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Die vernachlässigten Kinder

(00033022)



Ich (w) bin jetzt knapp 30 und hatte bei meiner alleinerziehenden Mutter keine schöne Kindheit. Neben körperlicher Gewalt gab es vor allem viele Demütigungen und Zurückweisungen, aber zumindest konnte ich mich finanziell nicht beklagen und meine Mutter achtete stets auf ein sauberes Heim. Als ich zehn Jahre alt war, lernte meine Mutter einen herzensguten Mann kennen, der auch ein guter Freund und Kumpel von ihr wurde und ihr nach der Scheidung besonders bei handwerklichen Dingen half. Dieser gute Freund hatte noch eine Frau und 5 Kinder, die leider sehr verwahrlost und wirklich im Dreck lebten. Schon beim ersten Besuch bei ihnen zu Hause bekam ich mit, dass die Kinder von der Frau schlimm geprügelt und vernachlässigt wurden, während unser Bekannter und Vater dieser fünf Kinder scheinbar nichts zu sagen hatte oder sich nicht aus dieser ganzen Misere herauszuhelfen wusste. Einmal bemerkte ich in der ganzen verdreckten und mit Müll beladenen Wohnung, dass sich in den Betten der Kinder bereits Maden und Fliegen breitgemacht hatten. Meine Mutter wusste zwar um diese ganzen Zustände und fand es ebenfalls schlimm, aber sie unternahm nichts. Ich konnte nur zu gut nachempfinden, was diese Kinder durchmachen mussten, war damals aber selbst mit meinen eigenen Problemen beladen und wohl noch viel zu jung, um zu verstehen, dass ich das Jugendamt hätte einschalten können. Im Laufe der Zeit wurde das Verhältnis zu meiner Mutter immer schwieriger und ich drängte die Sorgen um die andere Familie dadurch in den Hintergrund, ich war viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt.

Mittlerweile ist die Ehe unseres Bekannten geschieden, seine älteste Tochter ist gerade mal 20 und hat selbst schon zwei Kinder, die anderen Schwestern sind noch nicht mal volljährig und schon Mütter. Ich habe letztens zufällig den Sohn des Bekannten getroffen, der damals die meisten Schläge seiner aggressiven Mutter abbekommen hatte. Er ist dadurch geistig zurückgeblieben und heute tut es mir von Herzen leid, nie etwas unternommen zu haben. Meine Kindheit und Jugend war sicher kein Vergnügen, aber das, was diese Kinder durchleben mussten, war der Horror schlechthin. Alle haben gewusst, was bei dieser Familie abgeht, ganz sicher damals auch die Erzieher und Lehrer und niemand hat etwas unternommen, niemand. Ich bin nur ein paar Jahre älter als diese Kinder und dennoch quält mich oft das schlechte Gewissen.



Beichte vom 09.04.2014, 01:07:00 Uhr

3.8/5 (132 Votes)

Vernichtender Peitschenhieb

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Heute ist mir (m/35) etwas passiert, das ich gerne beichten möchte. Ich bin bei uns in der Firma so etwas wie der IT-Guru. Ich bin schon seit langer Zeit mit meinem Chef befreundet und kann mir deshalb auch den einen oder anderen Spaß erlauben. Heute habe ich es allerdings heftig übertrieben. Ich hatte mir gerade eine "Peitschen-App" geladen, als ich auf dem Weg zum Büro des besagten Chefs war. In dem Moment bekam ich mit, wie einem Azubi gerade der Kopf gewaschen wurde. Ich kann nicht genau sagen, warum, es waren auch keine bösen Absichten dahinter, aber ich drückte, als der Chef seinen letzten Satz beendet hatte, auf den Auslöser der App. Das Geräusch hallte durch den Raum, es folgte kurz Stille und der Chef guckt mich an. Er fing an zu lachen und ich wollte gerade in das Gelächter einfallen, als sich der Azubi mit Tränen in den Augen zu mir umdrehte. Ich beichte, dass mir in diesem Moment, im wahrsten Sinne des Wortes, der Spaß im Hals stecken blieb. Er sah so traurig und gedemütigt aus, dass ich mich augenblicklich wegdrehte und ging. Mir ist bewusst, dass das ein Fehler war und ich gelobe, mich in Zukunft zurückzunehmen.



Beichte vom 07.04.2014, 22:31:59 Uhr
Ort: Albertstraße, 48149 Münster

3.2/5 (89 Votes)

Zu alt für ein Kind?

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11 Kommentare

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Hass · Ignoranz · Geld · 50+ · Kinder


Mein Vater ist 55 Jahre alt und hat vor Kurzem eine neue Frau geheiratet, welche nun schwanger ist. Er hat mich und meine drei Geschwister jedoch jetzt erst darüber informiert - inzwischen ist sie im vierten Monat. Ich möchte beichten, dass ich die Entscheidung für ein weiteres Kind nicht respektieren kann, denn die finanzielle Belastung war schon mit vier Kindern extrem groß. Mein Vater war immer schon damit überfordert, er war dauerhaft schlecht gelaunt und für uns Kinder war das nicht gerade schön. Zwar sollten wir in ein oder zwei Jahren fast alle ausgezogen sein, aber dennoch brauchen wir dann Unterstützung für unser Studium oder unsere Ausbildung. Zudem ist da noch der Kleinste, der gerade mal zehn Jahre alt ist und dessen Mutter Unterhalt bekommt. Dann noch ein neues Kind und eine neue Frau? Rosig werden die Finanzen also bestimmt nicht sein, bei meinem Vater merkt man das Alter auch schon und er kann nicht mehr so viel arbeiten wie früher. Ich finde es hochgradig egoistisch, in dieser Situation ein weiteres Kind zu bekommen, wenn man weiß, dass man diesem Kind kein gutes Leben bieten kann, worunter dieses garantiert leiden wird.



Beichte vom 07.04.2014, 16:52:18 Uhr



2.8/5 (100 Votes)

Abstieg in den Drogensumpf

(00033013)



Ich verkaufe Drogen in der Schule. Das Ganze hat vor zwei Jahren angefangen, als ich meinen Freund kennenlernte. Anfangs war es wirklich wunderschön - ich bekam oft kleine Geschenke und [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 07.04.2014, 13:02:54 Uhr

2.9/5 (102 Votes)

Nervige Obdachlose

(00032947)



Vor dem Supermarkt hier steht den ganzen Tag lang immer so ein Obdachloser. Er hat sich fest vor dem Ausgang positioniert, sodass die Leute ihn beim Rausgehen quasi nicht übersehen können. Er spricht einen dann an - mit Sätzen wie: "Haben Sie vielleicht etwas Kleingeld für mich?", und wenn man dann nicht reagiert, wünscht er einem "Einen schönen Tag noch" hinterher. Ich beichte, dass dieser Mensch in mir Aggressionen auslöst. Er ist immer da, außer bei miesem Wetter, und es ist mir unangenehm, an ihm vorbeigehen zu müssen. Manchmal wechsele ich bewusst die Straßenseite. Ich vermeide nach Möglichkeit jeden Blickkontakt. Ich will nicht, dass er mich sieht und mich anspricht. Nach dem Einkaufen muss ich trotzdem an ihm vorbei. Ich schaue dann immer starr auf den Boden oder tue so, als ob ich angestrengt den Kaufbeleg studierte.

Dennoch reckt er jedes Mal den Kopf vor und sagt seine Sprüche auf. Es ist mir total unangenehm. Ich gehe dann schweigend weiter und ärgere mich. Manchmal habe ich auch ganz üble Gedanken so nach dem Motto, warum ihn die Staatsgewalt dort nicht endlich wegschafft, damit die Leute endlich ihre Ruhe haben. Oder warum der Supermarktbetreiber diese Gammelei überhaupt duldet. Vermutlich kann er nichts tun, denn der Bettler hält sich immer auf dem Bürgersteig auf und betritt den Laden nicht. Und dann ist da immer dieses schlechte Gewissen. Einerseits wegen der Abscheu, die ich diesem Obdachlosen gegenüber empfinde und andererseits, weil es mir finanziell besser geht als ihm und ich von seiner elenden Situation am liebsten nichts mitbekommen würde. Dennoch empfinde ich die Supermarktbesuche aufgrund dieser Belagerung und Zurschaustellung des Elends jedes Mal als Zumutung.



Beichte vom 28.03.2014, 17:13:40 Uhr


428 Beichten insgesamt (Kategorie Ignoranz).



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