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Beichten: 23.960 | User: 202.408 | Kommentare: 369.846
Neueste Kommentare

3.1/5 (104 Votes)

Das Elend dieser Welt

(Beichthaus.com Beichte 00036464)



Ich ertrage den Schmerz der Menschheit nicht. Jeden Tag müssen so viele Menschen so viel Leid ertragen, während ich hier sitze und mein Leben sinnlos an mir vorbeischreitet. Es gibt so viel Elend, dass ich es nicht mehr ertrage, daran zu denken. Wenn ich Obdachlose sehe, gucke ich sie nicht an, weil ich es nicht ertrage. Ich weiß nicht, wie ich helfen soll. Denn ich weiß, egal, was ich tue, es wird nicht reichen. Manchmal kaufe ich etwas zu Essen und Trinken und gebe es ihnen. Aber dann setze ich meinen Weg fort, so als wäre nichts passiert. Ich denke dann mindestens noch den restlichen Tag an diese Menschen. Am Schlimmsten ist es, wenn ich bedürftige Kinder sehe. Ich habe Flüchtlingskinder aus Syrien getroffen, es ist erstaunlich, wie wenig es braucht, ihnen ein Lächeln zu schenken und doch tun wir so wenig. Ich heule fast jeden Tag, weil ich den Schmerz spüren kann. Man sieht es in ihren Augen, man hört es im Klang ihrer Stimmen.

Nach außen hin sehe ich stark aus, aber innen zerbreche ich. Es zerfrisst mich, dass unsere Gesellschaft so egoistisch, desinteressiert und blind ist. Und ich hasse mich dafür, dass ich nichts gegen all das tue. Sicher wird es hier nun Leute geben, die mich nicht ernst nehmen werden, es als Gesülze und mich als weltfremd abstempeln werden, aber es musste raus. Ich rede mit niemandem darüber, aber ich überlege, eine Therapie anzufangen. Jeden Tag schwirren so viele Dinge in meinem Kopf, ich weiß nicht, mit was ich anfangen und was ich zu Ende bringen soll. Ich hoffe, ich werde irgendwann die Kraft finden, um die Welt zu einem besseren, menschlicheren Ort zu machen.



Beichte vom 26.08.2015, 01:04:27 Uhr

3.6/5 (38 Votes)

Lebenshelferin beim Bügeln

(Beichthaus.com Beichte 00036463)



Ich lebe seit einiger Zeit nicht mehr in Deutschland und arbeite nun in dem neuen Land als Lebenshelferin. Ich arbeite in Schichten bei Behinderten, Kranken oder alten Leuten zu Hause und mache deren Haushalt und Einkäufe - ich wasche sie auch und setze mich mit den ambulanten Krankenpflegern und Ärzten auseinander. Ich will beichten, dass mich die Leute, bzw. deren Angehörige, tierisch nerven, welche in reichen Gegenden leben, auf mich angewiesen sind und deren Familie mich dann wie eine Bedienstete behandelt. Ein Beispiel: Herr X ist behindert und muss gewaschen und geduscht werden. Ihm muss Essen angereicht werden etc. Jetzt habe ich laut Plan noch 1.5 Stunden Zeit, weil ich mal wieder zu schnell war und die Ehefrau will, dass ich das ganze Haus putze, den Backofen reinige, ihre Wäsche wasche, aufhänge und auch bügele. Mich regt tierisch auf, dass mein alter Chef nichts dazu sagte, inzwischen habe ich die Firma gewechselt, obwohl wir ja offensichtlich auf Staatskosten als Dienstmädchen ausgenutzt wurden und werden. Da ist eine Person mit im Haushalt, die zwei funktionierende Arme und Beine hat, aber die sieht lieber fern, und hält mich von der Pflege ihres Mannes ab, als ihren Haushalt selbst zu schmeißen!



Beichte vom 26.08.2015, 12:37:32 Uhr

3.4/5 (160 Votes)

Belegte Sitzplätze im Zug

(Beichthaus.com Beichte 00036459)



Neulich war ich (m/25) mal wieder im Zug unterwegs. Als ich zustieg, war der Zug etwa halbvoll, es gab noch viele freie Plätze, aber keine freien Doppelplätze mehr, sodass ich mich dann irgendwo dazusetzen musste. So ziemlich alle hatten auch Taschen neben sich stehen oder saßen direkt am Gang, sodass ich dann ohnehin irgendwo den Nebenplatz beanspruchen musste. Ein Mädchen, ca. 15 Jahre alt, in Hotpants, hat einen Doppelsitz so richtig für sich eingenommen und saß im Schneidersitz auf diesem, sodass ich dachte, wer sich so frech so breitmacht, sollte es auch akzeptieren, dass vielleicht auch noch andere Leute sitzen möchten. Als ich dort kurz stehen blieb, nahm sie auch wortlos ihre Tasche weg. Als ich dann kurz auf ihr Handy schielte, sah ich dann, wie sie ihrer besten Freundin Nachrichten schrieb wie: "Boah jetzt hat sich dieser Spasti neben mich gesetzt. So ein Hund ey. Wir hätten uns doch sofort zusammensetzen sollen, lass das mal ab der nächsten Station machen".

Tja, nachdem sie so beleidigend wurde, habe ich innerlich noch mehr gejubelt, dass ich mich gerade dahin gesetzt habe. Wie ich dann gesehen habe, saß ihre Freundin am Gangplatz auf der anderen Seite des Gangs. Aber wer so ausfallend ist und sich so dreist zwei Plätze sichert, hat es nicht anders verdient. Leider konnte ich ihr das aber nicht sagen, denn dann hätte ich ja zugeben müssen, dass ich auf ihr Handy geschielt habe. Darum schreibe ich das jetzt hier. Meine Beichte ist nur, dass ich auf ihr Handy geschielt habe und dass es mir überhaupt nicht leidtut, mich neben sie gesetzt zu haben. An der nächsten Station bin ich übrigens schon wieder ausgestiegen, sodass die geplante Umsetzaktion der Mädels eh nicht mehr so ganz nötig war.



Beichte vom 25.08.2015, 20:54:37 Uhr


3.1/5 (118 Votes)

Schwangerschaften sind nur eine Ausrede!

(Beichthaus.com Beichte 00036448)



Eine Freundin von mir (w/23) ist derzeit zum ersten Mal schwanger und ich finde es echt unmöglich, wie sie mit ihrem Freund umspringt, seit sie schwanger ist! Extrem launisch, maulig, keift ihn völlig grundlos an, und bald darauf lächelt sie zuckersüß und entschuldigt sich, die Hormone halt. Und er winkt das auch gutmütig lächelnd ab. Ich beichte, dass ich diese Argumentation mit bestimmten Lebensabschnitten, in denen man sich nicht ganz korrekt verhält, für reine Ausreden halte. Pubertät, Schwangerschaftshormone, Wechseljahre - für mich nichts als Ausreden für schlechtes Benehmen. Ja, ich war noch nie schwanger, meine Pubertät verlief auch recht normal und in den Wechseljahren bin ich noch lange nicht. Aber ich habe da trotzdem kein Verständnis. Das sind alles keine Krankheiten und man kann trotzdem normal miteinander umgehen und nicht jeden angiften oder böse anschauen, bloß weil er einen angesprochen hat. Einzig Verständnis habe ich für die Trotzphase bei Kleinkindern - die denken sich nichts Böses, und da liegt es an den Eltern, wenn es zu extrem wird.



Beichte vom 24.08.2015, 17:16:55 Uhr

3.6/5 (103 Votes)

Wer mag mich wirklich?

(Beichthaus.com Beichte 00036436)



Ich hasse es, dass ich immer alle Leute anschreiben muss, damit der Kontakt bestehen bleibt. Ich frage mich ja, ob die Leute mich wirklich mögen.



Beichte vom 23.08.2015, 22:07:29 Uhr


663 Beichten insgesamt (Kategorie Ungerechtigkeit).



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