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18 Dinge, die ich hasse

(00031231)



Ich bin 30 und habe nichts. Keine Freunde, keinen Freund. Meine Verwandten mögen mich nicht. Ich mag Menschen nicht. Niemanden. Es interessiert mich einen Scheißdreck, was sie mir alles erzählen. Ich bin gerne allein. Ich hasse es, mit jemandem etwas zu unternehmen. Ich hasse es, zu Veranstaltungen zu gehen. Ich würde am liebsten im Wald in einer Hütte für mich ganz alleine leben. Ich hasse alte Männer, die meinen, sie hätten Chancen bei einer jungen Frau. Ich hasse Lästereien unter Frauen über andere Frauen. Ich hasse oberflächliche Menschen. Ich hasse Leute, die meinen, sie sind was Besseres, weil sie mehr Geld haben. Ich hasse sinnlose Arbeiten und ich hasse diese ganze Drecks-Pharma-Industriescheiße. Ich hasse es, wie man als Verbraucher überall angelogen und verarscht wird, nur weil sie ihren Dreckshals nicht voll genug bekommen können, weil sie immer alle mehr und mehr Geld wollen.

Ich hasse dieses scheiß Wetter, ich hasse meine neue Wohnung, ich hasse langsame Menschen, die Ihren Arsch nicht bewegen. Ich hasse falsche Freunde, ich hasse meine Familie, wie sie alles verurteilen und runtermachen, was ich tue, wie ich lebe, nur weil es das falsche Leben für sie wäre. Aber es ist das richtige Leben für mich, ich hasse es, dass sie es einfach nicht kapieren. Ich hasse es, wie meine Mutter über fremde Leute herzieht, weil ihr das Aussehen nicht gefällt. Ich hasse es, wenn meine Mutter so tut, als würde sie mich mögen. Ich hasse es, dass man in meiner Familie kein vollständiger Mensch ist, wenn man keinen Mann und keine Kinder hat. Ich war nicht immer so. Ich war auch mal nett zu allen. Ich habe ständig gegeben und gegeben. Und nie habe ich bekommen. Auch nicht, wo ich wirklich Hilfe brauchte. Keine Sau war da und hat geholfen. Wirklich kein Schwein. Ich hasse zurzeit wirklich alles und Jeden. Naja, vielleicht wird das nächstes Jahr besser? Wenn nicht, warte ich einfach ab, bis ich dann mal irgendwann sterbe. Sind ja nur noch so um die 40 Jahre.



Beichte vom 19.05.2013, 16:26:10 Uhr

3.9/5 (78 Votes)

Das Kleinkind, das sich Bruder schimpft

(00031219)



Ich (w/18) hasse meinen Bruder! Naja, nicht so abgrundtief! Aber ich hasse ihn dafür, dass er es mit 29 Jahren nicht schafft, sein Leben auf die Reihe zu kriegen, und [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 17.05.2013, 10:24:08 Uhr

3.0/5 (91 Votes)

Meine todkranke Mutter

(00031190)



Ich schäme mich schrecklich für das, was ich gestern getan habe. Ich hätte nie geglaubt, dass ich so dumm und so furchtbar gemein sein könnte, wie ich es gestern war. Meine Mutter ist, dank eines riesigen Tumors in ihrem Kopf, ein Pflegefall. Keine Chance auf Besserung, geschweige denn auf Heilung. Seit letztem Jahr geht es rapide abwärts mit ihr. Sie braucht bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens viel Hilfe. An den Wochenenden fahre ich zu ihr und übernehme die Pflege. Seit sie krank ist, also seit 13 Jahren, hat sie sich immer mehr im Wesen verändert. Sie ist sehr depressiv, antriebslos und versteht eigentlich auch nicht mehr, was man ihr sagt. Sie ist eben leider komplett dement. Trotzdem ist sie ungemein widerspenstig. Wenn ihr irgendwas nicht passt, dann bockt sie herum, macht überhaupt nicht mehr mit und schreit ganz laut. Sie schreit wirklich einfach nur, weil sie auch nicht mehr sprechen kann. Das ist nicht nur wahnsinnig mühselig, das bringt mich auch zum Rasen. Ich kann mich manchmal nicht mehr selbst daran erinnern, dass sie nun einmal dement und schwer krank ist, und nicht weiß, was sie da macht oder wo sie überhaupt ist. Ich vergesse dann total, dass sie vollkommen hilflos ist. Dann kann ich mich oft nicht beherrschen und bin sehr ruppig und grob zu ihr, oder schreie sie an.

Aber gestern war der schlimmste Tag: Sie war extrem unleidlich. In dem einen Moment frage ich sie noch, ob wir zum Spazieren rausgehen wollen und sie sagt ja, also lege ich schöne Klamotten raus, mache das Radio an und wollte sie fertigmachen, im nächsten Moment schreit sie lauthals, weil sie nun plötzlich keine Lust mehr zum Anziehen hatte. Dieses Schreien und dieser, wieder einmal, bockige Blick von ihr haben mich total zum Ausrasten gebracht. Ich habe sie angeschrien, dass ich es satt habe, an jedem meiner freien Tage zu ihr zu kommen und mir "dieses Elend reinzuziehen". Ich habe gesagt, dass ich nach fast der Hälfte meines Lebens mit "...aber meine kranke Mutter..." es so satt habe, und mir wünsche, dass es endlich vorbei ist. Ich habe auch zu ihr gesagt: "Stirb. Stirb einfach!" und das sogar mehrmals. Das klingt so furchtbar. Mir tut es wahnsinnig leid. Ich kann es seitdem nicht vergessen. Ich habe später, damit sie, nach ewigem Kampf, endlich ihre eine Tablette nimmt, auf ihren eingewachsenen Zehennagel, der ihr sehr schmerzt, gedrückt, damit ich diesen Machtkampf gewinne und sie die Tablette endlich einnimmt. Ich schäme mich so sehr, so etwas Barbarisches getan zu haben. Ich finde keine Entschuldigung für mein unmögliches Verhalten. Der Stress und der Kummer, das kann nicht der Grund sein, so mit seiner todkranken Mutter umzugehen. Bisher habe ich immer gedacht, der liebe Gott bestraft meine Mutter mit ihrer Krankheit dafür, dass sie früher manchmal ganz schön kaltherzig und egoistisch war, aber so etwas hätte sie nicht getan. Und das hat sie auch nicht verdient. Ich hatte mir zum Jahreswechsel vorgenommen, geduldiger mit meiner Mama zu sein. Der Schuss ist ja wohl voll nach hinten los gegangen. Ich hoffe, dass ich noch Gelegenheit haben werde, auch wenn sie es nicht mehr versteht, mich bei meiner Mutter zu entschuldigen.



Beichte vom 13.05.2013, 23:18:25 Uhr




3.1/5 (33 Votes)

Er verdient einen Schlaganfall

(00031179)



Ich (w) will beichten, dass ich meinem Schwiegervater noch einen Schlaganfall wünsche. Seit über zehn Jahren bin ich mit meinem Mann zusammen, seit vier sind wir verheiratet. So richtig akzeptiert [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 12.05.2013, 01:52:38 Uhr

3.3/5 (94 Votes)

Meine Rache an dem Kinderschänder

(00031173)


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Rache · Hass · Zorn


Als kleines Kind, ich war wahrscheinlich um die fünf oder sechs Jahre alt, wurde ich sehr oft von meinem Onkel angefasst. Er hat mich nicht in dem Sinn vergewaltigt, also er ist nicht so weit gegangen, in mich einzudringen, aber vergewaltigt hat er mich meiner Meinung nach trotzdem. Ich habe das viele Jahre lang jedem verschwiegen, auch meinen Eltern, die damals meinen Onkel verdächtigt haben und mich fragten, ob er mit mir diese Dinge machen würde, habe ich angelogen und meinen Onkel damit in Schutz genommen. Wenn ich ehrlich bin, hat er mir nie wehgetan und ich habe auch nie protestiert. Auch heute habe ich das Gefühl, das er mich seelisch eigentlich nie berührt hat und ich habe nicht durchgängig das Gefühl, ihn zu hassen. Trotzdem musste ich all die Jahre lang daran denken, und verspürte, wie aus heiterem Himmel, immer wieder Ekel vor ihm und manchmal auch vor mir. Es gibt Tage, da muss ich ständig daran denken, wie sein verfluchter Penis zwischen meinen Beinen auftaucht, und jedes Mal verspüre ich nichts anderes als Ekel.

Erst letzten Dezember habe ich es einer wunderbaren Freundin erzählt, also erst mit siebzehn Jahren. Nachdem ich also an die zehn Jahre gebraucht habe, mich auch nur irgendwem anzuvertrauen, habe ich ständig mit dem Gedanken gespielt, meinen Eltern davon zu erzählen. Ich wusste, dass ich ihn dann nie wieder sehen musste, aber ich habe mich trotzdem nicht richtig getraut. Fast ein halbes Jahr später, also erst vor Kurzem, hatte ich einen Streit mit meinen Eltern, weil ich mich am Tag zuvor geweigert hatte, mit ihm zu sprechen, als er zu Besuch da war. Im Eifer des Gefechts habe ich es ihnen also erzählt und im Nachhinein ist es fast schon witzig, wie bleich und geschockt sie waren. Nun zu meiner Beichte: Ich werde meinem herzallerliebsten Onkel das Leben zur Hölle machen. Ich freue mich jetzt schon darauf, seine Nachbarn höflich darauf hinzuweisen, dass ein Kinderschänder unter ihnen lebt. Ich freue mich darauf, seinen Freunden zu berichten, was für ein Monster unter diesem Gesicht steckt. Ich bin mir sicher, dass ich dadurch zukünftig so einigen Mädchen eine Last abnehmen werde, weil ich mir absolut sicher bin, dass ich nicht das einzige Mädchen bin, von dem er nicht die Hände lassen konnte. Seine Töchter tun mir wahnsinnig leid! Außerdem tut es mir leid, dass ich, trotz allem, nicht den Mut aufbringe, ihn einfach anzuzeigen.



Beichte vom 11.05.2013, 15:16:08 Uhr
Ort: Mönchseestraße, Heilbronn


391 Beichten insgesamt (Kategorie Zorn).



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