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Der Glaube, der mein Leben beeinflusst hat

(00033984)



Ich beichte heute mein Unverständnis für die Kirche und auch für die meisten Gläubigen, die mein Leben beeinflusst haben. Ich habe in den Jahren so unglaublich viel Ablehnung und Verachtung von meiner Familie erfahren, die sich dabei so gut wie immer auf ihren Glauben berufen hat, dass ich es einfach nicht mehr nachvollziehen kann. Früher, in der Schule, durfte ich zum Beispiel nicht am Aufklärungsunterricht teilnehmen. Obwohl meine Eltern über die möglichen Gefahren informiert waren, hielten sie es für unvereinbar mit ihrem Glauben, dass man mir "obszöne Praktiken und perverse Lustspiele" beibrächte. Der Schulpfarrer riet mir, ich solle dankbar sein für solch ein vorbildliches und fürsorgliches Elternhaus, das sich jeder nur wünschen könnte. Als ich meinen ersten "Quasi-Freund" nach Hause brachte, warf mein Vater ihn sofort raus und schlug mich zusammen.

Als ich einmal einen mittelschweren Unfall hatte und eine Zeit im Krankenhaus lag, bekam ich von meinen Eltern nichts als Vorwürfe zu hören. Ich hätte es ja auch irgendwie verdient, schließlich habe ich ja mal zu wenig Respekt durchblicken lassen, als Onkel Hartwig (nicht sein richtiger Name) mal wieder einen seiner rassistischen Ausbrüche vor der ganzen Verwandtschaft zelebrierte. Und weil ich da etwas gesagt hatte, wurde ich also von einem Auto angefahren. Das Einzige, was sie zu meiner Genesung sagten, war "Sieh zu, dass du wieder auf die Beine kommst, die haben hier Wichtigeres zu tun, als sich um eine Idiotin zu kümmern." Als ich meinen Eltern Jahre später eröffnete, dass ich bisexuell bin, drohte mein Vater mir, mich umzubringen. Ich wurde enterbt und habe ungefähr drei Jahre lang nichts von meinen Eltern gehört. Heute bin ich für sie eine entfernte Bekannte. Ich habe nie jemandem Schaden zugefügt und bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Daher verstehe ich nicht, womit ich so viel Hass verdient habe und wie der Glaube das dann auch noch rechtfertigen kann.



Beichte vom 20.09.2014, 16:37:34 Uhr

2.9/5 (131 Votes)

Mobbing in der Kleinstadt

(00033924)



Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen, jedoch hatte ich keine einfache Kindheit und Jugend aufgrund familiärer Ereignisse. Dies führte auch dazu, dass ich nicht normal sozialisiert wurde und dementsprechend dann in der Schule auch zum Mobbingopfer wurde, da ich gar nicht so wirklich wusste, wie ich mich anderen gegenüber geben muss. Ich war eben still und eher in mich gekehrt, habe jedoch immer sehr gute Noten gehabt. Nur im Umgang mit anderen hing ich leider etwas hinterher und wusste nicht, dass man vorgeben muss, extrovertiert zu sein. Das Mobbing bestand meist nur aus Worten, trotzdem war es zutiefst verletzend, "unglaublich fett" und andere Dinge genannt zu werden, wenn man maximal ein wenig pummelig war. Ich leide heute, gut fünfzehn Jahre später, noch unter den Folgen dieser Beleidigungen und vermutlich werde ich das alles nie komplett abstreifen können.

Vor einigen Jahren bin ich dann in eine Großstadt gezogen und habe bis auf meine Familie keinerlei Kontaktpersonen mehr in meinem Heimatort, da ich nie wirklich Freunde in der Schule gefunden hatte und diejenigen, die ich dann in der Oberstufe kennengelernt hatte, wohnen auch längst nicht mehr dort. Was ich aber beichten möchte: regelmäßig, ungefähr jeden zweiten Monat gebe ich die Namen dieser ganzen Leute bei sozialen Netzwerken ein, sehe mir an, was sie machen, wie sie gerade aussehen, und versuche, möglichst viel herauszufinden. Viele haben fast alles öffentlich sichtbar, manche gar nichts. Und so fühle ich mich ein wenig, als würde ich das Leben dort in der Kleinstadt miterleben, als hätte ich noch irgendeine Verknüpfung zu meinem Heimatort. Besonders die Leute, die mich am Schlimmsten gemobbt haben, verfolge ich genau. Ihre lachenden Gesichter auf ihren Profilbildern sind für mich blanker Hohn. Von einer weiß ich, dass sie starke Depressionen hinter sich hat. Leider verschafft mir das nicht annähernd Genugtuung und ich werde ihnen vielleicht nie verzeihen.



Beichte vom 11.09.2014, 16:02:36 Uhr

3.2/5 (146 Votes)

Ausgenutzte Gutmütigkeit

(00033920)



Ich hasse diese Zigeuner, die in Berlin mit allen dreckigen Mitteln versuchen, die Gutmütigkeit der Menschen auszunutzen und ihnen ihr Geld aus der Tasche zu schummeln. Ich hasse nebenbei auch [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 10.09.2014, 10:57:59 Uhr


2.8/5 (151 Votes)

Die Forelle an der Wand

(00033906)


7 Kommentare

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Rache · Ekel · Hass · Familie


Vor mehr als 20 Jahren beschloss ich, von zu Hause auszuziehen. Mit meinem Vater hatte ich mich schon lange überworfen, der Job als Berufsschullehrer hatte ihn verbittert. Er war einfach das, was man ein A*schloch nennt. Also rief ich einige Freunde an, um mir beim Umzug helfen zu lassen. Meine Freunde kannten die Launen des alten Herrn und somit beschlossen wir, ihm einen kleinen Denkzettel zu hinterlassen. Ein schweres Bücherregal wurde zur Seite geräumt und eine Forelle dahinter an die Wand genagelt. Hätte mich nur interessiert, wie lange er brauchte, um die Geruchsquelle zu finden.



Beichte vom 08.09.2014, 15:20:47 Uhr

3.7/5 (155 Votes)

Jagd auf Pädophile

(00033904)


28 Kommentare

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Hass · Zorn · Verrat · Internet


Ich (m/24) gebe mich gelegentlich auf einer bekannten deutschen Chat-Plattform als zehn oder elf Jahre altes Mädchen aus. Und zwar nicht, um mit Gleichaltrigen zu chatten oder Ähnliches, sondern um den alten perversen Säcken aufzulauern. Ich verachte Pädophilie - auch wenn es eine "Krankheit" ist - und Kinderpornografie zutiefst und habe einen starken Hass auf entsprechende Personen. Es geht meistens sehr schnell, bis mich ein älterer Herr anschreibt. Gelegentlich sind auch jüngere Männer dabei. Manchmal geht es über mehrere Tage hinweg, bis ein gewisses "Vertrauen" von der Seite des Herrn aufgebaut ist und es in den sehr eindeutigen Bereich geht. Von verlangtem Cybersex mit Webcam bis zu Nacktbildern ist alles dabei. Ich versuche dann, so viele Informationen wie möglich von der Person zu erhalten (E-Mail-Adresse, eventuelles Profil auf sozialen Netzwerken, und so weiter).

Auch wenn es mal sehr wenig Informationen sind, bin ich sehr gut darin, Personen im Internet ausfindig zu machen, da jeder seine Spur hinterlässt und ich im Bereich Internet und Technik sehr versiert bin. Ich sichere natürlich alle Beweise und schicke diese Informationen dann gerne an Verwandte des widerlichen Perversen. Auch anonyme Anzeigen bei der Polizei bleiben nicht aus. Angehörige reagieren meistens äußerst empört, wenn sie solche Infos über ihre Bekannten erhalten und wollen nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Auch die Polizei versteht bei dem Thema nicht viel Spaß. Ich beichte also, dass ich das soziale Leben mancher Personen komplett ruiniert habe. Aber ich bin auch froh, dass diese ekelhaften Menschen an mich geraten sind und somit keinem richtigen Kind schaden konnten und nichts Schlimmeres passiert ist.



Beichte vom 08.09.2014, 09:44:37 Uhr


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