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Beichten: 24.995 | User: 211.077 | Kommentare: 390.554
Neueste Kommentare

3.1/5 (157 Votes)

Ich wirke wie ein Gutmensch!

(Beichthaus.com Beichte 00037528)



Ich möchte beichten, dass ich mich immer als weltoffen gebe und als Pro-Asyl positioniere, während ich, wenn mich keiner sieht, Aufkleber an Laternen, Klos und Papierkörbe klebe, die deutlich "Anti-Asyl" sind. Leider sind viele in meinem Freundeskreis das, was man derzeit als "Gutmensch" bezeichnet und hätten ein großes Problem damit, wenn jemand nicht ihrer Meinung ist - man wird dann sofort als Nazi abgestempelt. Mittlerweile sind diese Aufkleber stark im Gespräch, auch Leute aus meinem Freundeskreis regen sich furchtbar darüber auf, wie man so etwas nur machen könne. Auch ich stimme den Leuten dann immer zu und sage, dass das eine Schweinerei wäre und hoffe, dass man den irgendwann erwischt.

Beichten möchte ich somit nicht meine Meinung zu der Thematik, sondern dass ich ein falsches Spiel spiele und einige meiner Freunde belüge. Ich hoffe sehr, dass das Thema irgendwann mal vom Tisch kommt, beziehungsweise gelöst wird, damit sich die Leute wieder beruhigen. Die Leute sind so ja ganz nett und ich mag sie - die Einstellung in diesem Punkt teile ich aber nicht.



Beichte vom 03.02.2016, 19:01:48 Uhr

2.5/5 (103 Votes)

Wenn die lieben Kollegen ihr wahres Gesicht zeigen

(Beichthaus.com Beichte 00037281)



Ich weiß nicht weshalb, aber gerade eben ist mir (w) ein Erlebnis eingefallen, welches schon viele Jahre zurückliegt. Mir wurde eine Ungerechtigkeit zuteil. Damals bekam ich eine befristete Stelle in einem kleinen Laden, der sozial tätig war. Ich arbeitete zwar nur halbtags, jedoch verdiente ich sehr gut. Das Arbeitsklima war von Freundlichkeit geprägt, man konnte mit jedem normal reden, Scherze machen und auch ernstere Themen besprechen. Dort waren einige, die Sozialstunden abarbeiteten, und auch Ehrenamtliche. Wochen und Monate vergingen, mir gefiel diese Arbeit immer mehr. Mit einer Ehrenamtlichen kam ich immer öfter in Gespräche, die manchmal auch privat waren. Aber das störte mich nicht, ich redete gerne mit ihr.

Bis ungefähr zwei Wochen vor meinem letzten Tag. Es war ein Freitag, da war es üblich, dass immer abwechselnd eine vom Team etwas zur gemeinsamen Pause mitnimmt. Belegte Brote, was auch immer. Ich hörte besagte Ehrenamtliche schon herumfragen, wer was will. Nachdem sie dann unseren Abteilungschef fragte, was er sich wünschte, wollte sie schon losgehen. Aber er fragte dann, ob sie mich schon gefragt hat. Sie flüsterte ihm zu: "Nein, sie kriegt nichts, sie hat nie etwas mitgebracht." Ich habe sie sehr wohl gehört, ließ mir aber nichts anmerken. Als dann Pause war, ging ich in die Küche und sah am Tisch ein paar Sandwiches liegen. Schön im Korb hergerichtet, Teller standen bereit. Es saßen sie und zwei andere Ehrenamtliche schon am Tisch und tranken Kaffee. Ich setzte mich dazu und nach kurzem Zögern fragte ich, ob ich mir was nehmen darf. Die eine schaute mich nicht mal an und sagte eiskalt Nein. Auf meine Frage warum, sagte sie, dass ich nie etwas mitgebracht hätte.

Ich war zu perplex und zutiefst verletzt, also bin ich rausgegangen und habe eine geraucht. Eine kleine Rache musste her. Nichts abartiges, aber es sollte ihr einen kleinen Stoß versetzen. An einem Tag gegen 12 Uhr beendete ich meine geliebte Arbeit. Fast alle, denen ich etwas schenken wollte, waren da. Die Ehrenamtlichen hatten heute frei, aber das störte mich nicht. Ich schenkte den Kollegen eine kleine Schachtel Pralinen, wohlgemerkt eine vom höheren Preisniveau. Darauf klebte ich eine Schleife, soll ja nett aussehen. Kurz bevor ich ging, ging ich noch zum Abteilungschef und bat ihn, für diese Eine mein Abschiedsgeschenk zu überreichen. Das war etwas ganz Besonderes. Ich besorgte mir eine kleine Schachtel und ein Blanko-Lieferscheinbuch.

Dieses Buch legte ich in die Schachtel, dazu schrieb ich noch einen Zettel, auf dem stand: "Liebe Soundso, vielleicht hast du es nicht mitgekriegt, aber mit deiner Aktion mich auszuschließen, hast du mich sehr verletzt. Deshalb habe ich die ideale Lösung dafür gefunden. Mit dem beiliegenden Lieferscheinbuch kannst du dir jederzeit einen Charakter bestellen. Du musst nur unter Empfänger deinen Namen und Anschrift eintragen. Als Absender empfehle ich dir entweder deine Mutter oder einen Psychiater. Viel Erfolg!"

Unterschrieben legte ich den Zettel auf das Buch, sie sollte ihn ja zuerst lesen. Dann verpackte ich alles mit Glitzerpapier und einer überdimensionierten Schleife. Leider, oder auch zum Glück, weiß ich nicht, wie sie reagiert hat. Vielleicht war sie beleidigt, oder empört. Unterschwellig wusste ich, dass dies wohl keinen positiven Effekt auf sie haben wird. Denn zwischen diesem einen Freitag und meinem letzten Tag, ignorierte ich sie. An einem Morgen hat sie mich gegrüßt, ich aber sie nicht. Sie wunderte sich nur, warum ich keine Antwort gab. Ich weiß, kindisches Verhalten meinerseits. Aber mit solchen Leuten, die offenbar keinerlei Schuldgefühle besitzen, will ich nicht einmal mehr reden. Ganz besonders deswegen, weil es so plötzlich kam. Am Tag davor unterhielten wir uns noch ganz normal, so wie immer. Wie dem auch sei, ich habe mich gerächt. Und weil ich ja im Grunde nichts davon hatte, will ich das hier nun beichten. Es tut mir leid.



Beichte vom 23.12.2015, 07:08:34 Uhr

3.5/5 (137 Votes)

Weihnachtsbecher an Weihnachten, oder nicht?

(Beichthaus.com Beichte 00037123)



Ich beichte, dass ich bis vor Kurzem ein großer Liebhaber der Café-Kette mit der weißen Meerjungfrau auf grünem Grund war. Die Betonung liegt auf "war". Zwar schmecken die Getränke nicht plötzlich schlechter, aber es nervt mich tierisch, dass es zu Weihnachten jetzt keine Weihnachtsbecher mehr gibt. Stattdessen sind sie nun schlicht und rot, ohne Weihnachtsmotiv eben - sie sollen nicht zu christlich sein. Und das ist der Punkt: Weihnachten ist doch laut den Christen die Geburt Jesu. Wenn man jetzt wirklich plötzlich nicht mehr so christlich sein will, in den christlich geprägten Nationen, warum lässt man es dann nicht ganz? Weihnachtsgetränke, also Jesus-Geburtstags-Getränke, gibts da noch, aber keine Becher mehr.

Sind denn alle bekloppt geworden? Christliche Bräuche wie der Sankt Martinstag mit dem Martinsumzug wurden ja auch schon umbenannt, um keinem Nicht-Christen auf die Füße zu treten, aber auf die christlichen Feiertage sind sie alle ganz wild, auch die Atheisten, Moslems, Juden und Buddhisten hierzulande. Am Liebsten würde ich jedem, der sich hier durch die christliche Prägung im verflixten Abendland diskriminiert fühlt, mal was erzählen! Wer hier leben will, hat die Prägung doch zumindest in ihrer reinen Präsenz zu akzeptieren. Die vorgeheuchelte Toleranz kotzt mich jedes Mal wieder an, denn die Läden machen ja dann doch wieder den ganzen Weihnachtsramsch, um die fette Kohle zu machen - was ja dann auch in Ordnung ist.

Lasst doch die Traditionen in Deutschland so, wie sie seit so langer Zeit waren, und passt euch nicht den anderen an! Umgekehrt sollte es sein! Ich gebe die Hoffnung auf ein Revival des Weihnachtsbechers nicht auf, zumal ich nach den Spezialitäten des Kaffeehauses echt süchtig war bzw. bin.



Beichte vom 27.11.2015, 17:55:09 Uhr


3.6/5 (196 Votes)

Hilfe, meine Nachbarin wird überfallen!

(Beichthaus.com Beichte 00036887)



Ich (m/43) habe seit einiger Zeit eine neue Nachbarin. Ich arbeite zu Hause, vor allem schreibe ich und daher komme ich auch tagsüber öfter mit meinen Nachbarn in Kontakt. Seit etwa drei Monaten habe ich nun besagte neue Nachbarin, eine Frau Mitte 20, mit der ich mich eigentlich recht gut verstehe. Sie ist auch öfter zu Hause, da sie irgendwas am Computer arbeitet und wir haben uns öfter getroffen und uns einfach unterhalten, Tee getrunken oder sind ein bisschen durch den Wald oder Park gelaufen. Kurz gesagt, ich mag sie recht gerne, da ich alleine wohne und mir manchmal ein Gesprächspartner fehlt. Sie sagte mir auch, dass sie einen Freund hätte, aber keine sonderlich enge Beziehung. Eines Abends habe ich einen späten Spaziergang gemacht, da ich noch schreiben wollte, mir aber nicht so recht etwas einfiel. Ich erhoffte mir von dem Spaziergang ein paar Ideen. Ich sah, dass bei meiner Nachbarin noch Licht brannte. Da sie mir gesagt hatte, dass ihre Klingel kaputt sei, spähte ich seitlich durch ein Fenster, um zu sehen, ob sie da ist. Normalerweise hatte sie abends nämlich nie Licht an.

Als ich also zum Fenster hinein blickte, sah ich sie. Sie war gefesselt und geknebelt - mit ihr im Raum war ein Typ, der wohl drauf und dran war, ihr was anzutun. Ich bin riesig erschrocken, zu mir rübergelaufen und habe die Polizei gerufen. Danach wusste ich nicht, was ich machen soll. Ich hatte Angst, dass sie in der Zwischenzeit missbraucht würde, rannte zu einer anderen Nachbarin und bat sie mitzukommen. Zum Glück kam dann die Polizei, sie klopften mehrmals und ihnen wurde aufgemacht - von meiner Nachbarin und dem Kerl. Der war nämlich kein Verbrecher, sondern ihr Freund. Sie ist masochistisch veranlagt und hat ihn um ein Rollenspiel gebeten. Ihr war es sehr, sehr peinlich und mir tat es leid. Mit der Polizei und der anderen Nachbarin habe ich ihr etwas eingebrockt, denn sie wollte nicht, dass jemand davon erfährt. Das tut mir sehr leid, denn ich wollte nicht, dass ihr das passiert.



Beichte vom 21.10.2015, 14:43:48 Uhr

3.3/5 (99 Votes)

Komm, wir bestellen beim Salafisten!

(Beichthaus.com Beichte 00036869)



Wie in fast jeder deutschen Stadt gibt es hier eine Vielzahl an Einwanderern diverser Herkunft und auch entsprechend viele Restaurants. Da momentan davor gewarnt wurde, dass die Terroristen unter den Flüchtlingen ihre Kämpfer einschmuggeln, haben meine Freunde und ich unfreiwillig einen neuen Running Gag, seit einem so etwas Ähnliches aus Versehen rausgerutscht ist. "Bestellen wir nachher wieder beim Salafisten?" heißt es dann, wenn wir Abendessen beim Türken holen wollen. Wir verschandeln unter uns auch die Menüs entsprechend "salafistisch", da gibts den Döner mit Ungläubigengyros, die Tortur-Teigtasche mit Gemüse und alle roten Soßen sind Blut. Tut mir echt leid, dass wir so darüber lachen, da ich glaube, dass der Restaurantbesitzer um die Ecke echt in Ordnung und bestimmt alles andere als ein Terrorist ist!



Beichte vom 19.10.2015, 01:39:26 Uhr


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