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3.0/5 (35 Votes)

Papierkram vor dem Sommerurlaub

(00033801)



Ich fahre LKW für einen Abschleppdienst. Einen Tag vor meinem Sommerurlaub wurde ich zu einem Verkehrsunfall gerufen. Nach dem Beladen des Unfallwagens hat mich ein Polizist angesprochen, dass beim Bremsen die Blinker und so weiter auch angehen. Er hat gesagt, er belasse es bei einem Hinweis und ich solle mich darum kümmern. Ich hatte aber keinen Bock, mich darum zu kümmern, weil dann heißt es wieder: "Fahre in die Werkstatt, hole das Ersatzteil." Und mach dies, mach das. Ich wollte in Urlaub. Also habe ich gesagt, das interessiere mich nicht, er solle einen Mängelbericht in die Firma schicken. Er hat dumm geguckt, denn normalerweise ist man froh, wenn man keinen offiziellen Wisch bekommt - und hatte die Schreibarbeit. Jetzt muss unser fauler Werkstattmeister das selbst innerhalb von zwei Wochen reparieren, und den Papierkram erledigen bzw. bei der Polizei den LKW vorzeigen. Ein Industriemechaniker muss seine Drehbank ja auch nicht selbst reparieren, oder? Mir tut es nur für den Polizisten leid, weil er es gut gemeint hat und Einsatzkräfte, Abschlepper, etc. eigentlich immer im Team arbeiten und sich gegenseitig helfen.



Beichte vom 22.08.2014, 17:22:49 Uhr

3.4/5 (42 Votes)

Hoffentlich merkt es keiner!

(00033800)



Ich tue den ganzen Tag im Büro nichts, außer mir die Zeit zu vertreiben. Immer, wenn jemand am Fenster vorbeigeht, tippe ich irgendwelche Sätze wie "Hoffentlich merkt es keiner" oder so in eine geöffnete Word-Datei, damit ich schön beschäftigt aussehe. Außerdem sitze ich immer 1 1/2 Stunden beim Mittag und verbringe gut eine Stunde auf dem Klo und zocke auf dem Handy. Ich bereue nichts, weil ich auch kaum bezahlt werde. Ich bin froh, wenn der Job getan ist.



Beichte vom 22.08.2014, 17:02:34 Uhr

2.6/5 (109 Votes)

Die Arbeitsmoral beim Bundestag

(00033782)



Ich bin Abgeordneter des Deutschen Bundestages und möchte beichten, in der namentlichen Abstimmung "Bundeswehreinsatz im Libanon (UNIFIL)" mit "Ja" gestimmt zu haben, ohne mich vorher informiert zu haben, oder den Antrag moralisch zu hinterfragen. Es war mir einfach egal. Ich war gedanklich den ganzen Tag lang schon bei der Planung meines Urlaubs in der parlamentarischen Sommerpause. Im UNIFIL-Einsatz sind schon über 250 von unseren Leuten gestorben, aber ich bin nicht in der Lage, mich dafür zu interessieren - oder meiner Faulheit im Bezug auf solche Abstimmungen ein Ende zu setzen. Dabei ruhe ich mich auf GG Art. 38 Abs. 1 aus und bitte um Vergebung für meine Gleichgültigkeit.



Beichte vom 19.08.2014, 03:36:43 Uhr


3.3/5 (149 Votes)

Auszeit auf Staatskosten

(00033751)



Ich habe nach 12 Jahren meinen Job gekündigt und habe dann 1,5 Jahre lang als Sozialschmarotzer gelebt und die Füße baumeln lassen. Ich habe allen vorgemacht, wie sehr ich mich doch bemühe, einen neuen Job zu finden - dabei habe ich in der Zeit nur zwei lieblose Bewerbungen abgeschickt, da ich keine Lust hatte, wieder arbeiten zu gehen. Dann wurde es aber doch ein wenig langweilig und ich hatte es satt, jeden Cent drei Mal umzudrehen. Und deshalb arbeite ich seit drei Monaten wieder. Im Nachhinein habe ich ein schlechtes Gewissen, auf Staatskosten gelebt zu haben, ohne den Willen diesen Zustand zu ändern.



Beichte vom 11.08.2014, 17:11:27 Uhr

3.7/5 (102 Votes)

Das Auto im Teich

(00033722)



Ich (m/56) beichte, dass mein Bruder (59) und ich damals echt nur Mist gebaut haben. Damals, als ich 6 Jahre alt war, kam es vor, dass mein Bruder auf mich aufpassen musste, weil unser Vater damals oft beruflich unterwegs war. Er hat uns dann meist kleinere Aufgaben dagelassen. Jedenfalls war unser Vater recht früh alleinerziehend, da unsere Mutter mit einem anderen Typen abgehauen ist. In der Abwesenheit unseres Vaters haben wir seine Aufgaben natürlich recht schnell vergessen. Wir sind lieber mit anderen Kindern durch den Wald gezogen. Und wenn unser Vater dann wieder zu Hause war, hat er auch nichts zu uns gesagt, wenn die Blumen im Garten dann verwelkt waren. Es gab aber auch schlimmere Sachen, an die ich mich jedoch kaum noch erinnere. Jedenfalls wollte er uns, als wir älter waren, auch Verantwortung beibringen, und wie man arbeitet, deswegen mussten wir ihm damals in seiner Schlosserei helfen, was uns auch recht viel Spaß gemacht hat. Einmal gab uns unser Vater die Aufgabe, Holz im Garten zu verbrennen - das haben wir damals schon öfter gemacht. Später sind dann allerdings Freunde von uns zu Besuch gekommen und wir haben das Feuer vergessen. Als es uns dann wieder in den Sinn kam, stand der Apfelbaum schon in Flammen.

Später mussten wir dann in den Ferien jedes Jahr zu unseren Großeltern auf den Bauernhof an die Ostsee fahren. Damals waren mein Bruder und ich etwas Pummeliger und das konnte unsere Oma gar nicht leiden, deswegen mussten wir alles alleine machen und zu Essen gab es auch kaum. Verständlicherweise konnten wir unsere Großeltern daher auch nicht leiden. Unser Opa hatte damals in einer Scheune eine Autosammlung, und eines Tages wollte der B Manta nicht mehr starten. Und so kam es, dass mein Bruder, ein gelernter KFZ-Schlosser, sich dem Problem annahm und ich habe zugeschaut. Mein Bruder hat dann die Zündkerzen als Fehlerursache gefunden, was dazu führte, dass unser Opa uns bei voller Hitze zu Fuß in die Stadt schickte, um die Ersatzteile zu besorgen - und der Weg ist wirklich recht lang, zehn Kilometer sind es bestimmt. Der Weg war eine Qual, aber als wir zurück waren und das Auto wieder lief, waren unsere Großeltern nicht da. Also haben mein Bruder und ich beschlossen, dass wir uns den Manta mal für eine Spritztour "leihen", weil wir dachten, dass wir uns das nach einem harten Tag verdient haben. Später, als wir wieder auf dem Heimweg waren, versenkte mein Bruder den Manta allerdings in einem Teich, das Wasser stand vielleicht bis zu den Knien. Wir bekamen aber Panik und sind zu Fuß zum Haus gelaufen und haben uns Schlafen gelegt.

Am nächsten Morgen kam der Dorfpolizist vorbei, um meinem Opa mitzuteilen, dass sein Auto im Teich steht und dass er es doch rausholen solle. Bevor der Polizist kam, bemerkte unser Opa nichts vom Verschwinden des Autos - aber danach brannte echt die Luft. Wir mussten den Manta mit dem Schlepper aus dem Teich ziehen. Als wir dabei waren, das Auto zu bergen, kam ein Mann aus dem Ort vorbei, der uns dafür lobte, dass wir das Auto versenkt haben. Eigentlich konnte nämlich niemand im Ort unsere Großeltern leiden. Das hatte unter anderem damit zu tun, dass unser Opa bei der Stasi war und unsere Oma immer große Lauschohren hatte. Am Tag der Abreise hieß es dann, dass wir Nichtsnutze sind, genauso wie unser Vater, und seitdem haben wir unsere Großeltern gemieden. Nachdem mein Bruder und ich dann auf einer Party zwei Schwestern kennengelernt haben, die wir dann auch geheiratet haben, sind wir auch echt ruhiger geworden. Dann hatten wir auch keine Lust mehr, irgendwelchen Mist zu machen und irgendwann waren wir selbst Väter. Zum Glück sind unsere Kinder in dieser Hinsicht aber nicht nach uns gekommen.



Beichte vom 06.08.2014, 15:33:24 Uhr


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