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Rache für jahrelanges Mobbing

(Beichthaus.com Beichte 00035162)


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Rache · Hass · Zorn · Schule


Ich (m/31) hatte es nicht immer einfach in der Kindheit, weil meine Mutter sterbenskrank war. Darum, und auch weil ich viele Probleme im Bereich Mathe hatte, landete ich leider auf einer Förderschule. Dort waren viele verhaltensauffällige Ausländerkinder, Rechtsradikale, geistig Zurückgebliebene, Kriminelle, schwer erziehbare und behinderte Schüler. Diese Schule war einfach das Abstellgleis der Gesellschaft. Die Lehrer waren antiautoritär und halfen einem wenig, dazu lernte man außer Papierbärchen ausschneiden kaum etwas. Ich hatte keinen leichten Stand in der Förderschule, weil ich einer der wenigen war, die bis auf eine Lernschwäche in Mathe gar nicht so dumm waren. Die anderen Kinder mobbten mich oft. Sei es wegen besserer Noten, weil ich was wusste und sie nicht oder weil man schwächer war. Schon eine neue Hose war ein Grund, einen aus Neid zu verhauen. In der Pause wurde man übel verprügelt, geärgert und auch im Unterricht ließen einen die Arschgeigen nicht in Ruhe. Die Polen und Russen waren dabei besonders hartnäckig und kreativ. Ich entwickelte eine Abneigung gegen Polen- und Russenkinder. Aber eher aus Angst.

Die 9. bis 10. Klasse war die Hölle. Die Jungs in der Klasse hatten es in einer Tour auf mich abgesehen. Einer der Polenjungs war besonders hässlich zu mir und auch die Abschlussfahrt machte er mir zur Hölle. Dabei war er eher der Handlanger, der große Polenanführer sagte ihm, dass er mich so und so behandeln sollte und er machte es. Klauen, Treten, Spucken, völlig verprügeln oder einfach nur bei mir ins Essen rotzen. Auch bekam ich ständig was von ihm ab, weil ich schwul bin und er es merkte. Meine Brille war wegen ihm regelmäßig Müll. Dabei war er selbst dumm wie 100 Meter Feldweg und schrieb seine eigene Anschrift sowie seinen Namen von der Busfahrkarte oder dem Personalausweis ab. Ich lernte nach der Schule mit knapp 20 Jahren eine Gruppe Jungs kennen, mit denen ich oft gefeiert habe. Irgendwann merkte ich, dass es alles nur Polen sind. Nach etwas Zeit habe ich meine Polenphobie gegen einen Haufen toller neuer Freunde eingetauscht. Ich habe auch bis heute keine Probleme mehr mit Polen gehabt und wir fahren sogar bald nach Polen in den Urlaub.

Nun war ich vor knapp einem Jahr zu Hause und guckte fern. Meine Mutter, die mit im Haus wohnt, rief mich, ich sollte kommen, sie hätte einen Freund von mir reingelassen. Ich kam runter und wer stand da im Wohnzimmer? Mein schlesischer Schulmobber aus der zehnten Klasse. Ich fragte ihn als Erstes, wie er meine Adresse gefunden hat, wo er doch kaum lesen kann. Er stand da mit Tennissocken, weil er die Schuhe ausgezogen hatte, und bettelte mich um 20 Euro an. Mittlerweile bin ich nicht mehr der Hänfling, aber an ihm ist gar nix dran und ich bin locker eine Kampfklasse über ihm. Er müsste 20 Euro von mir haben, denn er hätte Scheiße gebaut. Er hat Probleme mit den Russen aus der Stadt und die täten ihm etwas Böses an, wenn er ihnen nicht 20 Euro gäbe. Die Russenbanden hier sind wirklich übel und ich hoffte, dass die Geschichte wahr ist. Ich war stocksauer und mein Puls auf 180! Ich prophezeite ihm, dass er gleich noch ein viel größeres Problem hätte, als irgendwelche Russen, wenn er nicht innerhalb von zwei Minuten unser Haus verlässt. Er meinte: "Bitte bitte, sei doch nicht so zu mir." Ich bin nun ganz lieb. Er hätte sich gebessert und gäbe das Geld zurück. Ich sagte ihm nur: "Du hast mich immer schlecht behandelt, du hast mich verprügelt, mir Geld und Wertsachen gestohlen!", und ich warf ihm noch so einiges anderes mit 120 DB an den Kopf. Er heulte fast. Was er überhaupt mit dem Geld wolle, fragte ich ihn. Er kaufe sich eh davon nur Drogen, weil er so in kleiner arbeitsloser Versager ist, der nur Scheiße baut und anderen Verbrechern und Versagern hinterher läuft. Anstatt sich gescheite Freunde zu suchen sei er weiter ein Taugenichts.

Ich ließ die komplette angestaute Wut an ihm aus, die mir in diesen Moment aufkam. Er beteuerte, sich gebessert zu haben, aber dieses stinkende Wiesel ändert sich bestimmt auch nach 15 Jahren nicht. Ich warf ihn im hohen Bogen raus. Ich meinte noch, dass er nächstes Mal Bekanntschaft mit einer Dachlatte macht, oder der Polizei, wenn er uns noch einmal belästigt. Seitdem grüßt er mich artig und die Hirnwäsche hat ihm wohl gut getan, da er letztens in Arbeitshose und mit Freundin rumlief. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass es mir leidtut, dass Mutter dabei war und ich den devoten Versager nicht dazu gezwungen habe, mir für 20 Euro zur Demütigung einen zu blasen. Seine kurze Sporthose und weißen Socken hatten mich schon etwas scharf gemacht. Meine Beichte: ich war jähzornig, nachtragend und habe mich an einem armen Würstchen gerächt. Dazu hab ich seltsame sexuelle Fantasien mit kleinwüchsigen männlichen Osteuropäern. Ich bitte um Vergebung.



Beichte vom 26.02.2015, 21:37:11 Uhr

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Gelbe Rauchernägel

(Beichthaus.com Beichte 00035148)



Ich verurteile Menschen direkt, wenn ich merke, dass sie Raucher sind und das tut mir leid, weil ich ja meistens gar nicht weiß, wie sie wirklich sind. Mir ist das nun schon zwei Mal passiert: Einmal im Bus habe ich einen supersüßen Typen gesichtet, wir lächeln uns an, ich beobachte ihn und dann fallen mir diese gelb verfärbten Nikotinfinger auf! Ich kriegte quasi das Kotzen und bin schlagartig so abgeturnt, dass es schon in den Minusbereich geht! Auch einen meiner amerikanischen Dozenten habe ich eine ganze Weile angehimmelt, bis er dann am Projektor hantierte und man an die Wand projiziert einen gelb verfärbten Raucherfingernagel erkannte. Innerlich habe ich erst mal randaliert. Bei ihm war das zum Glück noch nicht ganz so schlimm, vielleicht sehe ich das auch nur so, weil er echt cool drauf und ein netter Mensch ist. Rauchen ist ja eine Sache, aber ich finde, man kann sich wenigstens insofern um sich selbst kümmern, dass man versucht, es gar nicht erst zu solch einer Verfärbung kommen zu lassen oder sie mit entsprechenden Mitteln zu entfernen. Und das sage ich, ohne einen übermäßigen Sauberkeitstick zu haben.



Beichte vom 25.02.2015, 12:20:44 Uhr

3.0/5 (178 Votes)

Ode an Berlin

(Beichthaus.com Beichte 00035143)



Berlin ist oberflächlich, raubt dir deine Zeit, Energie und Geld, möchte deine tiefgründige und unbescholtene Seele klauen, frisst dich auf, lässt dich schneller altern und ruiniert deine Gesundheit! Berlin zieht dich hinab in seinen Abgrund - irgendwann wird jeder hinabgesogen und gefressen, ob äußerlich oder innerlich. Es ist wie ein großes, verwirrendes, opulentes Theaterstück, das einen anfangs in den Bann zieht - und wenn man einmal in dieses Licht schaut, hält es einen wie eine Krake gefangen und man kann nur schwer zurück. Berlin ist ein Antimärchen, eine Krake, die alle Leute, die noch Berlin-Anfänger sind, erst mal fressen will und hinabzieht in Ihren Todesabgrund - oh ja, ich habe das Gefühl, dass mindestens 90 Prozent der Bevölkerung schon in Ihrem Bann sind und mit toten Augen und destruktivem, düsteren Verhalten hier ihr Leben leben. Die anderen 10 Prozent haben noch ihr frisches herzlich naives Strahlen in den Augen, finden alles am Anfang noch frisch und cool, sind geblendet, wollen auch so cool werden wie die, die schon angekommen sind. Doch sie laufen dem vermeintlichen Gold hinterher, was da so glänzt. Es ist wie eine ewige Fata Morgana, man läuft und läuft sich zu Tode und kommt nie an.

Die Devise lautet: Rettet euch, solange ihr noch könnt. Bewahrt euch euren gesunden Menschenverstand und euer Herz, auch wenn er euch provinziell oder kleinkariert vorkommt. Behaltet Eure Skepsis. Denn: Jeder, der hier bleibt, kann nicht mehr ganz dicht sein, nein, muss sogar ein Alien, ein seelenloser Mensch sein. Ich fange mal mit den Ur-Berlinern an: Es sind ganz arme Wesen, die über Generationen in diesem Moloch, mit Kriegen, Besetzung, Smog, Lärm, Verkehr, Gewalt, Armut leben mussten und außer diesem schwarzen Loch nie etwas anderes kennenlernen konnten und wollten. Menschen und deren Kindeskinder, die hier ihren Ursprung haben, sind schon längst leblose, fressende, rauchende, Ekel-Maschinen ohne Sinn für Moral, Glauben, Seele und ein tugendhaftes, gesundes Leben. Ur-Berliner sind durchweg hässliche, degenerierte Wesen. In ihren Augen und ihrem Wesen lässt sich nichts Anmutiges, nichts Göttliches mehr finden. Die meisten sind nur am Rauchen: Wohnt man in einem Berliner Ur-Bezirk, wie z.B. Lichtenberg, dann sieht man die Malochenden zur Arbeit gehen, sie laufen meterweit vor einem, jedoch zieht der Zigarettenrauch, den sie hinter sich herziehen, bis zu einem hin. An Haltestellen, auf Gehwegen, ja selbst in Parks und angrenzenden Wäldern riecht man überall diesen widerlichen Rauch. Ich würde sogar meinen, dass 80 Prozent der Ur-Berliner nicht studiert haben und malochenden Arbeiten wie Handwerken, Call-Center nachgehen. Mit ihren widerlichen Handwerker-Montage-Autos rasen sie dann durch die Straßen und tragen noch mehr zur Luftverpestung bei: im Auto rauchen Sie dann noch, fressen in der Mittagspause irgendwo Fleisch aus Massentierhaltung und scheißen dann in eine Ihrer ToiToi Toiletten ihren Schweine-Dünnschiss.

Die Unterschicht ist bei den Ur-Berliner enorm weit verbreitet, denn alle anderen Ur-Berliner, die studiert haben oder einem schönen sinnvollen Leben nachgehen, sind entweder weggezogen, nach Brandenburg oder ganz woanders. Oft kommt die Berliner Oberschicht aus so Bezirken wie Charlottenburg, Wilmersdorf, Pankow. Aber studiert und wohlhabend heißt in Berlin noch lange nicht gesunden Menschenverstand haben oder humorvoll-intelligent zu sein, sondern spießig und arrogant. Es gibt hier einfach so wenig Menschen mit Herz, Verstand und dem Sinn für ein tugendhaftes, tiefgründiges Leben. Habe hier noch nie einen getroffen. Und nun zu den Zugezogenen: Ich habe das Gefühl, dass Berlin eine Stadt ist, die besonders psychopathisch und unsoziale, selbstbezogen Veranlagte anzieht. Egal welche Strömung, ob Eso, Yoga, Vegan, HipHop, Links, Rechts, Yuppie, Alternativ - egal was, die meisten dieser Vertreter sind menschlich ganz arme Säue, die meinen, dass wenn sie nach Berlin gehen, in ihrer Heimatstadt etwas mehr Ansehen von den Zurückgebliebenen zu bekommen. Es sind meistens die, die in Ihren Heimatstädten menschlich nichts reißen konnte, die sich nun von Berlin einen besonderen Status, eine goldene Veredelung erhoffen. Die denken, dass sie allein, weil sie es nach Berlin geschafft haben, nun bessere, beliebtere Menschen sind. Es sind immer die gleichen nervigen Menschen, die sich etwas beweisen müssen, die den Boden unter den Füßen verloren haben, die eigentlich keine Freunde haben und die etwas Besonderes darstellen müssen. Deshalb kann man als normaler Mensch hier keine richtigen Freunde fürs Leben finden, weil alles Soziopathen sind, alles nur Extreme! Mensch! Eigentlich extrem uncool und daraus resultierend trifft man dann auf extrem Intellektuelle, Linke, Ökos, Eso, Gender, Queer, Hipster - aber alles immer diese Extreme! Es gibt wenige wirkliche Querdenker, Humoristen und Herzensmenschen! Alles nur Fake in Berlin. Alles nur unwesentliche Kacke.


Tja, Berlin! Arm wird man hier auch ganz schnell, die steigenden Mieten, widerwärtige Provisionen, Kautionen, die man nie wieder sieht, Betrüger, Parkplatzkosten, Benzin, Stau, irgendwelche Car2Go-Anbieter, die alle Abzocker sind, dann die hohen Kosten der öffentlichen Verkehrsmittel, und so weiter. Wirkliche Natur gibt es hier nicht. Selbst im abgelegensten Park der Stadt hört man noch die Autobahnen und den Lärm, es gibt kaum einen Flecken Natur, an dem man mal ganz für sich sein und entspannen kann, überall Pack und Gesindel mit ihren Dreckskötern! Müll und Hundescheiße! Der Verkehr müsste eigentlich jeden irgendwann mal krankmachen. Hauptverkehrsstraßen, die einem vom Geräuschpegel vorkommen wie Autobahnen, mit Abgasen - sagenhaft. Berlin ist eine einzige Autobahn voller Idioten. Die Zeit, die verloren geht, wenn man von A nach B kommen will, um nur mal eine Freundin zu besuchen. Sagenhaft. Denn nicht jeder hat mehr das Glück, zu seinen Freunden in den Kiez zu ziehen. Überhaupt sind alle Freunde so weit verstreut in der Stadt, dass sie manchmal so unerreichbar erscheinen! Von wegen mal kurz um die Ecke auf ein Bier. Hier muss man ganze Weltreisen unternehmen, nur um ein bisschen menschliche Wärme zu bekommen. Und die überfüllten Öffentlichen sind schlimmer als im KZ. Eine Zumutung sondergleichen. Das alles nagt an der Seele und dem körperlichen Wohlbefinden.

Ich muss Berlin ganz schleunigst verlassen: Denn ein wirklich gutes Leben bedeutet: einen Kiez, mit Freunden gleich um die Ecke, die ich auch mal mit dem Fahrrad schnell erreichen kann. So wenig Begegnung mit Verkehr, Autos und Lärm wie möglich, jederzeit Zugang zur schönsten Natur mit frischer Luft. Kürzeste Wege zu Bib, Uni, Arbeit und Co. Bezahlbare Altbauwohnungen mit Balkon, Stuck, Parkett und Badewanne in schöner Gegend. Weniger Kulturangebot, dafür qualitativer und nicht immer ständig die Qual der Wahl zu haben - das macht einen ganz verrückt, überfordert gesunde menschliche Seelen in jedem Fall. Und wenn es dann doch mal eine Ausstellung, ein Konzert oder eine Veranstaltung geben sollte, die ich in einer kleineren Stadt nicht habe, na dann fahre ich halt mal nach Berlin. Und ganz ehrlich! Die coolsten Partys habe ich bis jetzt nicht im drogenverseuchten, seelenlosen, egozentrischen Berlin, sondern in meiner kleinen Geburtsstadt erlebt. Denn die Qualität liegt oft im Kleinen, unscheinbaren, nicht im aufgemotzten.



Beichte vom 24.02.2015, 19:36:32 Uhr





3.1/5 (149 Votes)

Pöbelnde Förderschüler

(Beichthaus.com Beichte 00035138)



Seit der Zeit meiner Konfirmation hasse ich Förderschüler. Die Schüler der Förderschule in der Nachbarkleinstadt gehören zu unserer Kirchengemeinde. Also werden wir gemeinsam konfirmiert. Eigentlich ja kein Problem - wenn sie sich denn benehmen könnten. Bei uns waren es fünf Jungs. Einer, klein und schmächtig, war superlieb, man merkte ihm seine Lernbehinderung kaum an und konnte mit ihm über Gott und die Welt reden. Ich war damals oft mit ihm zusammen, ich glaube, er war sogar ein bisschen in mich verliebt. Die anderen vier waren aggressiv, pöbelten und schikanierten den Kleinen. Sie wirkten wesentlich weniger intelligent, gehörten zu der Sorte Mensch, die ihr Hirn in der Faust tragen.

Seit dieser Zeit hassee ich einen Großteil der Lernbehinderten. Weil die so dermaßen dumm und gleichzeitig auch unsympathisch sind. Ich verurteile sie nicht von Anfang an - der Kleine ist ja echt ein Netter - aber wenn ich merke, dass sie so sind, wie diese Konfirmationsgenossen, dann denke ich mir meinen Teil, empfinde richtiggehend Hass und habe auch kein Verständnis, weil die ja nur nicht so geistig umnachtet sind, dass sie gar nicht mehr checken, was sie gerade tun. Ich weiß, dass mein Denken falsch ist und gerade diese aggressiven Menschen oft sehr schlechte Erfahrungen machen mussten. Aber ich kann nicht anders, ich denke dann direkt an diese Blödiane.



Beichte vom 23.02.2015, 20:32:21 Uhr

3.4/5 (234 Votes)

Streiche zwischen Beamten

(Beichthaus.com Beichte 00035116)


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Rache · Zorn · Hass


Ich lebe zurzeit auf einem Campus, den man mit einem Studentenwohnheim vergleichen könnte. Nur, dass wir keine Studenten, sondern Beamtenanwärter sind. Das sage ich dazu, da wir alle bei unserer Vereidigung unter anderem geschworen haben, mit gutem Beispiel voranzugehen, die allgemeinen Ordnungen einzuhalten, da wir ja unseren Staat repräsentieren. Auf diesem Campus teilen sich immer zwei Personen eine Wohneinheit, wobei jeder sein eigenes Zimmer, aber beide zusammen ein gemeinsames Bad haben. Nun ist eine Person in unsere Seminargruppe, auf die wir alle einen regelrechten Hass haben. Sie hält sich für die Tollste, Beste und Klügste, bringt aber nur mittelmäßige Ergebnisse. Bei Gruppenaufgaben ist sie stets unvorbereitet, das können wir ja alles machen. Im Seminar ist sie mit ihrem Handy verwachsen, wenn mal ein Dozent etwas dazu sagt, tut sie so, als wäre das eine einmalige Sache. Auch stört sie jede Vorlesung dadurch, dass sie mindestens zwei Mal nach draußen geht, um sich die Hände zu waschen und zu desinfizieren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Keiner mag sie. Wie es der Zufall so will, teilt sie sich eine Wohneinheit mit einer anderen aus unserer Gruppe. Also haben wir alle mal schön in ihr Desinfektionsmittel aus dem Bad gestrullert. Ist ihr bisher noch nicht aufgefallen. Eigentlich wollten wir es dabei belassen, aber dann hat sie sich den Hammer geleistet: Ein Mädel aus einer anderen Seminargruppe hatte leider eine Fehlgeburt, so etwas ist schlimm, da sind wir uns hoffentlich einig. Diese Person hat sich allerdings ernsthaft öffentlich darüber gefreut, und auch noch verkündet, dass sie ja eh eine bessere Mutter wäre - und da sie nicht während der Ausbildung schwanger wird, darf es auch niemand anderes! Außerdem sollte die Teilnehmerin mit der Fehlgeburt dankbar sein. Sie wäre mit ihren 26 Jahren ja eh noch zu jung für ein Kind. Da ist uns der Kragen geplatzt. Wir haben eine Weile überlegt, was wir machen sollen. Letztendlich kam es uns zugute, dass besagte blöde Schnepfe nie ihr Schlafzimmer verschließt. Wir haben also 2-3 Mal täglich kleine Gegenstände subtil umgeräumt oder verschwinden lassen. Inzwischen ist sie dadurch so gestresst, dass sie mit Burn-out für drei Monate krankgeschrieben ist.



Beichte vom 19.02.2015, 16:48:24 Uhr
Ort: Schillerstraße, 15711 Königs Wusterhausen


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