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Leben ohne Schlaf

(00032132)



Vor Kurzem erinnerte eine Freundin mich an ein Experiment, das ich (w) in der zehnten Klasse durchgeführt habe. Damals wollte ich sehen, wie lange ich wach bleiben kann, ohne durchzudrehen. Also habe ich mir einen Energydrink für den Notfall und ein Buch gekauft, damit ich meine "Erfahrungen" niederschreiben kann. Am ersten Tag - es war ein Montag - war ich ziemlich müde und musste mich konzentrieren, dass ich während des Unterrichts nicht einschlief, aber ansonsten war alles recht normal. Am zweiten Tag war ich erst müde und wurde dann nach einiger Zeit richtig aufgedreht und war sogar wacher als normalerweise. Der "Wahnsinn" fing erst am dritten Tag an. Ich starrte die ganze Unterrichtsstunde über auf meine Hand - ohne auch nur einmal aufzusehen. Es fühlte sich an, als seien nur ein paar Sekunden vergangen, aber als die Stunde dann plötzlich beendet war, stieß mich meine Sitznachbarin an - in den Stunden darauf ging es genau so weiter. Ich starrte irgendwelche Punkte in der Luft an, ohne zu blinzeln oder den Blick abzuwenden. An diesem Abend trank ich dann den Energydrink, da ich kurz davor war, einzuschlafen. Aber wer will mir das nach 72 Stunden ohne Schlaf auch verdenken?

Am vierten Tag habe ich nur kryptische Aufzeichnungen angefertigt, die ich teilweise gar nicht mehr verstehe. Auch meine Erinnerungen sind verschwommen. Ich weiß nur, dass ich Halluzinationen hatte. Man hat mir erzählt, dass ich einen Stift an die Tafel geschmissen habe - knapp am Lehrer vorbei - weil ich dachte, dass der Teufel mein Heft klauen wollte. Ich dachte auch, dass meine Hand mit dem Tisch verschmilzt, und sah generell andauernd irgendwelche komischen Gestalten. Kurz gesagt war es wohl ein bisschen so, wie man sich unter der Einwirkung von LSD fühlt. Eine Freundin brachte mich dann noch während der Schulzeit nach Hause, als ich anfing den Lehrer anzuschreien, er solle seine "Emus doch in der Garage behalten". Dort legte sie mich dann in mein Bett und hat sich meine ausgedachten Geschichten angehört, bis ich schließlich eingeschlafen bin. Am Freitag - dem fünften und letzten Tag meines Experiments war ich nicht in der Schule. Meine Mutter schaffte es nicht, mich aufzuwecken. Ich habe über 19 Stunden geschlafen, wobei ich nicht weiß, ob man das noch als schlafen bezeichnen kann, denn es muss ja schon fast komatös gewesen sein. Die Freundin, die mich ins Bett gebracht hatte, hat mir im Übrigen auch die Ereignisse des letzten Tages erzählt. Warum ich das hier beichte? Nun, ich möchte mich für all die Sachen, die ich meinen Lehrern, den anderen Schülern und auch Fremden an den Kopf geworfen habe, entschuldigen. Und bei meiner Mutter für den Ärger, den sie mit mir hatte.



Beichte vom 28.10.2013, 14:19:46 Uhr

3.3/5 (118 Votes)

Eine Kiste voller Erinnerungen

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Mein Freund (31) und ich (26) sind vor Kurzem zusammengezogen. Gestern hat er ein paar Fotos von uns in eine Schachtel einsortiert und diese geöffnet im Schlafzimmer stehen lassen. Heute Morgen fiel sie mir auf, ebenso wie all meine alten Haftnotizen und kleinen Nachrichten, die er gesammelt und dort hineingepackt hatte. Ich freute mich, dass er diesen Kleinigkeiten so viel Wert beimisst, und wollte das Ganze nochmals lesen. Schnell wurde mir allerdings klar, dass dieser Karton voll mit anderen Erinnerungsstücken war - mit Postkarten, Tickets und Ähnlichem. Ganz unten aber lagen unzählige Briefe und Nachrichten von seiner Ex-Freundin, mit der er noch heute gut befreundet ist. Außerdem waren ein paar Zettel dabei, die aussahen wie die Tagebucheinträge, in denen er die, damals für ihn sehr schlimme Trennung, zu verarbeiten versuchte. Ich möchte beichten, dass ich die Privatsphäre meines Freundes verletzt und all die Sachen - bis auf die Tagebucheinträge - gelesen habe. Und das, obwohl sich jeder denken kann, dass diese Intimitäten einer längst vergangenen Beziehung mich absolut nichts angehen. Ich schäme mich vor mir selbst, dass seine Sachen nicht vor mir sicher sind, ich würde auch nicht wollen, dass er all die alten Liebesbriefe und Zeugnisse meiner vergangenen Beziehungen liest, aber ich konnte der Neugierde nicht widerstehen. Ich finde es okay, so etwas aufzuheben, weil man mit jedem/jeder Ex auch schöne Zeiten geteilt hat - man sollte sicher sein dürfen, dass der Partner das respektiert und die Finger davon lässt. Was mich noch mehr beschämt, ist, dass ich respektvoll genug war, seine Tagebucheinträge nicht zu lesen - aber ihre Briefe über ihr intimstes Gefühlsleben geradezu aufgesogen habe. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie enttäuscht er wohl von mir wäre. Und wie sie wohl von mir denken würde, wenn sie wüsste, dass ich gelesen habe, was vor etlichen Jahren nur für ihn bestimmt war. Es tut mir leid, dass ich mich so kindisch verhalten habe!



Beichte vom 28.10.2013, 15:23:12 Uhr

3.2/5 (150 Votes)

USB-Stick meiner Eltern

(00032080)



Ich (m/25) habe vor ein paar Monaten im Schrank meiner Eltern etwas gesucht - übrigens mit ihrem Wissen. Beim Suchen habe ich dann einen USB-Stick entdeckt. Aus Neugier habe ich [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 21.10.2013, 15:43:25 Uhr



3.7/5 (260 Votes)

Besen für die Nachmieter

(00032066)



Ich möchte hiermit beichten, dass ich bis vor Kurzem absolut doof war. Wir sind vor zwei Monaten umgezogen, und wie das so ist, hatten wir fleißige Helfer, die uns bei den Malerarbeiten in der Wohnung tatkräftig unterstützten. Am Abend, als sich dann alle in einem Zimmer aufhielten und quatschten, fragte ich dann wider besseres Wissen, weshalb man eigentlich in jeder Wohnung, aus der man auszieht, einen Besen hinterlassen muss. Ob das ein Symbol für den Nachmieter sei, dass die Wohnung nun bezugsfertig wäre? Die fragenden Gesichter lösten sich nach einiger Zeit der Verblüffung in schallendes Gelächter, als man aus meiner treudoofen Frage schlau wurde. Aber wie konnte ich denn auch ahnen, dass es "besenrein" und nicht "Besen rein" heißt? Ich glaube, das wird mich noch einige Zeit verfolgen.



Beichte vom 16.10.2013, 19:26:27 Uhr

3.3/5 (188 Votes)

Verlorene Unterwäsche

(00032049)



Im Sommer ziehe ich mir unter einem Kleid oft einen Tanga an, der seitlich zu binden ist. Dann verknote ich das Ganze allerdings absichtlich schlecht, sodass ich das Höschen irgendwann zwangsläufig verliere. Ich mache das, um die Reaktionen der Leute zu sehen. Manche laufen mir nach, um mir meine Unterwäsche zurückzubringen, viele stecken sie aber auch ein. Aber allein die ungläubigen Blicke der Passanten, wenn ich meine Unterwäsche beim Gehen verliere, versüßen mir jedes Mal den Tag. Ich tue niemandem weh damit, habe immer frische Unterwäsche an und deshalb denke ich auch nicht daran, damit aufzuhören. Jedenfalls nicht, solange es diese Tangas für knapp 50 Cent gibt. Ich bitte um Absolution.



Beichte vom 13.10.2013, 22:51:55 Uhr
Ort: Wallrißstrasse, 1180 Wien


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