Ich (w/19) habe gerade fast eine Frau und ihren Hund überfahren. Die dumme Schlampe war der Meinung, am helllichten Tag, mitten im Verkehr, über eine vierspurige Straße spazieren zu können. Und als sie festgestellt hat, dass der Gegenverkehr zu stark ist, ist sie nicht etwa zurückgegangen, sondern seelenruhig auf dem linken Streifen der Fahrbahn stadteinwärts stehen geblieben.
Alle Autos vor mir sind auf die rechte Spur und an ihr vorbei gezogen, aber ich hatte sowieso miese Laune, also habe ich drauf gehalten. So lange, wie es ging. Und als diese eingebildete Trulla weiterhin telefonierend und rauchend stehen geblieben ist, bin ich volle Lotte in die Bremse gestiegen und habe gehupt. Schlitternd und quietschend, das ABS hat volle Arbeit geleistet, bin ich kaum einen halben Meter vor ihr stehen geblieben. Sie hat mich kreideweiß und wie ein Reh angeguckt, ihr Hund hat sich vor Angst fast im Geschirr aufgehängt. Um den tat es mir wirklich leid, ich hoffe sehr, das arme Tier hat keinen bleibenden Schaden davon getragen.
Als sie sich immer noch nicht bewegt hat, habe ich die Tür aufgemacht, bin ausgestiegen und habe sie angebrüllt, was für eine ignorante Fotze sie sei, die Ampel sei schließlich keine 50 Meter entfernt, und ob sie zu faul sei, ihren fetten Arsch da hinzubewegen. Ich sagte auch, dass ich eigentlich nur gebremst habe, weil es mir um ihren Hund leidgetan hätte. Letzteres habe ich nur im Affekt gesagt, weil ich derart stinksauer war, aber sie scheint es mir abgekauft zu haben. Mit einem letzten "Jetzt verpiss dich von der Fahrbahn!" habe ich sie endgültig verscheucht und siehe da, sie hat die Straße verlassen und sich auf den Weg zur Ampel gemacht, die wirklich nur einen Steinwurf entfernt war.
Ich hoffe, die blöde Trulla hat etwas gelernt, damit sich mein Adrenalinschub wenigstens gelohnt hat. Ich möchte trotzdem auf diesem Wege beichten, dass ich einen Menschen und ein Tier in Gefahr gebracht habe, und es mir im Nachhinein auch wirklich leidtut, weil ich normalerweise ein wirklich ruhiger und ausgeglichener Mensch bin. Ich bin noch nie derart ausgerastet, aber ich kann die Ignoranz der Menschen einfach nicht verstehen. Außerdem ist mir das jetzt schon das dritte Mal in zwei Wochen passiert, sodass plötzlich jemand auf der Fahrbahn stand und der Meinung war, dort stehen bleiben zu können, bis der Gegenverkehr abklingt.
Beichte vom 24.05.2013, 20:31:38 Uhr Ort: Bramfelder Chaussee, 22177 Hamburg
Nach der Schule absolvierte ich eine Berufsausbildung als Mechaniker bei einem großen deutschen Autohersteller. Wir waren 27 Azubis in unserem Lehrjahr und waren oft alle gemeinsam in der Lehrwerkstatt. Dort standen auch große Dreh- und Fräsmaschinen, die für Übungszwecke gedacht waren.
Die Gruppe der Lehrlinge war sehr durchwachsen, vor allem was den IQ betraf. Einer der damaligen Kollegen, wir nannten ihn Fetti, weil er erstens so aussah und zweitens tatsächlich einen ähnlichen Namen hatte, war eher mit weniger Intelligenz gesegnet. Als Fetti an einer Fräsmaschine ein Werkstück bearbeitete und kurz mal aufs Klo verschwand, verdrehte einer der anderen Lehrlinge den Schlauch für die Kühlmittelzufuhr so, dass dieser nicht mehr auf den Fräser, sondern in Richtung des Kopfes des Bedieners der Maschine zeigte. Da das Kühlmittel, eine Emulsion aus Wasser und Öl, welche ziemlich schmierig und nicht wohlriechend ist, beim Einschalten der Maschine automatisch losgepumpt wird, traf ihn der Strahl voll im Gesicht. Es war ein großer Lacher, da alle Lehrlinge den Streich mitbekommen hatten. Selbst Fetti fand es lustig und ging wieder auf das Klo, um sich zu waschen. Während er weg war, bog wieder jemand den Schlauch in die Richtung seines Kopfes. Da Fetti, wie bereits beschrieben, nicht sehr helle war, schaltete er die Maschine wieder ein, ohne vorher die Position des Kühlmittel-Schlauches zu kontrollieren. Wieder Volltreffer, diesmal schallendes Gelächter. Nur Fetti fand es diesmal nicht mehr witzig. Er bog wutentbrannt den Schlauch zurück und ging wieder auf das Klo.
Der nächste Kollege wartete nicht lange und stellte den Schlauch wieder zielgenau auf Kopfhöhe ein. Das Unfassbare passierte, Fetti schaltete wieder ein, ohne den Schlauch vorher anzuschauen. Unser Opfer kämpfte mit den Tränen und begab sich wieder zum Waschbecken. Nun wurde es bizarr, denn derselbe Streich wurde wieder vorbereitet. Es klingt unglaublich, aber Fetti fiel erneut darauf herein und es sollte sich tatsächlich noch einmal wiederholen.
Während Fetti, vollkommen fertig mit den Nerven, das fünfte Mal beim Waschen war, mischte sich nun unser Lehrmeister ein, der die Sache inzwischen mitbekommen hatte. Er drohte der versammelten Gruppe ernsthafte Konsequenzen an, sollte Fetti noch einmal "geduscht" werden.
Es tut mir wirklich leid, dass er so verarscht wurde und wir ihn alle ausgelacht haben. Damals gab es den Begriff "Mobbing" übrigens noch nicht. Er wäre aber treffend gewesen.
Ich habe mich extra bei einem bekannten Fernsehsender mit drei Buchstaben für verschiedene Sendungen beworben, in der Hoffnung, dass sie tatsächlich mal bei mir vorbei kommen. Ich möchte ihnen meine Meinung sagen und einem von denen ins Gesicht spucken! Ein Kumpel sollte das noch mit seiner Kamera filmen. Es ist auch so weit alles mit ihm abgesprochen, für den Fall, dass mich dieser Assi-Sender wirklich besuchen kommt. Mal schauen, ob etwas daraus wird.
Vor einigen Jahren, als ich (m/18) noch Micky-Maus-Hefte kaufte, las ich dort ein Versprechen, mit welchem man nie verschlafen würde. Da ich einen sehr tiefen Schlaf habe, hörte ich oft den Wecker am Morgen nicht klingeln. Die Anweisung des Tipps lautete, dass man, wenn man um fünf Uhr morgens aufstehen wollte, den Kopf vor dem Einschlafen fünf Mal gegen das Kopfkissen hauen müsse. Um sechs Uhr sechs Mal, und so weiter. Meine Beichte ist nun, dass ich, wenn ich wichtige Termine habe, bei denen ich sehr früh aufstehen muss oder nicht verschlafen darf, immer noch dieses Versprechen anwende und je nach Uhrzeit vor dem Einschlafen meinen Kopf gegen mein Kopfkissen haue. Wobei ich mir bis heute nicht sicher bin, ob der biologische Wecker wirklich hält, was er verspricht, da ich mittlerweile einfach meinen Wecker an eine laute Soundanlage angeschlossen habe und endlich unbeschwert aufwachen kann. Gemeinsam mit allen Mitbewohnern.
Beichte vom 21.05.2013, 15:48:03 Uhr Ort: 08370 Kempten
Ich hänge manchmal "Vorsicht, frisch gestrichen!" - Zettel an öffentlichen Plätzen auf. Manchmal hängen die da noch Wochen später. Ich weiß, dass das total sinnlos ist, aber ich fand das irgendwann mal witzig. Ich habe schon öfter daran gedacht damit aufzuhören, aber irgendwie kann ich nicht.
Beichte vom 20.05.2013, 18:04:19 Uhr Ort: Müllerstraße, 13349 Berlin