Beichthaus.com
Anonym Beichten Anmeldung | Login

Beichthaus App für Android
Beichten: 21.685 | User: 172.609 | Kommentare: 332.781 |
Neueste Kommentare

2.0/5 (175 Votes)

Die Rivalin aus der Arbeiterklasse

(Beichthaus.com Beichte 00034161)



Ich (w/26) möchte beichten, dass ich in der Schulzeit ziemlich fies war. Ich komme aus einer relativ wohlhabenden Familie, habe liebe Eltern, die immer für mich da sind und mich fördern, wo sie können. Vielleicht ging es mir auch etwas zu gut, ich musste nie um etwas kämpfen und bekam normalerweise, was ich wollte. Doch als ich dann in der fünften Klasse auf das Gymnasium kam, merkte ich zum ersten Mal, wie sich Neid anfühlt. Da gab es ein Mädchen, das in vielen Sachen das totale Gegenteil von mir war: Arbeiterkind, nicht besonders an Mode oder Schminke interessiert, eher etwas burschikos. Und es gab auch einen Jungen, auf den ich eigentlich schon seit Beginn der Fünften stand. Er kam auch aus ähnlichen Verhältnissen wie ich. Ich befreundete mich mit besagtem Jungen und fand eines Tages heraus, dass er ausgerechnet auf das Mädchen aus der Arbeiterschicht stand. Ich wurde rasend eifersüchtig und begann, meine "Rivalin" systematisch zu hänseln. Ich hetzte meine Freunde auf sie, die sie täglich beleidigten. Ich machte sie bei den anderen aus der Klasse und später der ganzen Stufe schlecht, erzählte Lügen, verbreitete Gerüchte. Ich sorgte dafür, dass viele nichts mehr mit ihr zu tun haben wollten. Auch versuchte ich, ihr die Freunde auszuspannen, was mir aber nicht gelang.

In der siebten Klasse kam ich mit meinem Schwarm zusammen, den ich auch gegen sie aufhetzte. Zu meinem Verdruss war das Mädchen ziemlich schlau und in manchen Schulfächern geradezu überragend. Deshalb ärgerten wir sie so lange, bis sie sich nicht mehr im Unterricht meldete. Das war natürlich schlecht für ihre Noten. "Leider" (für mich damals) blieb sie nie sitzen. Außerdem war sie im Schulchor und engagierte sich noch irgendwo sozial, weswegen wir sie auch manchmal aufzogen. Was mich wirklich auf die Palme brachte, war aber ihre scheinbare Gleichgültigkeit, mit der sie alles ertrug. Zwar wurde sie verschlossener gegenüber anderen, jedoch sah man sie nie weinen oder ausrasten. Außer in ein paar Situationen, in denen sie mal den Mund aufmachte, versuchte sie immer, uns zu ignorieren. Ich fand sie deshalb damals einfach nur arrogant, obwohl es natürlich reiner Selbstschutz war.

Wie viel ihr das alles ausgemacht hat, kann ich schwer sagen. Sie hat mir gegenüber immer ihre eisige Miene aufgesetzt. Ich kann daher nur erahnen, wie schwer die Schulzeit für sie gewesen sein muss, in der sie sich fast täglich Beleidigungen anhören musste und oft von der Mehrheit ausgegrenzt wurde. Das Schlimme ist, dass ich mich nach dem Abitur kein Stück besserte. Wie der Zufall es wollte, studierten wir später an der Uni dasselbe Fach und hatten gemeinsame Kurse. Und es kam wieder so: Ich lernte einen Typen kennen, auf den ich stand. Da ich mittlerweile versuchte, zu meinem einstigen Opfer netter zu sein, lernte mein Schwarm sie durch mich kennen. Er fragte mich auch kurz danach, ob sie Single sei und er wohl Chancen bei ihr hätte. In mir kam wieder die alte Eifersucht hoch und ich erzählte ihm, dass sie lesbisch sei. Damit sollte dann der Weg für mich frei sein, was mir aber nichts nützte. Er stand einfach nicht auf mich. Zwar wurden die beiden nie ein Paar und verloren sich aus den Augen, ich fühlte mich aber mal wieder in meiner Eitelkeit verletzt. Zu unser beider Glück wechselte ich aber bereits nach einem Semester das Studienfach und die Uni, was die Sache endgültig beendete.

Ich habe sie seitdem nicht wiedergesehen. Manchmal statte ich jedoch ihrem Onlineprofil einen Besuch ab. Zu meinem Leidwesen stelle ich dabei fest, dass sie gut aussieht, einen guten Studienabschluss hat und gerade ihren Doktor macht. Einerseits könnte ich ja erleichtert sein, dass meine Attacken ihr Leben wohl nicht nachhaltig zerstört haben. Andererseits muss ich zugeben: Würde sie heute wieder in mein Leben treten, würde ich wohl wieder da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Und obwohl es mir eigentlich leidtut, dass ich mich ihr gegenüber so fies verhalten habe, bin ich mir sicher: Ich würde es wieder tun. Und dafür schäme ich mich.



Beichte vom 22.10.2014, 22:35:07 Uhr
Ort: Westring, 46459 Rees

4.0/5 (169 Votes)

Fahrräder in der Luft

(Beichthaus.com Beichte 00034139)



Schon seit vielen Jahren arbeite ich als Gerüstbauer - anfangs wollte ich die Arbeit aber gar nicht so wirklich, weil sie körperlich sehr anstrengend und gefährlich ist. Dafür wird jedoch mehr als überdurchschnittlich bezahlt, weshalb ich wahrscheinlich als Gerüstbauer in Pension gehen werde, wenn ich nicht vorher irgendwo herunterfalle oder von einem Gerüstteil erschlagen werde. Der Spaß darf bei der Arbeit natürlich nicht zu kurz kommen. Wenn irgendwo auf einem Bürgersteig ein Gerüst aufgebaut wird, kann man sich sicher sein, dass innerhalb von Stunden bzw. spätestens am nächsten Tag ein Fahrrad am Gerüst angekettet ist.

Wir machen uns schon seit vielen Jahren einen Spaß daraus, die Querstreben, an denen die Fahrräder befestigt werden, auszubauen. Durch die Keiltechnik ist das mit zwei Hammerschlägen erledigt und dauert Sekunden. Dann heben wir die Querstrebe mit dem Fahrrad nach oben und setzen sie wieder ein, wobei das Befestigen der Querstrebe auch wieder nur Sekunden dauert, sodass das Fahrrad dann in einer gewissen Höhe hängt. Ganz besonders arg ist es im Moment in einem Uni-Viertel. Im Minutentakt werden Fahrräder angeschlossen. Wir wissen schon gar nicht mehr, wo wir die ganzen Fahrräder aufhängen sollen. Es tut mir wirklich leid, dass wir so gehässig sind. Aber die Gesichter der Radbesitzer, wenn sie ihren Drahtesel in zwei Metern Höhe hängen sehen, ist einfach unbezahlbar. Übrigens liebe Radbesitzer: So schnell wie wir die Querstreben ausbauen, kann das auch jeder böse Mitmensch machen, der euer Rad im Gegensatz zu uns klauen will. Schließt euer Rad nie an einem Gerüst an. Das ist viel zu unsicher. Ich bitte um Absolution für unsere Streiche.



Beichte vom 20.10.2014, 09:49:54 Uhr

3.9/5 (287 Votes)

Luxuswohnung mit üblem Geruch

(Beichthaus.com Beichte 00034098)



Vor gut zwei Jahren habe ich eine kleine renovierungsbedürftige Wohnung zur Miete übernommen. Der Vermieter war sehr freundlich und meinte, ich könne für immer in der Wohnung bleiben, ich solle sie nur ein wenig sanieren - aber der wirklich günstige Mietzins würde mir erhalten bleiben. Damals hätte ich schon stutzig werden sollen, denn zu verschenken hat heute niemand etwas. Ich machte aus der Bruchbude ein richtiges Luxusschmuckstück und freute mich tierisch, so eine schöne, günstige Wohnung zu haben. Auch der Vermieter fand, dass ich die Wohnung ganz toll in Schuss gebracht hatte. Es dauerte aber nicht lange und er stand vor meiner Tür und erklärte mir, dass ich die Wohnung leider räumen müsse, weil er Eigenbedarf hätte. Eine angebliche Nichte wäre in die Stadt gezogen, um hier zu studieren und er bräuchte die Wohnung für sie. Er gab mir eine zwei Wochenfrist zum Auszug und speiste mich mit 2.000 Euro für meine Investitionen ab. Gekostet hat der Umbau sicher 10.000 Euro, aber ich konnte ja nichts nachweisen, da ich alles selbst gemacht und die Rechnungen der Materialien nicht aufgehoben hatte. Es blieb mir nichts übrig, als meine Möbel und mein Hab und Gut in eine neue Wohnung umzusiedeln.

Zum Glück war diese nicht weit weg von meiner alten Bleibe, kostete jedoch um einiges mehr. Während des Umzuges lernte ich die angebliche Nichte des Vermieters kennen. Der Vermieter war sehr kurz angebunden, aber es stellte sich in einem Gespräch mit ihr heraus, dass das Mädchen in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu ihm stand. Er hatte also nur eine Mieterin für die Wohnung gefunden, welche er jetzt teuer vermieten konnte, weil ja alles instand gesetzt wurde - durch mich. Da ich keine Lust auf einen langen Rechtsstreit hatte und meine Sachen ohnehin schon in der neuen Wohnung waren, wollte ich mich an meinem netten Vermieter rächen. Ich besorgte mir über einen Kumpel einige Körnchen Skatol. Wer es nicht kennt, sollte lieber die Finger davon lassen. Das Zeug stinkt tierisch nach Scheiße, da es praktisch die Grundsubstanz von Kot ist und man sollte es auch nie mit bloßen Fingern anfassen, da man den Geruch schwer wieder los wird. Ich habe, bevor ich die Schlüssel zurückgegeben habe, in jedem Raum zwischen die Bodenbretter ein paar Körnchen davon hineingetan. Der Geruch war hart an de Kotzgrenze. Die angebliche Nichte hat die Wohnung dann, so weit ich weiß, doch nicht gemietet, seit mehreren Monaten steht sie leer und das ist gut so. Das war meine Rache für den Rauswurf. Ich bitte um Absolution.



Beichte vom 13.10.2014, 11:22:51 Uhr



AIRBNB
2.5/5 (172 Votes)

Fahrradschloss-Test mit den Nachbarn

(Beichthaus.com Beichte 00034062)



Als Kind bin ich nachmittags oft rausgegangen, um mit dem Fahrrad ein bisschen durch die Straßen zu fahren. Jedes Mal, wenn ich mein Rad aus dem Fahrradkeller geholt habe, sind mir an den älteren Fahrrädern diese Rahmenschlösser am Hinterrad aufgefallen. Das sind solche, wo man den Schlüssel nur abziehen kann, wenn das Schloss zu ist. Die Schlösser standen meistens offen. Weil ich es lustig fand und im Keller immer alleine war, beschloss ich einfach, die Schlösser abzuschließen und die Schlüssel mitzunehmen. Mit der Zeit wurde es mein Hobby, überall Fahrräder mit solchen Schlössern zu suchen und diese abzuschließen. Dabei war ich immer sehr vorsichtig, um nicht erwischt zu werden. Um den Verdacht nicht auf mich zu lenken, habe ich die Schlüssel immer in eine Hecke hinter dem Haus geworfen. Besonders amüsiert hat es mich, als ich einmal in den Keller ging und den Hausmeister zusammen mit einer Nachbarin dabei beobachten konnte, wie er ihr half, ihr Schloss aufzubrechen. Sie musste mit dem Fahrrad zur Arbeit. Fluchend, mit rotem Kopf stand sie daneben und ich weiß heute noch, wie angestrengt ich mein Lachen unterdrückte, als ich an ihr vorbei nach draußen eilte. Irgendwann fand ich dann aber keine solchen Fahrräder mehr, was mich immer geärgert hat.



Beichte vom 06.10.2014, 15:52:57 Uhr
Ort: Gittendorfer Weg, 23758 Oldenburg

2.6/5 (170 Votes)

Pausenbrote in der Schule

(Beichthaus.com Beichte 00034057)



In der Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums mussten alle Kinder in der Pause runter auf den Schulhof, nur zwei Klassenordner blieben im Zimmer, um auf die Schultaschen aufzupassen. In der [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 04.10.2014, 23:50:48 Uhr


1278 Beichten insgesamt (Kategorie Boshaftigkeit).



Seiten (256):
... oder auf Seite




Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  



Beichthaus © 2004-2014


Page copy protected against web site content infringement by Copyscape

beichthaus bei facebook Beichthaus Podcast Feed Beichthaus App für iPhone, iPod touch & iPad beichthaus bei twitter

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Plagiate dieser Website werden automatisiert erfasst und verfolgt.