Als ich etwa zwölf Jahre alt war, fanden meine Freunde und ich es total cool, in Läden zu klauen. Einfach nur aus Spaß, wir brauchten die Sachen überhaupt nicht. Dabei besuchten wir in unserem überschaubaren Ort immer die gleichen Läden.
Eines Tages wurde ich mit meinem Kumpel zusammen von einer Verkäuferin beobachtet, wie ich einen Stift im Ärmel verschwinden ließ. Bevor wir den Laden verließen, wurde ich gestellt und musste meine Ärmel leeren. Meine Eltern wurden benachrichtigt und als sie eintrafen, gab es direkt vor Ort einen tierischen Anschiss.
Meine Mutter fragte, wieso ich genau diesen Stift geklaut habe. Schließlich hatte ich selbiges Modell doch erst vor zwei Tagen als meine jüngste Taschengeld-Investition präsentiert. Meine Ausrede war, dass der mir kaputt gegangen war, und ich es nur fair fand, Ersatz dafür zu erhalten. Merkwürdigerweise haben mir das alle Beteiligten abgekauft, warum auch immer. Tatsächlich wollte ich einfach nur eben so einen Stift für meinen Freund klauen, um ihn gegen einen anderen Gegenstand meiner Wahl einzutauschen.
Ich kam schließlich mit einem blauen Auge davon und habe, nach der öffentlichkeitswirksamen Tirade, welche vermutlich die Anzeige bei der Polizei vermied, keine wirkliche Bestrafung mehr erhalten. Gut, dass niemand auf die Idee kam, auch mal meine Hosentaschen zu kontrollieren, ich war am Vormittag nämlich schon einmal in diesem Laden. Seitdem habe ich nichts mehr geklaut. Mein Talent, wirksame Ausreden aus dem Hut zu zaubern, hat sich aber bis heute erhalten.
Als ich (w/19) eines Nachts gelangweilt in meinem Zimmer saß und ich nicht wusste, was ich anstellen sollte, sah ich meine "Scream-Maske" auf den Boden liegen. Beim Anblick jener Maske stürmte mir sofort eine blödsinnige Idee in den Kopf. Somit zog ich mich ganz schwarz an, setzte die Maske auf und holte das größte Messer aus dem Küchenschrank, das ich finden konnte. Mein Bruder und sein Kumpel waren die Einzigen, die noch wach waren, da sie einen Horrorfilm geguckt hatten. Da sich unsere Wohnung im Erdgeschoss befand, schlich ich in den Garten und kratzte mit dem Messer an den Rollo. Ich konnte mich vor Lachen kaum noch halten, blieb aber gut getarnt im schwarzen Kittel und der Maske vor dem Fenster stehen. Ich werde den Gesichtsausdruck unseres Kumpels nie vergessen, als er mich als Hurensohn beschimpft hat und fragte, was ich überhaupt hier wolle. Ich solle mich gefälligst verpissen. Danach kam ich über den Balkon rein und stand auf einmal mitten im Zimmer. Als mein Bruder ein Messer aus der Küche zückte und auf mich losgehen wollte hatte ich dann doch Schiss und bin schnell geflüchtet. Eine Stunde später kamen die beiden in mein Zimmer und fragten, ob ich denn etwas mitbekommen hätte. Ich verneinte ihre Frage und muss jedes Mal lachen, wenn die beiden darüber diskutieren, wer wohl dieser "Hurensohn" war, weil sie es bis heute noch nicht wissen.
Beichte vom 05.05.2013, 02:44:04 Uhr Ort: Waldschmiedstr.42 Passau
Vor mehreren Jahren hatte ich mit dem Auto täglich einen längeren und öden Weg zur Arbeit zurückzulegen. Um schneller auf der gut ausgebauten Landstraße voranzukommen, habe ich das Kolonnenspringen zu einer Art Sport gemacht, d.h. ich habe versucht möglichst viele Autos und LKWs zu überholen und bin erst knapp wieder vor dem Gegenverkehr eingeschert. Eines Tages bin ich dabei jedoch an den Falschen geraten, der mich trotz nahendem Gegenverkehr nicht wieder auf meine Fahrspur zurücklassen wollte und seine Geschwindigkeit beibehalten hat. Ich habe mich also, um einen Frontalcrash zu vermeiden, direkt vor ihm wieder auf meine Spur reingedrückt, sodass der Fahrer stark bremsen musste und es beinahe zu einem Unfall innerhalb der Kolonne gekommen ist. Dieser Fahrer hat mich daraufhin mehrere Kilometer mit dem Auto bis zu meiner Arbeitsstelle verfolgt und mich lauthals angeschrien und mich mit einer Anzeige bedroht. Wie ich heute finde zurecht. Ich beichte, dass ich damals durch Egoismus das Leben anderer Autofahrer gefährdet und erst durch diesen Anlass mein Verhalten überdacht habe.
Beichte vom 27.04.2013, 03:09:25 Uhr Ort: B36 bei 68753 Wiesental
Ich (m/18) kaufe Anziehsachen öfters mal für weniger Geld, als sie kosten. Und zwar mache ich das, indem ich Preisschilder von billigen Klamotten zu teuren wechsel. Natürlich weiß ich, dass Diebstahl nicht gut ist, aber meine Mutter ist alleinerziehend und arbeitsunfähig. Also gehört sie nicht zu der asozialen Sorte der Harz IV Empfänger, die arbeiten könnten, aber zu faul sind. Ich mache gerade Abi und möchte anschließend studieren. Wenn ich dann anschließend verdiene, bin ich auch bereit meine Sachen ehrlich einzukaufen, aber momentan sehe ich keinen anderen Ausweg. Ich weiß, ich könnte mich auch mit den billigen Sachen zufriedengeben, jedoch entsprechen sie nicht meinem Geschmack und zweitens weiß doch jeder, wie wichtig teure Kleidung in unserer heutigen oberflächlichen Gesellschaft ist.
Ich bin vor acht Jahren mit ein paar Freunden zu einem Festival nach Norddeutschland gefahren. Wir hatten uns dazu entschlossen weniger Alkohol und dafür mehr Gras mitzunehmen. Hat eine Menge [...] Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.