Ich (m/21) habe bis vor kurzem in Leipzig studiert und ein halbes Jahr mit meinem Mitbewohner (28) zusammengewohnt. Nachdem ich festgestellt habe das ich nicht weiter studieren möchte, habe ich beschlossen wieder in das 4 Stunden entfernte Frankfurt zurück zu ziehen. Meine Eltern haben dann mit mir mein Zimmer ausgeräumt und in den Sprinter gepackt. Ich selbst konnte nicht an diesem Tag mitfahren, da ich meinen Mietvertrag erst am nächsten Tag auflösen konnte. Also habe ich einen kleinen Koffer und das nötigste da gelassen um noch eine Nacht in Leipzig zu verbringen. Am nächsten Tag bin ich dann zum Büro nebenan gegangen und wollte meinen Vertrag auflösen. Die nette Frau fragte mich, ob ich denn alles geputzt hätte: Boden und Fenster.
Da meine Eltern alle Sachen am Vortag mitgenommen haben (insbesondere Putzmittel die ich das halbe Jahr über kein einziges Mal benutzt habe) musste ich improvisieren, da mir die nette Dame im Büro nur 1 Stunde Zeit gegeben hat bis der Hausmeister zur Zimmerabnahme kommen wurde. Da ich aber keinen Nerv und vor allem keine Lust hatte eine weitere Nacht in Leipzig zu verbringen, musste ich irgendwie etwas zum Fenster und Fensterbank putzen finden. Mein Mitbewohner war nicht zugegen, also war sein Zimmer abgeschlossen und sonst nur Geschirrspülmittel und ein Schwamm für das Geschirr in Reichweite. Nun klingelte ich aus Not bei meinen Nachbarn, auch dort war keiner da.
So nahm ich den Schwamm und versuchte die Fenster zu putzen, was auch sehr gut gelang und mein Handtuch was ich noch morgens fürs Bad dabei hatte zum abtrocknen. Fenster geputzt also nur noch die Pechschwarze Fensterbank, die auch nach einiger Zeit des Schrubbens langsam wieder weiß wurde.
Als ich fertig war kam direkt der Hausmeister rein also warf ich den Schwamm in die Spule und machte dem Hausmeister die Tür auf, dieser nahm mir sehr zufrieden mein Zimmer ab und führte mich nach draußen. Ich war total glücklich das ich an dem Tag noch nach hause kann! Im Zug ist mir dann aufgefallen das der Schwamm noch in der Spule liegt, ich aber weder Handynummer noch E-Mail meines Zimmernachbarn habe. So beichte ich, dass ich aus Faulheit und Dummheit, sowie Vergesslichkeit einen vermeintlich sauber aussehenden Schwamm an meinen Mitbewohner weitergegeben habe der sich jetzt sein Geschirr mit dem Dreck meiner pechschwarzen Fensterbank sauber macht.
Eine Zeit lang habe ich mit einem guten Kumpel zusammen gewohnt. Zu dieser Zeit war er beim Bund und ich war ganz normal arbeiten. Mein Kumpel nahm es mit der Pünktlichkeit nie so genau, weswegen er schon mehrfach Ärger bei der Bundeswehr bekommen hatte, wenn er malwieder verschlafen hat. An einem Wochenende als er zuhause war, hat er Samstags spontan eine "kleine" Party bei uns gefeiert. Im Normalfall ja kein Problem. Nur besagter Herr sah es wohl Sonntags nicht ein, alles wieder sauber zu machen. Das volle Programm: Umgekippte Bierflaschen, Küche versaut, alles voller Kippenstummeln, umgehängte Bilder und ein kaputter Spiegel. Ich habe nicht eingesehen auch nur einen Finger krumm zu machen, da ich bei dieser Party nicht einmal anwesend war. Als ich Sonntag Abend von meiner Freundin nach Hause kam, sah ich das Unheil. Die Bude sah genau so aus, wie ich sie Mittags verlassen hatte. Stinkig und versifft!
Mein Kumpel war in Seelenruhe am ratzen. Meine Versuche ihn zu wecken scheiterten. Er wird dann leicht aggressiv.
Aber nicht mit mir! Ich habe kurzerhand die Akkus aus seinem Wecker genommen.
Am nächsten Morgen als mein Wecker klingelte, bin ich in aller Seelenruhe aufgestanden, habe mir einen Kaffee gemacht und habe dann mal, mit mir im inneren Einklang, an seine Zimmertür geklopft. Das "Verpiss dich" was er mir zurückrief war wie Musik in meinen Ohren. Aber ich habe mal auf ihn gehört und ihn in Ruhe gelassen. An diesem Morgen bin ich extra länger zuhause geblieben (Danke Gott, dass es Gleitzeit gibt!) um noch mitzubekommen wie er checkt, dass er total verpennt hat. Es hat leider ein bisschen lange gedauert, aber das laute "F**K!" aus seinem Zimmer war es wert.
Ich bin als glücklicher Mensch Montags auf die Arbeit gefahren. Für meinen Kumpel war das nicht so angenehm. Er kam vier Stunden zu spät bei seiner Kaserne an und bekam wegen wiederholter Verspätung zwei Wochen Bunker aufgebrummt.
Ich musste die Bude zwar alleine sauber machen, aber hatte dafür das nächste Wochenende sturmfrei. Im Nachinein tut mir die Aktion leid, da sich seine langjährige Freundin wohl an diesem Wochenende von ihm getrennt hat und er einfach kein Bock hatte aufzustehen um überhaupt irgendwas zu tun. Aber er hätte ja auch was sagen können.
Beichte vom 30.01.2012, 09:52:36 Uhr Ort: Apfelstraße, Heinsberg
Mein Mitbewohner verdient einen Arsch voll Kohle, fühlt sich aber ständig übervorteilt. Er hat das 8-fache meines Monatsgehalts. Da ich ganz gut verdiene, könnt ihr euch vorstellen, dass er wirklich [...] Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.
Ich (m/20/Student) habe gestern mit einem Freund wieder mal übelst über den Durst getrunken. Was genau passiert ist weiß ich nicht mehr, jedenfalls wurde ich gegen 5 Uhr früh von [...] Diese Beichte steht unter Jugendschutz und kann nur von registrierten Mitgliedern gelesen werden.
Wir sind vor sieben Monaten in eine WG gezogen und waren bis heute zu Faul das Namensschild an der Klingel auszutauschen. Wenn wir Essen bei einem Lieferdienst bestellen geben wir einfach den Nachnamen unseres Vormieters an. Auch unseren Freunden sagen wir einfach, dass sie bei dem anderem Namen klingeln sollen.