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4.0/5 (94 Votes)

Ich liebe Autobahn-Drängler

(00031214)



Wenn ich auf gut gefüllten Autobahnen unterwegs bin, wie man sie freitagnachmittags in der ganzen Republik vorfindet, warte ich immer ab, bis so ein dicker 5er BMW oder A6 von hinten kommt und schön dicht auffährt oder Lichthupe gibt. Den lasse ich dann immer brav durch, um mich dann direkt hinter ihn zu setzen und mir die linke Spur von ihm freiräumen zu lassen. Ich nutze also die Unverfrorenheit mancher Autofahrer aus, um schneller ans Ziel zu kommen.



Beichte vom 16.05.2013, 16:17:05 Uhr

1.7/5 (132 Votes)

Kolonnenspringen

(00031086)



Vor mehreren Jahren hatte ich mit dem Auto täglich einen längeren und öden Weg zur Arbeit zurückzulegen. Um schneller auf der gut ausgebauten Landstraße voranzukommen, habe ich das Kolonnenspringen zu einer Art Sport gemacht, d.h. ich habe versucht möglichst viele Autos und LKWs zu überholen und bin erst knapp wieder vor dem Gegenverkehr eingeschert. Eines Tages bin ich dabei jedoch an den Falschen geraten, der mich trotz nahendem Gegenverkehr nicht wieder auf meine Fahrspur zurücklassen wollte und seine Geschwindigkeit beibehalten hat. Ich habe mich also, um einen Frontalcrash zu vermeiden, direkt vor ihm wieder auf meine Spur reingedrückt, sodass der Fahrer stark bremsen musste und es beinahe zu einem Unfall innerhalb der Kolonne gekommen ist. Dieser Fahrer hat mich daraufhin mehrere Kilometer mit dem Auto bis zu meiner Arbeitsstelle verfolgt und mich lauthals angeschrien und mich mit einer Anzeige bedroht. Wie ich heute finde zurecht. Ich beichte, dass ich damals durch Egoismus das Leben anderer Autofahrer gefährdet und erst durch diesen Anlass mein Verhalten überdacht habe.



Beichte vom 27.04.2013, 03:09:25 Uhr
Ort: B36 bei 68753 Wiesental

3.7/5 (111 Votes)

Das Spiel mit der Alarmanlage

(00030914)



Als ich noch ein Junge von vielleicht zwölf Jahren war, bezog eine Familie unser leerstehendes Nachbarhaus. Der Familienvater gehörte zu der wohl unangenehmsten Form Mann: klein, eklig, jähzornig und cholerisch. Seine Frau war eine typische Nageltante, deren Fingernägel und Schminke im Gesicht ihr über alles gingen. Warum die Familie nun ausgerechnet unseren Ort (800 Seelen) ausgesucht hat, verstehe ich bis heute nicht. Zum Glück haben sie auch nur ein paar Jahre in der Nachbarschaft gewohnt. Der Vater brauchte, vielleicht aufgrund seines wenig beeindruckenden Äußeren, das Statussymbol Auto. Das ist an und für sich nichts Schlimmes, jedoch war er so dumm, eine Alarmanlage zu installieren. Auf unserem Dorf war das eine Neuerung, die niemand zuvor gesehen, beziehungsweise gehört hatte und selbst die Dorfbewohner, die sich einen großen Wagen leisten konnten und dies auch taten, verzichteten wohlweislich auf eine Alarmanlage. Denn diese war für einen Jungen von zwölf Jahren mit seinen Kumpels das beste Spielzeug, das uns ein ganzes Jahr beschäftigte. Entdeckt habe ich es, als die Alarmanlage durch Zufall anging, vielleicht durch einen Vogelschiss und die ganze Nachbarschaft aus den Betten trieb. Der Alarmton war nicht nur laut und schrill, er ging bis ins Mark. Ist es denn verwunderlich, dass dieses Auto dann zur Zielscheibe jugendlicher Streiche wurde? Da gerade Winter war, versteckten wir uns hinter einer Häuserecke, wo man uns nicht sehen konnte und warfen alle zehn Minuten einen Schneeball auf das Auto. Der Schneeball flog leise in hohem Bogen, platschte auf das Autodach und zerriss einen ruhigen Sonntag in ein Martyrium aus schrillen und ohrenbetäubenden Alarmgeräuschen. Der Mann kam dann immer wie ein tasmanischer Teufel aus der Tür geschossen, glotzte mit irrem, wütendem Blick die Straße hoch und runter und versuchte, den Saukerl ausfindig zu machen. Danach beendete er das Alarmsignal und verzog sich wieder ins Haus.

Wir sahen dann immer vom Versteck aus, wie er am Fenster schaute. Wir warteten, bis er kurz verschwunden war und schon flog der nächste Schneeball. Wir brachten unser Treiben manchmal ganz schön auf die Spitze. Als der Frühling kam und wir unsere Fahrräder wieder ausgepackt hatten, sind wir immer am Wagen vorbei gefahren und haben mit der flachen Hand kurz aufs Dach gehauen, um danach wie der Blitz in der nächsten Straße zu verschwinden. Das wurde wie eine Sucht für uns. Von der Schule heimkommen, Ranzen in die Ecke knallen, Fahrrad rausholen und losfahren. Dabei kurz an dem Wagen vorbeifahren und die Alarmanlage zum Klingen bringen. Dass es Kinder waren, hat er schnell herausgefunden und so ist er in die Dorfkneipe marschiert und hat vor allen Anwesenden verkündet, er würde alle strafrechtlich zur Rechenschaft ziehen, die ihre Bälger nicht im Griff hatten. Schwerer Fehler. Die meisten der Anwesenden waren einfache, schwer arbeitende Männer, denen diese Drohung nicht sehr nahe ging. Ich glaube, so schnell hat er noch nie ein blaues Auge gehabt. Nach einem Jahr hat er dann endlich die Alarmanlage komplett abgestellt und schon kam wieder Ruhe in die Straße. Meine Eltern haben mich nie aufgehalten. Mein Vater hatte für Statussymbole nie viel übrig. Ich möchte mich hiermit bei allen Nachbarn unserer Straße für dieses Jahr im Lärm entschuldigen. Ich weiß, dass die meisten das mit Humor gesehen haben, denn niemand verstand den Zweck einer Alarmanlage, besonders nicht in einer Straße, die bei fünf vorbeifahrenden Traktoren schon als vielbefahren gilt und die meisten nicht mal ihre Autos abschließen, geschweige denn ihre Häuser.



Beichte vom 21.03.2013, 13:24:35 Uhr




3.8/5 (148 Votes)

Halbstarke mit Luxuskarosse

(00030901)



Wenn ich (m/34) hier in Berlin noch einmal einen nicht mal 20-Jährigen mit einem nagelneuen 60.000-Euro-BMW sehe, dreh ich durch!



Beichte vom 19.03.2013, 16:50:17 Uhr
Ort: Buckower Damm, Berlin

2.5/5 (171 Votes)

Kampf um einen Parkplatz

(00030891)



Wenn bei uns in der Stadt Wochenmarkt ist, dann stelle ich mich gerne auf den kostenlosen Parkplatz eines großen Discounters, gehe einkaufen und warte dann vor der Tür des Ladens bis der Parkplatz richtig voll ist und viele Rentner und Hausfrauen auf Parkplatzsuche sind. Ich nehme dann ganz gezielt meinen Einkaufswagen und gehe zu meinem Auto, lade alles ein, deute dabei an, dass ich gleich losfahre und wenn sich eine schöne Schlange hinter dem auf meinen Parkplatz wartenden Auto gebildet hat, schließe ich den Kofferraum und gehe leicht freudig winkend wieder in den Discounter. Ich freue mich immer über die schlecht gelaunten Rentner, die wutentbrannt im Auto fluchen und hupen.



Beichte vom 16.03.2013, 19:01:33 Uhr


287 Beichten insgesamt (Kategorie Auto & Co.).



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