Ich (m/32) muss beichten, dass ich fast alles, das ich meinen Kindern kaufe, eigentlich nur mir selbst kaufe. So konnte ich meiner Frau einreden, dass die Kinder unbedingt ein Tablet zu Weihnachten wollten. Letzte Woche waren wir an einem Jahrmarkt und ich kaufte meinen Kindern jeweils eine Zuckerwatte, weil ich genau wusste, dass dann etwas für mich übrig bleibt. Ich beichte also, dass ich meine Kinder benutze, um meine zweite Kindheit zu erleben und zu feige bin, mich dazu öffentlich zu bekennen.
Ich (w/20) habe mich vor ungefähr zwei bis drei Jahren in den Facebook-Account eines Kumpels, ich wusste das Passwort, eingeloggt und dabei herausgefunden, wie er mit einer meiner Freundinnen ziemlich böse über mich gelästert hat. Ich war zu dieser Zeit wirklich etwas schwierig, weil die Freundschaft zu ein paar Leuten zerbrochen ist und ich dadurch ziemlich anhänglich war. Trotzdem hat es mich sehr verletzt, was ich dort gelesen habe, ich konnte ihn aber auch nicht darauf ansprechen weil ja sonst herausgekommen wäre, dass ich in seinem Account geschnüffelt habe. Ich habe sein Vertrauen missbraucht und war zudem zu feige, ihm die Meinung zu geigen. Ich bin heute noch mit beiden gut befreundet und habe aus meinen Fehlern gelernt. Aber vielleicht schaffe ich es ja irgendwann, ihm das zu gestehen.
Ich (m) habe die Mutter meiner Freundin in einer Porno-Werbung bei einem bekannten Streaming-Portal für Filme erkannt. Ich bin mir schon sehr sicher, dass sie es ist. Da ich aber viel zu viel Schiss habe, was sie danach von mir halten wird, werde ich es weder meiner Freundin noch ihrer Mutter sagen. Aber den Film werde ich mir auf jeden Fall ansehen.
Ich verstehe überhaupt nicht, wie viele Frauen so häufig keine Lust auf Sex haben, und ihrem Partner dann Ausreden á la "Ich habe Kopfschmerzen" auftischen. Hat nicht jeder das natürliche Bedürfnis nach Sex? Meiner Meinung nach sind solche Frauen zumindest teilweise selbst daran schuld, wenn er dann fremdgeht. Man muss ja nicht immer Lust haben, aber mindestens einmal die Woche, ist doch vollkommen normal. Natürlich sollte Sex nicht das Wichtigste in einer Partnerschaft sein, aber es gehört eben dazu. Es kann ja auch sporadisch mal mehr, mal weniger sein, aber grundsätzlich läuft doch generell etwas schief, wenn im Bett nichts mehr läuft.
Ich bin ungefähr seit einem halben Jahr glücklich vergeben und wir schlafen am Tag zwei bis sechs Mal miteinander, dann bekommt man eben etwas weniger Schlaf. Obwohl wir davor auch schon drei Monate lang eine Freundschaft mit Extras hatten, ist es immer noch wunderbar und nicht langweilig.
Ich beichte, dass eine Freundin von mir von ihrem Freund betrogen wurde und das über Wochen hinweg, ich aber nicht ganz einsehe, dass er komplett selbst daran schuld ist, auch wenn sie mir leidtut. Das würde ich ihr allerdings nie sagen, und da ich mit dieser Haltung unter Frauen höchstwahrscheinlich auf Unverständnis und Wut stoßen würde, würde ich es niemals offiziell zugeben. Wenn dieses Thema zur Sprache kommt, tue ich immer so, als sei ich ebenfalls der Meinung der Allgemeinheit. Ich bin übrigens 18 und weiblich.
Ich arbeite im Schlachthof und meine Hauptaufgabe ist es, die Rinder und Schweine nach der Tötung zu zerlegen. Dabei fließt natürlich viel Blut. Man darf nicht zimperlich sein, wenn Gedärme und Eingeweide entnommen werden. Und es muss auch so manche andere Arbeit getan werden, die ich jetzt, mit Rücksicht auf zartbesaitete Zeitgenossen, nicht näher beschreiben will. Ich habe damit kein Problem, finde es auch eine sinnvolle und ehrenwerte Tätigkeit, die ich gern ausübe.
Das Problem ist, dass ich vor drei Monaten ein Mädchen kennengelernt habe, unglaublich hübsch und süß und charmant, ich bin hin und weg und kann nicht fassen, dass ich jemanden wie sie abkriege. Sie ist auch verliebt in mich, wir passen auch wirklich gut zusammen. Sie ist allerdings Veganerin und isst demzufolge kein Fleisch, keinen Fisch, keine Eier - weiß der Teufel, was noch alles, weil bei der Produktion angeblich ein Tier beteiligt gewesen sei, das dabei fürchterliche Qualen erduldet habe. Alle Bienen müssen ihrer Ansicht nach psychotherapeutisch behandelt werden, weil sie bei der Entnahme von Honig aus dem Bienenstock ein posttraumatisches Belastungssyndrom erlitten haben. Sie ist auch Tierschützerin, und zwar von der kompromisslosen Sorte. Wenn das Gespräch auf "Massentierhaltung" kommt, flippt sie aus.
Ich esse auch schon kein Fleisch mehr, zumindest wenn sie dabei ist, und wenn es sein muss, werde ich auch keine Eier und keinen Honig mehr essen, wenn sie nur bei mir bleibt. Ich schimpfe auch laut mit ihr über alle Metzger, Bauern und Fleisch- und Wurstverkäuferinnen. Ich habe ihr nicht gesagt, welchen Beruf ich ausübe, sonst wäre sofort der Ofen aus. Ich sagte ihr, ich würde im Lager arbeiten. Ich suche schon nach einer anderen Stelle, aber bis dahin muss ich durchhalten. Bitte vergebt mir meine Heuchelei, aber was soll ich denn machen?