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Beichten: 25.573 | User: 213.806 | Kommentare: 401.566
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2.9/5 (32 Votes)

Ich kenne keine Tabus!

(Beichthaus.com Beichte 00038168)



Ich (w/Anfang zwanzig) beichte, dass ich es mir mit einem wirklich netten Typen verscherzt habe. Das kam so: Eigentlich bin ich für mein Alter stockkonservativ, zumindest was meine Ansichten betrifft, mit denen ich nicht hinterm Berg halte. Optisch bin ich auch eher zugeknöpft, trotz guter Figur. Und doch bin ich (in einer Beziehung) sexuell sehr offen, was man bei meinem Anblick wahrscheinlich nicht glauben mag. Zurück zum eigentlichen Thema: Wir haben stundenlang telefoniert, uns super verstanden und öfters getroffen. Und irgendwann hat sich das Gespräch in Richtung Sex entwickelt. Leider habe ich ihm die Wahrheit erzählt - nämlich, dass ich recht wenige Tabus kenne. Im Nachhinein schäme ich mich so sehr und könnte mich ohrfeigen für meine diesbezügliche Aufrichtigkeit. Ich mache mir seit Gesprächsende Gedanken, dass er das in den falschen Hals gekriegt haben könnte. Am besten hebe ich gar nicht mehr ab, wenn er wieder anrufen sollte. Welcher Teufel hat mich da bloß geritten?



Beichte vom 01.05.2016, 01:49:14 Uhr

3.5/5 (56 Votes)

Mit dem Klapphandy im Internet

(Beichthaus.com Beichte 00038148)



Als ich so dreizehn Jahre alt war, habe ich ein neues Handy bekommen - derzeit ganz modern, ein flaches Klapphandy. Damals war das mit dem mobilen Internet noch nicht so wie heute und es wurde pro Minute getaktet, man konnte nicht einfach zwei Gigabyte buchen, sondern bei dem Vertrag wurde dann so bezahlt, wie man auch nutzte. Meine Eltern hielten mir dementsprechend eine Predigt, dass ich das Internet am Handy nicht nutzen durfte, weil es zu teuer war, um eine Abschaltung der Option kümmerten sie sich als Vertragsinhaber jedoch nicht. Für mich im Großen und Ganzen ein Schlag ins Gesicht, denn einen Router, also Hausinternet, hatten wir auch immer noch nicht, es war aber die Zeit, wo es dann losging, dass Sachen für die Schule online recherchiert und ausgedruckt werden mussten und sich privat auch schon jeder im Internet herumtrieb. Alle meine Freunde hatten schon gefühlt ewig Internet zu Hause, doch die einzige Möglichkeit, die mir blieb, war bei Wind und Wetter mit dem Rad in die Bibliothek zu fahren und dort mein knappes Taschengeld ins Internet sowie die Druckmöglichkeit zu investieren.

Bei Freunden ging das natürlich mal, aber auch nicht durchgehend. Geschichten aus Abenden im ICQ und solche Späßchen konnte ich in der Schule immer nur anhören, nie selbst erzählen. Ob es schließlich die Neugier oder der Gruppenzwang war, weiß ich noch nicht genau, doch ich kam auf die folgenschwere Idee, dennoch das Handyinternet zu nutzen. Man konnte das Gerät mit einem USB-Kabel an den PC anschließen und darüber im Browser am Computer surfen. Eine vollkommen neue Welt öffnete sich für mich, auch wenn ich anfangs sehr vorsichtig war und immer nur kurz für die Schule online ging. Es gab dann irgendwann eine Telefonrechnung im niedrigen dreistelligen Bereich und meine Eltern waren schon tierisch sauer, zwei Wochen hatte ich das Telefon abzuliefern: Handyverbot. Doch der Drang war weiterhin groß, irgendwann saß ich täglich stundenlang davor, auch wenn es enorm langsam war. Sogar einen Song lud ich herunter, lud meine eigenen Geschichten und Gedichte in Foren und auf Schreibplattformen hoch und chattete in ICQ, bis die Tasten glühten. Wenn ich online war, dachte ich gar nicht an die Kosten, die dabei entstehen könnten.

Da ich meist eher aus der Schule kam, als meine Eltern von der Arbeit, fand ich eines Tages einen Brief der Telefongesellschaft vor, der in Dicke und Schwere den Umfang der regulären Rechnung um ein Vielfaches überstieg. Für einen Moment ging mir der Hintern echt auf Grundeis, deswegen versteckte ich den Brief einfach in meinem Zimmer und das normale Leben ging weiter, es hatte wohl keiner etwas gemerkt und ein paar Tage später surfte ich auch lustig weiter. Ich verdrängte einfach, was da vielleicht per Post gekommen war und meine zahlreichen neuen Internetfreunde wollte ich nicht aufgeben, immerhin waren alle Klassenkameraden auch immer online. Ein paar Wochen später kamen meine Eltern schon mit einem Riesendonnerwetter unten reingepoltert, das war der Tag, an dem sie das auf ihren Kontoauszügen gemerkt hatten. Die Summe hatte sich durch mein Surfen auf einen fünfstelligen Betrag gesteigert und ich bekam natürlich im wahrsten Sinne den Arsch ab. Sie schoben total Panik, weil all das Ersparte weg war, und machten sich schon Gedanken über einen Auszug und den Verkauf diverser Wertsachen.

In der ersten Panik sollte auch mein selbst ersparter iPod verkauft werden, deswegen habe ich all meinen Wertkram vorerst versteckt, damit sie da nicht drankamen. Zum Glück klärte sich das Ganze am Ende aber nach Kontaktaufnahme mit der Telefongesellschaft auf. Ich war noch keine vierzehn Jahre alt, das erkannte die Gesellschaft an und gab selbst zu, dass ihr ein Fehler unterlaufen war. Eigentlich hätte in gewissen Abständen angezeigt werden müssen, dass die Rechnung einen bestimmten Betrag erreicht hat, beispielsweise bei 500, 1000 Euro und so weiter. Nachweislich war das bei uns nicht der Fall, wahrscheinlich hätte ich mit diesem Wissen auch direkt zu Anfang gar nicht weitergesurft.

Am Ende bekamen meine Eltern all ihr Geld zurück, sie sind heute noch Kunden dort, alles ist in Ordnung. Ich beichte, dass mir das Ganze trotz der zwischenzeitlichen Angst wegen der Rechnung eigentlich gar nicht so nahe gegangen ist und weiß, dass ich mich gerade dafür schämen sollte, aber ich denke noch immer ein bisschen, dass meine Eltern teilweise auch schuld sind, weil sie so lange keine Notwendigkeit sahen, einen Router nach Hause zu holen und es damit ständig zu Engpässen bei Hausaufgaben und der Zugehörigkeit in der Schule kam. Ich bin nur froh, dass sich der Vorfall noch zum Guten gewendet hat und direkt im Anschluss hatten wir dann auch endlich LAN zu Hause, sodass ich nie wieder in Not geriet und nie wieder - von schlechten Mathenoten und einmal Sitzenbleiben abgesehen - Mist baute.



Beichte vom 27.04.2016, 13:30:29 Uhr

3.3/5 (69 Votes)

Ich zocke, statt zu lernen

(Beichthaus.com Beichte 00038147)



Angestiftet von einer anderen Beichte möchte ich (m), auch meine Faulheit - bezogen auf das bevorstehende Abitur - beichten. Ich habe bereits eine Stelle für ein duales Studium und die Uni, die ich besuchen werde, hat keinen N.C.. Nun stellt sich mir die Frage, wieso ich dann Tag und Nacht lernen sollte, so wie andere in meiner Schule. Die einen lernen 10 Stunden am Tag Mathe und erzählen dann allen davon, wie schwer es doch sei und so weiter. Allerdings zeigen nur die wenigsten für meine Einstellung Verständnis. Selbst meine Eltern meinen, ich solle doch lernen, damit ich ein gutes Abitur bekomme und kein Schlechtes (das Schlechteste, was ich bekommen könnte, wenn ich nicht durchfalle, ist eine 2,7). In den Mathe-Klausuren, die ich bereits durchgerechnet habe, hatte ich immer so 9-10 Punkte, und das, obwohl ich den Stochastik-Teil nicht einmal bearbeitet habe. Ich beichte außerdem, dass ich meine Freunde und Eltern inzwischen anlüge, indem ich sage, dass ich keine Zeit habe, weil ich ja so unglaublich viel lernen muss. Stattdessen zocke ich lieber und vertrödele meine Zeit im Internet.



Beichte vom 27.04.2016, 12:12:45 Uhr


3.2/5 (80 Votes)

Das Mädchen, das Zuckerwatte aus meinem Kopf machte

(Beichthaus.com Beichte 00038138)



Es sind nun schon ein paar Jährchen ins Land gezogen, seit das Vergehen, das ich heute gerne beichten möchte, stattgefunden hat. Zur Entschuldigung sei gesagt, dass ich jung, naiv und wohl in mancher Hinsicht auch etwas verschroben war, zugegebenermaßen. Ich verliebte mich in die Schönheit unseres Dorfes. Ein Mädchen mit Alabasterhaut, einem Gesicht und einer Figur wie aus Stein gemeißelt. Blonde Locken, blaue Augen, Sommersprossen, Beine bis zum Himmel und sogar noch ein Stück weiter. Sie verdrehte reihenweise Köpfe. Zu meinem Verdruss bemerkte ich jedoch bald, dass dieses engelsgleiche Wesen leider schon einen Freund hatte. Ich dachte bei mir, dass sie mit ihm nun nicht gerade den besten Geschmack bewies, allerdings nannte er stolz ein Auto sein eigen. Ich hingegen besaß nur das alte Fahrrad meiner Mutter. Immerhin mit Gepäckträger.

Die Zeit zog ins Land, und ich schmachtete sie aus der Ferne an. Ach was, schmachten ist noch zu wenig gesagt! Ich betete den Boden an, auf dem sie wandelte, hätte ihr dreckiges Badewasser leergesoffen und mich für sie mit verbundenen Augen an einen Stuhl gefesselt mit einem der Klitschkos geprügelt. Meinetwegen sogar mit beiden. Kurz, mein Resthirn bestand ihretwegen aus vollkommen nutzloser Zuckerwatte. Eines Tages erfuhr ich durch meine rastlosen unermüdlichen Nachforschungen im Fall Alabasterhaut, dass es in der Beziehung Stress gab, da ihr Freund ihr wohl fremdgegangen war. In meiner Welt war das natürlich die absolute, ultimative Blasphemie. Wie konnte er nur?! Ich war außer mir und überlegte mir einen teuflischen Racheplan.
Ich dachte daran, ihm in den Tank zu urinieren, aber das war noch zu wenig. Auch eine fiese Fäkalgranate, bestehend aus gesammeltem Hundekot, und aus dem Hinterhalt auf ihn abgefeuert, war nicht genug. Es musste perfide sein. Gemein, böse, und vor allem eine Lektion, die er niemals vergessen würde - und wenn er hundert Jahre alt und stocksenil wurde.

Meine Wahl fiel nach langen, sinisteren Überlegungen auf Strom. Ich würde sein Auto mit einem Weidezaun-Stromgerät verkabeln, und wenn er es öffnen wollte, würde er ein schönes, schmerzhaftes Tänzchen veranstalten. Abends hinter dem Jugendclub nahm mein Plan Gestalt an. Ich brauchte zwar zwei Kabeltrommeln, und einen knappen Viertelkilometer Weidedraht, aber schließlich gelang es mir, die Karre unter Strom zu setzen. Zwar holte ich mir dabei auch zwei ziemlich heftige Stromschläge, aber das war mir die Rache ohne Weiteres wert. Schließlich trat mein Opfer aus dem Jugendclub. Hackedicht, und verfolgt von zwei seiner Freunde, die ihn davon abhalten wollten, noch mit dem Auto zu fahren. In der lebhaften Diskussion vernahm ich aus meinem Versteck heraus folgende kausalen Zusammenhänge: Fräulein Alabasterhaut hatte sich offensichtlich endlich aus den Fängen dieses üblen Widerlings befreit, und er sich wohl ordentlich einen auf die Lampe gegossen.

Also stand er nun vor seinem Auto, mit beachtlicher Schlagseite, und suchte nach seinen Schlüsseln, während ihn seine Kumpels bequatschten, er solle doch lieber laufen. Davon wollte er jedoch nichts wissen, er habe ja auch nur einen halben Kilometer zu fahren. Dann kam der große Moment, in dem er tatsächlich an sein Auto fasste. Alles funktionierte nach Plan. Er bekam mächtig eine geschossen und hüpfte mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einem Bein ums Auto herum, sich die Hand haltend. Da sein Pegel aber kein besonders gut koordiniertes Hüpfen zuließ, landete er bereits nach knappen drei Sekunden im Dreck, von wo aus er sich beim Aufstehen am Auto festhalten wollte. Natürlich bekam er wieder eine gefeuert und führte einen wahren Affentanz im Liegen auf. Seine Kumpels fragten sich natürlich was los war und fassten kurz nacheinander ebenfalls an das Auto, worauf eine beeindruckend asynchrone Ausdruckstanzveranstaltung stattfand.

Einer vermutete daraufhin statische Elektrizität, der andere spekulierte auf Kurzschluss der Batterie. Meine hervorragend versteckte Litze fand jedoch keiner. Sie standen, bzw. lagen noch eine Weile diskutierend herum. Dann verdrückten sie sich schließlich im Schleudergang nach Hause. Das war also die ganze Show. Ich hatte sie mir in meiner Fantasie zugegebenermaßen wesentlich spektakulärer vorgestellt, und war ziemlich enttäuscht. Ein wenig mehr Funkenflug, und Elektrischer-Stuhl-Flair wäre immerhin ganz nett gewesen, aber man konnte ja nicht alles haben. Ich baute also meine Teufelsmaschinerie ab und verzog mich nach Hause. Einige Zeit danach erfuhr ich im Übrigen, dass nicht er sie, sondern sie ihn betrogen hatte. Im Zuge dessen bekam ich dann auch mit, dass Fräulein Alabasterhaut zwar schön anzuschauen, aber charakterlich eher eine Mischung aus Pech und Schwefel war. Seitdem bereute ich dann die dämliche Nummer mit dem Strom. Immerhin hat das Ganze ihren Ex davon abgehalten, im Suff nach Hause zu fahren. Fräulein Alabasterhaut ist übrigens später zum Studieren ins Ausland gegangen, und ward fortan nie mehr gesehen.



Beichte vom 26.04.2016, 11:10:50 Uhr

3.5/5 (223 Votes)

Zusatzbehandlung im Krankenhausbett

(Beichthaus.com Beichte 00038086)



Während meiner Ausbildung zur Krankenschwester habe ich im Krankenhaus auf der Station einen jungen Mann kennengelernt, der sich beim Mountainbiken bei einem Sturz schwere Verletzungen zugezogen hat. Dementsprechend viele Fixierungen und Gipsbandagen hatte der Ärmste am ganzen Körper. Da er auch nicht auf die Toilette gehen konnte, musste ihm bei allem geholfen werden. Als ich mit seiner Körperpflege beschäftigt war, bekam er eine Erektion. Wir haben bei der Ausbildung gelernt, solche Dinge elegant zu übersehen, weil es nur eine natürliche Reaktion des Körpers ist. Er entschuldigte sich auch mehrmals, weil es ihm sichtlich peinlich war. Allerdings war er unten ziemlich gut gebaut und ich ertappte mich selbst dabei, dass ich seinen Penis mehr als nur gründlich gewaschen habe.

Als seine Erektion nach zehn Minuten noch immer nicht abgeklungen war und er sich das gefühlte Tausendste Mal bei mir dafür entschuldigt hat, wurde es mir zu dumm und ich sagte zu ihm, er solle die Klappe halten und holte ihm einen runter. Es dauerte vielleicht eine Minute, bis er kam und dann war die Sache erledigt. Er hatte einen großen Grinser im Gesicht und bedankte sich noch öfter, als er vorher um Verzeihung gebeten hatte, bis ich sein Zimmer verließ. Im Nachhinein gesehen war es dumm, denn es hätte jederzeit jemand in sein Zimmer kommen können, aber in dem Augenblick war es mir egal. Ich bekam am nächsten Tag ein großes Lob von der Stationsschwester und vom Oberarzt, weil der junge Mann seinen Eltern erzählt hatte, wie gut ich mich um ihn gekümmert habe. Wenn die nur wüssten! Das Ganze war eine einmalige Sache und ich habe so etwas nie wieder mit einem meiner Patienten gemacht. Deshalb bitte ich um Absolution.



Beichte vom 18.04.2016, 08:07:47 Uhr


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