Meiner Oma wurde durch meine Dummheit die Autoversicherung gekündigt. Sie ist schon etwas älter, so um die 74 Jahre, und ist nicht die beste Autofahrerin. Sie hat in den letzten zehn Jahren drei Autos zerstört und auch diverse kleinere Unfälle gebaut. Ich habe seit etwa zwei Jahren meinen Schein und fahre hin und wieder mit dem Auto meiner Oma, da ich kein eigenes bekommen habe. Als ich vor etwa einem halben Jahr mit einem Kumpel zu einem Fußballspiel gefahren bin und mich verfahren habe, habe ich auf einem leeren Parkplatz gewendet. Aber als ich vom Rückwärtsgang in den ersten Gang schalten wollte, rollte das Auto wegen eines leichten Gefälles auf dem Platz rückwärts und auf einmal krachte es.
Ich Idiot habe natürlich nicht in den Rückspiegel geschaut, weil ich gerade mit besagtem Kumpel geredet habe. Das Auto, gegen das ich gefahren bin, hatte einen kleinen Kratzer, welcher jedoch über 1000 Euro gekostet hat.
Ich fühle mich sehr schuldig, da ich einerseits auch eine Teilschuld am Verlust der Versicherung trage, andererseits bin ich aber auch sehr sauer auf meine Oma, weil sie eine Bedrohung im Straßenverkehr darstellt und nicht verstehen will, oder kann, dass es klüger wäre, mit dem Bus zu fahren und das Auto nur in Ausnahmefällen zu nutzen. Außerdem regt sie mich tierisch damit auf, dass sie wegen jeder Kleinigkeit das Auto nutzt.
Ich bitte um Absolution, weil ich eigentlich nur das Beste für meine Oma und meine Umwelt möchte.
Ich mache derzeit meinen Zivildienst in einer ambulanten Pflegestelle und bin dort, meines Erachtens, auch gern gesehen und sehr beliebt. Mein Problem, also der Grund, warum ich hier beichte, ist, dass ich die älteren Damen und Herren anlüge. Zu meinen Aufgaben gehört es zum Beispiel auch einkaufen zu gehen, meistens mit Dame oder Herr im Schlepptau. Diese Sagen dann immer, dass man so fleißig und hilfsbereit sei und wollen einen immer gleich zum Mittagessen oder zum Kaffeetrinken einladen. Ich lüge den meisten Leuten dann immer vor, dass ich keine Zeit hätte oder keinen Appetit, weil ich leider auch weiß, wie es einigen finanziell geht. Also belüge ich die Damen und Herren, um von Ihnen keine Einladungen annehmen zu müssen. Für einige hört sich das bestimmt nach einem Witz an, aber ich fühle mich dabei immer schlecht.
Als ich noch in der Lehre war, musste ich häufig Medikamente zu den Patienten nach Hause bringen, so auch an diesem Vormittag. Dieses Mal sollte ein Päckchen zu einem älteren Ehepaar, einfach abgeben, bezahlt war schon. Ich klingelte und eine alte Dame machte mir auf. Freudestrahlend bat sie mich herein, sie und ihr Mann hätten mich schon erwartet, ich solle ruhig schon mal in das Wohnzimmer gehen, sie würde nur ihren Mann schnell holen. Und schwups, war sie auch wieder verschwunden, ich kam überhaupt nicht zu Wort, etwas verdattert ging ich in besagtes Wohnzimmer und wartete ein paar Minuten. Dann kam die alte Frau um die Ecke, samt Mann, nackt wie Gott ihn schuf. Ich muss wohl auf die beiden gewirkt haben, als ob ich unter spastischen Zuckungen litt, so verzweifelte versuchte ich woanders hin zu sehen. Ganz unbekümmert erzählte mir die alte Dame, sie hätte nur ihren Mann schon einmal ausgezogen, dann ginge das mit dem Waschen auch schneller und wenn ich schon dabei wäre, er hätte da so einen Ausschlag, den sollte ich mir mal ansehen. Den Blick zur Wohnzimmerdecke gerichtet, stotterte ich vor mir her, dass ich nur die Medikamente vorbei bringen wolle und von der Apotheke käme. Die beiden alten Herrschaften stießen simultan ein "Oh" aus, dann war für ein paar Sekunden Stille. Ehe sie mir peinlich berührt erzählten, das sie dachten, ich sei von einem Pflegedienst, der das erste Mal kommen solle. Rot wie eine Tomate schüttelte ich heftig den Kopf, was ziemlich lustig ausgesehen haben muss, da ich immer noch an die Decke starrte "Nein, ich bin von der Apotheke und will nur etwas abgeben, sie waren so schnell wieder verschwunden, ich kam gar nicht zu Wort." Die alte Dame kam dann zu mir, nahm mir das Päckchen ab, murmelte eine Entschuldigung und etwas, was wie "einfach mal früher den Mund aufmachen" klang und führte mich zurück zur Haustür.
Beichte vom 03.05.2013, 21:39:58 Uhr Ort: Falkenbergstraße, 34414 Warburg
Ich (51) arbeite in einer großen Firma und gehöre dort, obwohl geistig jung geblieben, mehr oder weniger zum alten Eisen. Ich bin ganz glücklich in meiner Rolle, ich verdiene sehr gut und habe dennoch Zeit für meine Familie. Dass viele meiner ehemaligen Kollegen zwecks Karriere in andere Positionen, Abteilungen oder gar Firmen wechselten, störte mich nicht besonders, ich war zufrieden. Mit der Zeit sank durch Neueinstellungen jedoch natürlich das Durchschnittsalter und ich hatte so meine Probleme, mit den neuen Kollegen zurecht zu kommen. Kaum einer meiner Kollegen ist verheiratet oder fest gebunden. So wurde beispielsweise im Büro viel über die ein oder andere Eroberung geredet und bei mir verstärkte sich der Eindruck, dass man mich für zu alt hielt, um an derlei Gesprächen teilzunehmen. Ich bin seit über 20 Jahren glücklich verheiratet, was aber nicht heißt, dass ich prüde wäre. So wurde ich immer öfter außen vor gelassen, offenbar hielten meine Kollegen mich für fad. Bei diesen Gesprächen wurden oft auch nebenbei Aufträge besprochen und Sympathien geknüpft, was meine Position langsam aber sicher ins Wanken brachte, da bestimmte Informationen, die man für gewöhnlich erst mal seinen favorisierten Kollegen andeutet, bevor sie im Team öffentlich gemacht werden, an mir vorbeigingen. Zudem - und das muss ich ehrlich zugeben - ich fühlte mich alt und langweilig.
Um Weihnachten herum brach ich mir im Skiurlaub ein Bein. Da meine Tochter (22) nur einen kleinen Umweg machen muss, um auf dem Weg zur Uni an meiner Firma vorbeizukommen, nahm sie mich morgens mit. Sie half mir also eines Morgens aus dem Auto, ich bedankte mich und sagte: "Ich wünsche Dir einen schönen Tag, Süße." Meine Tochter warf mir beim Wegfahren einen Handkuss zu. Ich muss dazu sagen, dass sie wirklich eine bildhübsche Frau geworden ist - langes dunkles Haar, große Augen, lange Beine. Dieses Spiel wiederholte sich ein paar Tage, bis schließlich ein Kollege, seines Zeichens zwar verheiratet, aber mit einer Praktikantin nach der anderen vögelnd, mich bei Seite nahm und mir riet, meine Geliebte nicht zu öffentlich zu präsentieren, wenn ich nicht wollte, dass meine Frau Wind davon bekommt. Erst nach einem kurzen Moment ist mir klar geworden, dass da offensichtlich eine Verwechslung vorliegen muss, die sich jedoch bereits in der Abteilung herumgesprochen hatte. Ich beichte also: Seit meine Kollegen denken, ich hätte eine junge, schöne Geliebte, von der meine Frau keine Ahnung hat, bin ich wieder mittendrin im Geschehen. Das geht jetzt seit ein paar Monaten so und ich habe ein ziemlich schlechtes Gewissen, weil ich meinen Kollegen etwas vorlüge und es sehr genieße, dass man mich eine Weile lang für einen ganz tollen Hecht gehalten hat. Ich habe vor, ihnen bald zu sagen, dass meine "Geliebte" zu anhänglich wurde und ich sie deshalb verlassen hätte. Meine Frau übrigens fand das Ganze ziemlich witzig. Und da soll mir noch mal einer sagen, dass Frauen über 40 nichts taugen!
Ich (m/22) arbeite zur Zeit in einem Altenpflegeheim. Dort habe ich eine mir zugeteilte Bewohnerin, die ich nach dem Mittagessen, erst mal auf die Toilette bringen muss. Sie braucht dort auch relativ lange, meist um die 15 Minuten. Da ich der Dame so oder so in diesem Moment nicht helfen konnte, wanderte mein Blick durch den Raum und schließlich zu ihrem Bücherregal. Ich habe dort einen relativ interessanten alten Schmöcker gefunden und mal aus Spaß darin geblättert. Allerdings gefiel mir der Inhalt auch ziemlich, sodass ich jeden Tag in meiner Frühschicht, während die Dame auf der Toilette sitzt, zwischen zwei und fünf Seiten aus dem Buch lese. Das Werk hat 531 Seiten, ungefähr 2/3 habe ich bereits gelesen. Ich beichte, dass ich mich jedes Mal freue, sie in ihr Zimmer zu bringen, nur damit ich das Buch weiterlesen kann, obwohl ich in dieser Zeit auch meinen Kollegen helfen könnte. Tut mir leid, Leute, aber bei nur einer halben Stunde Pause muss ich auch irgendwie anders abschalten können.