habe sogar schon erlebt, dass einer dieser Satansbraten einfach seine Zähne in das Instrument geschlagen hat. Lapidarer Kommentar der Mutter in diesem Fall war, dass ich doch einfach meine Versicherung bemühen sollte. Die Übermutter erwartet dabei natürlich auch, dass ihr kleiner Nerventod innerhalb eines halben Jahres das Instrument bis zur absoluten Perfektion beherrscht, trotz der offensichtlichen Tatsache, dass seine Begabung und Motivation sich darauf beschränkt, herauszufinden, wie sehr man eine Gitarrensaite spannen kann, bevor sie reißt.

Natürlich ist an den mangelnden Ergebnissen allein der unfähige, inkompetente Gitarrenlehrer schuld. Dass dieser aus der Vergangenheit eine ganze Menge Schüler vorzuweisen hat, die es zu etwas gebracht haben, wird dabei eiskalt negiert. Auch dass die Höllenbrut in der Schule permanent unangenehm auffällt, ist natürlich nur der Dummheit der Lehrer geschuldet, die mit so einer zehn Jahre alten Mischung aus Dalai Lama, Einstein und Ghandi nicht wirklich adäquat umgehen können. Solche unangenehmen Kunden habe ich vereinzelt bereits vor zehn Jahren gehabt. Mittlerweile ist die Ausnahme aber ganz offensichtlich zur Regel geworden. Über kurz oder lang werde ich mich daher wohl beruflich neu orientieren müssen. Übrigens sind besagte Horrorkinder von vor zehn Jahren mittlerweile die, die ihren Eltern mit Anfang zwanzig immer noch schön auf der Tasche liegen und bis jetzt nichts in ihrem Leben zustande gebracht haben. Das muss wohl an ihrem verkannten Genie liegen.



Beichte vom 08.08.2016, 18:21:46 Uhr

3.5/5 (105 Votes)

Spielende Kinder auf den Gleisen

(Beichthaus.com Beichte 00038554)



Da ich beruflich jeden Tag mit der Bahn unterwegs bin, trifft man ja so allerhand Leute. Die meisten sehen komisch aus, sind aber ansonsten nett oder fallen nicht weiter auf. Doch heute waren am Bahnsteig gegenüber ein Vater und seine zwei kleinen Söhne. Während der Vater versuchte, Geld von anderen zu pumpen, um sich die Fahrkarte leisten zu können, spielten die Kleinen im Alter zwischen 6 und 8 Jahren am Bahnsteig. Irgendwann kamen sie jedoch auf die Idee, auf den Gleisen rumzulaufen und der Vater fand das auch noch gut und gab ihnen sogar noch Tipps für viel waghalsigere Manöver. Der Spaß ging solange, bis wirklich ein ICE heranrollte und wir wissen ja alle, wie schnell die düsen können. Da meinte der Vater nur: "Na, könnt ihr vor dem noch her?" Ich fiel vom Glauben ab. Da stachelte der Typ ernsthaft seine Kinder an, über die Gleisen zu laufen, während ein Zug fuhr.

Ich schrie laut, dass sie das bleiben lassen sollen und dass der Vater sich mal schämen sollte. Die Kinder waren in diesem Moment in Gefahr und zum Glück ließen sie sich für einen kurzen Augenblick schocken, sodass der ICE dann doch vorbeifahren konnte. Plötzlich fingen die beiden an, mich zu beschimpfen und der Vater machte eifrig mit. So nach dem Motto: "Du hässliche Nutte, ich mache was ich will, fick deinen Vater", etc. Also unterste Schublade und reine Gossensprache. Dabei wollte ich nur Schlimmeres verhindern. Ich beichte also, dass ich nächstes Mal gar nichts mehr sagen werde oder es mir zumindest gut überlege, obwohl möglicherweise ein Kind sterben könnte.



Beichte vom 26.07.2016, 16:41:18 Uhr

3.5/5 (168 Votes)

Ein Kind ohne Gottesglaube

(Beichthaus.com Beichte 00038507)



Ich (w/25) bin kein Freund davon, wenn man Kindern alles beschönigt und in "Baby-Sprache" mit ihnen spricht. Dementsprechend rede ich auch immer sehr ernst und interessiert mit meiner 7-jährigen Nichte. Sie ist sehr wissbegierig und klug und momentan in einer totalen "Warum"-Phase, weshalb sie alles wissen will. Als sie neulich fragte, ob es Gott gibt, antwortete ich ihr ehrlich, dass ich persönlich das nicht denke. Wir haben natürlich noch ein wenig weiter über das Thema geredet und ich habe versucht, ihr ehrlich zu antworten. Das hatte jetzt allerdings zur Folge, dass ich sie so sehr überzeugt habe, dass sie den Religionsunterricht in der Schule boykottiert. Ihre Eltern haben deshalb schon Probleme von der Schulleitung bekommen und meine Schwägerin ist jetzt sehr sauer auf mich, weil sie meint, ich habe dem Kind den Gottesglauben genommen. Tatsächlich beginne ich, mich etwas schuldig zu fühlen.



Beichte vom 14.07.2016, 12:43:23 Uhr
Ort: Dammstraße, 1190 Wien


2.7/5 (163 Votes)

Meine Freundin will eine Fress- und Kackmaschine!

(Beichthaus.com Beichte 00038398)



Ich (m/39) habe eine Freundin, die ich sehr liebe und mit der ich noch lange zusammen sein möchte. Sie ist 44 Jahre alt, liebt mich auch, möchte aber unbedingt ein Kind - im Gegensatz zu mir. Wir haben uns in den letzten zwei Jahren schon zwei Mal deswegen getrennt und haben über Umwege wieder zueinandergefunden. Sie hatte in der Zwischenzeit andere Partner, die ihren Kinderwunsch geteilt haben (auch wenn sie nur wenige Monate zusammen waren), aber am Ende hat sie sich von ihnen getrennt und ist zu mir zurückgekommen. Wenn wir nicht zusammen sind, vermissen wir uns sehr und schaffen es irgendwie nicht ohne einander. Zusammen sein klappt aber auch nicht, weil wir andere Vorstellungen von der Zukunft haben. Ich fühle mich ziemlich unter Druck gesetzt von ihr, weil ich ihre Haltung zur Kinderfrage ehrlich gesagt als komisch unnatürlich und egoistisch empfinde, heute noch Kinder zu bekommen.

Ich muss mich immer verteidigen, warum ich keinen Kinderwunsch habe, andere Männer in meinem Alter wären da reifer. Mag sein, aber ich kann auch nichts dafür, dass sie so rückständig ist. Ich habe ihr mal die Frage gestellt, warum sie mit ihrem Kinderwunsch unsere Beziehung gefährdet, aber sie sieht ihren Fehler einfach nicht ein. Ich will sie aber weder verlieren, noch will ich 18 Jahre lang eine Fress- und Kack-Maschine zu Hause haben, die mir auch noch auf der Tasche liegt und nichts zum Haushaltseinkommen beiträgt. Daher habe ich dem Versuch zugestimmt, ein Baby zu machen. Aber davor werde ich eine Vasektomie machen, um sicherzustellen, dass der Versuch erfolglos bleibt! Da sie sowieso schon etwas älter ist, dauert es hoffentlich nicht mehr lange, bis die Natur ihren Lauf nehmen wird und sie selbst unfruchtbar wird. Ich weiß, dass das nicht die ehrlichste Art ist, aber ich bewahre uns davor, viel Geld zu verschwenden und ich bin sicher, dass sie mir dankbar ist - sie weiß es nur noch nicht.



Beichte vom 22.06.2016, 23:44:49 Uhr

3.5/5 (108 Votes)

Liebe ich meine Tochter genug?

(Beichthaus.com Beichte 00038392)



Ich bin die Mutter eines 1-jährigen Mädchens und schäme mich, das zu sagen, aber ich habe keine richtigen Muttergefühle für sie. Ich liebe sie als Kind und als Person, aber es könnte genau so gut das Kind einer Freundin sein, das ich babysitte. Ich weiß, dass mich vermutlich viele dafür hassen werden und ich kann euch sagen, ich tue es selbst auch. Ich kann einfach nicht verstehen, wie dieses wunderbare kleine Würmchen mein Herz nicht in Mutterglück ertränken kann. Sie ist so süß und duftet gut und ihr Lächeln ist wie die Sonne, so warm und strahlend. Der Vater hat sich verpieselt, nachdem er von der Schwangerschaft erfahren hat. Das hat mich extrem runtergezogen. Dabei war es sogar seine Idee unsere Partnerschaft mit einem Baby zu krönen. Eigentlich lief auch alles gut und die ersten Monate hat er sich rührend um mich gekümmert, aber dann meinte er plötzlich, er müsse zu einer Geschäftsreise aufbrechen. Zwei Wochen später kam dann ein Anruf von seinem Vater, dass er bei ihnen eingezogen ist und ich seine Sachen nachschicken soll. Als Begründung gab er einfach an, ich hätte mich zu stark verändert und eine Zukunft könnte er sich mit mir und Kind nicht mehr vorstellen. Da war ich gerade im sechsten Monat.

Mein Leben ist in diesem Moment natürlich zusammengebrochen. Jedoch musste ich mich um meinetwillen und des Kindes wegen zusammenreißen und weitermachen. Am Tag der Geburt begleitete mich meine beste Freundin, und als mir dann meine Kleine auf den Arm gegeben wurde, war da absolut nichts. Ich war einfach nur erschöpft. Dieses Gefühl legte sich auch in den nächsten Tagen nicht und die Besuche auf der Babystation liefen eher emotionslos ab und in mir wuchs die Schuld, als ich die anderen Frauen mit ihren Kindern sah. Ich liebe meine Tochter und würde sie für nichts auf der Welt eintauschen, aber ich bin nicht sicher, ob meine Liebe wirklich ausreichend ist. Ich habe mich auch schon an einen Therapeuten gewandt, bei dem ich aber eine Wartezeit von sechs Monaten habe, bis ich dort vorstellig werden kann. Ich habe zwar versucht, etwas Druck zu machen, aber am Telefon sagte man mir, dass man erst schneller einen Termin bekommt, wenn man schon kurz davor ist, sein Kind umzubringen. Da fiel mir erst einmal die Kinnlade runter. Ich würde ihr nie etwas tun und hoffe, dass sich das Thema vielleicht von alleine einrenkt und ich die Kleine wie eine Mutter lieben kann.



Beichte vom 20.06.2016, 19:12:35 Uhr


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