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Das Mädchen, das Zuckerwatte aus meinem Kopf machte

(Beichthaus.com Beichte 00038138)



Es sind nun schon ein paar Jährchen ins Land gezogen, seit das Vergehen, das ich heute gerne beichten möchte, stattgefunden hat. Zur Entschuldigung sei gesagt, dass ich jung, naiv und wohl in mancher Hinsicht auch etwas verschroben war, zugegebenermaßen. Ich verliebte mich in die Schönheit unseres Dorfes. Ein Mädchen mit Alabasterhaut, einem Gesicht und einer Figur wie aus Stein gemeißelt. Blonde Locken, blaue Augen, Sommersprossen, Beine bis zum Himmel und sogar noch ein Stück weiter. Sie verdrehte reihenweise Köpfe. Zu meinem Verdruss bemerkte ich jedoch bald, dass dieses engelsgleiche Wesen leider schon einen Freund hatte. Ich dachte bei mir, dass sie mit ihm nun nicht gerade den besten Geschmack bewies, allerdings nannte er stolz ein Auto sein eigen. Ich hingegen besaß nur das alte Fahrrad meiner Mutter. Immerhin mit Gepäckträger.

Die Zeit zog ins Land, und ich schmachtete sie aus der Ferne an. Ach was, schmachten ist noch zu wenig gesagt! Ich betete den Boden an, auf dem sie wandelte, hätte ihr dreckiges Badewasser leergesoffen und mich für sie mit verbundenen Augen an einen Stuhl gefesselt mit einem der Klitschkos geprügelt. Meinetwegen sogar mit beiden. Kurz, mein Resthirn bestand ihretwegen aus vollkommen nutzloser Zuckerwatte. Eines Tages erfuhr ich durch meine rastlosen unermüdlichen Nachforschungen im Fall Alabasterhaut, dass es in der Beziehung Stress gab, da ihr Freund ihr wohl fremdgegangen war. In meiner Welt war das natürlich die absolute, ultimative Blasphemie. Wie konnte er nur?! Ich war außer mir und überlegte mir einen teuflischen Racheplan.
Ich dachte daran, ihm in den Tank zu urinieren, aber das war noch zu wenig. Auch eine fiese Fäkalgranate, bestehend aus gesammeltem Hundekot, und aus dem Hinterhalt auf ihn abgefeuert, war nicht genug. Es musste perfide sein. Gemein, böse, und vor allem eine Lektion, die er niemals vergessen würde - und wenn er hundert Jahre alt und stocksenil wurde.

Meine Wahl fiel nach langen, sinisteren Überlegungen auf Strom. Ich würde sein Auto mit einem Weidezaun-Stromgerät verkabeln, und wenn er es öffnen wollte, würde er ein schönes, schmerzhaftes Tänzchen veranstalten. Abends hinter dem Jugendclub nahm mein Plan Gestalt an. Ich brauchte zwar zwei Kabeltrommeln, und einen knappen Viertelkilometer Weidedraht, aber schließlich gelang es mir, die Karre unter Strom zu setzen. Zwar holte ich mir dabei auch zwei ziemlich heftige Stromschläge, aber das war mir die Rache ohne Weiteres wert. Schließlich trat mein Opfer aus dem Jugendclub. Hackedicht, und verfolgt von zwei seiner Freunde, die ihn davon abhalten wollten, noch mit dem Auto zu fahren. In der lebhaften Diskussion vernahm ich aus meinem Versteck heraus folgende kausalen Zusammenhänge: Fräulein Alabasterhaut hatte sich offensichtlich endlich aus den Fängen dieses üblen Widerlings befreit, und er sich wohl ordentlich einen auf die Lampe gegossen.

Also stand er nun vor seinem Auto, mit beachtlicher Schlagseite, und suchte nach seinen Schlüsseln, während ihn seine Kumpels bequatschten, er solle doch lieber laufen. Davon wollte er jedoch nichts wissen, er habe ja auch nur einen halben Kilometer zu fahren. Dann kam der große Moment, in dem er tatsächlich an sein Auto fasste. Alles funktionierte nach Plan. Er bekam mächtig eine geschossen und hüpfte mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einem Bein ums Auto herum, sich die Hand haltend. Da sein Pegel aber kein besonders gut koordiniertes Hüpfen zuließ, landete er bereits nach knappen drei Sekunden im Dreck, von wo aus er sich beim Aufstehen am Auto festhalten wollte. Natürlich bekam er wieder eine gefeuert und führte einen wahren Affentanz im Liegen auf. Seine Kumpels fragten sich natürlich was los war und fassten kurz nacheinander ebenfalls an das Auto, worauf eine beeindruckend asynchrone Ausdruckstanzveranstaltung stattfand.

Einer vermutete daraufhin statische Elektrizität, der andere spekulierte auf Kurzschluss der Batterie. Meine hervorragend versteckte Litze fand jedoch keiner. Sie standen, bzw. lagen noch eine Weile diskutierend herum. Dann verdrückten sie sich schließlich im Schleudergang nach Hause. Das war also die ganze Show. Ich hatte sie mir in meiner Fantasie zugegebenermaßen wesentlich spektakulärer vorgestellt, und war ziemlich enttäuscht. Ein wenig mehr Funkenflug, und Elektrischer-Stuhl-Flair wäre immerhin ganz nett gewesen, aber man konnte ja nicht alles haben. Ich baute also meine Teufelsmaschinerie ab und verzog mich nach Hause. Einige Zeit danach erfuhr ich im Übrigen, dass nicht er sie, sondern sie ihn betrogen hatte. Im Zuge dessen bekam ich dann auch mit, dass Fräulein Alabasterhaut zwar schön anzuschauen, aber charakterlich eher eine Mischung aus Pech und Schwefel war. Seitdem bereute ich dann die dämliche Nummer mit dem Strom. Immerhin hat das Ganze ihren Ex davon abgehalten, im Suff nach Hause zu fahren. Fräulein Alabasterhaut ist übrigens später zum Studieren ins Ausland gegangen, und ward fortan nie mehr gesehen.



Beichte vom 26.04.2016, 11:10:50 Uhr

3.4/5 (62 Votes)

Wie ich eine Familienfehde entfachte

(Beichthaus.com Beichte 00038132)



Ich (m/26) möchte hiermit beichten, dass ich eine in unserem Dorf seit undenklichen Zeiten laufende Fehde zwischen meiner und einer anderen Familie - unbeabsichtigt - wieder angeheizt habe, die seit den 80ern schon fast vergessen war. Diese Fehde beruht darauf, dass unsere Familien eine Art ewigen Konkurrenzkampf führen. So stellen wir mit wenigen Ausnahmen abwechselnd seit 100 Jahren den Bürgermeister. Als meine Familie seinerzeit das Wirtshaus übernahm, eröffnete die andere Familie daraufhin ein anderes Wirtshaus. Gab es Grund zu verkaufen, überboten wir uns bis in teils lächerliche Höhen, weit über Wert. Aber irgendwann in den 80ern schlief das ein, da sich mein Vater und sein Gegenstück in der anderen Familie ganz sympathisch fanden. Bis ich die vier Jahre jüngere Tochter dieses Mannes lieben lernte. Und ja, ich weiß, das erinnert an Shakespeare, bevor es 50 Mal in den Kommentaren steht.

Eigentlich fanden das alle gut, da es seit Langem wieder die erste Beziehung zwischen unseren Familien war und es ging irgendwie jeder davon aus, dass wir heiraten würden. Sie wurde dann auch gewollt schwanger. Aber drei Tage vor dem Hochzeitstermin hat sie mich beim Junggesellinnenabschied mit dem Stripper beschissen. Daraufhin habe ich sie vor die Tür gesetzt. Da hieß es auf einmal, ich solle mich nicht so haben, das sei doch normal. Die spinnen doch! Ich habe mich bereit erklärt, den Unterhalt zu zahlen und ein Konto für die Kleine einzurichten. Dafür wollte ich aber auch, dass das Kind die Wochenenden bei mir verbringt. Nichts da, ich sollte mein Kind nicht sehen. Es ging vor Gericht. Ich gewann. Seitdem herrscht wieder Eiszeit im Ort, außer bei den Volksfesten, wo wir mittlerweile wieder von der Security, wenn mehrere vorhanden sind, in verschiedene Bierzelte gesetzt werden oder zumindest so weit es geht auseinander. Denn irgendwann steht einer besoffen am Tisch der anderen Familie und schüttet den Maßkrug über den Kopf von irgendwem - und schon knallt es. Auch die Freundschaft der Väter ist daran zerbrochen, aber meine Generation spinnt völlig, was das angeht. Ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand ernsthaft verletzt wird oder es irgendwo brennt, und das will ich nicht.

Außerdem werde ich im Ort als Rabenvater hingestellt, was aber keiner glaubt, da sich der Rest der Gemeinde schon lange dazu durchgerungen hat, beiden Seiten nicht zu glauben und den Streit auch nicht zu unterstützen. Kluge Leute. Inzwischen bin ich zu dem Schluss gekommen, zum Entsetzen meiner Familie, mich auszahlen zu lassen und in die nächste Kreisstadt zu ziehen. Dann ist wenigstens einer der Zünder weg und die Lage beruhigt sich hoffentlich wieder. Am Umgangsrecht recht für meine Maus halte ich aber fest. Sie ist inzwischen fast drei Jahre alt, und obwohl meine Ex seit zwei Jahren einen neuen Mann hat, weiß die Kleine, wer ihr Vater ist und hat sogar zu dem Neuen, als er es verlangte, gesagt, dass sie nicht Papa zu ihm sagen wird. Kluges Kind. Netter Versuch, Erbschleicher.



Beichte vom 25.04.2016, 13:32:46 Uhr

3.0/5 (195 Votes)

Ein Muffin für das Arschlochkind

(Beichthaus.com Beichte 00038128)



Meine Freundin und ich (20/damals 14) haben zu Schulzeiten einmal den Unterricht gestört, gekippelt oder drei Mal die Hausaufgaben vergessen, irgendwie so etwas muss es jedenfalls gewesen sein. Als Strafe sollten wir einen Kuchen backen, was wir dann auch taten. In dieser Zeit gab es einen Jungen vom Typ Mobber in der Klasse, wegen dem alle paar Wochen ein anderer Außenseiter mit Bauchschmerzen, oder gar nicht, zur Schule kam. Ich war auch mal dran, obwohl ich nicht einmal ein Außenseiter war. Ich hatte einfach nur Neurodermitis. Kurz gesagt: Wir hassten ihn. Also haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, um ihm im Zuge der Kuchenbackstrafe eins auszuwischen. Wir haben daher Muffins gebacken und einzeln mit den Namen unserer Mitschüler beschriftet.

Der Muffin für das Arschlochkind war jedoch etwas anders, er enthielt eine leckere Füllung, die aus zwei Löffeln Salz bestand. Wir freuten uns schon auf das Gesicht des Arschlochkindes, wenn er hineinbeißen würde. Es kam dann der Tag, an dem wir die Muffins mitbrachten und sein Gesicht war tatsächlich wie erhofft - für einen kurzen Moment war es auch echt superlustig, doch dann haben wir den Anschiss unseres Lebens von der Lehrerin bekommen. Sie hat uns dazu verdammt, dass wir ihm extra noch einmal etwas backen oder ihm ein Snickers kaufen.



Beichte vom 24.04.2016, 15:57:43 Uhr


2.9/5 (208 Votes)

Kaninchenbraten als Strafe

(Beichthaus.com Beichte 00038127)



Ich habe heute erfahren, dass meine Freundin fremdgeht. Daher habe ich ihr Kaninchen zu Fleisch verarbeitet und ihr serviert. Dabei habe ich ihr aber natürlich nicht gesagt, dass es ihr [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 24.04.2016, 09:06:18 Uhr

3.4/5 (208 Votes)

Das Geschenk zur Hochzeit meines Ex

(Beichthaus.com Beichte 00038108)



Ich muss etwas beichten. Ich war fünf Jahre lang mit meinem Freund zusammen, als er mit einer Tussi aus dem Fitnessclub was angefangen hat. Die beiden haben mich nach Strich und Faden hintergangen. Und nachdem ich mich von ihm getrennt habe, kamen echt krasse Geschichten raus. Er hat mich wohl die letzten drei Jahre regelmäßig betrogen. Mit der Fitnesstussi ging er dann eine feste Beziehung ein und zwei Jahre später wollten sie heiraten. Da hatte ich die Idee: Ich habe ihm eine bezahlte Frau von einer Treueagentur auf den Hals gehetzt, schließlich kannte ich seinen Typ. Im Schrank stand die Kamera: Das ganze Gelaber und die Anmache wurden auf Band festgehalten.

Die Frau hat ihm erzählt, sie sei wegen ihres Urlaubs in München und sehr einsam. Und zum Schluss ging er mit in ihr Hotelzimmer. Er hat heftig gelogen: Er sei Single, suche ja eigentlich etwas Festes, sei ja so enttäuscht worden von seiner Ex - die volle Mitleidsnummer. Er wollte sie dann auch küssen. Am Hochzeitstag kam dann die DVD per Bote an. In der Glückwunschkarte stand folgender Text: "Alles Gute zu eurer Hochzeit. Ihr habt euch wirklich gegenseitig verdient. Liebe Grüße, A." Die Hochzeit fand zwar statt, denn wer schaut sich schon bei dem Stress morgens um halb neun die Geschenke bzw. eine DVD an, aber auf Hochzeitsreise gingen sie nicht mehr. Sie haben sich noch in den folgenden Tagen getrennt und danach hat sie die Ehe annullieren lassen. Leider stellte sich später raus, dass sie schwanger ist. Somit wird das Kind ohne Vater aufwachsen und das tut mir leid.



Beichte vom 20.04.2016, 21:48:59 Uhr


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