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Neueste Kommentare

3.1/5 (123 Votes)

Die Arbeit mit Hartz-IV-Empfängern

(00033774)



Ich möchte beichten, dass ich bei dem staatlichen "Unternehmen" mit dem großen roten "A" arbeite und dort im Bereich SGB II, umgangssprachlich Hartz IV, eingesetzt bin. Ich habe festgestellt, dass sich meine Einstellung zu den "Kunden" inzwischen sehr stark verschlechtert hat und ich immer mehr dazu tendiere, die Leute schnell von meinem Tisch zu bekommen, anstatt ihnen wirklich zu helfen. Ich weiß, dass Hartz IV ein Leben am Existenzminimum bedeutet und man nicht zwangsläufig verschuldet dort reinrutschen muss, aber mir gehen diese inkompetenten, dummen und teilweise faulen Leute einfach auf den Sack! Ständig kommen sie angerannt und haben Fragen, oder wollen, dass wir ihre Probleme lösen. Oder sie verlangen Erläuterungen zu Bescheiden und das, obwohl alles im Bescheid selbst drin steht! Es steht da nicht einmal im Juristen-Deutsch, sondern wirklich einfach verständlich.

Deshalb schnauze ich die Leute auch schon mal an, ob sie nicht lesen können oder wollen. Oftmals merke ich selbst, wie gefühlskalt und distanziert ich zu den Leuten bin, wenn es um finanzielle Probleme geht. Mich interessiert einfach nicht, warum diese Person das ganze Geld schon wieder verballert hat, da sind sie oft selbst schuld. Mich ärgert es regelrecht, wenn die Leute noch einen Vorschuss bekommen, weil sie über ihre Verhältnisse gelebt haben und die Allgemeinheit jetzt wieder dafür bezahlen muss. Aus diesen Grund habe ich den "Kunden" nun schon des Öfteren gesagt, dass eine Klärung nur mit Termin möglich ist und habe sie im Wissen, dass sie erst einmal ohne Geld sind, weggeschickt. Bei ausländischen Kunden tue ich dies meist sogar mit einer innerlichen Genugtuung, da ich der Meinung bin, dass solche "Zuwanderer" nur nach Deutschland kommen, um Sozialleistungen zu schnorren. Ich weiß, dass mein Handeln nicht korrekt war und ist, aber manchmal kotzen mich diese Leute einfach nur noch an.



Beichte vom 17.08.2014, 16:00:41 Uhr

2.8/5 (108 Votes)

Der Büro-Popel-Schnipser

(00033771)



Wenn ich alleine im Büro bin rolle ich gelegentlich meine Popel zu kleinen Kügelchen und schnippse sie über meinen Tisch hinweg auf den meines Kollegen. Das mache ich seit ein paar Monaten. Ich finde das einfach zu lustig und bemerkt hat er es bis jetzt auch noch nicht.



Beichte vom 16.08.2014, 16:13:00 Uhr
Ort: Bielefeld

2.6/5 (120 Votes)

Der Tampon-Detektiv der Personaltoilette

(00033769)



Ich arbeite überwiegend mit Frauen zusammen. Auf den Stationen gibt es je eine Personaltoilette, dankenswerter Weise Unisex. Wenn nette Studentinnen, Praktikantinnen oder Schülerinnen auf Station sind, versuche ich aufzupassen, wann sie die Toilette aufsuchen, und gehe dann kurz danach selbst. Dann gucke ich in den Bindeneimer, ob neue Tütchen drinliegen. Mit viel Glück finde ich, selten, mal einen noch körperwarmen Tampon oder eine frisch gewechselte Binde. Je nach Inhalt des weißen Papiertütchens stelle ich mir dann vor, wie die Kollegin ihre Binde/Tampon gewechselt hat, und wie ihre Periode so ist - z.B. wenn eine randvoll blutige Slipeinlage und eine Plastikfolienverpackung von Always-Binden drin sind, dass ihre Periode gerade angefangen hat. Oder wenn ein kaum bräunlicher Tampon drin liegt und ein Abziehpapier einer Slipeinlage. Manchmal finde ich auch Schmankerl, z.B. Soft-Tampons oder aus dem Stationsbedarf gemopste Schwangerschaftstests oder Verpackungsfolien von Pilzzäpfchen. Aber ein Mysterium verfolgt mich schon seit Langem eine Kollegin knüllt immer zwei, drei leere Hygienetütchen zusammen und tut sie in den Bindeneimer - die Tütchen sind aber immer leer. Und obwohl ich schon viele geile Momente auf der Personaltoilette hatte, und viele innerlich grinsende Blicke auf Kolleginnenhintern werfen durfte, wenn unter der weißen Diensthose nicht der helle 08/15-Slip, sondern der dunkelblaue Baumwoll-Schlüppi durchschimmert, muss ich doch immer wieder grübeln, warum diese eine Kollegin zwei, drei Mal täglich zwei Hygienetütchen abreißt, diese zusammenknüllt und in den Bindeneimer wirft. Außerdem musste ich feststellen, dass Frauen untereinander ganz schöne Elstern sein können.

Ich platziere regelmäßig geöffnete Tamponkartons auf dem Handtuchspender, neben der üblichen Tüte Oma-Binden, die die Kolleginnen dort für Notfälle (aus dem Stationsbedarf) aufbewahren. Bisher sind schon mehrere Packungen Tampons Stück für Stück aufgebraucht worden, obwohl die Tampons ja definitiv den Benutzerinnen nicht gehören. Eine Kollegin hat sogar mal eine fast volle Schachtel "o.b. flexia normal" eingesteckt, offensichtlich für zu Hause. Am längsten gehalten haben eine Packung Super-Tampons von Aldi, die wurden nur spärlich gemopst, und eine Packung o.b. super mit Applikator. Aber nachdem ein paar vereinzelte blutig verschmierte Applikatoren im Eimerchen lagen, sind die Mädels dahintergekommen, dass in dem Applikator normale o.b.s drin sind, und ab da waren nur noch saubere Applikatoren im Eimerchen. Um die Ausbeute an Tampons im Eimerchen zu erhöhen, möchte ich jetzt ein Schildchen laminieren, das offiziell aussieht und klarstellt, dass man Tampons bitte nicht ins Klo, sondern immer in den Eimer schmeißt. Vielleicht animiert das die Mädels, ihre Tampons endlich korrekt zu entsorgen? Es tut mir ja auch leid, dass ich mir den Zyklus der Mädels so peinlich zusammenreimen muss, aber das Getuschel und Tabu-Getue um die Periode hat mich halt neugierig gemacht.



Beichte vom 15.08.2014, 23:13:33 Uhr
Ort: Scheidplatz, München


3.6/5 (158 Votes)

Abstrakte Kunst auf der Toilette

(00033767)


11 Kommentare

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Ekel · Hass · Arbeit


Ich muss beichten, dass ich mich extrem darüber aufrege, wenn ich mal wieder im Geschäft mein Geschäft mache und so ein Depp vor mir nicht in der Lage war, die gängigen Hygieneutensilien - allen voran die Klobürste - richtig zu benutzen. Wenn es eine weitere Kabine gibt, drehe ich auf der Stelle um. Je nach Abteilung gibt es aber nur eine und ich muss dann wohl oder übel den Scheiß der anderen wegmachen. Ich will ja nicht, dass ich beim Verlassen einem anderen entgegenlaufe und der denkt, die abstrakte Kunst sei von mir. Innerlich koche ich vor Wut und verfluche den unbekannten Kollegen vor mir. Ach ja, die Hand vermeide ich auch zu geben, da Händewaschen wohl irgendwie schlecht für die Haut sein muss. Ich verstehe es einfach nicht, die Kollegen reden mit einem beim Weglaufen vom Pissoir und gehen einfach raus, obwohl ich genau sehe, was für Ferkel sie sind und dass sie sich die Hände nicht waschen. Vielleicht liest das einer dieser ekelhaften Menschen und denkt mal über sein Verhalten nach.



Beichte vom 15.08.2014, 16:39:24 Uhr

3.6/5 (221 Votes)

Kleingeld als Strafe

(00033757)



Ich arbeite seit einigen Monaten neben dem Studium an einer Tankstelle. Neben vielen netten Kunden gibt es aber auch viele, denen die einfachsten Formen des Umgangs fehlen. Da wird nur Geld auf den Tisch gelegt, ohne zu sagen, was man will, dann wird nicht mit dem Telefonieren aufgehört, wenn man bezahlt und man beleidigt den Kassierer, wenn dieser bei Zigaretten den Ausweis sehen will. Da mir solche Sachen, wie Dinge in die Kaffeemilch zu mischen, nicht richtig erscheinen und auch nette Kunden treffen könnten, habe ich mir eine subtilere Methode überlegt: Je unfreundlicher ein Kunde ist, desto mehr Kleingeld bekommt er von mir zurück. Ich weiß, dass dies kaum etwas bringt, aber ich fühle mich besser. Deshalb bitte ich um Absolution. Es tut mir nur für die Kunden leid, denen ich bei Münzmangel mal wirklich viel Kleingeld geben muss, obwohl sie nett sind.



Beichte vom 12.08.2014, 23:12:29 Uhr


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