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Neueste Kommentare

3.0/5 (65 Votes)

Die Probe des Musikorchesters

(00033945)



Eigentlich sollte ich (m) jeden Freitag in das Musikorchester und ich darf es von meinen Eltern her auch nur ausfallen lassen, wenn ich einen wirklichen Grund dazu habe. Doch ein paar Mal hatte ich inzwischen so wenig Lust darauf, dass ich einfach in einen anliegenden Naturpark gegangen bin. Dort habe ich mich auf eine schöne Bank gesetzt und mir einen Film angeschaut, den ich mir dafür extra runtergeladen habe - oder habe einfach ein Buch gelesen oder sonst irgendwas gemacht, um die 1,5 Stunden zu überstehen. Ich bin dann auch immer rechtzeitig nach Hause gegangen und habe gesagt die Probe sei ganz normal gewesen. Meine Eltern bezahlen meinen Dirigent also für nichts. Bitte vergebt mir, ich werde meinen Eltern demnächst auch sagen, dass sie mich vom Orchester abmelden sollen.



Beichte vom 15.09.2014, 20:06:06 Uhr

3.2/5 (143 Votes)

Handseife, Gummibärchen und eine Stange Lauch

(00033908)



Ich (w) war seit zwei Jahren nicht mehr selbst einkaufen. Nein, ich halte mir keinen Sklaven. Aber ich kann das einfach nicht. Ich brauche wirklich eine durchstrukturierte Einkaufsliste, wenn ich mal selbst einkaufen gehen soll und diese zu schreiben fällt mir schwer, weil ich nie weiß, was ich essen möchte. Ich habe nie Appetit und vergesse auch manchmal zu essen. Ich kriege Panik, wenn ich vor dem Regal mit zig tausend verschiedenen Säften stehe und mich entscheiden soll. Dann flackern meine Augen hin und her und ich bekomme einen Schweißausbruch. Meistens laufe ich dann eine Stunde oder länger durch den Laden und gucke mir alles an, packe was ein, packe es wieder aus. Ich habe jedes Mal Angst, dass ich Aufmerksamkeit errege und die Leute denken, ich würde etwas klauen. Also lasse ich meinen Mitbewohner für uns einkaufen und ich koche. Das beste Beispiel war, als er über Ostern verreist war und ich für die Feiertage einkaufen musste, weil dann ja keine Läden aufhaben. Und was hatte ich nach einer Stunde gekauft? Eine Handseife, Gummibärchen und eine Stange Lauch. Beim Essen und beim Einkaufen kann ich einfach keine vernünftige Entscheidung treffen, was mir in allen anderen Lebensbereichen überhaupt nicht schwerfällt. Beichtenswert ist vielleicht auch, dass ich manchmal doch nicht selbst koche, sondern meinen Mitbewohner dann einkaufen und kochen lasse. Ich bin lebensunfähig.



Beichte vom 08.09.2014, 21:39:11 Uhr

2.9/5 (156 Votes)

Der strebsame Deutsche

(00033891)



Ich (m/20) beichte, dass ich, auch wenn ich seit meinem 18. Lebensjahr alleine wohne, meinen Eltern immer noch Sorgen ohne Ende bereite. Der Grund dafür ist meine Faulheit. Ich sehe es einfach nicht ein, mich 40 Stunden pro Woche abzuarbeiten, um irgendeinem Firmenchef ein Leben in Saus und Braus zu ermöglichen. Stattdessen arbeite ich in verschiedenen Aushilfsjobs und das auch nur so viel, dass ich auf Hartz-IV Niveau komme. Wenn ich zu viel Geld verdient habe, nehme ich mir auch manchmal einen Monat davon frei. Ich bin damit vollkommen zufrieden und könnte auch den Rest meines Lebens so weitermachen. Meine Eltern sind jedoch das glatte Gegenteil davon. Mitte 50, Mutter mit Managerposten, Vater Informatiker, beide waren schon wegen Burn-out in einer Reha. Workaholics wie aus dem Bilderbuch. Aufgewachsen bin ich in relativem Reichtum, Spielzeug, das ich wollte, habe ich auch bekommen, Klamotten, Schulzeug und Ähnliches immer vom Feinsten.

Nach bestandenem Abitur mit 2er Schnitt - für meine Eltern natürlich ein Unding, da ich dafür absolut nichts getan habe und es auch eigentlich 0,x sein sollte - fing ich mit besagten Aushilfsarbeiten und einer kleinen, eigenen Wohnung an. Dort musste ich erstmals in - nach deutschen Maßstäben - Armut leben und mir fiel auf, dass mich das kein bisschen störte. Ganz im Gegenteil, ich bin mit meinem Leben weitaus glücklicher als jemals zuvor. Meine Beichte ist also letztendlich, dass ich absolut nicht dem Stereotyp des strebsamen Deutschen entspreche und stattdessen lieber faul bin und sich meine Eltern wahrscheinlich noch am Todesbett fragen werden, was sie bei mir falsch gemacht haben.



Beichte vom 06.09.2014, 05:19:19 Uhr


3.6/5 (230 Votes)

Nickerchen im Kino

(00033874)



Ich möchte beichten, dass ich meine vier Kinder jeden Dienstag dazu zwinge, ins Kino zu gehen. Da ist die Vorstellung günstiger und ich habe nachmittags frei. Ich tue das nur, damit ich im Sessel 90 Minuten pennen kann, während es so aussieht, als würden wir etwas Schönes unternehmen. Im Auto lasse ich mir dann den Film erzählen und wir sind alle zufrieden. Aber ein bisschen asozial ist das schon.



Beichte vom 03.09.2014, 09:10:47 Uhr

2.7/5 (177 Votes)

Die vergeudeten Tage sind gezählt!

(00033823)



Ich bin 22 Jahre alt, es ist ein regnerischer Morgen und ich liege in meinem Zimmer. Andere gehen zur Arbeit, leben das Leben und sind zufrieden. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Ich wohne noch bei meiner Mutter, habe keinen Cent in der Tasche und die Tage vergehen wie im Flug. Ich habe alles gesehen. Unmengen an wissenschaftlichen Dokumentationen über das Universum, Psychologie, Philosophie etc. Alle guten Animes, Filme mit Robert De Niro, Al Pacino, Michael Douglas, Christian Bale, Moragen Freeman und so weiter. Ich halte mich, was die Welt und ihre neusten Ereignisse anbetrifft, immer auf dem neusten Stand und auch die Welt der Literatur ist mir nicht fremd. Ich habe sozusagen das Internet durchgespielt und Gitarre spielen kann ich auch. Skaten kommt vielleicht etwas unerfreulich, weil Skater normalerweise keine Probleme haben - aber naja. Skaten kann ich auch. Somit kann man davon ausgehen, dass ich auch Freunde habe und nicht schlecht aussehe. Also ist es höchste Zeit, meinen Arsch zu bewegen, mir einen Job zu suchen und Geld zu verdienen. So wie ich es meiner Freundin versprochen habe! Danach werde ich wahrscheinlich visuelle Kommunikation studieren, dank meiner überragenden künstlerischen Begabung, die auf meine Fähigkeit zurückführt, atmosphärische Meisterwerke mit meiner Kamera zu kreieren. Und das, obwohl ich nur einen schlechten Hauptschulabschluss habe. Und an dieser Stelle sei angemerkt, dass ich diesen erst letztes Jahr nachgeholt habe. Doch vielleicht habe ich mich auch getäuscht, meine Freundin verlässt mich, die Uni lehnt mich ab oder ich breche mir beide Beine. Es kann alles passieren, aber meine vergeudeten Tage sind gezählt!



Beichte vom 26.08.2014, 10:38:44 Uhr


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