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Beichten: 22.645 | User: 187.587 | Kommentare: 347.691 |
Neueste Kommentare

3.2/5 (182 Votes)

Schlammdusche für den Chef

(Beichthaus.com Beichte 00035152)



Ich möchte hier eine schändliche Tat gestehen, welche ich als junger Erwachsener begangen habe. Ich war damals Anfang 20 und arbeitete als LKW-Fahrer. Meine Aufgabe bestand darin, in einer Tischlerei gebaute oder reparierte Möbel an die Kunden auszuliefern oder von dort abzuholen. In dieser Werkstatt hatte eine Gruppe frustrierter, unfreundlicher alter Männer, welche kurz vor der Rente standen, das Sagen. Sie führten sich auf, als wäre die Tischlerei ihr persönlicher Besitz und wir jüngeren Kollegen wurden behandelt wie Mitarbeiter zweiter Klasse. Beispielsweise duzten sie uns und sprachen uns nur mit dem Nachnamen an, während wir sie zu siezen hatten. Besonders der Werkstattleiter und sein bester Kumpel verstanden überhaupt keinen Spaß und brüllten bei jeder Kleinigkeit wie die Choleriker herum. Gelegentlich wiesen sie mich auch an, Privattransporte für sie zu erledigen.

Eines Tages sollte ich wieder einmal vom Werkstattleiter gesammeltes Abfallholz in seinen Garten transportieren, wo er es als Brennholz für seine Gartenlaube verwenden wollte. Er und sein Kumpel luden mir also das Holz auf meinen Klein-LKW und wir fuhren dann zu dritt zu seinem Garten. Dort angekommen wies mich der Werkstattleiter an, den Klein-LKW komplett auf dem vor dem Garten vorhandenen unbefestigten Parkstreifen abzustellen, damit andere Fahrzeuge auf dem schmalen Asphaltweg vorbeifahren konnten, solange wir abluden. Danach luden wir im stetigen Nieselregen den LKW ab und trugen das Holz ca. 100 Meter bis zu einem Schuppen neben seiner Laube. Als wir nach knapp einer halben Stunde alles Holz dort verstaut hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Das heißt - wir wollten, aber als ich versuchte loszufahren, gab ich wohl einen Tick zu viel Gas und die Hinterräder drehten auf dem durch das Regenwetter der letzten Tage aufgeweichten Boden durch. Obwohl ich mich nicht festgefahren hatte, sprang der Werkstattleiter sofort mit seinem Kumpel aus dem Fahrzeug und rief "wir schieben mit an und du gibst vorsichtig Gas."

In diesem Moment kam mir die Idee mich für die ständigen Unverschämtheiten, Einmischungen in meinen Arbeitsbereich, grundlose Brüllerei, ständige Kontrollen und Ungerechtigkeiten zu rächen und ich gab beim Anfahren für einige Sekunden ordentlich Gas, dass die Hinterräder durchdrehten, um dann ganz normal auf die Asphaltfläche zu fahren. Im gleichen Moment tat es mir leid und ich machte mich auf Riesenärger gefasst, als ich ihr Geschrei hörte und in den Spiegeln sah, dass sie von oben bis unten mit Matsch bespritzt waren. Schon riss der Werkstattleiter die Beifahrertür auf und schrie "Mensch, hast du kein Gefühl in den Füßen? Wenn man weiß, dass hinten Leute schieben, dann muss man doch aufpassen! Mann, Mann, Mann schau, wie wir aussehen!" Während er und sein Kumpel sich in der Laube das Gesicht säuberten, grinste ich in mich hinein und freute mich, dass die beiden glaubten, die Sache wäre unabsichtlich passiert. Wenn sie geschnallt hätten, dass ich die Räder mit voller Absicht durchdrehen ließ, hätten sie mir mit Sicherheit an Ort und Stelle die Fresse poliert. Heute nach 30 Jahren habe ich in einem anderen Betrieb einen Bürojob und wünsche mir oft meinen alten Werkstattleiter zurück. Er hat mich wegen irgendwas angeschrien und danach war die Sache erledigt. Leider musste ich die Erfahrung machen, dass es bei Konflikten im Büroalltag ganz anders zur Sache geht. Es tut mir daher leid, dass ich das damals gemacht habe.



Beichte vom 25.02.2015, 19:08:04 Uhr
Ort: Speicherstraße, 60327 Frankfurt

3.3/5 (81 Votes)

Ein Auto ohne TÜV

(Beichthaus.com Beichte 00035094)



Seit ein paar Monaten fahre ich ein Auto mit "falschem" TÜV. Dieser Wagen ist mein erstes Auto und ich fahre ihn jetzt etwas länger als drei Jahre. Was an dem TÜV falsch ist? Nun ja, die letzte Untersuchung, welche vergangenen November fällig war, wurde nicht durchgeführt. Stattdessen habe ich die Karre in einer Garage abgestellt, das hintere Kennzeichen abgeschraubt und einem Bekannten überreicht, der sich darum gekümmert hat. Der Grund dafür war meine Befürchtung, das Auto würde nicht ein weiteres Mal über die Hauptuntersuchung kommen, wobei bei der Untersuchung vor etwas mehr als zwei Jahren lediglich Rost am Auspuff bemängelt und der TÜV-Stempel erneuert wurde. Meine Bremsen wurden vor nicht allzu langer Zeit neu gemacht, sowohl Sommer- als auch Winterreifen sind fast neuwertig, die Beleuchtung funktioniert. Für meine Begriffe verkehrssicher. Aber die meisten werden wissen, dass der TÜV gerne alles Mögliche bemängelt.

Angst hatte ich unter anderem vor allem wegen meines Standgases, welches wegen eines bis heute unbekannten Problems zu weit abfällt und die Karre manchmal ausgeht, wenn man nicht mit etwas Gas gegensteuert. Ist ja auch eigentlich egal, ich will nicht zu sehr ins Detail gehen - ich war mir halt sicher, dass der Wagen nicht noch mal TÜV bekommt. Daher mein Entschluss, es so zu regeln, wie ich es tat. Mir fehlt einfach das Geld für eine umfangreiche Wartung oder gar ein neues Auto. Außerdem liebe ich diesen Wagen!



Beichte vom 16.02.2015, 13:54:25 Uhr

3.2/5 (240 Votes)

Benzin im Blut

(Beichthaus.com Beichte 00035003)



Ich (m/30) bin seit einem Motorradunfall schwerbehindert. Da ich nicht mehr mit dem Motorrad fahren kann, aber gewissermaßen Benzin im Blut habe, habe ich mir als Ausgleich und Hobby einen alten Mustang gekauft. Dieser hat einen V8 mit fünf Litern Hubraum und braucht beim gemächlichen Cruisen mindestens 14 Liter auf 100 Kilometer - wenn ich ihn scheuche auch mehr als das. Ich beichte, dass ich es nicht bereue, am Wochenende regelmäßig Hunderte Kilometer mit dieser unfassbar coolen Kiste durch die Landschaft zu bollern. Obwohl ich so die Umwelt übermäßig verpeste und die ohnehin knappen fossilen Brennstoffe unnötig reduziere. Aber ich kann ja nicht wie andere einfach spazieren gehen.



Beichte vom 02.02.2015, 20:07:36 Uhr
Ort: 46509 Xanten





3.0/5 (269 Votes)

Strafzettel in Australien

(Beichthaus.com Beichte 00034980)



Als ich (m/27) im Alter von 23 Jahren mit einem sehr guten Freund einen Sprachaufenthalt in Australien machte, haben wir Strafzettel im Wert von ungefähr 700 Dollar gesammelt, die von uns nie beglichen wurden. Es fing alles damit an, dass wir die English-School, die wir besuchten, spontan um die Hälfte der Zeit kürzten, um mehr Zeit für unseren Roadtrip zur Verfügung zu haben. So weit nichts zu beichten, wir haben Anreise, Schule, Unterkunft, etc. alles aus eigener Tasche bezahlt. Der Plan stand, von der Westküste über die Südküste bis hin zur Ostküste zu fahren und ab da zu schauen, wie viel Zeit noch übrig ist. Alles klar, wir haben uns also ausgerechnet, ob es günstiger ist, ein altes Auto zu kaufen oder eines zu mieten. Es lagen wirklich nur wenige Dollar dazwischen und der Komfort eines eigenen Wagens darf nicht unterschätzt werden.

Nun gut, wir machten uns auf die Suche, fanden ziemlich schnell einen günstigen Ford - 300.000 Kilometer, überall Rost, 4L Motor, gefühlte 100 PS. Aber egal, er lief und hatte Platz für zwei Personen im Kofferraum. Ebenfalls war ein komplettes Camping-EQ im Auto, wie perfekt für unseren Trip. Wir kauften den Wagen einem sehr netten, jungen französischen Pärchen ab, welche den spiegelverkehrten Roadtrip hinter sich hatten. Und hier beginnt die Beichte. Wir kamen wirklich gut mit den Franzosen aus, sie vertrauten uns sogar so weit, dass sie uns den Wagen mitsamt noch zwei Monate gültigen Papieren, welche natürlich auf ihre Namen liefen, übergeben haben. Mit der Bitte, dies schnellstmöglich umzuschreiben. Wollten wir eigentlich auch machen. Doch einen Tag später fuhren wir mit dem Wagen zum Strand und mussten feststellen, dass Parkplätze dort wirklich Mangelware sind. Aber naja - da gibt es ja noch die besonderen Parkplätze, direkt neben dem Zugang zum Strand, reserviert für was auch immer. Uns wurde klar, solange das Auto nicht abgeschleppt wird, können wir doch überall gratis parken. Um es ab hier kurz zu machen: Wir haben von diesem Zeitpunkt die ganzen zwei Monate lang nicht ein Mal für einen Parkplatz bezahlt und somit in jeder größeren Stadt Australiens insgesamt Strafzettel im Wert von 700 Dollar gesammelt.

Als unser Trip dann endete, brachten wir es nicht übers Herz, das Auto an einen Unwissenden zu verkaufen, weil wir genau wussten, dass dieser mitunter arge Probleme bekommt, sollte ihn die Polizei anhalten. So haben wir beschlossen, uns die Taxifahrt zum Flughafen zu sparen, sind mit unserem Auto los, ließen es mit gestecktem Schlüssel auf dem Flughafenparkplatz stehen und hofften darauf, dass das Schicksal entscheiden solle, wer diesen Wagen bekommt. Die Beichte? Es tut mir leid, gerade in einem so friedlichen Land, welches einen ganzen Kontinent einnimmt, als Ausländer einen Scheiß auf deren Regel gegeben zu haben. Okay, wir haben niemandem direkt geschadet, jedoch sicherlich indirekt!



Beichte vom 29.01.2015, 13:42:44 Uhr
Ort: Sydney, Australien

2.7/5 (138 Votes)

Kostenlos Parken

(Beichthaus.com Beichte 00034970)



Ich möchte einen heutigen Vorfall beichten, der mir im Nachhinein echt leidtut. Ich hatte einen Termin im Nagelstudio und musste ewig warten, als ich dann endlich fertig war, war ich [...]
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Beichte vom 28.01.2015, 12:55:21 Uhr


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