Ich habe ein kleines Problem mit Feuerzeugen und kann einfach meine Finger nicht davon lassen. Finde ich dann auch noch eine Spraydose mit der Aufschrift hoch entzündlich, bin ich im [...] Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.
Immer, wenn meine Katze gerade schläft, und ich nichts Besseres zu tun habe, hebe ich sie hoch und setze sie auf den kalten Boden, damit sie sich streckt und einen Buckel macht. Ich finde das einfach so süß. Ich glaube, langsam hasst sie mich.
Beichte vom 02.06.2013, 18:30:07 Uhr Ort: Nehmser Straße, Nehms
Ich bin seit etwa sechs Jahren die Stationsleitung eines Altenpflegeheims. Ich liebe meine Arbeit und mache sie auch sehr gerne, aber ich ekele mich tierisch vor Füßen, was auch Inhalt meiner Beichte ist, denn ich vernachlässige deshalb hin und wieder meine Arbeit. Denn die Füße von alten Menschen sind richtig eklig, wer auch im Pflegebereich tätig ist, weiß, wovon ich rede. Da ich aus dem Kopf heraus weiß, wann die Bewohner geduscht werden, unterlasse ich es direkt davor oder danach manchmal, die Füße so gründlich zu waschen, wie ich eigentlich müsste. Aber da ich jetzt zur Pflegedienstleitung befördert wurde, habe ich das Problem nicht mehr. Ich hoffe jemand versteht, warum ich mich so ekele. Es sind wirklich nur die Füße! Ich habe seit meinem ersten Tag als Zivi mit nichts Probleme gehabt. Außer mit Füßen, die gehen gar nicht.
Vor einigen Jahren, als ich (m/18) noch Micky-Maus-Hefte kaufte, las ich dort ein Versprechen, mit welchem man nie verschlafen würde. Da ich einen sehr tiefen Schlaf habe, hörte ich oft den Wecker am Morgen nicht klingeln. Die Anweisung des Tipps lautete, dass man, wenn man um fünf Uhr morgens aufstehen wollte, den Kopf vor dem Einschlafen fünf Mal gegen das Kopfkissen hauen müsse. Um sechs Uhr sechs Mal, und so weiter. Meine Beichte ist nun, dass ich, wenn ich wichtige Termine habe, bei denen ich sehr früh aufstehen muss oder nicht verschlafen darf, immer noch dieses Versprechen anwende und je nach Uhrzeit vor dem Einschlafen meinen Kopf gegen mein Kopfkissen haue. Wobei ich mir bis heute nicht sicher bin, ob der biologische Wecker wirklich hält, was er verspricht, da ich mittlerweile einfach meinen Wecker an eine laute Soundanlage angeschlossen habe und endlich unbeschwert aufwachen kann. Gemeinsam mit allen Mitbewohnern.
Beichte vom 21.05.2013, 15:48:03 Uhr Ort: 08370 Kempten
Ich lebe in einer Traumwelt und finde das super. Ich wohne für unglaublich wenig Geld in einer schicken Altbau-Wohnung in einem westlichen Berliner Bezirk. Auch hier gibt es das typische Hinterhaus-Prinzip. Im Hof steht ein Baum, der blüht gerade wie verrückt und wird mittags immer wunderschön von der Sonne angestrahlt. Meine Fenster wachsen langsam zu mit dem Gestrüpp, das an der Hauswand wächst und am Boden rankt der Efeu entlang. Ich würde es mitten in der Stadt als idyllisch bezeichnen. Nun zu meiner Traumwelt. Ich gehe hier nicht mehr weg, nie mehr. Dieser Baum und die Sonne, die quasi nur schemenhaft in den Hof hinein leuchtet, das ist alles so wunderschön, ich freue mich morgens aufzustehen, und die Vorhänge aufzureißen.
Alles was außerhalb meines Hinterhofs passiert, kriege ich nicht mit. Ich höre keine Autos, keine Menschen, und wenn ich raus gehe, fühle ich mich in meiner tiefen Entspannung bedroht. Also verlasse ich eher selten meine Hinterhauswelt. Ich sitze manchmal stundenlang vor meinem Fenster auf einem Sessel und bin so extrem entspannt, dass ich nicht merke, wie mein soziales Leben den Bach runter geht. Ich gehe nicht raus, ich telefoniere nicht und bin schon gar nicht bei Facebook online. Manchmal kommen meine Freunde zu mir, aber dann will ich sie eigentlich so schnell wie möglich wieder loswerden. Ich will einfach nur völlig glücklich und eben entspannt meinen Baum betrachten. Ich nehme übrigens keine Drogen oder sonst etwas Sinneserweiterndes, ich liebe einfach nur diesen mystischen Hinterhof.