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Beichten: 26.171 | User: 217.156 | Kommentare: 415.913
Neueste Kommentare

3.0/5 (107 Votes)

Ich bin neugierig und weiß alles!

(Beichthaus.com Beichte 00038642)



Seit fast zwei Jahren wohne ich in einem kleinen Kaff mit 5.000 Einwohnern. Kennengelernt habe ich bisher niemanden. Da ich momentan keine Arbeit habe, bin ich auch meistens zu Hause. Ich wohne mitten im Zentrum und habe eigentlich einen Überblick, wer sich so trifft. Da ich neugierig bin, kenne ich schon die halbe Jugend. Wenn sie sich bei Namen rufen, suche ich sofort bei einem sozialen Netzwerk nach Namen und Wohnort. So habe ich drei Leute gefunden, die sich regelmäßig treffen. Da sich die Leute alle kennen und ihre Beiträge öffentlich posten, habe ich leichtes Spiel und kann locker herausfinden wer wer ist.

Ich fühle mich wie ein Commander, der über jeden und alles Bescheid weiß, den aber niemand kennt. So weiß ich über alle Beziehungsgeschichten Bescheid oder kann alle Bilder zuordnen wenn sie sich in der Öffentlichkeit fotografieren. Ich habe auch entdeckt, dass zwei Leute in der Nacht eine Bank zerstört haben. Da ich wusste, wie sie heißen, konnte ich sie anonym anzeigen. Allerdings gibt es auch Personen, die ich nicht zuordnen kann. Dies macht mich neugieriger. Ich möchte damit nicht aufhören nach neuen Informationen zu suchen und hoffe, dass es jeden Tag neue Storys auf den Profilen gibt. Ich stalke niemanden auf offener Straße.



Beichte vom 18.08.2016, 00:31:44 Uhr

2.9/5 (149 Votes)

Die Höllenmaschinen, die meinen Vater töteten

(Beichthaus.com Beichte 00038569)



Ich hasse meine Familie wie die Pest. Als ich nur wenige Jahre alt war, wurde mein Vater von einem betrunkenen Motorradfahrer angefahren und verstarb nach wenigen Tagen an den Verletzungen. Ich war noch zu klein, um das zu verstehen und zu trauern, meine Mutter lachte sich bald einen neuen Typen an und ich wuchs mit ihm als Vater auf.
Im Gegensatz zu mir hat meine zwei Jahre ältere Schwester den Tod meines leiblichen Vaters nie überwunden und verfiel mit 13 Jahren in Depressionen, ritzte sich und wurde magersüchtig. Meine ständig gestresste und reizbare Mutter unternahm nichts, um ihre Situation zu bessern, schrie uns beide nur ständig an und hatte fast nur schlechte Laune. Ein Jahr später fand ihr Freund dann heraus, dass sie ihn betrogen hatte, und zog einfach aus. Er war einfach weg, inklusive einiger Möbel und ohne eine Nachricht. Tagelang wartete ich darauf, dass er kommen und mich holen würde - er war schließlich mein Daddy und ich hatte mit ihm immer viel mehr unternommen, als mit dem Biest "Mutter". Aber er kam nicht. Ich habe ihn auch nie wiedergesehen.

Meine Mutter legte sich wenige Tage darauf einen Neuen zu, meine Schwester war zu sehr auf ihr Selbstmitleid versessen, um zu kapieren, wie nahe mir das alles ging. Bis heute weiß niemand, wie extrem tief mich das psychisch verletzt hat, gleich zwei Väter zu verlieren. Zu der Zeit verfiel ich jedes Mal in Tobsucht, wenn ich ein Motorrad sah, weil es so früh schon mein Leben zerstörte. Meine Schwester litt immer extremer und meine Mutter wurde immer und immer gereizter, es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Mit 17 Jahren zog meine Schwester dann zu einem ihrer komischen Junkie-Kerle - ich habe kaum noch Kontakt zu ihr und nun kann meine Mutter ihre ganze schlechte Laune an mir auslassen. Ich war nur noch zu Hause, weil wir einfach komplett abgeschirmt von jeglicher Zivilisation waren, ich wurde morgens extra von dem Schulbus abgeholt, weil es sonst keinen Weg oder eine Haltestelle gab.

Mit Mitte 15 entschloss ich mich dann dazu, einen Mofaschein zu machen, obwohl meine Mutter sämtliche Zweiräder hasste, aber ich brauchte die Mobilität und wollte einfach weg. Ich fälschte ihre Erlaubnis und hatte schon bald den Schein. Von meinem Ersparten kaufte ich mir einen sehr alten Roller und brachte sogar einen der wenigen Nachbarn dazu, mir seine Garage freizuräumen. Anfänglich war ich so panisch beim Fahren, schließlich bin ich mit der Konsequenz aufgewachsen, aber es ist toll. Ich habe den Roller dann entdrosselt und einen 80er-Motor drunter gepackt, jetzt läuft er etwa 130 "echte" km/h. Sobald ich Benzin rieche oder dieses Knurren eines solchen Motors höre, werde ich extrem geil und kribbelig.

Was ich dabei fühle, wenn ich mit Topspeed durch steile Straßen und Kurven rase? Zum allerersten Mal keinen Hass dem Motorradfahrer gegenüber. Es macht extrem Spaß, ich verzeihe ihm hiermit, dass er mir meinen Vater genommen hat. Es gibt nichts Besseres auf der Welt! Tut mir leid Daddy, aber ich habe längst kein schlechtes Gewissen mehr. Du warst einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich bitte um Absolution, dass ich diese Fahrzeuge, die meinen Vater töteten, meine Familie zerstörten und die ich jahrelang gehasst habe, jetzt dermaßen liebe.



Beichte vom 30.07.2016, 02:34:11 Uhr

3.3/5 (115 Votes)

Ein Tic Tac gegen Kopfschmerzen

(Beichthaus.com Beichte 00038501)



Ich möchte beichten, dass ich meinem Freund statt einer Kopfwehtablette lediglich ein Tic Tac gegeben haben. Er war nach einem Junggesellenabschied sehr betrunken und hat mich in der Nacht, als er nach Hause kam, nach einer Tablette gefragt. Da meine Kopfwehtabletten sehr auf den Magen schlagen und ich nicht wollte, dass er mir die Wohnung vollkotzt, habe ich ihm ein Tic Tac mit Bananengeschmack gegeben. Danach ist er brav ins Bett und hat gut geschlafen. Leider schmerzte sein Kopf am nächsten Tag doch ordentlich - aber selber schuld, denn wer saufen kann, muss mit den Folgen leben.



Beichte vom 13.07.2016, 16:03:08 Uhr


3.2/5 (172 Votes)

Der Kollege, dessen Arbeit die anderen machen

(Beichthaus.com Beichte 00038478)



Ich (m/30) finde es nicht fair, dass mein Arbeitskollege (60) mich und die Kollegen ständig ausnutzt. Er schiebt ständig die Aufgaben, die eigentlich er erledigen sollte, an die Kollegen ab. Er arbeitet ganz nach dem Minimalprinzip und hat es in der Vergangenheit oft geschafft, die Arbeit bewusst auf andere zu verteilen. Er kann sich leider ganz gut verkaufen und darum glauben ihm auch die meisten, wenn er sagt er hätte immer so viel zu tun, dass er nicht dazukommt und ob man das für ihn erledigen könne. Er wiederholt es einfach immer wieder und er wirkt sehr überzeugend. Viele haben ihm schon geholfen, ich früher auch sehr oft, aber jetzt ist Schluss damit.

Ich finde es absolut unfair, wenn ich sehe, dass er die ganze Zeit nur vor dem Computer sitzt und irgendwelche Dinge erledigt, die nichts mit seinen eigentlichen Aufgaben zu tun haben. Er ist auch gar nicht so sehr beschäftigt, wie er immer sagt. Wenn ich ihn beobachte, diskutiert er oft mit den Kollegen, anstatt dass er einfach mal seine praktischen Aufgaben erledigt. Er geht am Tag 7-8 Mal rauchen und dazu kommt noch, dass er ab und zu einfach mal weg ist - für eine halbe Stunde. Und keiner weiß, wo er ist. Darum habe ich es auch seinem Vorgesetzten erzählt. Er hat mir zum Glück geglaubt. Ich wusste, das war etwas riskant, denn der Minuskollege ist schon ein paar Jahre länger in der Firma und ist noch dazu ein Teamleiter, was ich nicht bin.

Zum Glück hatte sein Vorgesetzter auch schon bemerkt, dass er gerne die Arbeit an andere abschiebt. Ich weiß, dass er dafür einen heftigen Anschiss kassiert hat und die nächsten Tage unter Beobachtung steht, was mich natürlich sehr freut. Ich möchte hiermit beichten, dass ich ihn verpetzt habe. Denn eigentlich ist das nicht die feine Art, aber ich habe keine andere Möglichkeit gesehen. Ich hatte vorab persönlich schon einmal mit ihm darüber gesprochen und es in einem Vieraugengespräch versucht, aber er sieht es natürlich nicht so und hat mir weiterhin seine Arbeit aufgedrückt. Da wusste ich mir nur so zu helfen.



Beichte vom 09.07.2016, 02:02:35 Uhr

3.1/5 (158 Votes)

134 Kündigungen

(Beichthaus.com Beichte 00038463)



Ich wollte beichten, dass ich regelmäßig auf Facebook nach fremdenfeindlichen Postings Ausschau halte und die Personen - sofern die Idioten ihr Profil öffentlich genug haben - bei ihrem Arbeitgeber anschwärze. Das Schöne: Jedes Mal bekomme ich Feedback vom Arbeitgeber und von bislang rund 144 "Anschwärzungen" habe ich es geschafft, exakt 134 Kündigungen durchzukriegen. Natürlich hat das inzwischen einen komischen Beigeschmack bekommen, wenn man bedenkt, dass Leute ihren Arbeitsplatz wegen mir verloren haben. Ich überlege daher, es komplett zu lassen. Irgendwie fühle ich mich nicht gut dabei.



Beichte vom 05.07.2016, 20:49:18 Uhr


237 Beichten insgesamt (Kategorie Verrat).



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