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Beichten: 21.156 | User: 164.373 | Kommentare: 323.309 |
Neueste Kommentare

2.5/5 (123 Votes)

Waghalsiger Rollstuhlfahrer

(00033210)



Vor zwanzig Jahren stand ich an einem Zebrastreifen und wollte gerade über die Straße gehen. Ich glaube, es war kalt und glatt. Auf der anderen Seite kam ein Rollstuhlfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf den Zebrastreifen zu gefahren. Ich dachte noch, was ihm einfiele, so schnell zu fahren. Als der Rollstuhlfahrer vom Bürgersteig auf die Straße kam, stürzte der Rollstuhl und klappte zusammen. Meine Gedanken in diesem Moment waren "Er ist doch selbst schuld, warum fährt er auch so schnell." Statt dem Mann zu helfen, ging ich die Straße weiter hoch zu einem anderen Zebrastreifen und ging dort über die Straße, damit ja niemand auf die Idee käme, dass ich dem Mann hätte helfen können. Ich bitte um Absolution, denn ich schäme mich immer noch deswegen.



Beichte vom 06.05.2014, 09:55:47 Uhr

3.2/5 (121 Votes)

Konsum ohne Gewissen

(00033207)



Ich engagiere mich seit einiger Zeit ehrenamtlich für eine Hilfsorganisation. Dort sind viele Leute, die auch sehr bewusst einkaufen, unter anderem auch Veganer. Ich würde es ja auch tun, aber ich kann mich einfach nicht überwinden, ich liebe viele Lebensmittel einfach zu sehr. Deswegen kaufe ich auch viele Lebensmitteln ein, bei denen ich weiß, dass man mit dem Kauf nichts Gutes tut - billiges Fleisch, abgepackte Wurst und Käse etc. In der Hilfsorganisation weiß niemand, dass ich ein solcher Konsument bin. Ich lüge und heuchle da natürlich auch nicht, sondern erwähne es einfach nicht. Aber letztens hatten wir eine Veranstaltung mit einer anderen Organisation und eine Dame von dieser Organisation sagte: "So, jetzt gehen wir noch in eine Saftbar zum Abschluss, ich weiß ja nicht, wie fair die Säfte dort sind, aber heute machen wir mal eine Ausnahme". Nach solchen Aussagen weiß ich, dass ich lieber nicht ehrlich bin. Aber es hat mich bisher auch noch niemand nach meinem Konsum gefragt. Aber wie gesagt, ich heuchle auch nicht - machen ja viele Leute, die nicht darauf Achten, was sie kaufen und im nächsten Moment die Menschen in Armut beklagen. Ich beteilige mich dann einfach nicht an solchen Gesprächen. Aber irgendwie komme ich mir manchmal schon falsch vor, weil ich ja in einer Organisation ehrenamtlich tätig bin, die sich für Armutsländer einsetzt und an vielem sind ja wir mit unserem Konsum mitschuldig.



Beichte vom 05.05.2014, 20:49:55 Uhr

3.3/5 (158 Votes)

Das harte Leben im Hotel

(00033190)



Ich (m/21) mache meine Ausbildung zum Hotelfachmann in einer deutschen Hotelkette und stehe jetzt kurz vor meiner Abschlussprüfung. Durch diesen Beruf wurde ich zum Zyniker, Pessimisten und Drogenkonsumenten. Gut, der [...]
Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.



Beichte vom 03.05.2014, 13:01:10 Uhr

3.4/5 (87 Votes)

Die vernachlässigten Kinder

(00033022)



Ich (w) bin jetzt knapp 30 und hatte bei meiner alleinerziehenden Mutter keine schöne Kindheit. Neben körperlicher Gewalt gab es vor allem viele Demütigungen und Zurückweisungen, aber zumindest konnte ich mich finanziell nicht beklagen und meine Mutter achtete stets auf ein sauberes Heim. Als ich zehn Jahre alt war, lernte meine Mutter einen herzensguten Mann kennen, der auch ein guter Freund und Kumpel von ihr wurde und ihr nach der Scheidung besonders bei handwerklichen Dingen half. Dieser gute Freund hatte noch eine Frau und 5 Kinder, die leider sehr verwahrlost und wirklich im Dreck lebten. Schon beim ersten Besuch bei ihnen zu Hause bekam ich mit, dass die Kinder von der Frau schlimm geprügelt und vernachlässigt wurden, während unser Bekannter und Vater dieser fünf Kinder scheinbar nichts zu sagen hatte oder sich nicht aus dieser ganzen Misere herauszuhelfen wusste. Einmal bemerkte ich in der ganzen verdreckten und mit Müll beladenen Wohnung, dass sich in den Betten der Kinder bereits Maden und Fliegen breitgemacht hatten. Meine Mutter wusste zwar um diese ganzen Zustände und fand es ebenfalls schlimm, aber sie unternahm nichts. Ich konnte nur zu gut nachempfinden, was diese Kinder durchmachen mussten, war damals aber selbst mit meinen eigenen Problemen beladen und wohl noch viel zu jung, um zu verstehen, dass ich das Jugendamt hätte einschalten können. Im Laufe der Zeit wurde das Verhältnis zu meiner Mutter immer schwieriger und ich drängte die Sorgen um die andere Familie dadurch in den Hintergrund, ich war viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt.

Mittlerweile ist die Ehe unseres Bekannten geschieden, seine älteste Tochter ist gerade mal 20 und hat selbst schon zwei Kinder, die anderen Schwestern sind noch nicht mal volljährig und schon Mütter. Ich habe letztens zufällig den Sohn des Bekannten getroffen, der damals die meisten Schläge seiner aggressiven Mutter abbekommen hatte. Er ist dadurch geistig zurückgeblieben und heute tut es mir von Herzen leid, nie etwas unternommen zu haben. Meine Kindheit und Jugend war sicher kein Vergnügen, aber das, was diese Kinder durchleben mussten, war der Horror schlechthin. Alle haben gewusst, was bei dieser Familie abgeht, ganz sicher damals auch die Erzieher und Lehrer und niemand hat etwas unternommen, niemand. Ich bin nur ein paar Jahre älter als diese Kinder und dennoch quält mich oft das schlechte Gewissen.



Beichte vom 09.04.2014, 01:07:00 Uhr

3.7/5 (154 Votes)

Vernichtender Peitschenhieb

(00033015)



Heute ist mir (m/35) etwas passiert, das ich gerne beichten möchte. Ich bin bei uns in der Firma so etwas wie der IT-Guru. Ich bin schon seit langer Zeit mit meinem Chef befreundet und kann mir deshalb auch den einen oder anderen Spaß erlauben. Heute habe ich es allerdings heftig übertrieben. Ich hatte mir gerade eine "Peitschen-App" geladen, als ich auf dem Weg zum Büro des besagten Chefs war. In dem Moment bekam ich mit, wie einem Azubi gerade der Kopf gewaschen wurde. Ich kann nicht genau sagen, warum, es waren auch keine bösen Absichten dahinter, aber ich drückte, als der Chef seinen letzten Satz beendet hatte, auf den Auslöser der App. Das Geräusch hallte durch den Raum, es folgte kurz Stille und der Chef guckt mich an. Er fing an zu lachen und ich wollte gerade in das Gelächter einfallen, als sich der Azubi mit Tränen in den Augen zu mir umdrehte. Ich beichte, dass mir in diesem Moment, im wahrsten Sinne des Wortes, der Spaß im Hals stecken blieb. Er sah so traurig und gedemütigt aus, dass ich mich augenblicklich wegdrehte und ging. Mir ist bewusst, dass das ein Fehler war und ich gelobe, mich in Zukunft zurückzunehmen.



Beichte vom 07.04.2014, 22:31:59 Uhr
Ort: Albertstraße, 48149 Münster


446 Beichten insgesamt (Kategorie Ignoranz).



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